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neuwal hat die zehn landesweit kandidierenden Spitzenkandidaten in Kärnten von SPÖ, FPÖ, ÖVP, GRÜNE, TEAM KÄRNTEN, NEOS, FAIR, ERDE, KPÖ und BZÖ mit den selben 15 Thesen und Fragen im neuwal Barometer zur Kärnten-Wahl konfrontiert und die Antworten in kurzen Videocasts aufgenommen. Die Aufgabe der Kandidaten war es, sich am neuwal Barometer von 1 (stimme nicht zu) bis 10 (stimme zu) zu positionieren und mit einem kurzen Statement zu argumentieren. neuwal macht das, um dir Kandidaten mit ihren Positionen vorzustellen, diese untereinander vergleichbar zu machen und um dir bei deiner Wahlentscheidung weiterzuhelfen. Positioniere dich selbst am Barometer und finde heraus, wer ‚deine‘ Partei ist.

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These 5: Knapp​ ​3.000​ ​Schüler​ ​schließen​ ​jährlich​ ​mit​ ​der​ ​Reifeprüfung​ ​ab-​ ​„mindestens​ 1.500“,​ ​also die​ ​Hälfte​ ​verlassen​ ​ihr​ ​Heimatland.1​ ​Wir​ ​haben​ ​konkrete​ ​Pläne,​ ​die​ ​Rahmenbedingungen​ ​so zu​ ​verbessern​,​ ​damit​ ​Kärnten​ ​für​ ​junge​ ​Leute​ ​attraktiv​ ​wird.

[1] Basierend auf : “Warum die Kärntner (ganz langsam) aussterben”. (diepresse.com, 30.11.2017)

  

Die Positionen und Argumente im Detail

Peter Kaiser (SPÖ)
Prinzipiell habe ich nichts gegen Auslandserfahrungen, das Kennenlernen anderer Kulturen. Aber wichtig ist, dass man die Heimat Kärnten nicht vergisst. Wir werden unser Angebot für den tertiären Bildungssektor auch entsprechend ausbauen. Daher sage ich: Maßnahmen, dass junge Leute auch in Kärnten sich weiterfortbilden ohne damit jetzt zu sagen ’nur in Kärnten ist es richtig‘ bewerte ich mit Sieben.

Peter Kaiser im neuwal Barometer


Gernot Darmann (FPÖ)
Das ist richtig, dass es hier vieles zu tun gibt. In den letzten Jahren hat es in Kärnten auf Grund der Koalition aus SPÖ, ÖVP und GRÜNEN einen absoluten Stillstand in diesen Bereichen gegeben. Und auch wir als Freiheitliche Partei sehen ja eine dringliche Notwendigkeit einerseits das Bildungsangebot derart zu gestalten, dass unsere Jugend auch im Land verbleibt um alle Bildungschancen bereits in Kärnten bestmöglich zu nutzen. Aber sodann sollte es wirklich notwendig sein bspw. im tertiären Bildungsbereich, an den Universitäten außerhalb von Kärnten das Angebot auch zu ergreifen, schlussendlich doch wieder die Möglichkeiten am Arbeitsmarkt in Kärnten bestehen um zurück kommen zu können. Das heißt auch, wenn wir natürlich – im Wissen darum, nicht alles im Bildungsbereich abdecken zu können – damit immer kalkulieren müssen, dass unsere jungen Mitbürger die Landesgrenzen verlassen und darüber hinaus ein Bildungsangebot suchen, haben wir natürlich im Standortbereich, Standortpolitik aber auch am Arbeitsmarkt alle Voraussetzungen dafür zu sorgen, dass einem Wunsch nachgekommen werden kann in der Heimat später wieder zu arbeiten, hier eine Familie zu gründen. Dafür sollte auch eine Politik im Land stehen.

