von
   

neuwal hat die zehn landesweit kandidierenden Spitzenkandidaten in Kärnten von SPÖ, FPÖ, ÖVP, GRÜNE, TEAM KÄRNTEN, NEOS, FAIR, ERDE, KPÖ und BZÖ mit den selben 15 Thesen und Fragen im neuwal Barometer zur Kärnten-Wahl konfrontiert und die Antworten in kurzen Videocasts aufgenommen. Die Aufgabe der Kandidaten war es, sich am neuwal Barometer von 1 (stimme nicht zu) bis 10 (stimme zu) zu positionieren und mit einem kurzen Statement zu argumentieren. neuwal macht das, um dir Kandidaten mit ihren Positionen vorzustellen, diese untereinander vergleichbar zu machen und um dir bei deiner Wahlentscheidung weiterzuhelfen. Positioniere dich selbst am Barometer und finde heraus, wer ‚deine‘ Partei ist.

weiter zum neuwal Barometer

These 9: Wir sind für die Digitalisierung bestens gerüstet und investieren in neue Arbeitsplätze und Startups.


  

Die Positionen und Argumente im Detail

Peter Kaiser (SPÖ)
Wir haben Start-Up-Offensive, wir haben mit Silicon Austria ganz wichtige Forschungseinrichtungen. Digitalisierung war unser Schwerpunktthema im letzten abgelaufenen Schuljahr. Digitalisierung gehört neben Lesen, Schreiben und Rechnen zu den beherrschbaren Grundforderungen – daher zehn.

Peter Kaiser im neuwal Barometer


Gernot Darmann (FPÖ)
Wir sind leider im Bereich der Digitalisierung auf Grund des Verschlafens der letzten Jahre durch Rot, Schwarz und Grün nicht bestens gerüstet. Aber die Freiheitliche Partei hat immer wieder darauf hingewiesen und kennt die Hausaufgaben, die Seitens des Landes Kärnten aber auch der Republik Österreich zu erledigen sind. Wir haben hier Aufholbedarf und es wird notwendig sein, hier auch entsprechend Maßnahmen umzusetzen und endlich auch ins Handeln zu kommen. Es wurde in den letzten Jahren von Rot, Schwarz und Grün so viel geredet und versprochen, am Papier geplant, aber in Umsetzung ist nichts gekommen. Und wir sind der Meinung, dass es in diesem Bereich sehr essentiell ist, endlich auch die notwendigen Mittel zu setzen. Und auf Grund unserer Verbindungen auch in die neue Bundesregierung werden wir als Freiheitliche Partei hier auch entsprechend die Ärmeln aufkrempeln und endlich im Land auch etwas bewegen.

Gernot Darmann im neuwal Barometer


Christian Benger (ÖVP)
Das sehe ich deutlich kritischer. Wenn ich das einmal in der Gesamtsituation beurteile, dann liege ich da irgendwo bei 4. Digitalisierung ist hier – wie ich glaube – eine riesen Chance und eine riesen Notwendigkeit, dass wir das Thema hier schneller aufnehmen, mit mehr Geschwindigkeit aufnehmen und uns mit mehr Mittel uns der Digitalisierung bzw. des Breitbandthemas annehmen. Ohne Digitalisierung gibt es in Kärnten keine Chance. Aber das gilt nicht nur für Kärnten – das gilt in dem Sinn für jede Volkswirtschaft. Wer dabei sein will muss im Netz sein. Wer nicht im Netz ist, ist nicht am Markt und wer nicht am Markt ist, ist in dem Sinn Geschichte. Kärnten muss aus meiner Sicht hier massiv investieren, muss den Gemeinden hier die Möglichkeit geben an dieser Digitalisierungs-Revolution teilzunehmen und die Digitalisierungs-Revolution auch ganz klar durchzuführen, damit die Anbindung der Täler und Gemeinden zum Zentralraum stattfindet. Und daher ist meine Konzeption für die Zukunft hier große Mittel zu setzen, massive Unterstützung für die Gemeinden zu geben, damit wir das wichtigste gegen ‚Braindrain‘, gegen die Abwanderung tun. Damit wir hier das wichtigste tun, damit es attraktiv für Betriebe ist, sich hier anzusiedeln, damit wir morgen Arbeitsplätze haben, damit Investitionen stattfinden, damit Einkommen gegeben sind und damit dieses Land wieder dynamischer ist und hier für alle Menschen von Attraktivität.

