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neuwal hat die zehn landesweit kandidierenden Spitzenkandidaten in Kärnten von SPÖ, FPÖ, ÖVP, GRÜNE, TEAM KÄRNTEN, NEOS, FAIR, ERDE, KPÖ und BZÖ mit den selben 15 Thesen und Fragen im neuwal Barometer zur Kärnten-Wahl konfrontiert und die Antworten in kurzen Videocasts aufgenommen. Die Aufgabe der Kandidaten war es, sich am neuwal Barometer von 1 (stimme nicht zu) bis 10 (stimme zu) zu positionieren und mit einem kurzen Statement zu argumentieren. neuwal macht das, um dir Kandidaten mit ihren Positionen vorzustellen, diese untereinander vergleichbar zu machen und um dir bei deiner Wahlentscheidung weiterzuhelfen. Positioniere dich selbst am Barometer und finde heraus, wer ‚deine‘ Partei ist.

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Frage 12: Wir setzen uns für Ideen wie eine Gondel über oder einen Tunnel unter dem Wörthersee ein um den Tourismus anzukurbeln.

Infos dazu

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Die Positionen und Argumente im Detail

Peter Kaiser (SPÖ)
Nichts gegen neue Ideen – so schräg sie sein mögen. Aber die Praxis hat gezeigt, dass es hier doch ein klares Vorrecht der unversehrten Natur gegenüber manchen schrägen Ideen geht. Damit ich es nicht ganz verdamme: Eine zwei.

Peter Kaiser im neuwal Barometer


Gernot Darmann (FPÖ)
Natürlich ist jedes Projekt auf die Sinnhaftigkeit und Machbarkeit zu überprüfen. Aber als Freiheitliche Partei und ich höchst persönlich denke, gerade auch im touristischen Bereich groß, ja. Und sehe, solchen Aktivitäten von mutigen Investoren sehr positiv entgegen. Das heißt, man darf nicht von vornherein auf Grund fehlenden Mutes alles vom Tisch wischen. Sondern miteinander die Chancen sehen, die sich aus solchen Projekten entwickeln. Kann ja sein, dass es schlussendlich in Details auch noch Abänderungen geben muss im Zuge des Verfahrens, logischerweise, weil natürlich alle Anrainer miteinzubinden sind, alle Interessen, die hier betroffen sein könnten auch abgewogen werden müssen. Nur der 10er ist deswegen von meiner Seite, glaube ich auch selbstbewusst gesetzt, da wir Kärnten einen immensen Schub geben müssen in allen Wirtschaftsbereichen, im Standortbereich. Und da ist natürlich die Tourismuspolitik für das schöne Kärntnerland von besonderer Bedeutung.

Gernot Darmann im neuwal Barometer


Christian Benger (ÖVP)
Wir tun alles um den Tourismus anzukurbeln. Und da kann ich nur sagen: Ja, der Tourismus ist eine zentrale Branche, ein zentraler Wirtschaftsfaktor für Kärnten. Und der Tourismus ist höchst erfolgreich. Wir werden in Kürze den Drei-Millionsten-Gast in Kärnten begrüßen. Der Tourismus erfreut sich eines massiven Investitionsbooms. Es ist hier zu spüren, wie die Unternehmerinnen und Unternehmer mit ihren Mitarbeitern mehr und mehr nicht nur an den Tourismus glauben, sondern an die Entwicklung des Tourismus glauben und daher investieren. Im Bundesländervergleich sind wir im Ranking auf Position 2 nur knapp hinter Tirol. Das ist schon eine ganz herausragende Geschichte. Und wenn es jetzt Ideen am Wörthersee gibt um eines der Leuchtturmprojekte mit dem Pyramidenkogel hier zu verbinden, ist das eine Idee, die könnte kommen – wie auch immer, das muss man sich im Detail anschauen. Aber von vornherein den Möglichkeiten von morgen gegenüberstehen.

Christian Benger im neuwal Barometer


Rolf Holub (GRÜNE)
Naja, lassen wir einmal den Wörthersee im Dorf. Alles was die Natur erhaltet ist OK. Sanfter Tourismus ist OK. Aber ein Tunnel unter den Wörthersee: Weiß ich ni

Rolf Holub im neuwal Barometer


Gerhard Köfer (Team Kärnten)
Grundsätzlich ist jedes Projekt, das außergewöhnlich ist interessant. Es gehört verfolgt. Aber man muss in dieser Wünsch-Dir-Was-Politik aber dann auch erklären, wer es zu zahlen hat. Wir brauchen dazu Investoren, die sich bereit erklären, hier einen Großteil der Investitionen zu übernehmen. Das Land kann natürlich auch mit im Boot sitzen, mit Partner sein, mitfördern. Aber wir brauchen im Tourismus keine Luftschlösser, keine Versprechungen, wir brauchen reale Projekte, die auch Umsetzens wert erscheinen, die auch realistisch sind. Noch einmal: Wenn es einen Privaten gibt, der gehört unterstützt. Aber das Land Kärnten alleine sollte sich von solchen Projekten verabschieden.

Gerhard Köfer im neuwal Barometer


Markus Unterdorfer-Morgenstern (NEOS)
Hier stimme ich nicht zu. Denn Ideen sind gut aber natürlich die Finanzierung und die Auswirkungen auf die Umwelt sind stark zu prüfen. Deshalb in diesem speziellen Fall, bei diesem Beispiel stimme ich nicht zu.

