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neuwal hat die fünf landesweit kandidierenden Spitzenkandidaten von ÖVP, SPÖ, FPÖ, GRÜNEN und NEOS mit den selben 15 Thesen und Fragen im neuwal Barometer zur Niederösterreich-Wahl konfrontiert und die Antworten in kurzen Videocasts aufgenommen. Die Aufgabe der Kandidaten war es, sich am neuwal Barometer von 1 (stimme nicht zu) bis 10 (stimme zu) zu positionieren und mit einem kurzen Statement zu argumentieren. neuwal macht das, um dir Kandidaten mit ihren Positionen vorzustellen, diese untereinander vergleichbar zu machen und um dir bei deiner Wahlentscheidung weiterzuhelfen. Positioniere dich selbst am Barometer und finde heraus, wer ‚deine‘ Partei ist.

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Frage 4: Wir setzen uns für ein regionales Verbot von Glyphosat in Niederösterreich ein.

Es war Peter Kaiser (SPÖ), der in Kärnten mit einem regionalen Verbot von Glyphosat auf das Thema aufmerksam gemacht hat, während ein Verbot auf Europaebene abgewiesen wurde. neuwal hat nachfragt, wie sich dazu die fünf bundesweit kandidierenden Spitzenkandidaten in Niederösterreich positionieren.

  

Die Positionen und Argumente im Detail

Johanna Mikl-Leitner (ÖVP)
Die Machbarkeit eines Ausstieges wird seitens der Bundesregierung derzeit geprüft. Das begrüße ich aufs herzlichste. Ich halte es aber sinnvoll, diesbezüglich eine europaweite Regelung anzustreben.

Johanna Mikl-Leitner im neuwal Barometer


Franz Schnabl (SPÖ)
Dem stimme ich ebenfalls zu. Weil die Sozialdemokratie selbst im niederösterreichischen Landtag einen Resolutionsentwurf am 14. Dezember einbringen wird [eingebracht hat]. Wir haben in der Vergangenheit schon mehrfach das Glyphosat-Verbot angesprochen. Leider sind wir da von der ÖVP-Mehrheit überstimmt worden.

Franz Schnabl im neuwal Barometer


Udo Landbauer (FPÖ)
Auch da hat man zwei Komponenten drinnen: Einerseits das Verbot von Glyphosat und zum anderen das eigenständige Verbieten durch ein Bundesland. In dem Fall Niederösterreich, ausgehend von der Erstdiskussion Kärnten, die das zum ersten Mal aufgebracht haben. Zum Verbot von Glyphosat: Ja, aber vernünftig. In Brüssel haben ja ÖVP und SPÖ der Verlängerung zugestimmt – gegen unsere Stimmen. Und jetzt müssen wir damit gewissermaßen auch leben. Für mich ist nur wichtig, dass man einerseits speziell die Landwirte nicht einfach dumm sterben lässt. Sondern dort, wo dieses Produkt notwendig ist für die Bewirtschaftung, auch entsprechende Ersatzmöglichkeiten schafft. Nicht einfach zu sagen: Gut, das gibt es jetzt nicht mehr und um den Ersatz kümmern wir uns nicht oder machts euch das selbst. Das kann es nicht sein. Eine ganz wesentliche Frage ist für mich da natürlich die private Verwendung. Der Landwirt hat natürlich entsprechende Befähigungsnachweise zu erbringen, wie er mit dem Mittel umzugehen hat. Nicht den ganzen Kanister ins Erdreich leeren. Und da wäre wichtig, dass man speziell an die Eigenverantwortung der privaten Nutzer appelliert. Und sagt: Gut, geht vernünftig damit um, schaut auf unser Grundwasser, schaut auf unsere Gesundheit und verwendet es nicht wie ein völlig problemloses Mittel.

Udo Landbauer im neuwal Barometer


Helga Krismer (GRÜNE)
Glyphosat ist das am meisten verwendetste und schrecklichste Dreckszeug Pestizid, dass es überhaupt gibt. Und daher würde ich meinen, im größten Agrarland Österreichs, das ist Niederösterreich: Gehen wir mutig voran und trauen uns ‚Nein zu Glyphosat‘ zu sagen.

