'FrĂŒhstĂŒck bei mir' mit Sebastian Kurz und Claudia Stöckl

Transkript von Dieter Zirnig am 18.06.2017

Transkript: 'FrĂŒhstĂŒck bei mir' mit Sebastian Kurz und Claudia Stöckl, 18.06.2017

Sonntag, 18. Juni 2017

Ö3/FrĂŒhstĂŒck bei mir

Transkriptstatus: Sonntag, 18. Juni 2017 (noch in Bearbeitung)

Quelle: oe3.orf.at

Bildquelle: -


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neuwal


Dieter Zirnig

Dieter Zirnig (neuwal.com)

Transkript, Fakten, Quellen


Moderation und TeilnehmerInnen

Claudia Stöckl

Claudia Stöckl

Moderatorin FrĂŒhstĂŒck bei mir, Ö3

 
Sebastian Kurz

Sebastian Kurz

Außenminister (ÖVP)

 


Bildquellen
Claudia Stöckl: facebook.com/claudia.stockl.33/
Sebastian Kurz: bmwfw.gv.at
Bildquelle Header: oe3.orf.at

Audiofile 'FrĂŒhstĂŒck bei mir'

Quelle: http://files2.orf.at/vietnam2/files/oe3/201724/0001213c_529242.mp3



'Frühstück bei mir' Feed

orf.at/podcast

itunes.apple.com



Tracklist: Frühstück bei mir



Person Zeichen Worte

Claudia Stöckl

14.282 2.360

Sebastian Kurz

25.658 4.343

Gesamt

39.940 6.703








Sebastian Kurz

Einen schönen guten Morgen liebe Ö3 Hörerinnen und Hörer. Ich 'frĂŒhstĂŒcke heute bei mir' im BĂŒro gemeinsam mit Claudia Stöckl.

Claudia Stöckl

Teil 2 unserer Reihe mit den Spitzenkandidaten. Und heute einer der meistbeachteten und meistdiskutierten Politiker derzeit im 'FrĂŒhstĂŒck bei mir' zu Gast. Denn schließlich hat Sebastian Kurz innenpolitische Geschichte geschrieben: Die vorgezogenen Neuwahlen waren ja seine Forderung. Mittlerweile ist er auch designierter ÖVP Chef mit großer Macht. Das alles im Alter von 30. Über seinen Ehrgeiz, seine Ängste und sein VerhĂ€ltnis zu seinem VorgĂ€nger Reinhold Mitterlehner spreche ich mit ihm bis 11 im Hitradio Ö3. Schön, dass Sie da sind.

Claudia Stöckl

'FrĂŒhstĂŒck bei mir' heute aus dem Außenministerium mit Sebastian Kurz. Außenminister, designierter ÖVP-Obmann. Einen schönen guten Morgen, Herr Minister

Sebastian Kurz

Schönen guten Morgen

Claudia Stöckl

Ich möchte mit Ihnen natĂŒrlich ĂŒber die letzten Wochen sprechen. Und auch den Hype, der um Sie entstanden ist. Derzeit liest man ĂŒber Sie: Ein politisches Ausnahmetalent. Die SĂŒddeutsche Zeitung hat geschrieben: 'Der Popstar der Rechten'. Oder Le Monde: 'Der wahre Star seiner politischen Familie'. Wird Ihnen selber nicht manchmal Angst und Bang bei dieser Heilserwartung, die jetzt auf Ihnen liegt?

Sebastian Kurz

Also zum ersten lese ich selber ja vieles davon nicht. Zum Zweiten ist es so, dass ich ganz bewusst diese Dinge nicht allzu ernst nehme, weil ich weiß, wie volatil das in der Politik ist. Und, was Sie jetzt nicht dazugesagt haben ist, dass ich ja das genaue Gegenteil auch schon erlebt habe. Als ich StaatssekretĂ€r wurde, gab es innerhalb von Stunden zehntausende, die auf Facebook Gruppen gebildet haben und sich dagegen ausgesprochen haben, dass ich StaatssekretĂ€r werden soll. Der Standard hat damals geschrieben: 'Es ist eine Verarsche, dass Kurz StaatssekretĂ€r werden soll.' Das heißt, ich habe beides erlebt. Ich habe massive Kritik erlebt und ich habe auch sehr viel UnterstĂŒtzung und Zuspruch erlebt. Ich kann Ihnen ganz genau sagen, dass sich die UnterstĂŒtzung besser anfĂŒhlt als die Kritik. Aber, wenn man eines davon zu nahe an sich heranlĂ€sst, dann hat man schon einen schweren Fehler begangen.

Claudia Stöckl

Und das gelingt Ihnen immer? Also jetzt gehen wir in die andere Richtung. Die viele Kritik, die natĂŒrlich, als Sie vorgezogene Neuwahlen verkĂŒndigt haben, auf Sie los geprasselt ist: 'Ein Machtpolitiker', 'ein eiskalter Opportunist' hat es da geheißen. Dass Sie eine 'Ich-AG' sind. können Sie das auch dann aus der Distanz sehen?

Sebastian Kurz

Ja, ich habe das ehrlich gesagt mitverfolgt, dass das fĂŒr einige Tage versucht wurde, so darzustellen. Aber ganz ehrlich: Jeder, der mich kennt, weiß, dass es anders ist. Mein ganzes Umfeld denkt anders von mir. Das ist mir persönlich wichtig. Was die Österreicherinnen und Österreicher betrifft hoffe ich, dass nicht immer alles geglaubt wird, was da verbreitet wird. Und es ist eine Entscheidung, mit der ich mich bis heute wohlfĂŒhle, weil sie aus meiner Sicht die richtige war. Dass das andere anders sehen, das ist ja durchaus legitim.

Claudia Stöckl

Was ist Ihre Lehre dieses letzten Monats seit Sie Neuwahlen verkĂŒndet haben und auch der designierte ÖVP-Obmann sind?

Sebastian Kurz

Das das GeschĂ€ft immer hĂ€rter wird, je nĂ€her die Wahl rĂŒckt. Und das ist auch das, was mich ehrlich gesagt am meisten an der Politik stört. Ich habe mit 16 begonnen mich fĂŒr Politik zu interessieren. Ich habe mich jahrelang dann wĂ€hrend der Studienzeit ehrenamtlich politisch engagiert. Also, mir macht Politik Freude. Was mir gar nicht taugt, ist die Art und Weise, wir da miteinander umgegangen wird. Die stĂ€ndigen Versuche, jemanden anzupatzen. Ich wĂŒrde mir einfach wĂŒnschen, dass es mehr ein gesunder Wettbewerb um die besten Ideen ist. Und ohne den anderen stĂ€ndig schlecht machen zu mĂŒssen.

Claudia Stöckl

Aber die ÖVP hat ja Bundeskanzler Christian Kern auch mit Hammer und Sichel als Marxist in einer BroschĂŒre dargestellt. Also, sie bleiben ja einander nichts schuldig .

Sebastian Kurz

Ja, das war sicherlich alles andere als positiv. Aber als ich ĂŒbernommen habe, habe ich ganz klar gesagt, dass wir einen neuen politischen Stil leben wollen. Dass wir andere nicht angreifen werden. Und, wenn Sie die letzten vier Wochen zurĂŒckblicken, dann werden Sie keine einzige Situation finden, wo wir anders agiert hĂ€tten, als wir angekĂŒndigt haben.

