von
   

neuwal hat die fünf landesweit kandidierenden Spitzenkandidaten von ÖVP, SPÖ, FPÖ, GRÜNEN und NEOS mit den selben 15 Thesen und Fragen im neuwal Barometer zur Niederösterreich-Wahl konfrontiert und die Antworten in kurzen Videocasts aufgenommen. Die Aufgabe der Kandidaten war es, sich am neuwal Barometer von 1 (stimme nicht zu) bis 10 (stimme zu) zu positionieren und mit einem kurzen Statement zu argumentieren. neuwal macht das, um dir Kandidaten mit ihren Positionen vorzustellen, diese untereinander vergleichbar zu machen und um dir bei deiner Wahlentscheidung weiterzuhelfen. Positioniere dich selbst am Barometer und finde heraus, wer ‚deine‘ Partei ist.

weiter zum neuwal Barometer

Frage 10: Die 3. Piste am Flughafen Wien-Schwechat ist für den Standort Österreich von ‚entscheidender Bedeutung‘1.

[1] Basierend auf einem Zitat Gernot Blümel (ÖVP): “[…] Flughafen Wien-Schwechat sei als Drehkreuz für den Standort Österreich von entscheidender Bedeutung”. (orf.at, 30.11.2017)

  

Die Positionen und Argumente im Detail

Johanna Mikl-Leitner (ÖVP)
Wer wirtschaftlich wachsen will, wer Arbeitsplätze sichern und neue schaffen will, braucht auch eine internationale Anbindung. Und da braucht es auch einen Flughafen mit einer dritten Piste. Denn die Alternative ist, dass der Flugverkehr verlagert wird in die Nachbarländer und letztendlich die Arbeitsplätze ins Nachbarland gehen. Was aber bleibt sind die Flieger direkt am Himmel, dadurch gibt es keinen einzigen weniger. Daher ein klares Ja.

Johanna Mikl-Leitner im neuwal Barometer


Franz Schnabl (SPÖ)
Dem stimme ich zu. Die Sozialdemokratie bekennt sich dazu, die dritte Piste zu bauen. Ich stimme der Argumentation nicht zu, dass die dritte Piste eine höhere Belastung für die Umwelt an sich bedeutet, weil die Direktverbindungen mit dem Flugzeug würden sich allenfalls verlagern bspw. nach Bratislava. Was für Österreich und für die Ostregion auf der einen Seite die gleiche Belastung ausmacht. Derzeit wird ja in der Europäischen Union sozusagen die Umweltbelastung nicht nach tatsächlicher Emission im Verkehr, sondern nach Betankungsvolumina sowohl im Straßen- als auch im Flugverkehr gemessen. Das muss man berücksichtigen. Und im Übrigen bedeutet die dritte Piste bedeutet natürlich nachhaltig eine Stärkung des Wirtschaftsstandortes. Die Ostregion mit Bruck, Schwechat, rund um Wien, ist die am stärksten wachsende Region insgesamt in Österreich. Und eine Stärkung des Wirtschaftsstandortes bedeutet auch nachhaltig mehr Arbeitsplätze, die wir brauchen.

Franz Schnabl im neuwal Barometer


Udo Landbauer (FPÖ)
Ganz klar, die dritte Piste am Flughafen ist ein Gebot der Stunde. Und die standort- und arbeitsmarktpolitischen Nachwirkungen einer Verhinderung dieses Projektes wären ja untragbar. Wir wissen, dass sich bis 2050 der Flugverkehr vervierfachen wird. Und da jetzt den Flughafen Wien, Standort Wien, Standort Österreich, als Sündenbock für ‚Klimapolitik‘ heranzuziehen wäre natürlich fatal. Wir reden da von aktuell 20.000 Arbeitsplätzen und 10.000 potentiell weiteren Arbeitsplätzen, die unsere Region ganz, ganz dringend brauchen würde.

Udo Landbauer im neuwal Barometer


Helga Krismer (GRÜNE)
Es ist vieles von entscheidender Bedeutung aber nicht die dritte Piste. Was wir brauchen ist, dass wir uns heute schon darauf einstimmen, was es bedeutet, ohne Öl und Gas in der Zukunft Wirtschaft zu betreiben, Arbeitsplätze zu schaffen. Und da sind wir davon überzeugt, dass es viel Innovationskraft gibt in Niederösterreich. Dazu brauche ich keine dritte Piste.
Helga Krismer im neuwal Barometer


Indra Collini (NEOS)
Die dritte Piste ist eine wichtige Standortfrage für Österreich. Was aber noch wichtiger ist, ist, dass der Bauprozess transparent und effizient gestaltet wird. Weil, was wir nicht brauchen in diesem Land ist ein zweites Debakel a la Skylink. Wir wissen, das war begleitet mit enormen Kostenüberschreitungen, mit einer überlangen Bauzeit und mit sonstigen flankierenden Skandalen.

