Samstag, 18. Mai 2019
Quelle: tvthek.orf.at
Transkriptstatus: Sonntag, 19. Mai 2019
Transkript von neuwal
Bildquelle (Header): zdf.de (heute journal)


Die Idee hinter dem Transkript ist, ein gesprochenes TV-Interview auch in einem zusätzlichen Kanal – und zwar in Textform – zur Verfügung zu stellen. Oft ergeben sich beim Lesen andere und klarere Zusammenhänge. Strukturen werden erkannt und eigentliche Botschaften, Textbausteine werden noch klarer und können weiter recherchiert werden. Wir möchten Politik, politische Ideen und Veränderung und den Weg in ein neues, offenes und mitgestaltbares politisches Zeitalter unterstützen. Und dem Gesagten mit dem Transkript einen ernstzunehmenden anderen Zugang sowie eine möglichst breite Reflexion bieten. Danke an die ModeratorInnen und die TV-Anstalten, dass Interviews transkribiert werden können.

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Das war heute ein Tag der Parallelwelten.
In Mailand warben die Rechtspopulisten Matteo Salvini aus Italien, Marine Le Pen aus Frankreich und auch der deutsche Jörg Meuthen für eine neue rechte Allianz, für ein – wie sie es nennen – ‚Europa des gesunden Menschenverstandes‘.

Doch am selben Tag musste in Wien einer der bislang erfolgreichsten dieser Rechtsnationalisten sein Amt als Vizekanzler Österreichs räumen. Weil alle Welt zu sehen bekommen hat, dass er eben keinen gesunden Menschenverstand besitzt. Nicht als Patriot, nicht als Europäer und nicht als Demokrat.

Heinz-Christian Strache hatte die Demokratie verkaufen wollen für ein paar Prozentpunkte mehr bei der letzten Nationalratswahl. An eine Frau mit russischem Akzent, weil er sie hübsch fand und weil er besoffen gewesen sei wie er heute 2 Jahre später erklärt. Seine fesche Maske ist verrutscht.

‚In Wodka Veritas.‘

Strache gibt sich zwar reumütig, scheint sich in Wirklichkeit jedoch vor allem darüber zu ärgern, dass er aufgeflogen ist, dass er plump in eine Falle getappt ist. Tatsächlich aber waren es die FPÖ Wähler – die arglosen zumindest – die 2017 in seine Falle tappten und es war Bundeskanzler Kurz der vom eigenen Vize und Koalitionspartner zwei Jahre nicht dessen wahres Gesicht kannte oder wohl eher nicht kennen wollte.

‚Genug ist genug.‘ Diese Worte mit denen Kanzler Kurz soeben die Koalition beendet und Neuwahlen ausgerufen hat, sie sagen in Wirklichkeit doch aus, es gab etliche Vorwarnungen, dass mit solchen Leuten wie Strache ob nun betrunken oder stocknüchtern kein Staat zu machen ist. Und das gilt nicht nur für Österreich.

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Der Weg zur Politischen Bildung führt bei neuwal über Onlinejournalismus und neuen Formaten. Ich liebe Digital, Medien, Politik und lebe den Digital Mindshift. Am liebsten setze ich für Medienunternehmen strategisch und operativ neue Formate und digitale Produkte um. 9 Jahre Führungspositionen im Bereich Global Digital Strategy in internationalen Konzernen, sieben Jahre selbständig in den Bereichen Digitale Transformation, Digitale Strategie, Journalismus und Medien Strategien, Digitales Marketing, Innovation, Web-Technologie. Nebenbei Bike and Yoga. Making journalism and politics a better place.