Claudia Stöckl

Wir starten mit einem Musikwunsch des Gastes in den Tag. In diesen Ö3 SommergesprĂ€chen. Was wĂ€re denn der Song, der jetzt gerade Ihren emotionalen Status Quo beschreiben wĂŒrde?

Sebastian Kurz

Ich wĂŒrde mir U2 Beautiful Day wĂŒnschen, weil es ein Song ist, der gute Laune macht und ich mich eigentlich auch gut fĂŒhle.

U2 Beautiful Day



youtube.com
Quelle: youtube.com (abgerufen am 18.06.2017)

Claudia Stöckl

Ich wĂŒrde gerne mit Ihnen politische Momente der letzten Wochen besprechen, wo Sie ja auch teilweise im Mittelpunkt gestanden sind und Ihre GefĂŒhl dahinter erfahren. Und zwar: Der Moment, als Reinhold Mitterlehner - Vizekanzler und ÖVP Obmann - seinen RĂŒckzug verkĂŒndet hat. Was ist da in Ihnen vorgegangen?

Sebastian Kurz

Ja, fĂŒr mich war das extrem ĂŒberraschend. Ich habe ja am Vortag noch mit ihm telefoniert. Ich war damals in Vorarlberg. Wir haben uns sogar noch einen Termin fĂŒr den nĂ€chsten Tag ausgemacht. Und als ich dann in Wien am Flughafen gelandet bin, habe ich eine SMS bekommen und die AnkĂŒndigung erfahren, dass er in wenigen Minuten seinen RĂŒcktritt verkĂŒnden wird. Ich muss zugeben, ich habe mir in dem Moment natĂŒrlich gedacht, das hĂ€tte er uns vorher sagen können. Ich mache ihm da aber menschlich ĂŒberhaupt keinen Vorwurf.

Claudia Stöckl

Also, das GefĂŒhl war Überraschung. Oder war das nicht auch - und jetzt sage ich natĂŒrlich etwas, was ganz viele geschrieben und gesagt haben -, dass Reinhold Mitterlehner ja in den Wochen davor schon innerhalb der Partei abmontiert wurde. Viele meinen auch durch Sie. Vielleicht dann auch der Moment eines Triumphes?

Sebastian Kurz

Reinhold Mitterlehner hat mir vor einiger Zeit schon signalisiert, dass er aller Voraussicht nach nicht Spitzenkandidat bei der nĂ€chsten Nationalratswahl sein möchte. Der Zeitpunkt seines RĂŒcktrittes, der kam allerdings sehr ĂŒberraschend.

Claudia Stöckl

Wir gehen jetzt zum 12. Mai, der Moment, als Sie sich offen fĂŒr vorgezogene Neuwahlen ausgesprochen haben. Die SPÖ sagte, das war reiner Egoismus, weil Sie eben gerade in einem Beliebtheitshoch waren und Opportunismus. Was ist da in Ihnen vorgegangen?

Sebastian Kurz

Ja, mein GefĂŒhl dabei war, dass es einfach richtig ist, das auszusprechen, was ich mir denke. Wenn man immer nur die Köpfe austauscht, verspricht 'jetzt wird alles anders‘ und dann geht alles weiter wie zuvor, dann muss man sich schon die Frage stellen: Ist man bereit, sich hinzustellen und den Menschen etwas zu versprechen, woran man selbst nicht glaubt. Und es war nicht populĂ€r, das ist mir klar. Die Masse der Menschen ist immer gegen Neuwahlen. Es haben ja auch die meisten etwas anderes geraten. Es gab viele, die gesagt haben: du musst jetzt ĂŒbernehmen, muss sagen, du startest jetzt durch in der Regierung, stellst dann einige Bedingungen und wenn Christian Kern die nicht erfĂŒllen kann, dann gehst du in Neuwahlen. Und wieder andere haben mir gesagt: Du musst jetzt mit dem Koalitionspartner Verhandlungen fĂŒhren. Du musst ihm einige Themenvorgaben machen und wenn er nicht bereit ist das umzusetzen, dann hast Du einen Grund. Und natĂŒrlich habe ich mich mit alldem auseinandergesetzt und habe mir dann irgendwann gedacht, ich bin dazu nicht bereit. Und wenn ich mich dabei nicht wohl fĂŒhle, dann mache ich auch bei all diesen Spielchen nicht mit.

Claudia Stöckl

Also Sie haben sich in dem Moment wohlgefĂŒhlt, weil Sie Ihrer Überzeugung gefolgt sind.

Sebastian Kurz

Definitiv.

Claudia Stöckl

Wir kommen noch zu zwei Punkten und zwei Tagen in diesem sehr turbulenten Monat fĂŒr Sie. Also, sie sind ja dann am Wochenende des 14. Mai zum Parteiobmann gewĂ€hlt worden - mit sehr, sehr viel Macht und Kompetenzen. Wurden dann aber am 16. Mai im Parlament ausgebuht. Da war die erste Parlamentssitzung, nachdem Sie die vorgezogenen Neuwahlen angekĂŒndigt haben. Da hat es ein Buh-Konzert gegeben. Josef Cap hat eine emotionale Rede gehalten und hat ĂŒber Sie gesagt: Eine Ich-AG. Wie haben Sie sich dabei gefĂŒhlt?

Zwischenrufe im Parlament (16.05.2017)



youtube.com
Quelle: youtube.com (abgerufen am 18.06.2017)

Sebastian Kurz

Also, es gab kein Buh-Konzert aber es gab...

Claudia Stöckl

Buh-Rufe.

Sebastian Kurz

Nein, gab es nicht.

Claudia Stöckl

Oh ja, ich habe es mir noch einmal angeschaut auf YouTube.

Sebastian Kurz

Also, ich habe miterlebt, dass ein einfach extrem viele Zwischenrufe gab. Aber extrem viele Redner, die auf mich eingeprĂŒgelt haben. Ich habe es ein bisschen schade gefunden um meine Zeit, weil ich mir eigentlich besseres anzufangen weiß, als mich dort beschimpfen zu lassen. Aber es gehört in der Demokratie dazu.

Claudia Stöckl

Und jetzt noch einen letzten Moment, der eigentlich die letzte Woche betrifft. Sie haben ja beim Requiem fĂŒr Alois Mock gesprochen. Und Reinhold Mitterlehner ist drei BĂ€nke hinter Ihnen gesessen. Haben Sie einander begrĂŒĂŸt?

Sebastian Kurz

Ja, natĂŒrlich.

Claudia Stöckl

Schon. Also gibt es da noch Ressentiments von dieser Ablöse?

Sebastian Kurz

Wir sind miteinander im Reinen. Ich schÀtze ihn auch. Und insofern werden wir auch in Zukunft einen guten Kontakt haben.

Claudia Stöckl

Weil ich gehört habe aus ÖVP-Kreisen, dass er sich von ganz vielen nicht verabschiedet hat - sondern einfach gegangen ist. Also, dass da schon eine VerhĂ€rtung da ist...

Sebastian Kurz

Also, ich habe ihm vor dem Requiem noch außerhalb des Stephansdoms getroffen und auch mit ihm gesprochen. Also, von mir können Sie das nicht gehört haben.