Indra Collini im neuwal Barometer


Mit der neuwal Elefantenrunde – einem politischen Kartenspiel mit verdeckten Rollen – bringt neuwal Parteien, Politik und Positionen spielerisch näher. Im PopUpPolitik Workshop machen wir dich fit für die bevorstehende Wahl. Zur Sache geht es in den Politiker-Diskussionsrunden, wo du Politiker direkt mit deinen Fragen und Themen konfrontieren kannst.
Unser Angebot: Du kannst dich jetzt für PopUpPolitik und die Elefantenrunde in Niederösterreich kostenlos anmelden.

mehr zu PopUpPolitik und Elefantenrunde


Mit dem neuwal Barometer hast du nun fünf Möglichkeiten dein politisches Wissen zu stärken und dich fit für die Wahl zu machen:

  1. Informiere dich!
    Schau Dir Kandidaten, Positionen und Barometer-Bewertungen an.
  2. Mach deinen eigenen Faktencheck
    Finde heraus, wie viel du über die Partei und den Kandidaten weißt.
  3. Finde deinen Kandidaten
    Deine Wahlentscheidungshilfe: finde heraus, wer deine (wählbare) Partei ist.
  4. Politik spielerisch lernen!
    Diesmal gibt es zwei Spielmöglichkeiten zum Downloaden und für Workshops:
    Die neuwal Elefantenrunde – das Barometer-Kartenspiel! (ab 10.01.2018)
    Wert hat’s gesagt? (ab 14.01.2018)
  5. Komm zu einem Workshop!
    Bist Du Lehrer oder Schüler?
    Melde Dich zu einem kostenlosen neuwal PopUpPolitik-Workshop in Niederösterreich an!

 

weiter zum neuwal Barometer

 

Mit der neuwal Elefantenrunde – einem politischen Kartenspiel mit verdeckten Rollen – bringt neuwal Parteien, Politik und Positionen spielerisch näher. Im PopUpPolitik Workshop machen wir dich fit für die bevorstehende Wahl. Zur Sache geht es in den Politiker-Diskussionsrunden, wo du Politiker direkt mit deinen Fragen und Themen konfrontieren kannst.

Unser Angebot: Du kannst dich jetzt für PopUpPolitik und die Elefantenrunde in Niederösterreich kostenlos anmelden.

Jetzt informieren und anmelden

Mit Unterstützung von

Ziel
Ziel ist es, die unterschiedlichen Positionen zu aktuellen politischen Themen der Parteien systemisch mit Hilfe einer Skala sichtbar zu machen, damit Sichtweisen und Unterschiede besser verstanden und verglichen werden können. Das Motto dabei lautet: Making politics a better place.

Kollaborativ
Bei der Fragenausarbeitung arbeitet neuwal eng mit JournalistInnen sowie WählerInnen und Wählern zusammen, damit einen Barometer-Fragen- und Thesenkatalog publiziert wird, der möglichst nahe an den relevanten Themen liegt.

Transparenz
Das neuwal Barometer zeigt alle Positionen und Werte der Parteien im direkten Vergleich an um sich selbst ein möglichst breites Bild über eine eigene Positionsentscheidung machen zu können.

Voting Indicator Tool
UserInnen können sich über das neuwal Barometer-Tool in die Rolle „ihrer“ jeweiligen PolitikerInnen und Parteien versetzen. Sie erfahren in einem zweistufigen Verfahren nicht nur ob Sie „ihren“ Kandidaten richtig einschätzen können sondern auch, welche(r) KandidatIn Ihnen am nächsten steht.

 

weiter zum neuwal Barometer

The following two tabs change content below.
Der Weg zur Politischen Bildung führt bei neuwal über Onlinejournalismus und neuen Formaten. Ich liebe Digital, Medien, Politik und lebe den Digital Mindshift. Am liebsten setze ich für Medienunternehmen strategisch und operativ neue Formate und digitale Produkte um. 9 Jahre Führungspositionen im Bereich Global Digital Strategy in internationalen Konzernen, sieben Jahre selbständig in den Bereichen Digitale Transformation, Digitale Strategie, Journalismus und Medien Strategien, Digitales Marketing, Innovation, Web-Technologie. Nebenbei Bike and Yoga. Making journalism and politics a better place. Seit April 2018 bei der Rechercheplattform addendum.org.