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neuwal hat die zehn landesweit kandidierenden Spitzenkandidaten in Kärnten von SPÖ, FPÖ, ÖVP, GRÜNE, TEAM KÄRNTEN, NEOS, FAIR, ERDE, KPÖ und BZÖ mit den selben 15 Thesen und Fragen im neuwal Barometer zur Kärnten-Wahl konfrontiert und die Antworten in kurzen Videocasts aufgenommen. Die Aufgabe der Kandidaten war es, sich am neuwal Barometer von 1 (stimme nicht zu) bis 10 (stimme zu) zu positionieren und mit einem kurzen Statement zu argumentieren. neuwal macht das, um dir Kandidaten mit ihren Positionen vorzustellen, diese untereinander vergleichbar zu machen und um dir bei deiner Wahlentscheidung weiterzuhelfen. Positioniere dich selbst am Barometer und finde heraus, wer ‚deine‘ Partei ist.

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Frage 7: Wir möchten ein 365-Euro-Jahresticket für den gesamten öffentlichen Verkehr im Bundesland Kärnten umsetzen

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Die Positionen und Argumente im Detail

Peter Kaiser (SPÖ)
Ich halte diese Idee für sehr gut. Es ist zwar Kärnten nicht gleich Wien. Aber wir haben derzeit ein Pilotprojekt fahren – wenn es gelingt und Erfahrung einwirken. Daher: Hohe Priorität, aber nicht die allerhöchste.

Peter Kaiser im neuwal Barometer


Gernot Darmann (FPÖ)
Nehmen wir eine Tendenz zu 10. Denn es muss meines Erachtens ein sozial gestaffeltes Anreizsystem zur Benutzung des öffentlichen Verkehrs in Kärnten geben. Aber es wird nachvollziehbar sein, dass nicht bei jedem Einkommen es notwendig sein wird eine Kärnten weite Netzkarte mit 365 Euro mit Steuergeld zu stützen. Denn höhere Einkommen werden sich das selber leisten können. Aber in anderen Bereichen bin ich natürlich dafür eine sehr einfach nutzbare, praktisch ohne große bürokratischen Hürden erlangbare aber vor allem kostengünstige Netzkarte bereitzustellen.

Gernot Darmann im neuwal Barometer


Christian Benger (ÖVP)
Hier liege ich in etwas so zwischen 3 und 5, also in etwa bei 4. Hier muss man sehr vorsichtig sein. Machen wir hier Ankündigungspolitik, verfallen wir ihn den Populismus? Da bin ich vorsichtig. Eines ist für mich ganz, ganz wichtig: Wollen wir hier ein Land haben, wo wir ein aktives, dynamisches Wirtschaftsleben haben? Wo wir hier Menschen haben, die Kärnten flächendeckend als Lebensraum, Arbeitsraum gleichzeitig verstehen? So brauchen wir öffentlichen Verkehr, der die Täler, der die Gemeinden mit dem Zentralraum verbindet und das auch zu – sage ich jetzt einmal – günstigen Bedingungen. Wir haben hier mit dem Kärnten-Ticket das schon einmal provisorisch mit dem Löwen-Ticket umgesetzt. Für die Zukunft ist sicherzustellen, dass das Pendeln besser möglich ist und leistbar ist. Dann werden wir auch flächendeckend ein lebhaftes, dynamisches Land haben.

Christian Benger im neuwal Barometer


Rolf Holub (GRÜNE)
Ja, am liebsten wäre es mir, wenn wir es umsonst machen könnten. Im Moment müssen wir noch die Infrastruktur aufbauen. Aber wir haben gerade ein Löwenticket. Das läuft wie die Hölle. Ja.

Rolf Holub im neuwal Barometer


Gerhard Köfer (Team Kärnten)
Wir wollen, dass alle Straßen ausgebaut werden. Wir wollen, dass alle gesund bleiben. Und wir wollen, dass niemand mehr viel Steuern zahlen muss. All das wollen wir. Aber wir müssen schon auch die Realität erkennen. Natürlich wäre es wünschenswert ein derartiges Ticket zu haben. Jetzt gibt es momentan ein billiges Wahlkampfticket – einige Tage vor der Wahl eingeführt und zwei Tage nach der Wahl wieder abgeschafft. Letztendlich ist es aber wünschenswert – es ist nur eine Frage der Finanzierung. Wer bezahlt es? Wenn es dann wieder zu Lasten der Autofahrer geht, dann haben wir dafür wenig Verständnis. Man sollte auch die Rechte und die berechtigten Anliegen der Autofahrer hier berücksichtigen. Daher gibt es von uns eine 5.

Gerhard Köfer im neuwal Barometer


Markus Unterdorfer-Morgenstern (NEOS)
Der öffentliche Verkehr ist ein ganz wesentliches Momentum auch um gegen die Abwanderung zu kämpfen. Ich stimme zu mit 8. Und zwar deshalb, weil ich die 365 Euro noch nicht beziffern kann. Die können sehr teuer für die Menschen sein, können aber auch zu billig sein, wenn man die Distanzen sieht. Also, das hängt sehr stark damit zusammen, wie man den öffentlichen Verkehr und mit welchem Programm wir das in die Tat umsetzen.