Claudia Stöckl

Woher kommt denn sein Ehrgeiz? Wollte er es sich oder den anderen beweisen. Das erzÀhlt er uns gleich. Nach Ihrem nÀchsten Musikwunsch, Herr Kurz.

Sebastian Kurz

Ich wĂŒnsche mir jetzt von STS Großvater, weil es einfach ein extrem emotionaler Song ist, der mich immer an meine schöne Kindheit in Niederösterreich im Waldviertel erinnert.

STS - Großvater



youtube.com
Quelle: youtube.com (abgerufen am 18.06.2017)

Claudia Stöckl

Er war in dieser Sendung schon vor Jahren schon einmal Thema in einem ganz anderen Zusammenhang. NĂ€mlich bei dem GesprĂ€ch mit Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier. Denn Sebastian Kurz steht fĂŒr eine große Gruppe der Generation der 14- bis 29-jĂ€hrigen hat Heinzlmaier damals erklĂ€rt und das so definiert:

Bernhard Heinzlmaier bei Claudia Stöckl


[...]
Bernhard Heinzlmaier: ResprĂ€sentativ fĂŒr die heutige Jugendkultur ist so Sebastian Kurz. So ein adaptiv, pragmatischer Mensche, der sehr kĂŒhl, kalkuliert und der diese Rolle sehr perfekt spielt, so dass er bei jungen Menschen, bei jungen WĂ€hlern aber auch bei Ă€lteren auf sehr viel Anerkennung stoßt. Weil er sehr ĂŒberlegt ist, seine Ziele sehr genau formuliert, strategisch sehr durchdacht ans Werk geht um diese Ziele auch zu erreichen. Und die Menschen bewundern den dann dafĂŒr, dass er mit 25 so eine Karriere gemacht hat. Alles muss irgendwie einen Nutzen haben: Freundschaften mĂŒssen einen Nutzen haben. Er ist quasi so Vorzeigefigur fĂŒr eine Gesellschaft, in den man durch Anpassung zum sozialen Aufstieg kommt und zur Karriere.
[...]


orf.at
Quelle: orf.at (transkribiert am 18.06.2017)

Einspielung

Claudia Stöckl

Nicht unbedingt immer ganz freundlich formuliert. Aber was sagt denn unser heutiger Gast dazu? Kann er irgendetwas in der Beschreibung auch erkennen, das ihn vielleicht ausmacht?

Claudia Stöckl

Ich hatte einmal einen Jugendforscher zu Gast: Bernhard Heinzlmaier, der ĂŒber die verschiedenen Jugendkulturen erzĂ€hlt hat. Und eine ganz vorherrschende ist die der 'adaptiv pragmatischen Menschen'. Und er hat Sie damals alle einen typischen ReprĂ€sentanten dieser Jugendkultur genannt. Und er hat das so charakterisiert, hat gesagt: 'Das sind Menschen, die sehr kĂŒhl kalkulierend sind, sehr ĂŒberlegt, nicht spontan, Ziele genau formulieren, strategisch durchdacht ans Werk gehen um ihre Ziele zu erreichen.' Können Sie sich in dieser Beschreiung finden?

Sebastian Kurz

Ich muss vor allem immer schmunzeln, wenn ich den Namen Heinzlmaier höre. Denn er ist ein SPÖ-naher Jugendforscher, der damals, als ich StaatssekretĂ€r wurde einen Artikel veröffentlich hat, wo er beschrieben hat, wie ich mit dem 'goldenen Löffel im Mund im Nobelbezirk Wien-Hietzing aufgewachsen bin'. Das spannende ist: Ich bin in Meidling aufgewachsen, im Nachbarbezirk, ein Arbeiterbezirk. War nicht so wie er damals geschrieben hat auf einer Privatschule, sondern ich war auch einer ganz normalen öffentlichen Schule. Aber, was lustig ist, obwohl dieser Artikel jetzt mittlerweile sechs, sieben Jahre her ist, sprechen mich immer wieder - wenn ich in Hietzing unterwegs bin - noch Ă€ltere Damen oder Herren an, die zu mir sagen: 'GrĂŒĂŸ Gott, Herr Kurz, Sie wohnen ja auch bei uns hier in Hietzing.' Was nach wie vor nicht stimmt. Also, insofern habe ich eine eigene Geschichte mit dem Herrn Heinzlmaier. Und Sie verstehen vielleicht, dass ich nicht alles, was er schreibt zu hundert Prozent ernst nehmen kann.

Claudia Stöckl

Aber, wenn man einfach die Beschreibung von Jugendlichen sieht. Wir klammern ihn jetzt aus. KĂŒhl, kalkulierend, Ziele sehr genau formulieren, strategisch sehr durchdacht ans Werk gehen. Ist das nicht genau Ihre Vorgangsweise?

Sebastian Kurz

Als sonderlich kĂŒhl wĂŒrde ich mich nicht beschreiben. Sondern, ich wĂŒrde sagen, mein ganze Umfeld wĂŒrde mich da eigentlich genau gegenteilig beschreiben. Insofern, ja, mĂŒsst ich den Text von Herrn Heinzlmaier genau lesen, dann könnte ich Ihnen wahrscheinlich sagen, dass da - wie in seinen anderen Texten - auch alles Falsches drinnen steht.

Claudia Stöckl

'Eine Vorzeigefigur fĂŒr eine Gesellschaft, in der man durch Anpassung zum sozialen Aufstieg kommt und zur Karriere.' War Anpassung auf Ihrem Weg wichtig?

Sebastian Kurz

Ganz im Gegenteil. Ich habe eigentlich das GefĂŒhl, dass ich mir mein ganzes Leben bis jetzt immer selbst treu geblieben bin. Ich habe ein sehr stabiles privates Umfeld. Also, ich fĂŒhle mich in meinem Leben sehr wohl und habe auch noch nicht wirklich das GefĂŒhl gehabt, dass ich mich irgendwo verstellen musste. Dass ich jetzt als Minister mit dem Anzug ins BĂŒro gehe und nicht mit Jean und T-Shirt, das ist klar.

Claudia Stöckl

Sie haben in einem Interview mit der Zeitschrift BIBER vor drei Jahren gesagt 'Sie hÀtten 30 echte Freunde'. Das finde ich sehr viel.

Sebastian Kurz

Ist immer die Frage, wie man jetzt die Personen in Kategorien einteilen möchte. Ich habe viel Bekannte, ich habe einige gute Freunde und ich habe, so wie jeder andere Mensch, wahrscheinlich eine Hand voll ganz enge Freunde. Ja, aber, es gibt Gott-sei-Dank viele Menschen, wo ich weiß, wenn es mir schlecht geht, kann ich die jederzeit anrufen, sie heben ab und nehmen sich Zeit.

Claudia Stöckl

Sie netzwerken ja auch sehr stark. Wenn Sie zum Beispiel mit Profil-Chefredakteurs Christian Rainer auf den Traunstein gehen - Sie waren ja schon mehrmals Bergsteigen mit ihm. Ist das dann eine Freundschaft oder ist das dann nicht auf die NĂ€he zu jemanden zu suchen, der medial einen Einfluss hat?