Christian Benger im neuwal Barometer


Rolf Holub (GRÜNE)
Ja, das wollen wir, tun wir. Man darf nicht vergessen, wir sind momentan noch relatives Schlusslicht bei Glasfaserausbau. Aber wir sind die ersten gewesen – nämlich ich – die G5 in Kärnten ausprobiert haben.

Rolf Holub im neuwal Barometer


Gerhard Köfer (Team Kärnten)
Auch das ist ein frommer Wunsch. Hier ist das Land Kärnten besonders säumig. Die Koalition hat hier verabsäumt im Laufe der letzten Monate und Jahre hier etwas zu tun. Am Standort Kärnten geht hier wenig weiter. Wir haben mittlerweile zehn Gemeinden von 132, die hier angeschlossen worden sind. Wir müssen die Chance der Digitalisierung erkennen, die genutzt werden muss. Dieses Breitbandinternet, diese Glasfaser sind einfach die neue Lebensader für Unternehmen, die sich hier ansiedeln wollen. Sollte es nicht passieren laufen wir Gefahr – und es passiert ja auch immer wieder -, dass sich Unternehmen von Kärnten verabschieden. Trotzdem stimmen wir dem voll inhaltlich zu.

Gerhard Köfer im neuwal Barometer


Markus Unterdorfer-Morgenstern (NEOS)
Ist für mich ein klares 10. Ich stimme zu. Allerdings müssen wir in Kärnten noch endlich die Rahmenbedingungen schaffen. Langjährige Forderung der NEOS: Breitbandausbau ist unabdingbar.

Markus Unterdorfer-Morgenstern im neuwal Barometer


Marion Mitsche (FAIR)
Das muss ich leider mit 2 bewerten. Das Land Kärnten ist sehr schlecht gerüstet für die Digitalisierung. Es fehlt einfach die Strategie des Landes, das überhaupt das Breitband bei uns kommt. Und das stellt überhaupt einmal die Basis der Digitalisierung dar. Das heißt, das Land Kärnten müsste hier einmal ordentlich Finanzmittel in die Hand nehmen um dieses Breitband dann vorauszutreiben. Weiters gibt es auch keine Ideen, wie man jetzt neue Ausbildungsmodelle, neue Geschäftsmodelle in diese Richtung entwickelt. Das heißt, es wird hier nicht vorgedacht und da besteht natürlich die Gefahr, dass Kärnten hier auf der Strecke bleibt.

Marion Mitsche im neuwal Barometer


Bettina Pirker (KPÖ)
Digitalisierung kommt ja nicht erst irgendwann, sondern wir leben bereits in einer digitalen Welt. Es gibt heute kaum noch einen Beruf, der völlig ohne digitale Kompetenzen auskommt. Wir brauchen daher dringend niedrigschwellige Bildung für alle Bevölkerungsgruppen. Diese Bildung darf aber nicht nur auf die Bedürfnisse der Industrie ausgerichtet sein, wir brauchen heute digitale Kompetenzen zur Teilhabe an der Gesellschaft, um an Informationen zu kommen, diese richtig einzuordnen und zu nutzen. Was die Arbeit angeht, so ist mit großen Veränderungen zu rechnen. Viele monotone Routinearbeiten werden wegfallen, denn sie können von Maschinen erledigt werden. Und diese Jobs werden damit auch wegfallen. Gleichzeitig entstehen neue Jobs. Auf der einen Seit ein paar hochbezahlte Kreativjobs, auf der anderen Seite schlecht bezahlte prekäre Jobs und Schein-Selbständigkeit. In unserer vernetzten Welt gibt es heute schon sogenanntes Crowd-Working, Click-Worker, die zu Billigstlöhnen im weltweiten Konkurrenzkampf sich selbst versklaven. Unternehmen wälzen hierbei ihre Risiken auf die DigitalarbeiterInnen ab. Denn abgerechnet wird auf Honorarbasis. Wir sind der Ansicht, damit Menschen in der Lage sind frei und selbstbestimmt ihre Kreativität und Innovationskraft zu entfalten brauchen sie Freiraum. Wir fordern daher ein bedingungsloses Grundeinkommen. Das ermöglicht den Menschen ihrer Berufung nachzugehen und Neues auszuprobieren. Ohne Existenzängste können sie auch Start-Ups gründen und damit attraktive Arbeitsplätze schaffen.