Helga Krismer im neuwal Barometer


Indra Collini (NEOS)
Wir setzen uns dafür ein, dass der Gebrauch in den Kommunen eingeschränkt wird. Und aus dem Privatbereich wollen wir das Glyphosat total verbannen. Warum? Weil gerade in diesem Privatbereich kann man eine sichere Handhabe nicht ausreichend garantieren. Was uns immer wichtig war, war, dass diese Debatte evidenzbasiert geführt wird. Und aus unserer Sicht ist ein Totalverbot momentan nicht möglich. Warum ist das so? Weil die ÖBB derzeit ein sehr großer Nutzer von Glyphosat ist und die Bahntrassen frei von Unkraut hält. Und das ist natürlich ein Sicherheitsthema. Es wurden Alternativen geprüft aber noch kein praktikabler Ersatz gefunden. Was uns auch wichtig ist, dass wir weiterhin daran arbeiten, dass grundsätzlich in Europa und Österreich weniger Pestizide eingesetzt werden.

Indra Collini im neuwal Barometer


Mit der neuwal Elefantenrunde – einem politischen Kartenspiel mit verdeckten Rollen – bringt neuwal Parteien, Politik und Positionen spielerisch näher. Im PopUpPolitik Workshop machen wir dich fit für die bevorstehende Wahl. Zur Sache geht es in den Politiker-Diskussionsrunden, wo du Politiker direkt mit deinen Fragen und Themen konfrontieren kannst.
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Mit dem neuwal Barometer hast du nun fünf Möglichkeiten dein politisches Wissen zu stärken und dich fit für die Wahl zu machen:

  1. Informiere dich!
    Schau Dir Kandidaten, Positionen und Barometer-Bewertungen an.
  2. Mach deinen eigenen Faktencheck
    Finde heraus, wie viel du über die Partei und den Kandidaten weißt.
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    Die neuwal Elefantenrunde – das Barometer-Kartenspiel! (ab 10.01.2018)
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Ziel
Ziel ist es, die unterschiedlichen Positionen zu aktuellen politischen Themen der Parteien systemisch mit Hilfe einer Skala sichtbar zu machen, damit Sichtweisen und Unterschiede besser verstanden und verglichen werden können. Das Motto dabei lautet: Making politics a better place.

Kollaborativ
Bei der Fragenausarbeitung arbeitet neuwal eng mit JournalistInnen sowie WählerInnen und Wählern zusammen, damit einen Barometer-Fragen- und Thesenkatalog publiziert wird, der möglichst nahe an den relevanten Themen liegt.

Transparenz
Das neuwal Barometer zeigt alle Positionen und Werte der Parteien im direkten Vergleich an um sich selbst ein möglichst breites Bild über eine eigene Positionsentscheidung machen zu können.

Voting Indicator Tool
UserInnen können sich über das neuwal Barometer-Tool in die Rolle „ihrer“ jeweiligen PolitikerInnen und Parteien versetzen. Sie erfahren in einem zweistufigen Verfahren nicht nur ob Sie „ihren“ Kandidaten richtig einschätzen können sondern auch, welche(r) KandidatIn Ihnen am nächsten steht.

 

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Digitaler und Politischer Entrepreneur - Der Weg zur Politischen Bildung führt bei neuwal über Onlinejournalismus und neuen Formaten. Ich liebe Digital, Medien, Politik und lebe den Digital Mindshift. Am liebsten setze ich für Medienunternehmen strategisch und operativ neue Formate und digitale Produkte um. 9 Jahre Führungspositionen im Bereich Global Digital Strategy in internationalen Konzernen - seit einigen Jahren selbständig in den Bereichen Digitale Transformation, Digitale Strategie, Media Strategy, Digitales Marketing, Innovation, Web-Technologie. Nebenbei Bike and Yoga. Making journalism and politics a better place.