Reaktion von Christian Kern auf R├╝cktritt von Reinhold Mitterlehner

Transkript von Dieter Zirnig am 10.05.2017

Transkript: Reaktion von Christian Kern auf R├╝cktritt von Reinhold Mitterlehner

Mittwoch, 10. Mai 2017

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Transkriptstatus: Mittwoch, 10. Mai 2017

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Dieter Zirnig

Dieter Zirnig (neuwal.com)

Transkript, Fakten, Quellen


Moderation und TeilnehmerInnen

Christian Kern

Christian Kern

SP├ľ Parteiobmann, Bundeskanzler

 


Person Zeichen Worte

Christian Kern

3.695 573

Gesamt

3.695 573








Christian Kern

Ja, meine sehr geehrten Damen und Herren.

Ich m├Âchte die Gelegenheit n├╝tzen und mich ausdr├╝cklich bei Reinhold Mitterlehner zu bedanken. Ich bedaure seine Entscheidung seine ├ämter zur├╝ckzulegen, wie wohl ich sie und seine pers├Ânlichen Gr├╝nde nat├╝rlich verstehe und akzeptieren kann.

In der Politik wird oft auf die Rolle des Menschen bezuggenommen. Aber in Wahrheit geht es darum, dass wir Kollegen sind. Dass Reinhold Mitterlehner ein Mensch ist, den ich in seiner Pers├Ânlichkeit zu tiefst respektiere. Mit dem ich im vergangenen Jahr sehr viel Zeit verbracht habe. Und ich bin ├╝berzeugt, dass der Vizekanzler sehr viel f├╝r ├ľsterreich getan hat und aus voller ├ťberzeugung in einem tiefen rot-wei├č-roten Patriotismus.

Wir haben in den vergangenen zw├Âlf Monaten viel erreicht. Wenn Sie sich die Bilanz ansehen, dann ist das etwas, worauf man aufbauen kann. Wir wissen, dass wir nach sechs schwierigen Jahren wieder in eine Lage kommen, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung und damit die Besch├Ąftigung und die Arbeit in ├ľsterreich sehr positiv entwickelt hat.

Als ich vor einem Jahr gekommen bin war die klare Prognose: Die Probleme werden sich weiter fortsetzen. Es gibt wenig Chancen, dass sich die Arbeitslosigkeit reduziert. Wir sehen, dass wir hier eine Trendwende geschaffen haben und auch ein Wirtschaftswachstum erreichen, dass auf breiter Basis ├ľsterreich in den kommenden Monaten tragen wird. Und zwar unter die besten innerhalb der Eurozone f├╝hren wird. Das Regierungsprogramm, das wir gemeinsam aufgesetzt haben und zu wesentlichen Teilen auch abgearbeitet haben ist ein Programm, das Ma├čnahmen beinhaltet, die diesen stabilen Aufschwung deutlich unterst├╝tzen. In diesem vergangenen Jahr haben wir allerdings auch einige Auf und Abs erlebt. Sie haben das ja auch engstes mitbekommen.

Es gab viele Streitereien - mehr als uns beiden wohl lieb war. Zumeist um sehr kleinteilige Vorteile. Ich bin davon ├╝berzeugt, dass unser Land Ver├Ąnderungen braucht. Und ich bin davon ├╝berzeugt, dass ├ľsterreich alle Voraussetzungen hat, um an der Spitze zu stehen. Wir m├╝ssen unser Land modernisieren und daf├╝r sorgen, dass alle Menschen in ├ľsterreich die Chance bekommen, auf ein gegl├╝cktes Leben.

Die Bilanz der letzten zw├Âlf Monate ist, was den Stil betrifft mit Sicherheit durchwachsen. Was die Arbeitsergebnisse betrifft mit Sicherheit herzeigbar. Ich bin aber auch davon ├╝berzeugt, dass wir bei weitem noch nicht dort stehen, wo ich hinm├Âchte. Es geht darum, dass die Schritte, die wir gemacht haben jetzt konsequent fortgesetzt werden. Und aus meiner Sicht, so bedauerlich ich die pers├Ânliche Entscheidung von Reinhold Mitterlehner empfinde, ist die Kl├Ąrung, die jetzt bei der ├ľVP ansteht m├Âglicherweise eine Chance f├╝r ├ľsterreich und eine Chance f├╝r diese Bundesregierung.

Ich bin davon ├╝berzeugt, es macht Sinn, dieses mehr als kommende Jahr zu n├╝tzen um die notwendigen Ver├Ąnderungen in unserem Land herbeizuf├╝hren.

Ich biete daher der ├ľVP und Sebastian Kurz eine Reformpartnerschaft f├╝r ├ľsterreich an. Mein Ziel ist es ├ľsterreich zu durchl├╝ften, Strukturen aufzubrechen und nachhaltig zu ver├Ąndern. Wenn wir wollen k├Ânnen wir diese Reformen schaffen. Die Konzepte sind vorhanden, sie liegen in unseren schreibtischschubladen. Es geht ausschlie├člich um den Willen diese Ver├Ąnderungen herbeizuf├╝hren.

Wir d├╝rfen uns dabei von eingefahrenen Strukturen nicht behindern lassen. Von Kompetenzdiskussionen, die wie zu gen├╝ge gef├╝hrt haben. Mein Ziel ist es, gemeinsam mit der ├ľVP f├╝r unser Land, f├╝r unsere Kinder, f├╝r ├ľsterreich weiterzuarbeiten.

Danke f├╝r Ihre Aufmerksamkeit.