Sebastian Kurz

Das hat sich so ergeben. Und ich gehe sehr gerne in unterschiedlichen Runden wandern. Aber ich habe noch von keinem Journalisten des Landes eine sonderliche Besserbehandlung erlebt. Und ich glaube - um ehrlich sein -, dass es durchaus sinnvoll ist, wenn man mit jemandem einmal ein GesprĂ€ch fĂŒhren kann, dass ĂŒber eine halbe Stunde Interview, wo der Pressesprecher daneben am Tisch sitzt und jedes Wort ĂŒberlegt, das hinaus geht... Das ist ganz gleich ob das jetzt Journalisten, anderen Politikern, Experten ist. Also, dass macht schon Sinn, dass man sich auch ein bisschen tiefgehender unterhalten kann.

Claudia Stöckl

Einer er viel um Rat fragt. Einer, der viel zuhört. Das sagt man auch ĂŒber Sebastian Kurz. Und wer seine Berater sind, das verrĂ€t er uns noch bis 11 in den Ö3 SommergesprĂ€chen in FrĂŒhstĂŒck bei mir.

Claudia Stöckl

Wir frĂŒhstĂŒcken heute im BĂŒro des Außenministers Sebastian Kurz. Was ist denn der persönlichste Gegenstand in diesem schönen hohen Raum? Sie haben interessanterweise ein Stehpult, an dem Sie dann Ihre BĂŒroarbeit machen. Also gar kein Schreibtisch zum Sitzen. Aber sagen Sie mal, was ist das persönlichste hier?

Sebastian Kurz

Das persönlichste hier ist ein privates Fotoalbum, aber das steht im BĂŒcheregal gut versteckt.

Claudia Stöckl

Und wann blÀttern Sie darin?

Sebastian Kurz

Selten, muss ich zugeben. Aber es steht hier und das ist gut so.

Claudia Stöckl

Das zeigt Familie und Freunde und auch Tier vielleicht. Sie sind ja ein großer Tierliebhaber.

Sebastian Kurz

Ja, total. Ich bin immer mit extrem vielen Tieren aufgewachsen. Ich habe eine - zur HĂ€lfte in Wien aber auch zur HĂ€lfte in Niederösterreich. Meine Großeltern sind dort auf einem Bauernhof. Und insofern gab es dort Hunde, Katzen, Hasen und alles, was man sich vorstellen kann.

Claudia Stöckl

Hamster habe ich auch gehört.

Sebastian Kurz

Alles. Alles war dabei. Im Moment gibt es leider kein Haustier. Aber ich bin in Verhandlungen. Und irgendwann gibt es sicher wieder eines.

Claudia Stöckl

Ich habe gehört, Sie waren jetzt auf Urlaub auf Madeira. Und da ist Ihnen ein Hund zugelaufen, der Ihr Herz erweicht hat.

Sebastian Kurz

Es war wirklich eine fast unglaubliche Geschichte. Wir sind da ein paar Stunden - zweieinhalb Stunden ungefĂ€hr - auf einen Berg hinauf marschiert. Und ganz zu Beginn ist uns ein Hund ĂŒber den Weg gelaufen. Der da die ersten Meter, die da schon relativ steil waren, mit uns mitmarschiert ist. Und ich habe mich stĂ€ndig gefragt, wann dreht er um. Und er hat uns aber eisern bis zum Gipfel begleitet und ist danach den ganzen Weg wieder mit uns hinuntergegangen. Und die Wanderer, die uns begegnet am Weg nach unten, die sind stehen geblieben und haben den Hund gestreichelt und haben uns zu diesem schönen Hund gratuliert. Keiner hat geglaubt, dass wir den gerade erst aufgegabelt haben.

Claudia Stöckl

aber ich glaube, Sie haben sogar ĂŒberlegt, ob Sie den Hund mitnehmen.

Sebastian Kurz

Ja, das ĂŒberlege ich leider bei jedem Hund, den ich im Ausland treffe. Aber es setzt sich dann doch immer der Verstand durch. Ich wohne in Wien in einer Wohnung, bin relativ wenig zu Hause. Und insofern wĂ€re es unverantwortlich im Moment, da einen Hund mitzunehmen. Aber irgendwann werde ich sicher wieder einen Hund haben.

Claudia Stöckl

Wenn andere ĂŒber Sie sprechen, auch die, die Sie gut kennen, die sagen, dass Sie sehr, sehr ehrgeizig sind. Wollten Sie sichs oder den anderen beweisen?

Sebastian Kurz

Weder noch. Ich wollte eigentlich vorallem auch niemals Berufspolitiker werden. Ich habe sehr frĂŒh begonnen mich politisch zu engagieren, weil es mich einfach interessiert hat. Ich wollte aber immer einen anstĂ€ndigen Job einmal haben. Und meine Eltern waren alles andere als glĂŒcklich, als es mich dann so sehr in die Politik verschlagen hat. Aber mit 18 habe ich noch gedacht, man kann das ganze Leben planen. Jetzt, mit 30, bin ich irgendwie draufgekommen, viele Dinge lassen sich nicht planen. Es hat sich bei mir eben so ergeben, wie es sich ergeben hat. Da war viel Zufall, GlĂŒck, Schicksal - ganz egal, wie man es nennen möchte - dabei. Ja, ich bin zufrieden und so wie ich mich kenne, wĂ€re ich aber wahrscheinlich auch zufrieden in anderen Berufen oder Lebenswegen.

Claudia Stöckl

Aber, als Sie mit 18 das Leben planen wollten, was stand denn auf diesem Zettel? Wo haben Sie sich mit 30 gesehen

Sebastian Kurz

Also, definitiv nicht im Außenministerium. Sondern, ich habe dann noch viele andere im Kopf, die man in dem Alter macht. Vom Tennisspielen ĂŒber ausgehen. Ich war mir dann auch lange nicht sicher, was das richtige fĂŒr mich sei. Und habe mich dann irgendwann fĂŒrs Jus-Studium entschieden, habe daneben immer gearbeitet: In einer Versicherung, in einer Rechtsanwaltskanzlei. Und irgendwann - mit 24 - kam dann eben das Angebot von Michael Spindelegger StaatssekretĂ€r fĂŒr Integration zu werden. Ich habe damals extrem gelitten, weil ich mir auf der einen Seite natĂŒrlich gedacht habe, dass das eine extrem spannende, tolle Herausforderung ist. Auf der anderen Seite war damals die Angst groß, dass die Medien das nicht zulassen wĂŒrden, dass ein 24-jĂ€hriger StaatssekretĂ€r wird. Ich bin es dann irgendwie geworden. Und was die Reaktionen betrifft, da habe ich leider recht behalten (lacht). Die waren am Anfang sehr, sehr negativ. Und es war dann auch keine leichte Zeit.

Claudia Stöckl

Und nach Bundeskanzler Christian Kern ist heute ÖVP Partei Obmann Sebastian Kurz, ÖVP Spitzenkandidat zu Gast im FrĂŒhstĂŒck bei mir. Wir tickt er? Das versuche ich zu hinterfragen. Er ist zu kontrolliert, er ist zu perfekt, sagen viele. Da gibt es keine BrĂŒche, keine Krisen. Von einer hat er uns gerade erzĂ€hlt, als er mit 24 jĂŒngster StaatssekretĂ€r geworden ist. Da ist er nicht wirklich ernst genommen worden am Anfang. Aber auch in Ihrer Familie, Herr Kurz, hat es eine schwierige Zeit gegeben.