Gernot Darmann im neuwal Barometer


Christian Benger (ÖVP)
Ganz klar: 10 Punkte und am liebsten 12 Punkte, wenn es irgendwie ginge. Es ist unsere Aufgabe hier in Kärnten als Lebensstandort, als Arbeitsstandort aber auch als Ausbildungsstandort hier für unsere Jungen bestmöglich zu entwickeln. Jobs anzubieten. Möglichkeiten, um sich hier zu entwickeln. Um hier mehr Gründer in Kärnten zu haben. Um mehr Start-Ups, mehr Kreative, mehr Menschen zu habe, die die schrägen Ideen für die Lösungen von morgen haben. Und daher habe ich auch als Wirtschaftsreferent ganz klare Maßnahmen gesetzt um diesen Bereich zu forcieren. Sei es mit der Förderung der Co-Working-Spaces, sei es mit Unterstützung der Start-Ups, sei es mit der Vernetzung hier der einzelnen Bereiche und der handelnden Personen. Und daher ist es für mich auch ganz klar, dass wir hier im Bereich der Digitalisierung – wenn wir sie als Chance sehen wollen und ich glaube es gibt nur diese Chance der Digitalisierung -, dass wir hier alles zu tun haben um eine zeitgemäße Infrastruktur zu haben zum einen. Weil dann ist es für die Jungen vollkommen ortsunabhängig möglich zu arbeiten und zu handeln. Der Ausbau des Breitbandes ist glaube ich eine der besten Möglichkeiten hier den modernen Anforderungen gerecht zu werden und den jungen Leuten zu zeigen: Ihr könnt im Mölltal, im Jauntal, im Lesachtal, im Metnitztal auch hier auch entwickeln mit euren Ideen, mit euren Konzepten und daher gilt es für mich maximal Gas zu geben um hier ein schnelles Breitband in Kärnten flächendeckend zu haben.

Christian Benger im neuwal Barometer


Rolf Holub (GRÜNE)
Ja, wir haben konkrete Pläne, aber es wird nicht leicht sein, die umzusetzen. Wir wissen es. Es sind drei Gründe: Kinderbetreuung, Lohnniveau und öffentlicher Verkehr. Und an allen drei arbeiten wir. Wir brauchen unsere jungen Menschen wieder zurück.

Rolf Holub im neuwal Barometer


Gerhard Köfer (Team Kärnten)
Auch hier eine Situation, die vor jedem Landtagswahlkampf immer wieder thematisiert wird. Letztendlich passiert nichts. Wir haben hier natürlich einen sehr großen Aufholbedarf im Bildungsbereich, vor allem was den Hochschulbereich und den technischen Bereich betrifft. Hier gilt es mehr Anstrengung zu unternehmen. Speziell die INFINION – von der weiß ich es genau – hat immer wieder ganz große Probleme geeignete Fachleute zu beschäftigen, junge Leute. Wenn sie gut ausgebildet werden, nach Graz gehen, nach Salzburg aber vor allem nach Wien kehren diese sehr selten zurück. Auch sind wir dafür, dass wir Bundesstellen in Kärnten ansiedeln können. Auch das würde eine Perspektive für junge Leute schaffen. Daher unterstützen wir das.

Gerhard Köfer im neuwal Barometer


Markus Unterdorfer-Morgenstern (NEOS)
Ein klares 10. Das ist die konkrete Botschaft auch unserer Wahlbewegung. Denn acht Menschen verlassen täglich Kärnten. Und da wollen und da können wir nicht weiter zuschauen, denn ansonsten wird es in Zukunft schlecht ausschauen für unser Bundesland. Wir müssen den Unternehmen auch wieder die Rahmenbedingungen schaffen, dass sie wieder Arbeitsplätze schaffen können und somit für die Jugend attraktiv sind. Denn in die Fremde gehen und studieren aber dann wieder zurückkommen zu können, das ist unsere Message.

Markus Unterdorfer-Morgenstern im neuwal Barometer


Marion Mitsche (FAIR)
Auf jeden Fall. In erster Linie sagen wir, dass das Ausbildungsangebot in Kärnten sich verbessern muss. Überhaupt, wenn wir daran denken, dass ja auch in den nächsten Jahren der Koralmtunnel kommt. Das heißt, dass es hier nicht noch einmal eine Abwanderung Richtung Graz stattfindet. Das heißt, dass wir hier eine qualitativ bessere Ausbildungsmöglichkeit brauchen auf der einen Seite. Und das zweite, wo wir sehr stark drauf setzen ist die Digitalisierung. Wir sehen in der Digitalisierung wirklich eine Chance auch in den Regionen Arbeitsplätze zu schaffen, die Wirtschaft zu stärken. So bleiben natürlich auch dann die Jugendlichen bei uns in Kärnten.

Marion Mitsche im neuwal Barometer


Bettina Pirker (KPÖ)
Selbstverständlich wollen wir ein lebenswertes Kärnten. In dem nicht nur junge Menschen eine Zukunft haben, sondern alle Menschen ein gutes Leben führen können. Dafür ist es wichtig, dass wir nicht die Armen, sondern die Armut bekämpfen und für eine Chancengleichheit sorgen. Jeder kennt es glaube ich von Monopoly. Sobald man im kapitalistischen Konkurrenzkampf drinnen ist und nicht mehr mithalten kann, befindet man sich in einer Abwärtsspirale, aus der man einfach nicht mehr rauskommt. Wie wir alle wissen, hat das HYPO-Desaster schweren Schaden in Kärnten angerichtet. Kärnten blutet aus. Und die Menschen, die hier keine Zukunft sehen wandern aus. Unserer Ansicht nach kann nur die Solidarität mit den Schwächsten diesen Teufelskreis durchbrechen. Wenn jeder Mensch unabhängig vom Erwerbsstatus ein Einkommen zum Auskommen hat, eine leistbare Wohnung hat, gute medizinische Versorgung zur Verfügung steht, eine gescheite öffentliche Infrastruktur da ist und eine Teilnahme am kulturellen und politischen Leben möglich ist, dann wird uns eine Umkehr gelingen. Unserer Ansicht nach muss das herrschende Primat der Profitmaximierung in allen Lebensbereichen wirklich in Frage gestellt werden. Wir sind die einzige Partei, die das macht.