Bettina Pirker im neuwal Barometer


Vanessa Rainer (ERDE)

Vanessa Rainer im neuwal Barometer


Helmut Nikel (BZÖ)
Gerade im ländlichen Bereich muss bei uns in Kärnten noch sehr viel getan werden.

Helmut Nikel im neuwal Barometer


Mit dem neuwal Barometer hast du nun fünf Möglichkeiten dein politisches Wissen zu stärken und dich fit für die Wahl zu machen:

  1. Informiere dich!
    Schau Dir Kandidaten, Positionen und Barometer-Bewertungen an.
  2. Mach deinen eigenen Faktencheck
    Finde heraus, wie viel du über die Partei und den Kandidaten weißt.
  3. Finde deinen Kandidaten
    Deine Wahlentscheidungshilfe: finde heraus, wer deine (wählbare) Partei ist.
  4. Politik spielerisch lernen!
    Diesmal gibt es zwei Spielmöglichkeiten zum Downloaden und für Workshops:
    Die neuwal Elefantenrunde – das Barometer-Kartenspiel!
  5. Komm zu einem Workshop!
    Bist Du Lehrer oder Schüler?
    Melde Dich zu einem kostenlosen neuwal PopUpPolitik-Workshop in Kärnten an!

 

weiter zum neuwal Barometer

 

Mit der neuwal Elefantenrunde – einem politischen Kartenspiel mit verdeckten Rollen – bringt neuwal Parteien, Politik und Positionen spielerisch näher. Im PopUpPolitik Workshop machen wir dich fit für die bevorstehende Wahl. Zur Sache geht es in den Politiker-Diskussionsrunden, wo du Politiker direkt mit deinen Fragen und Themen konfrontieren kannst.

Unser Angebot: Du kannst dich jetzt für PopUpPolitik und die Elefantenrunde in Kärnten kostenlos anmelden.

Jetzt informieren und anmelden

Ziel
Ziel ist es, die unterschiedlichen Positionen zu aktuellen politischen Themen der Parteien systemisch mit Hilfe einer Skala sichtbar zu machen, damit Sichtweisen und Unterschiede besser verstanden und verglichen werden können. Das Motto dabei lautet: Making politics a better place.

Kollaborativ
Bei der Fragenausarbeitung arbeitet neuwal eng mit JournalistInnen sowie WählerInnen und Wählern zusammen, damit einen Barometer-Fragen- und Thesenkatalog publiziert wird, der möglichst nahe an den relevanten Themen liegt.

Transparenz
Das neuwal Barometer zeigt alle Positionen und Werte der Parteien im direkten Vergleich an um sich selbst ein möglichst breites Bild über eine eigene Positionsentscheidung machen zu können.

Voting Indicator Tool
UserInnen können sich über das neuwal Barometer-Tool in die Rolle „ihrer“ jeweiligen PolitikerInnen und Parteien versetzen. Sie erfahren in einem zweistufigen Verfahren nicht nur ob Sie „ihren“ Kandidaten richtig einschätzen können sondern auch, welche(r) KandidatIn Ihnen am nächsten steht.

 

weiter zum neuwal Barometer

The following two tabs change content below.
Der Weg zur Politischen Bildung führt bei neuwal über Onlinejournalismus und neuen Formaten. Ich liebe Digital, Medien, Politik und lebe den Digital Mindshift. Am liebsten setze ich für Medienunternehmen strategisch und operativ neue Formate und digitale Produkte um. 9 Jahre Führungspositionen im Bereich Global Digital Strategy in internationalen Konzernen, sieben Jahre selbständig in den Bereichen Digitale Transformation, Digitale Strategie, Journalismus und Medien Strategien, Digitales Marketing, Innovation, Web-Technologie. Nebenbei Bike and Yoga. Making journalism and politics a better place. Seit April 2018 im super Team der Rechercheplattform addendum.org. Und Fermata bei neuwal.