Sebastian Kurz

Ja, was sicherlich eine schwierige Phase war, wie mein Vater, der hat ĂŒber 30 Jahre fĂŒr Philips gearbeitet. War dort im Management und Abteilungsleiter. Und als das Unternehmen mehr und mehr nach Asien verlagert hat, ist er dann mit vielen seiner Kollegen mit ĂŒber 50 auf einmal von heute auf morgen ohne Job dagestanden. Das war fĂŒr ihn aber natĂŒrlich auch fĂŒr meine Mutter, fĂŒr mich eine schwierige Phase. Und er hat dann eine irrsinnige Kraft entwickelt, hat sich irrsinnig angestrengt. Er hat wirklich mit ĂŒber 50 noch einmal ganz neu angefangen bei einem anderen Unternehmen in einer Ă€hnlichen Branche und hat sich dann noch einmal neu alles selbst aufgebaut und erkĂ€mpft. fĂŒr das bewundere ich ihn extrem. Und er ist heute 67. Er könnte schon lange in Pension sein und arbeitet noch immer sehr gerne. Vielen anderen gelingt das nicht. Gerade in dem Alter mit ĂŒber 50. Ich glaube, Menschen in so einer Situation muss man bestmöglich unterstĂŒtzen. Und ich bin aber sehr froh, dass er es geschafft hat.

Claudia Stöckl

Und jetzt greifen wir zu. Ich hoffe, Sie haben zu Hause auch gut gedeckt. Schinken, KĂ€se, Weckerln, hier im BĂŒro von Sebastian Kurz, im Außenministerium. Derzeit fĂŒhrt er alle Umfragen an. Vor allem, wenn es um die Frage geht: Wer soll nĂ€chster österreichischer Bundeskanzler werden. Erstaunlich eigentlich mit seinen erst 30 Jahren. 'Kann Kurz Kanzler?' wird seitdem diskutiert. Aber, wie geht es ihm denn selber beim Gedanken an diese große Aufgabe? Gibt es da nicht vielleicht manchmal schlaflose NĂ€chte oder vielleicht auch ein kleines bisschen Angst?

Claudia Stöckl

Seit sie der neue Star der ÖVP sind, die ÖVP-Hoffnung, der neue Parteichef, ist eine ganz große Frage: Kann Kurz Kanzler? Wie beantworten Sie denn diese Frage fĂŒr sich? Haben Sie nicht manchmal auch Vorbehalte oder selber ein Zögern oder Zweifel: WĂŒrde ich diese Aufgabe erfĂŒllen können?

Sebastian Kurz

Gerade, weil ich jetzt ja sieben Jahre Erfahrung als StaatssekretĂ€r aber auch als Minister habe weiß ich ganz genau, worum es da geht. Und ich weiß, wie groß die Verantwortung ist. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass es in Österreich eine VerĂ€nderung braucht. Und ich bin auch der festen Überzeugung, dass es einen Bundeskanzler braucht, der die besten Köpfe ins Team holt um diese VerĂ€nderungen in Österreich möglich zu machen. Und, ja ich glaube, dass ich das sein kann.

Claudia Stöckl

Und, gab es nie fĂŒr Sie selber auch einen Moment des Zögerns oder eine schlaflose Nacht. Das ist ja eine riesengroße Aufgabe mit 30.

Sebastian Kurz

Also schlaflose NĂ€chte gibt es Gott-sei-Dank nie, um ehrlich zu sein. Weil ich meistens so wenig schlafe, dass, wenn ich ins Bett gehe, dass ich in der Sekunde einschlafen kann. Auch wenn ich ins Flugzeug einsteige und gerade nichts zu arbeiten habe, dann schlafe ich innerhalb von wenigen Minuten ein. Also, ich habe Gott-sei-Dank nicht das Problem schlecht zu schlafen. Ich habe eher das Problem, dass es manchmal ein bisschen zu wenig Schlaf ist.

Claudia Stöckl

Wie viele Stunden schlafen Sie?

Sebastian Kurz

Unterschiedlich. Also, wenn ich einmal kann, dann kann ich auch ewig lang ausschlafen. Aber, im Schnitt unter der Woche sind es so zwischen vier und fĂŒnfeinhalb Stunden.

Claudia Stöckl

Kennen Sie Ängste?

Sebastian Kurz

Definitiv.

Claudia Stöckl

Und zwar welche Form von Ängsten? Kennen Sie VersagensĂ€ngste? Hat es eine Phase gegeben, als Sie Angst hatten zu versagen?

Sebastian Kurz

Na, es gibt ein tĂ€gliches Hinterfragen bei mir und auch in meinem ganzen Team. Also, wir haben eine Konstellation bei mir geschaffen, wo wir alles, was wir tun, vorher, bis ins letzte Detail ausdiskutieren und stĂ€ndig selbst hinterfragen. Zu jeder Entscheidung, die getroffen werden muss unterschiedlichste Meinungen einholen. Was aber gleichzeitig ist, wenn einmal eine Entscheidung getroffen ist, dann ziehen wir sie auch gemeinsam durch und stehen dazu und fallen nicht gleich um, wenn es einen sanften Gegenwind gibt. Also, wenn eine Entscheidung getroffen ist, dann weiß ich, dass ich mir das vorher so gut ĂŒberlegt habe, dass ich dazu stehen kann. Und dann bin ich eigentlich auch ziemlich frei von Angst.

Claudia Stöckl

Aber Sie haben auf jeden Fall ein sehr großes Selbstvertrauen, sagen auch ganz viele, die Sie gut kennen. Woher kommt denn das, woher kommen denn die Wurzeln dieses Selbstvertrauens? Haben Ihre Eltern Ihnen immer gesagt: Sie machen das gut, Sie bestĂ€rkt, Sie ermutigt?

Sebastian Kurz

Also, ich weiß nicht, ob ich so ein großes Selbstvertrauen habe. Ich bin halt sehr jung in Aufgaben gekommen. Aus Zufall, GlĂŒck, Schicksal, je nachdem, wie Sie es nennen wollen. Und habe immer versucht, die Aufgabe, die ich ĂŒbernommen habe möglichst gut zu meistern. Und, was meine Eltern betrifft... Meine Eltern haben mich irrsinnig liberal, irrsinnig offen erzogen. Ich habe eigentlich immer alles machen dĂŒrfen, was ich wollte. Ich bin mit 14, 15 die ganze Nacht ausgegangen und das Maximum, was daheim stattgefunden hat, war vielleicht ein Hauch Sorge, ob eh nichts passiert. Und meine Eltern haben mir immer das GefĂŒhl gegeben, dass Sie wollen, dass ich glĂŒcklich bin. Und es ist eigentlich nie jetzt beurteilt worden, ob jetzt etwas sonderlich gut oder eher schlechter gelaufen ist. Also, wenn ich einmal Kinder habe und ich erziehe sie nur halb so liebevoll, wie das meine Eltern gemacht haben, dann bin ich schon glĂŒcklich.

Claudia Stöckl

Was ist das so der private Plan? Wann stehen Kinder auf dem Plan? (lacht)?

Sebastian Kurz

Also irgendwann möchte ich definitiv Kinder habe. Aber ich werde das eher zu Hause besprechen. Und nicht auf Ö3.

Claudia Stöckl

Da wird er immer sehr einsilbig, wenn es privat wird. Warum ist das eigentlich so und geht das ĂŒberhaupt in einem Wahlkampf, wo die Menschen ja wissen wollen: Wer ist das genau, der sich zur Wahl stellt?