Markus Unterdorfer-Morgenstern im neuwal Barometer


Marion Mitsche (FAIR)
Prinzipiell wäre das mit einer 10 zu bewerten. Wobei ich sage, dass auch ein 365-Euro-Ticket, ein Jahresticket für Kärnten zu teuer ist. Das heißt, das Land Kärnten muss überhaupt einmal zuerst investieren, den öffentlichen Verkehr aufbauen, attraktivere Angebote stelle und dann kann man über den Preis wirklich sprechen.

Marion Mitsche im neuwal Barometer


Bettina Pirker (KPÖ)
Aktuell ist es ja in Kärnten so, dass man von irgendwo nach nirgendwo kommt und das um viel Geld. Das heißt, im Vordergrund muss der Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel stehen. Was hilft mir eine billige Fahrkarte, wenn kein Bus fährt. Wir sagen daher: Doppelte Öffis zum halben Preis. Kürzere Taktungen der Schnellbahnen, mehr Busse, öffentliche Verbindungen auch nach 22 Uhr, damit man nach kulturellen Veranstaltungen auch nach Hause kommt. Wir brauchen auch viel mehr öffentliche Verkehrsangebote in den abgelegenen Regionen des Landes. Und wenn dann ein preiswertes Ticket zu haben ist, mit entsprechenden Vergünstigungen für finanziell Schwache, Kinder, Jugendliche, StudentInnen, PensionistInnen und attraktive Tarife für Menschen, die die Öffis nur selten nutzen, dann sind wir auf einem guten Weg.

Bettina Pirker im neuwal Barometer


Vanessa Rainer (ERDE)

Vanessa Rainer im neuwal Barometer


Helmut Nikel (BZÖ)
Wir sind grundsätzlich dafür. Aber damit ist es ja noch nicht getan. Öffentlicher Verkehr ist nur nicht eine Frage der Kosten, sondern entscheidend ist eigentlich das Netz. Und in diesen Bereich sollte man schon Sprichwort Park’n’Ride-Anlagen errichten. Da soll man nach Ober- oder Niederösterreich schauen, wo dieses System schon super funktioniert.

Helmut Nikel im neuwal Barometer


Mit dem neuwal Barometer hast du nun fünf Möglichkeiten dein politisches Wissen zu stärken und dich fit für die Wahl zu machen:

  1. Informiere dich!
    Schau Dir Kandidaten, Positionen und Barometer-Bewertungen an.
  2. Mach deinen eigenen Faktencheck
    Finde heraus, wie viel du über die Partei und den Kandidaten weißt.
  3. Finde deinen Kandidaten
    Deine Wahlentscheidungshilfe: finde heraus, wer deine (wählbare) Partei ist.
  4. Politik spielerisch lernen!
    Diesmal gibt es zwei Spielmöglichkeiten zum Downloaden und für Workshops:
    Die neuwal Elefantenrunde – das Barometer-Kartenspiel!
  5. Komm zu einem Workshop!
    Bist Du Lehrer oder Schüler?
    Melde Dich zu einem kostenlosen neuwal PopUpPolitik-Workshop in Kärnten an!

 

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Mit der neuwal Elefantenrunde – einem politischen Kartenspiel mit verdeckten Rollen – bringt neuwal Parteien, Politik und Positionen spielerisch näher. Im PopUpPolitik Workshop machen wir dich fit für die bevorstehende Wahl. Zur Sache geht es in den Politiker-Diskussionsrunden, wo du Politiker direkt mit deinen Fragen und Themen konfrontieren kannst.

Unser Angebot: Du kannst dich jetzt für PopUpPolitik und die Elefantenrunde in Kärnten kostenlos anmelden.

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Ziel
Ziel ist es, die unterschiedlichen Positionen zu aktuellen politischen Themen der Parteien systemisch mit Hilfe einer Skala sichtbar zu machen, damit Sichtweisen und Unterschiede besser verstanden und verglichen werden können. Das Motto dabei lautet: Making politics a better place.

Kollaborativ
Bei der Fragenausarbeitung arbeitet neuwal eng mit JournalistInnen sowie WählerInnen und Wählern zusammen, damit einen Barometer-Fragen- und Thesenkatalog publiziert wird, der möglichst nahe an den relevanten Themen liegt.

Transparenz
Das neuwal Barometer zeigt alle Positionen und Werte der Parteien im direkten Vergleich an um sich selbst ein möglichst breites Bild über eine eigene Positionsentscheidung machen zu können.

Voting Indicator Tool
UserInnen können sich über das neuwal Barometer-Tool in die Rolle „ihrer“ jeweiligen PolitikerInnen und Parteien versetzen. Sie erfahren in einem zweistufigen Verfahren nicht nur ob Sie „ihren“ Kandidaten richtig einschätzen können sondern auch, welche(r) KandidatIn Ihnen am nächsten steht.

 

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Digitaler und Politischer Entrepreneur - Der Weg zur Politischen Bildung führt bei neuwal über Onlinejournalismus und neuen Formaten. Ich liebe Digital, Medien, Politik und lebe den Digital Mindshift. Am liebsten setze ich für Medienunternehmen strategisch und operativ neue Formate und digitale Produkte um. 9 Jahre Führungspositionen im Bereich Global Digital Strategy in internationalen Konzernen - seit einigen Jahren selbständig in den Bereichen Digitale Transformation, Digitale Strategie, Media Strategy, Digitales Marketing, Innovation, Web-Technologie. Nebenbei Bike and Yoga. Making journalism and politics a better place.