Samstag, 13. April 2019
Quelle: tvthek.orf.at
Transkriptstatus: Samstag, 13. April 2019
Transkript von Dieter Zirnig
Bildquelle (Header): tvthek.orf.at


Die Idee hinter dem Transkript ist, ein gesprochenes TV-Interview auch in einem zusätzlichen Kanal – und zwar in Textform – zur Verfügung zu stellen. Oft ergeben sich beim Lesen andere und klarere Zusammenhänge. Strukturen werden erkannt und eigentliche Botschaften, Textbausteine werden noch klarer und können weiter recherchiert werden. Wir möchten Politik, politische Ideen und Veränderung und den Weg in ein neues, offenes und mitgestaltbares politisches Zeitalter unterstützen. Und dem Gesagten mit dem Transkript einen ernstzunehmenden anderen Zugang sowie eine möglichst breite Reflexion bieten. Danke an die ModeratorInnen und die TV-Anstalten, dass Interviews transkribiert werden können.

Idee, Feedback oder Fehler gefunden? Bitte an info [at] neuwal.com schicken! Danke.

ARMIN WOLF

Vielen lieben Dank.

Ich habe den Auftrag von der wunderbaren Kathi Zechner, ich muss mehr als zwanzig Minuten sprechen, damit sie endlich diesen ewigen Rekord der längsten Romy-Rede, der sie seit 1996 verfolgt, loswird. Ich bemühe mich.

Gut. Als erstes danke ich natürlich dem wunderbaren Team der ZIB2. Ein Moderator kann immer nur das präsentieren, was eine Redaktion produziert. Und das ZIB2-Team ist nicht nur das beste, das man sich wünschen kann, sondern auch das sympathischste.

Ich möchte meinen beiden – es war ja eine Wahl – engagiertesten Wahlhelfern danken. Zum einen Vladimir Putin. Ich glaube, er hat ein bisserl zu diesem Preis beigetragen. An dieser Stelle dürfen Sie sich einen tiefen Knicks vorstellen. Ich möchte mich an zweiter Stelle bei Heinz-Christian Strache bedanken. Er hat letztes Jahr auf Facebook sehr viel Werbung für mich gemacht. Und auch mit einem großen Inserat in der Kronen Zeitung. OK, das war nicht ganz freiwillig.

Gut, ich möchte mich natürlich beim Publikum bedanken. Nicht nur, weil so viele von Ihnen ZIB2 schauen. Sondern auch, weil sie ORF-Gebühren bezahlen. Bitte bezahlen sie weiter, so lange man sie noch lässt. Wenn man sie nämlich nicht mehr lässt, dann haben wir einen Staatsfunk. Und ich bin zu tiefst davon überzeugt, dass dieses Land einen starken, unabhängigen, öffentlich-rechtlichen Rundfunk braucht. Was es ganz sicher nicht braucht ist ein Staatsfunk oder ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk, der sich wie ein Staatsfunk benimmt.

Weil der Herr Generaldirektor hier sitzt. Ich würde mir wünschen, dass wir weiterhin aufrecht und selbstbewusst, unabhängig nach allen Seiten kritischen Journalismus machen, schmissige Dokumentationen und scharfe Satire nicht nur produzieren, sondern auch senden. Und das auch möglichst ohne Beep. Zu Tode gefürchtet ist auch tot.

Weil der Herr Medienminister hier sitzt: Von der Politik würde ich mir ein neues ORF-Gesetz wünschen, das den ORF nicht erpressbarer macht und ihm nicht weniger Unabhängigkeit gibt, sondern mehr Unabhängigkeit. Das würde von der Politik verlangen, einen Verzicht auf Einfluss. Ich weiß, das klingt schwierig. Aber das wäre wirklich neuer Stil.

Das wars schon mit den Wünschen.

Zwei Danke noch.

Ein ganz, ganz großes Danke an meine Frau. Ich bin unendlich verknallt in sie. Ich glaube, sie mag mich auch. Aber manchmal sagt sie, sie beneidet die Studiogäste in der ZIB2, weil ich bei denen mit dem Diskutieren nach sieben Minuten aufhöre.

Danke, dass du das aushältst.

Und es war ja eine Wahl. Ich bin schon am Ende – zum Schluss bedanke ich mich natürlich bei allen, die für mich gestimmt haben. Ich höre, das Wahlsystem bei Romy ist ähnlich seriös wie bei der Bundespräsidentenwahl. Aber Peter Filzmaier hat mir versprochen, dass er das Ergebnis nicht beim Verfassungsgerichtshof anfechten wird. Und dafür auch ganz herzlichen Dank.

Dankeschön.

The following two tabs change content below.
Der Weg zur Politischen Bildung führt bei neuwal über Onlinejournalismus und neuen Formaten. Ich liebe Digital, Medien, Politik und lebe den Digital Mindshift. Am liebsten setze ich für Medienunternehmen strategisch und operativ neue Formate und digitale Produkte mit Impact um. Dort wo es strategisch, analytisch, methodisch, systemisch und kreativ interessant wird, fühle ich mich am Wohlsten. Mehr auf LinkedIn oder meiner Website.