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neuwal hat die zehn landesweit kandidierenden Spitzenkandidaten in Kärnten von SPÖ, FPÖ, ÖVP, GRÜNE, TEAM KÄRNTEN, NEOS, FAIR, ERDE, KPÖ und BZÖ mit den selben 15 Thesen und Fragen im neuwal Barometer zur Kärnten-Wahl konfrontiert und die Antworten in kurzen Videocasts aufgenommen. Die Aufgabe der Kandidaten war es, sich am neuwal Barometer von 1 (stimme nicht zu) bis 10 (stimme zu) zu positionieren und mit einem kurzen Statement zu argumentieren. neuwal macht das, um dir Kandidaten mit ihren Positionen vorzustellen, diese untereinander vergleichbar zu machen und um dir bei deiner Wahlentscheidung weiterzuhelfen. Positioniere dich selbst am Barometer und finde heraus, wer ‚deine‘ Partei ist.

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Frage 14: Es braucht in Kärnten mehr niederschwellige und verbindliche Formen der Direkten Demokratie.

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Die Positionen und Argumente im Detail

Peter Kaiser (SPÖ)
Wir haben in unserer Landesverfassung sehr, sehr viel darauf Bezug genommen. Wir sind gut ausgebaut. Aber ich bin dagegen, dass jede Frage einer basisdemokratischen Entscheidung unterworfen wird. Politik muss auch entscheiden können. Daher vorsichtiges ‚Ja‘ aber mit vielen ‚Abers‘.

Peter Kaiser im neuwal Barometer


Gernot Darmann (FPÖ)
Ja, auch das ist richtig. Und das ist auch – wenn man so will – ein Ur-Freiheitlicher Zugang. Die FPÖ ist schon immer dafür eingestanden so viel wie möglich unseren Souverän auch während der Gesetzgebungsperioden miteinzubinden. Es ist viel zu wenig und auch meines Erachtens auch Überheblich von der Politik nur zu sagen ‚Du darfst einmal alle paar Jahre wählen, dann kannst dich entscheiden und schlussendlich interessiert uns deine Meinung nicht mehr‘. Das ist ein antidemokratischer Ansatz, ein undemokratischer Ansatz. Und wir Freiheitliche sind für einen Ausbau der Direkten Demokratie auf allen Ebenen. Denn es macht Sinn, sich immer wieder auch vom Souverän zurechtrücken zu lassen. Und hätten wir in der Vergangenheit auch auf Bundesebene mehr Direkte Demokratie leben lassen, dann wäre im Bereich der Bildung beispielsweise viel Zeit uns erspart geblieben und nicht über Jahrzehnte lang zwischen Rot und Schwarz gestritten worden.

Gernot Darmann im neuwal Barometer


Christian Benger (ÖVP)
Ich glaube, wir haben das eindrucksvoll bewiesen. Wir haben hier mit der Verfassungsreform die entsprechenden Schritte gezeigt. Wir haben die Basis mit dieser Abschaffung geschaffen. In Zukunft wird das mit 7.500 Unterschriften möglich sein hier die Direkte Demokratie zu leben, ein Volksbegehren zu haben. Umgesetzt.

Christian Benger im neuwal Barometer


Rolf Holub (GRÜNE)
Ja, kann nicht schaden. Wir befragen die Bürger bei allem, was sie betrifft. Und das macht Sinn, ist ja eine Demokratie.

Rolf Holub im neuwal Barometer


Gerhard Köfer (Team Kärnten)
Klare Haltung: Mehr Bürgerbeteiligung, in welcher Form auch immer. Was wir nicht brauchen sind Entscheidungen, die der verantwortliche Politiker von sich schiebt in Form von einer Heuballenverbrennung, wie wir es jetzt beim HCB-Skandal erlebt haben. Hier gilt es auch Mut zu haben und die dementsprechende Kompetenz mitzubringen um eine Entscheidung zu treffen. Aber letztendlich andere Entscheidungen, die unsere Bürger betrifft, für die sie dann letztendlich auch zahlen müssen, gehören verstärkt diskutiert und dafür treten wir ein.

Gerhard Köfer im neuwal Barometer


Markus Unterdorfer-Morgenstern (NEOS)
Ist für mich 7. Und zwar deshalb, weil Direkte Demokratie immer ein Bürgeranliegen ist. Allerdings: Klare Spielregeln sind notwendig. Und wir NEOS haben ja da auch ein Konzept ausgearbeitet mit dem sogenannten ‚Generationenrat‘, dass verschiedene Menschen aus der Bevölkerung wichtige und auch wirtschaftlich mit Auswirkungen behaftete Projekte prüfen können und dann erst die Entscheidung der Politik gesetzt wird.

Markus Unterdorfer-Morgenstern im neuwal Barometer


Marion Mitsche (FAIR)
Da stimme ich natürlich auch mit 10 zu. Die Bürger und Bürgerinnen sollten unbedingt mehr Möglichkeiten der Mitsprache haben. Es sollten aber auch die Bürgerinitiativen gestärkt werden. Die Volksbefragungen auf Landesebene, auf Gemeindeebene sind hier ein Thema. Das heißt, es sollten hier Mechanismen gefunden werden, wo die Bevölkerung wesentlich mehr Mitsprache in der Politik hat.