Claudia Stöckl

Herr Kurz, man weiß ja privat sehr wenig ĂŒber Sie. Man weiß, Sie leben in einer Beziehung und haben Ihre Freundin Susanne mit 18 Jahren kennengelernt. Aber mehr Ă€ußern Sie sich eigentlich nicht ĂŒber diesen Teil Ihres Lebens. Warum ist denn das so?

Sebastian Kurz

Also, ich glaube, wenn man versucht, etwas ĂŒber mich rauszufinden im Internet, dann findet man Fotos zu meiner Freundin, Fotos zu meinen Eltern. Aber, um ganz ehrlich zu sein, meine Eltern und auch meine Freundin haben kein Interesse medial vorzukommen. Es ist auch nicht Teil ihrer Jobs. Bei meinem Job gehört mediale PrĂ€senz dazu. Aber ich möchte ehrlich gesagt jetzt weder meine Eltern noch meine Freundin da zwangsverpflichten. Und Ich halte es auch nicht fĂŒr notwendig, als Politiker, das eigene Privatleben zu inszenieren. Ich möchte gerne nach meiner Arbeit beurteilt werden und muss dann nicht meine Familie vor den Vorhang holen.

Claudia Stöckl

Bundeskanzler Christian Kern hat jetzt im Wahlkampf ja auch sein privates Fotoalbum geöffnet, hat seine Kinder gezeigt in frĂŒheren Jahren, hat bei mir ĂŒber seine Ehe gesprochen.

Sebastian Kurz

Ich halte das...

Claudia Stöckl

Glauben Sie, dass Sie das durchhalten werden, dass Sie Ihr Privatleben im Wahlkampf außen vorlassen?

Sebastian Kurz

Ja, ich werde es auf jeden Fall außen vorlassen. Ich halte es fĂŒr legitim, wenn Politiker ihre Frauen, ihre Partner, ihre Kinder vor den Vorhang holen. Und ich halte es aber auch fĂŒr legitim, wenn man es so macht, wie ich das mache.

Claudia Stöckl

Da hat er eine ganz klare Linie. Aber wer sind denn sonst die Leute, die ihn umgeben, die vielleicht die besten RatschlÀge haben?

Claudia Stöckl

Wir haben hier Schinken und KĂ€se auf dem Tisch und eine Schale voll Erdbeeren. Vielen Dank fĂŒr das FrĂŒhstĂŒck, Herr Minister. Ich nehme an, das haben nicht Sie aufgedeckt, sondern die vielen HeinzelmĂ€nnchen und Frauen rund um Sie.

Sebastian Kurz

Na, um ehrlich zu sein war ich selber einkaufen fĂŒr Sie. Und was da am Tisch liegt, das hat sich mein Cousin nicht nehmen lassen. Er ist Fleischhacker in Niederösterreich und hat daher die Wurst und den Schinken ganz persönlich vorbeibringen wollen.

Claudia Stöckl

Was war die letzte wirklich wichtige Entscheidung, die Sie an diesem Besprechungstisch getroffen haben?

Sebastian Kurz

Alle Entscheidungen fallen an diesem Tisch. Es wird auch oft an diesem Tisch gegessen, weil wir oftmals bis spÀt in die Nacht hier zusammensitzen. Da gibt es dann Pizza oder irgendetwas anderes, was man sich schnell liefern lassen kann.

Claudia Stöckl

Also nicht nur der Bundeskanzler isst viel Pizza, sondern Sie auch. (lacht).

Sebastian Kurz

Wir hier im BĂŒro auch, ja.

Claudia Stöckl

Manche sagen ja, die neue ÖVP ist eine Mogelpackung, weil Ihre Berater sind ja eigentlich die alten ÖVP-Granden. Zum Beispiel Wolfgang SchĂŒssel hĂ€tte Ihnen dieses Sieben-Punkte-Programm diktiert, dass Sie als Bedingung Ihrer Partei gestellt haben. Stimmt da etwas daran? Wer sind denn Ihre Berater?

Sebastian Kurz

Mein Team. Das ist mein Kabinettschef, das ist eine Referentin bei mir im BĂŒro, die ich damals aufgegabelt habe, frisch nach der Matura, die mittlerweile sieben Jahre fĂŒr mich arbeitet. Also, eine Runde von Personen, die Ihnen alle namentlich nichts sagen wĂŒrden.

Claudia Stöckl

Also niemand dieser großen Prominenten Namen. Wolfgang SchĂŒssel ist kein Berater von Ihnen?

Sebastian Kurz

Wolfgang SchĂŒssel ist der ehemalige Bundeskanzler aber er ist jetzt nicht mein Berater.

Claudia Stöckl

Und auch Alfred Gusenbauer wird immer wieder genannt in Ihrem Zusammenhang.

Sebastian Kurz

Ja, ich glaube, den habe ich das letzte Mal vor ĂŒber einem Jahr gesehen. Er ist sehr eng mir Christian Kern befreundet. Also, ich glaube, wenn er jemanden berĂ€t, dann ist es der Bundeskanzler.

Claudia Stöckl

Aber, er wurde auch schon in Ihrem Umfeld gesehen.

Sebastian Kurz

Ja, als ich Außenminister wurde, habe ich mich auch mit dem ehemaligen Bundeskanzler Gusenbauer damals ausgetauscht. Und ja, all das hat mich bereichert.

Claudia Stöckl

Es gab ja diese Woche auch ein UnterstĂŒtzertreffen, wo Andreas Treichel zum Bespiel gekommen ist. Karl Stoss, Erwin Wurm. Also, eine sehr, sehr prominente Liste. Aber fragen Sie zum Beispiel diese Menschen auch um Rat?

Sebastian Kurz

Ja natĂŒrlich frage ich Erwin Wurm, Tobias Moretti und andere, wenn ich mir Gedanken ĂŒber Kulturpolitik mache. Es wĂ€re ja absurd, sich mit Kulturpolitik in diesem Land auseinanderzusetzen, ohne mit KĂŒnstlern und Kulturschaffenden zu sprechen. Ich weiß, dass ich das vielleicht in einem stĂ€rkeren Ausmaß tue als andere, aber so ticke ich nun mal. Mein PolitikverstĂ€ndnis ist nicht, das ich alles am besten Wissen muss, sondern, mein PolitikverstĂ€ndnis ist, dass es meine Aufgabe ist mit den schlauesten Köpfen im jeweiligen Themenbereich zu sprechen, mir eine Meinung zu bilden und dann eine Entscheidung zu treffen.

Claudia Stöckl

KĂŒnstlermanager Herbert Fechter ist angeblich auch ein Berater von Ihnen. Ist das richtig?

Sebastian Kurz

Er ist jemand, den ich sehr schĂ€tze und der, als ich ihn einmal gebeten habe, mir die Möglichkeit zu geben, mich mit KĂŒnstlern auszutauschen, viele eingeladen hat. Ich habe da teilweise stundenlange interessante Diskussionen gefĂŒhrt, wo ich auch die Möglichkeit hatte, gerade was die FlĂŒchtlingskrise betrifft, da meine Politik Menschen zu erklĂ€ren, die das sehr kritisch gesehen haben.