Markus Unterdorfer-Morgenstern im neuwal Barometer


Marion Mitsche (FAIR)
Das ist natürlich mit 1 zu bewerten. Da gerade solche Großprojekte wie ein Tunnel oder es war ja auch eine Seilbahn einmal so ein Thema… würde ja das Landschaftsbild vollkommen zerstören. Und man muss sich dann auch die Folgen überlegen. Das heißt, es würde nur eine Förderung des Verkehrs bedeuten, die Gelder würden genau nur in dieses Projekt hineinfließen und kommen nicht der Region zu gute. Das heißt, wir brauchen überhaupt eine Tourismusstrategie, die die ganze Region miteinbezieht, dass hier eine Wertschöpfung stattfinden kann. Und diese Wertschöpfung sehen wir in solchen Großprojekten nicht.

Marion Mitsche im neuwal Barometer


Bettina Pirker (KPÖ)
Ja, wer ins Disneyland will, wird auch dorthin fahren und nicht nach Kärnten. Die Stärken des Kärntner Tourismus liegen ganz woanders. In unserer wunderschönen Natur, in der Mehrsprachigkeit, in unserer Geschichte und vor allem in den Talenten der Gastfreundschaft und der Herzlichkeit der Bevölkerung. Das alles gilt es nachhaltig zu nutzen. Also ökonomisch, ökologisch und sozial stimmig im Sinne der heutigen und zukünftigen Generationen. Gefordert sind daher Konzepte von einem sanften und qualitätsvollen Tourismus zum Wohle der Gäste und der Bevölkerung.

Bettina Pirker im neuwal Barometer


Vanessa Rainer (ERDE)

Vanessa Rainer im neuwal Barometer


Helmut Nikel (BZÖ)
Ja, ich bin natürlich kein Gegner, wenn ein Kabel zum Beispiel über den Wörthersee verläuft. Viel mehr bin ich dagegen, wenn heute 380 der Bauleitungen die quer durch unser Land führen sollen. Und das nicht nur verschandeln, sondern auch noch eventuell gesundheitsgefährdend sind.

Helmut Nikel im neuwal Barometer


Mit dem neuwal Barometer hast du nun fünf Möglichkeiten dein politisches Wissen zu stärken und dich fit für die Wahl zu machen:

  1. Informiere dich!
    Schau Dir Kandidaten, Positionen und Barometer-Bewertungen an.
  2. Mach deinen eigenen Faktencheck
    Finde heraus, wie viel du über die Partei und den Kandidaten weißt.
  3. Finde deinen Kandidaten
    Deine Wahlentscheidungshilfe: finde heraus, wer deine (wählbare) Partei ist.
  4. Politik spielerisch lernen!
    Diesmal gibt es zwei Spielmöglichkeiten zum Downloaden und für Workshops:
    Die neuwal Elefantenrunde – das Barometer-Kartenspiel!
  5. Komm zu einem Workshop!
    Bist Du Lehrer oder Schüler?
    Melde Dich zu einem kostenlosen neuwal PopUpPolitik-Workshop in Kärnten an!

 

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Mit der neuwal Elefantenrunde – einem politischen Kartenspiel mit verdeckten Rollen – bringt neuwal Parteien, Politik und Positionen spielerisch näher. Im PopUpPolitik Workshop machen wir dich fit für die bevorstehende Wahl. Zur Sache geht es in den Politiker-Diskussionsrunden, wo du Politiker direkt mit deinen Fragen und Themen konfrontieren kannst.

Unser Angebot: Du kannst dich jetzt für PopUpPolitik und die Elefantenrunde in Kärnten kostenlos anmelden.

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Ziel
Ziel ist es, die unterschiedlichen Positionen zu aktuellen politischen Themen der Parteien systemisch mit Hilfe einer Skala sichtbar zu machen, damit Sichtweisen und Unterschiede besser verstanden und verglichen werden können. Das Motto dabei lautet: Making politics a better place.

Kollaborativ
Bei der Fragenausarbeitung arbeitet neuwal eng mit JournalistInnen sowie WählerInnen und Wählern zusammen, damit einen Barometer-Fragen- und Thesenkatalog publiziert wird, der möglichst nahe an den relevanten Themen liegt.

Transparenz
Das neuwal Barometer zeigt alle Positionen und Werte der Parteien im direkten Vergleich an um sich selbst ein möglichst breites Bild über eine eigene Positionsentscheidung machen zu können.

Voting Indicator Tool
UserInnen können sich über das neuwal Barometer-Tool in die Rolle „ihrer“ jeweiligen PolitikerInnen und Parteien versetzen. Sie erfahren in einem zweistufigen Verfahren nicht nur ob Sie „ihren“ Kandidaten richtig einschätzen können sondern auch, welche(r) KandidatIn Ihnen am nächsten steht.

 

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Der Weg zur Politischen Bildung führt bei neuwal über Onlinejournalismus und neuen Formaten. Ich liebe Digital, Medien, Politik und lebe den Digital Mindshift. Am liebsten setze ich für Medienunternehmen strategisch und operativ neue Formate und digitale Produkte um. 9 Jahre Führungspositionen im Bereich Global Digital Strategy in internationalen Konzernen, sieben Jahre selbständig in den Bereichen Digitale Transformation, Digitale Strategie, Journalismus und Medien Strategien, Digitales Marketing, Innovation, Web-Technologie. Nebenbei Bike and Yoga. Making journalism and politics a better place. Seit April 2018 im Team der Rechercheplattform addendum.org.