Bettina Pirker im neuwal Barometer


Vanessa Rainer (ERDE)

Vanessa Rainer im neuwal Barometer


Helmut Nikel (BZÖ)
Wir haben da ja konkrete Beispiele, in dem das Land die Kosten für Lehrlingsausbildung zum Beispiel übernimmt. Das würde einen Boom bei den Lehrlingen auslösen und auch Arbeitsplätze schaffen. Und gleichzeitig auch würde man damit die Unternehmer massiv entlasten.

Helmut Nikel im neuwal Barometer

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Mit dem neuwal Barometer hast du nun fünf Möglichkeiten dein politisches Wissen zu stärken und dich fit für die Wahl zu machen:

  1. Informiere dich!
    Schau Dir Kandidaten, Positionen und Barometer-Bewertungen an.
  2. Mach deinen eigenen Faktencheck
    Finde heraus, wie viel du über die Partei und den Kandidaten weißt.
  3. Finde deinen Kandidaten
    Deine Wahlentscheidungshilfe: finde heraus, wer deine (wählbare) Partei ist.
  4. Politik spielerisch lernen!
    Diesmal gibt es zwei Spielmöglichkeiten zum Downloaden und für Workshops:
    Die neuwal Elefantenrunde – das Barometer-Kartenspiel!
  5. Komm zu einem Workshop!
    Bist Du Lehrer oder Schüler?
    Melde Dich zu einem kostenlosen neuwal PopUpPolitik-Workshop in Kärnten an!

 

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Mit der neuwal Elefantenrunde – einem politischen Kartenspiel mit verdeckten Rollen – bringt neuwal Parteien, Politik und Positionen spielerisch näher. Im PopUpPolitik Workshop machen wir dich fit für die bevorstehende Wahl. Zur Sache geht es in den Politiker-Diskussionsrunden, wo du Politiker direkt mit deinen Fragen und Themen konfrontieren kannst.

Unser Angebot: Du kannst dich jetzt für PopUpPolitik und die Elefantenrunde in Kärnten kostenlos anmelden.

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Ziel
Ziel ist es, die unterschiedlichen Positionen zu aktuellen politischen Themen der Parteien systemisch mit Hilfe einer Skala sichtbar zu machen, damit Sichtweisen und Unterschiede besser verstanden und verglichen werden können. Das Motto dabei lautet: Making politics a better place.

Kollaborativ
Bei der Fragenausarbeitung arbeitet neuwal eng mit JournalistInnen sowie WählerInnen und Wählern zusammen, damit einen Barometer-Fragen- und Thesenkatalog publiziert wird, der möglichst nahe an den relevanten Themen liegt.

Transparenz
Das neuwal Barometer zeigt alle Positionen und Werte der Parteien im direkten Vergleich an um sich selbst ein möglichst breites Bild über eine eigene Positionsentscheidung machen zu können.

Voting Indicator Tool
UserInnen können sich über das neuwal Barometer-Tool in die Rolle „ihrer“ jeweiligen PolitikerInnen und Parteien versetzen. Sie erfahren in einem zweistufigen Verfahren nicht nur ob Sie „ihren“ Kandidaten richtig einschätzen können sondern auch, welche(r) KandidatIn Ihnen am nächsten steht.

 

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Der Weg zur Politischen Bildung führt bei neuwal über Onlinejournalismus und neuen Formaten. Ich liebe Digital, Medien, Politik und lebe den Digital Mindshift. Am liebsten setze ich für Medienunternehmen strategisch und operativ neue Formate und digitale Produkte um. 9 Jahre Führungspositionen im Bereich Global Digital Strategy in internationalen Konzernen, sieben Jahre selbständig in den Bereichen Digitale Transformation, Digitale Strategie, Journalismus und Medien Strategien, Digitales Marketing, Innovation, Web-Technologie. Nebenbei Bike and Yoga. Making journalism and politics a better place. Seit April 2018 im super Team der Rechercheplattform addendum.org. Und Fermata bei neuwal.