Claudia Stöckl

Was war denn der wichtigste Rat, den Sie bekommen haben?

Sebastian Kurz

Der wichtigste Rat, den ich jemals bekommen habe, war der Rat eines guten Freundes. In der Anfangsphase als StaatssekretĂ€r hat er mich angerufen und hat gemeint: 'Schau nicht zu sehr, auf das, was da in der Zeitung steht. Lass dich durch das nicht runterziehen. Versuche einfach, das zu machen, was Du fĂŒr richtig erachtest.' Und als es dann ein Jahr spĂ€ter sehr gut gelaufen ist, hat er mich wieder angerufen und hat gemeint: Du weißt schon, dass was ich Dir damals gesagt habe, das gilt heute nach wie vor genau so: Wenn was Positives in die Zeitung ĂŒber Dich steht, dann nimm es genau so wenig Ernst, wie Du damals hoffentlich das Negative ernst genommen hast.

Claudia Stöckl

So hat es Bundeskanzler Kern letzte Woche auch gesehen. Die Hochs und die Tiefs sollte man gelassen nehmen.

Sebastian Kurz

Ich wĂŒrde mir jetzt die Band Muse und den Song 'Uprising' wĂŒnschen. Muse das war die Band, die wir zu Maturazeiten fast tĂ€glich und andauernd gehört haben. Insofern eine schöne Erinnerung an meine Schulzeit.

Muse - Uprising



youtube.com
Quelle: youtube.com (abgerufen am 18.06.2017)

Claudia Stöckl

Sie sind ja auch mit dem Thema einer restriktiven FlĂŒchtlingspolitik besetzt. Das Inhaltliche wĂŒrde ich jetzt gerne außen vor lassen aber ĂŒber diese Wortwahl sprechen. Sie haben ja diesen NGO-Wahnsinn angesprochen oder bei der Anne Will gesagt: 'Es wird furchtbare Bilder geben. Wir sollten aber nicht den Fehler machen zu glaube, dass es ohne diese furchtbaren Bilder geht.' Da ist es um die Schließung der Balkan-Route gegangen. Und viele empfinden das als extrem zynisch, wie Sie sich da ausgedrĂŒckt haben. Harald Schmid hat bei mir gesagt: 'Zynismus ist die Möglichkeit, die Dinge nicht so nah an mich heranzulassen.' Ist das vielleicht auch ein Hintergrund bei Ihnen, dass Sie als Politiker nicht berĂŒhrbar sein wollen?

Sebastian Kurz

Als Mensch ist meine Reaktion wie die von jedem anderen normalen Menschen auch. NĂ€mlich, dass wenn ein FlĂŒchtling da ankommt, dass ich ein Interesse habe, ihn zu unterstĂŒtzen und ihm zu helfen. Aber als Politiker habe ich gleichzeitig die Verantwortung, sicherzustellen, dass nicht jeden Tag mehr und mehr zu uns kommen. Und vor allem auch sicherzustellen, dass nicht jeden Tag mehr und mehr im Mittelmeer ertrinken. Und, wenn Sie mich auf das Wort 'NGO-Wahnsinn' ansprechen. Ganz ehrlich, ich war da sehr emotional. Ich war im Mittelmeer unterwegs. Und als wir dort waren, sind gerade wieder hunderte Menschen ertrunken. Weil die Politik, die wir dort machen, eine falsche ist.

Claudia Stöckl

Obwohl, es gibt jetzt eine neue Studie von der University of London, die belegt, dass die NGO nicht das Schlepperwesen mobilisiert oder gefördert haben.

Sebastian Kurz

Es gibt unterschiedliche Studien. Und wie so oft in der Politik kann man sich jede Studie schreiben lassen die man möchte, um die eigene Meinung zu untermauern. Aber jeder, der einmal sich mit dem Thema so wie ich in SĂŒditalien oder in Malta auseinandergesetzt hat, der weiß, dass unser derzeitiges System falsch ist und zu immer mehr Toten fĂŒhrt.

Claudia Stöckl

Aber Christian Konrad hat jetzt in einem neuen Buch, das heißt 'Willkommen in Österreich - Was wir fĂŒr FlĂŒchtlinge leisten können und wo Österreich versagt hat' gemeint: Er ist sich nicht sicher, dass er Ihre Politik christlich-sozial nennen kann. Diese Behauptung, der österreichische Staatshaushalt wĂŒrde kippen, weil wir jetzt so viel Grundversorgung fĂŒr Asylwerber machen ist ein Unsinn, sagt er. Wie sehen Sie diese Kritik?

Sebastian Kurz

Ich habe schon viele Diskussionen mit ihm zu diesem Thema gefĂŒhrt. Wir sind da nicht einer Meinung und das ist legitim. Ich weiß einfach nur, dass mit dem selben Geld, dass wir brauchen, um einen FlĂŒchtling hier ein Jahr zu versorgen, können wir im Libanon zwanzig Menschen ein Jahr versorgen, in vielen afrikanischen LĂ€ndern noch deutlich mehr. Das heißt: Wenn man nicht nur sein Gewissen beruhigen möchte, in dem man dem hilft, der halt gerade angekommen ist, sondern wirklich nachhaltig etwas Sinnvolles tun möchte, dann hilft man vor Ort. Dort sollten wir noch mehr leisten. Wo es wirklich Menschen schlecht geht.

Claudia Stöckl

Im Alten Testament steht: 'Liebe den NĂ€chsten wie dich selbst.' Was sagt Ihre FlĂŒchtlingspolitik ĂŒber Ihre Selbstliebe aus?

Sebastian Kurz

Ich habe mit einem Priester einmal lang ĂŒber die FlĂŒchtlingsfrage diskutiert. Und er hat mir einen Tipp gegeben, an den ich mich bis heute versuche zu halten. Er hat mir gesagt: 'Was man als Mensch nie verlieren darf, ist das Mitleid mit dem NĂ€chsten. Der Wunsch auch, dem NĂ€chsten zu helfen.' Was man aber als Politiker nie verlieren sollte ist ein Blick fĂŒr die RealitĂ€t. Und was man als Politiker immer bewahren sollte, ist auch die Entschlossenheit, notwendige Entscheidungen zu treffen, auch wenn Sie menschlich schwerfallen.

Claudia Stöckl

Wie lang ist die Liste Kurz schon?

Sebastian Kurz

Ich verstehe die Frage nicht?

Claudia Stöckl

Sie wollen ja mit der Liste Sebastian Kurz antreten. Wie lang ist die Liste Sebastian Kurz schon? Sind schon alle Positionen besetzt und alle NeuzugĂ€nge ĂŒberzeugt und gefunden?

Sebastian Kurz

Es gibt einige, bei denen ich mir schon sehr sicher bin. Es gibt viele, die mitmachen wollen. Und das ist schön. Und es gibt sicherlich auch einige, die ich in den nÀchsten Wochen noch gewinnen werde, mit denen ich noch nicht gesprochen habe.

Claudia Stöckl

Aber Sie wollen Sie ja erst Mitte August prÀsentieren. Warum so spÀt?

Sebastian Kurz

Weil da die Listen fĂŒr die Nationalratswahlen abgegeben werden mĂŒssen. Und alle Parteien werden Sie zu diesem Zeitpunkt prĂ€sentieren. Das spannende ist nur: Nur bei mir wird es hinterfragt.