Marion Mitsche im neuwal Barometer


Bettina Pirker (KPÖ)
Ja, aber nicht eine Pseudo-Beteiligung in Form von Abstimmungen, wo Politiker und Politikerinnen ihre Verantwortung abgeben. Und dann vielleicht 51 Prozent über 49 Prozent entscheiden. Wir wollen eine tatsächliche Teilhabe der Menschen an der Politik. Dazu gehören umfassende Informationen, geeignete Meinungsbildungsverfahren und die Möglichkeit der Bürger und Bürgerinnen selbst aktiv zu werden um demokratische Verfahren zu initiieren. Unter Direkte Demokratie verstehen wir also, dass die Menschen die Chance haben, Miteinander und füreinander ein gutes und lebenswertes Kärnten zu gestalten.

Bettina Pirker im neuwal Barometer


Vanessa Rainer (ERDE)

Vanessa Rainer im neuwal Barometer


Helmut Nikel (BZÖ)
Mehr Bürgerbeteiligung geht immer. Dabei sollte man aber die Bürger weniger zwischen Ja und Nein entscheiden lassen, sondern eher eine Richtung politischer Vorgaben oder über dessen Ausgestaltung zum Beispiel zu bestimmen. Da kann man ruhig mehr Bürgerbeteiligung verlangen. Zum Beispiel gibt es bei uns den 10. Oktober. Den sollte man eigentlich zum ‚Tag der Direkten Demokratie‘ machen. Wo einmal in der Periode über die brennendsten Zukunftsfragen entschieden wird.

Helmut Nikel im neuwal Barometer


Mit dem neuwal Barometer hast du nun fünf Möglichkeiten dein politisches Wissen zu stärken und dich fit für die Wahl zu machen:

  1. Informiere dich!
    Schau Dir Kandidaten, Positionen und Barometer-Bewertungen an.
  2. Mach deinen eigenen Faktencheck
    Finde heraus, wie viel du über die Partei und den Kandidaten weißt.
  3. Finde deinen Kandidaten
    Deine Wahlentscheidungshilfe: finde heraus, wer deine (wählbare) Partei ist.
  4. Politik spielerisch lernen!
    Diesmal gibt es zwei Spielmöglichkeiten zum Downloaden und für Workshops:
    Die neuwal Elefantenrunde – das Barometer-Kartenspiel!
  5. Komm zu einem Workshop!
    Bist Du Lehrer oder Schüler?
    Melde Dich zu einem kostenlosen neuwal PopUpPolitik-Workshop in Kärnten an!

 

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Mit der neuwal Elefantenrunde – einem politischen Kartenspiel mit verdeckten Rollen – bringt neuwal Parteien, Politik und Positionen spielerisch näher. Im PopUpPolitik Workshop machen wir dich fit für die bevorstehende Wahl. Zur Sache geht es in den Politiker-Diskussionsrunden, wo du Politiker direkt mit deinen Fragen und Themen konfrontieren kannst.

Unser Angebot: Du kannst dich jetzt für PopUpPolitik und die Elefantenrunde in Kärnten kostenlos anmelden.

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Ziel
Ziel ist es, die unterschiedlichen Positionen zu aktuellen politischen Themen der Parteien systemisch mit Hilfe einer Skala sichtbar zu machen, damit Sichtweisen und Unterschiede besser verstanden und verglichen werden können. Das Motto dabei lautet: Making politics a better place.

Kollaborativ
Bei der Fragenausarbeitung arbeitet neuwal eng mit JournalistInnen sowie WählerInnen und Wählern zusammen, damit einen Barometer-Fragen- und Thesenkatalog publiziert wird, der möglichst nahe an den relevanten Themen liegt.

Transparenz
Das neuwal Barometer zeigt alle Positionen und Werte der Parteien im direkten Vergleich an um sich selbst ein möglichst breites Bild über eine eigene Positionsentscheidung machen zu können.

Voting Indicator Tool
UserInnen können sich über das neuwal Barometer-Tool in die Rolle „ihrer“ jeweiligen PolitikerInnen und Parteien versetzen. Sie erfahren in einem zweistufigen Verfahren nicht nur ob Sie „ihren“ Kandidaten richtig einschätzen können sondern auch, welche(r) KandidatIn Ihnen am nächsten steht.

 

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Der Weg zur Politischen Bildung führt bei neuwal über Onlinejournalismus und neuen Formaten. Ich liebe Digital, Medien, Politik und lebe den Digital Mindshift. Am liebsten setze ich für Medienunternehmen strategisch und operativ neue Formate und digitale Produkte um. 9 Jahre Führungspositionen im Bereich Global Digital Strategy in internationalen Konzernen, sieben Jahre selbständig in den Bereichen Digitale Transformation, Digitale Strategie, Journalismus und Medien Strategien, Digitales Marketing, Innovation, Web-Technologie. Nebenbei Bike and Yoga. Making journalism and politics a better place. Seit April 2018 bei der Rechercheplattform addendum.org.