neuwal hat die fünf landesweit kandidierenden Spitzenkandidaten von ÖVP, SPÖ, FPÖ, GRÜNEN und NEOS mit den selben 15 Thesen und Fragen im neuwal Barometer zur Niederösterreich-Wahl konfrontiert und die Antworten in kurzen Videocasts aufgenommen. Die Aufgabe der Kandidaten war es, sich am neuwal Barometer von 1 (stimme nicht zu) bis 10 (stimme zu) zu positionieren und mit einem kurzen Statement zu argumentieren. neuwal macht das, um dir Kandidaten mit ihren Positionen vorzustellen, diese untereinander vergleichbar zu machen und um dir bei deiner Wahlentscheidung weiterzuhelfen. Positioniere dich selbst am Barometer und finde heraus, wer ‚deine‘ Partei ist.

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Frage 9: Wir setzen uns für eine Verlängerung der Wiener U-Bahn nach NÖ ein.

  

Die Positionen und Argumente im Detail

Johanna Mikl-Leitner (ÖVP)
Der Raum rund um Wien gehört zu jenen Regionen, die am stärksten in ganz Europa wachsen. Das heißt: Rund um Wien leben immer mehr Menschen. Daher braucht es auch neue Verkehrskonzepte. Und deswegen auch die Überlegungen: Braucht es hier eine dritte Schnellbahnstrecke durch Wien und eine U-Bahn-Verlängerung in die verschiedensten Richtungen nach Niederösterreich hinaus. Ja, hier müssen Überlegungen angestellt werden, hier darf es keine Denkverbote geben. Daher ein ganz klares Ja.

Johanna Mikl-Leitner im neuwal Barometer


Franz Schnabl (SPÖ)
Dem stimme ich zu. Allerdings sehe ich hier ein Bündel von Maßnahmen. Die Verlängerung der Wiener U-Bahn alleine wird die Verkehrsthematik, die in den nächsten Jahren gerade im südlichen und im Ballungsbereich rund um Wien noch steigen wird nicht lösen können. Es muss mehrere Ausbaumöglichkeiten und Ausbaustufen geben. Es bedarf der Verlängerung der U-Bahn. Es bedarf aber auch eines dichteren S-Bahn-Netzes bzw. einer höheren Taktung. Und es muss insgesamt attraktiver werden, durch bessere Park’n’Ride-Möglichkeiten und andere Maßnahmen hier auf den öffentlichen Verkehr, insbesondere was den Ballungsraum betrifft, umzusteigen.

Franz Schnabl im neuwal Barometer


Udo Landbauer (FPÖ)
Natürlich. Auch hier, ganz klar: Die U-Bahn gehört raus aufs Land. Niederösterreich ist nun mal das Land der Pendler. Von den 200.000 pendeln 80 Prozent täglich nach Wien. Auch das wäre eine Maßnahme gegen die Landflucht. Und das ist ein Thema, das ja auch seit langem schon diskutiert wird. Wir müssen den Bürgern einerseits die Möglichkeit schaffen, in ihrer Region Arbeitsplätze zu bekommen, Bildungsmöglichkeiten zu erlangen. Aber, wenn ihr spezieller Arbeitsplatz zum Beispiel in der Stadt liegt – und da ist das Umland von Wien natürlich stark betroffen -, da muss man auch die Möglichkeiten bieten, hier einzupendeln ohne hier eine Blechlawine zu verursachen. Und die Pendler kennen es oder wissen es ganz genau, wie mühsam es manchmal sein kann, sowohl mit dem Auto aber auch mit dem Zug nach Wien zu pendeln.

Udo Landbauer im neuwal Barometer


Helga Krismer (GRÜNE)
Wir als Grüne sind für den Ausbau jeglichen öffentlichen Verkehrs. Wir sind auch davon überzeugt, dass man maßhalten muss. Und daher, bitte liebe ÖVP, keine weiteren Wahlzuckerln und Kampagnen, die eh schon niemand mehr glaubt. Ausbau der Schnellbahn, die wir dringend brauchen und generell des öffentlichen Verkehrs. Es muss nicht unbedingt sein, dass es milliardenteure Projekte sind.

Helga Krismer im neuwal Barometer


Indra Collini (NEOS)
Ich glaube, wir brauchen gerade im Speckgürtel eine schnelle, eine pragmatische und eine effiziente Lösung. Und das sehe ich bei der U-Bahn nicht. Das würde nämlich Jahre dauern, bis wir eine U-Bahn-Verbindung in das Umland haben. Was wir im Speckgürtel haben, ist eine sehr gut ausgebaute Infrastruktur mit der Badener Bahn und mit den Schnellbahnen. Und auf diese Stärke gilt es einfach zu setzen und diese Stärke zu nutzen. Da haben wir sehr, sehr rasch eine sehr sinnstiftende und kostengünstige Lösung.

Indra Collini im neuwal Barometer


Mit der neuwal Elefantenrunde – einem politischen Kartenspiel mit verdeckten Rollen – bringt neuwal Parteien, Politik und Positionen spielerisch näher. Im PopUpPolitik Workshop machen wir dich fit für die bevorstehende Wahl. Zur Sache geht es in den Politiker-Diskussionsrunden, wo du Politiker direkt mit deinen Fragen und Themen konfrontieren kannst.
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Mit dem neuwal Barometer hast du nun fünf Möglichkeiten dein politisches Wissen zu stärken und dich fit für die Wahl zu machen:

  1. Informiere dich!
    Schau Dir Kandidaten, Positionen und Barometer-Bewertungen an.
  2. Mach deinen eigenen Faktencheck
    Finde heraus, wie viel du über die Partei und den Kandidaten weißt.
  3. Finde deinen Kandidaten
    Deine Wahlentscheidungshilfe: finde heraus, wer deine (wählbare) Partei ist.
  4. Politik spielerisch lernen!
    Diesmal gibt es zwei Spielmöglichkeiten zum Downloaden und für Workshops:
    Die neuwal Elefantenrunde – das Barometer-Kartenspiel! (ab 10.01.2018)
    Wert hat’s gesagt? (ab 14.01.2018)
  5. Komm zu einem Workshop!
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Ziel
Ziel ist es, die unterschiedlichen Positionen zu aktuellen politischen Themen der Parteien systemisch mit Hilfe einer Skala sichtbar zu machen, damit Sichtweisen und Unterschiede besser verstanden und verglichen werden können. Das Motto dabei lautet: Making politics a better place.

Kollaborativ
Bei der Fragenausarbeitung arbeitet neuwal eng mit JournalistInnen sowie WählerInnen und Wählern zusammen, damit einen Barometer-Fragen- und Thesenkatalog publiziert wird, der möglichst nahe an den relevanten Themen liegt.

Transparenz
Das neuwal Barometer zeigt alle Positionen und Werte der Parteien im direkten Vergleich an um sich selbst ein möglichst breites Bild über eine eigene Positionsentscheidung machen zu können.

Voting Indicator Tool
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Der Weg zur Politischen Bildung führt bei neuwal über Onlinejournalismus und neuen Formaten. Ich liebe Digital, Medien, Politik und lebe den Digital Mindshift. Am liebsten setze ich für Medienunternehmen strategisch und operativ neue Formate und digitale Produkte um. 9 Jahre Führungspositionen im Bereich Global Digital Strategy in internationalen Konzernen, sieben Jahre selbständig in den Bereichen Digitale Transformation, Digitale Strategie, Journalismus und Medien Strategien, Digitales Marketing, Innovation, Web-Technologie. Nebenbei Bike and Yoga. Making journalism and politics a better place.