Claudia Stöckl

Also, wie sehen Sie diesem Sommer entgegen? Wird er noch etwas von der Leichtigkeit eines Sommers haben, den man sich wĂŒnscht?

Sebastian Kurz

Also, der Sommer nach der Matura war wahrscheinlich von mehr Leichtigkeit geprĂ€gt als dieser Sommer vor einem intensiven Wahlkampf. Aber ich werde zumindest eine Woche mit meiner Freundin und einer Runde von Freunden auf Urlaub fahren. Und ich werde danach einen kurzen aber intensiven Wahlkampf fĂŒhren. Und ich werde vor allem diesen Wahlkampf fair fĂŒhren und bin froh, wenn das andere auch tun.

Claudia Stöckl

Welche LebenstrĂ€ume wĂŒrden Sie sagen, stehen noch an? NatĂŒrlich mit 30 gibt es noch viele, die nicht erfĂŒllt sind. Aber was wĂ€re denn so ein ganz konkreter?

Sebastian Kurz

Also fĂŒr mich ein konkreter ist definitiv einmal eine Familie zu grĂŒnden und was das berufliche betrifft, ist das sicherlich fĂŒr die nĂ€chsten Jahre die Politik. Da möchte ich in Österreich einen Beitrag leisten.

Claudia Stöckl

Und zu heiraten auch? Wollen Sie auch heiraten?

Sebastian Kurz

Ja, auf jeden Fall.

Claudia Stöckl

Und Ihr Studium fertigmachen? Das ist ja auch immer ein großer Punkt. Gibt es diesen Plan noch?

Sebastian Kurz

Ja, den gibt es. Ich muss zugeben, ich habe so viele andere Dinge im Kopf, dass mich mein Studium jetzt nicht sonderlich beschĂ€ftigt. Ich habe vor vielen Jahren mit der Aufgabe als StaatssekretĂ€r die Zeit verloren um da weiter zu studieren. Mir fehlen noch zwei PrĂŒfungen. Irgendwann werde ich die machen. Eigentlich nicht so sehr wegen des Titels, das ist mir nicht so wichtig. Aber eigentlich deshalb, weil ich Dinge, die ich einmal angefangen habe, ganz gerne fertigmache. Aber wann das sein wird, weiß ich noch nicht.

Claudia Stöckl

Welchen Song dĂŒrfen wir denn jetzt zum Schluss fĂŒr Sie spielen?

Sebastian Kurz

Ich wĂŒrde mir wĂŒnsche: Wir sind Helden - MĂŒssen nur wollen. Weil was fĂŒr alle Menschen stimmt, ist, dass wenn man will, dass man sich sehr stark auch motivieren kann. Und motiviert ist immer besser, als es nicht zu sein.

Claudia Stöckl

Sebastian Kurz, seit drei Jahren Außenminister. Seit damals, Herr Kurz, beziehen Sie auch ein Ministergehalt. Das betrĂ€gt ja 17.600 Euro brutto im Monat. Eine große Summe, die Sie da schon mit 27 verdient haben.

Sebastian Kurz

Eine riesige Summe. Ich verdiene deutlich mehr als meine Eltern. Ich verdiene deutlich mehr als meine Freunde als mein sonstiger privater Freundeskreis. Und ich gebe das Geld grĂ¶ĂŸtenteils nicht aus, sondern ich spare es. Und natĂŒrlich fahre ich gerne mit meiner Freundin das eine oder andere Mal auf Urlaub. Im Sommer sind wir meistens in SĂŒdtirol bzw. am Gardasee.

Einspielung

Wenn ich an den Wahlkampf denke, dann empfinde ich...

Sebastian Kurz

Dann hoffe ich, dass er sauber wird und nicht die Untergriffe und vor allem auch Behauptungen und LĂŒgen immer mehr werden.

Einspielung

Lampenfieber hatte ich zuletzt als...

Sebastian Kurz

Das ist schon lÀnger her, aber ich glaube das letzte Mal war es, als ich Taufpate von meinem kleinen Cousin geworden bin.

Claudia Stöckl

Und Sie sind ja auch sehr glÀubig, sind oft in der Kirche.

Sebastian Kurz

Ich glaube an Gott und ich gehe auch immer wieder in die Kirche.

Einspielung

Mein teuerstes Spielzeug ist...

Sebastian Kurz

Wahrscheinlich mein Mountainbike.

Einspielung

Ich fĂŒhle mich zu jung fĂŒr...

Sebastian Kurz

Bis jetzt fĂŒr Kinder. Aber irgendwann steht die Familienplanung auch an.

Einspielung

Geil finde ich...

Sebastian Kurz

Das erinnert mich eher an einen Wahlkampf, der nicht so glĂŒcklich gelaufen ist. Aber es ist zum GlĂŒck schon lange her.

Claudia Stöckl

Da sind Sie mit dem Geilomobil herumgefahren.

Sebastian Kurz

Ist richtig.

Claudia Stöckl

Den haben Sie nicht in guter Erinnerung.

Sebastian Kurz

Ich habe es schon in guter Erinnerung, aber es war nicht sonderlich Erfolgreich. Insofern habe ich es nicht wiederholt.

Einspielung

Mein letztes SMS an Reinhold Mitterlehner war...

Sebastian Kurz

War wahrscheinlich rund um seinen RĂŒcktritt. Und danach haben wir gesprochen und telefonieret.

Claudia Stöckl

Also, empathisch, mitfĂŒhlend und freundschaftliche.

Sebastian Kurz

Das muss er beurteilen. Aber freundschaftlich auf jeden Fall.

Einspielung

An Christian Kern ist besonders cool...

Sebastian Kurz

Ich kenne ihn als Bundeskanzler, ich arbeite professionell mit ihm zusammen. Aber ich glaube, dass ich nicht der richtige bin um zu bewerten, was an ihm gut, schlecht, cool oder uncool wÀre.

Einspielung

Meine grĂ¶ĂŸte modische SĂŒnde war...

Sebastian Kurz

Das weiß ich nicht, ich hoffe, es ist schon lĂ€nger her. Ich bin eher immer relativ konservativ gekleidet.

Claudia Stöckl

Mir hat eine Freundin gesagt, Sie haben frĂŒher Haarreifen getragen.

Sebastian Kurz

Das ist definitiv unwahr. Hatte ich nie.

Claudia Stöckl

Wie wichtig ist es fĂŒr Sie, dass die Frisur hĂ€lt?

Sebastian Kurz

Wenn ich fotografiere werde wichtiger, privat ist es mir relativ egal.

Einspielung

Mein wichtigster Berater ist...

Sebastian Kurz

Meine Freundin und meine Eltern.

Einspielung

Meine letzte LiebeserklÀrung machte ich als...

Sebastian Kurz

Sehr regelmĂ€ĂŸig.

Einspielung

Mein bester Freund ist...

Sebastian Kurz

Ein ehemaliger Tennis-Trainings-Kollege von mir. Er heißt Florian und ist seit ĂŒber zehn Jahren mein engster Freund.

Einspielung

Mein Erfolgsrezept lautet...

Sebastian Kurz

Mit vielen Menschen zu sprechen, viele Meinungen einzuholen und dann zu entscheiden.

Einspielung

Mein Leitsatz im Leben ist.

Sebastian Kurz

Tu das, was Du fĂŒr richtig erachtest.