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neuwal hat die fünf landesweit kandidierenden Spitzenkandidaten von ÖVP, SPÖ, FPÖ, GRÜNEN und NEOS mit den selben 15 Thesen und Fragen im neuwal Barometer zur Niederösterreich-Wahl konfrontiert und die Antworten in kurzen Videocasts aufgenommen. Die Aufgabe der Kandidaten war es, sich am neuwal Barometer von 1 (stimme nicht zu) bis 10 (stimme zu) zu positionieren und mit einem kurzen Statement zu argumentieren. neuwal macht das, um dir Kandidaten mit ihren Positionen vorzustellen, diese untereinander vergleichbar zu machen und um dir bei deiner Wahlentscheidung weiterzuhelfen. Positioniere dich selbst am Barometer und finde heraus, wer ‚deine‘ Partei ist.

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Frage 3: Eine starke gemeinsame EU im Hinblick Blick auf ‚Vereinigte Staaten von Europa‘ ist gut für Österreich.

Frage bzw. These Nr. 3 dreht sich diesmal um die Entwicklung der Europäischen Union. neuwal wollte von den Kandidaten wissen, wie sie sich zu einem möglichen Zukunftsmodell, den ‚Vereinigten Staaten von Europa‘ positionieren. Im Gegensatz dazu steht das nationalstaatliche Prinzip. Dazwischen liegt das Subsidiaritätsprinzip, bei dem zwar große Angelegenheiten auf Europaebene und fürs Land wichtige Details auf eigener Bundesebene geregelt werden können.

  

Die Positionen und Argumente im Detail

Johanna Mikl-Leitner (ÖVP)
10 Punkte für ein starkes Europa aber nicht für ‚Vereinigte Staaten Europas‘. Mir ist es wichtig, klar zu erkennen, dass die internationale Wettbewerbsfähigkeit nur dann garantiert werden kann, wenn es ein starkes gemeinsames Europa gibt. Wenn sich vor allem die Europäische Union um die großen Dinge kümmert und die kleinen Dinge vor allem in den Regionen gelöst werden. Ein starkes Europa kann es nur dann geben, wenn es starke Regionen gibt, wenn die Europäische Union direkt in den Regionen gelebt wird, spürbar und fühlbar ist.

Johanna Mikl-Leitner im neuwal Barometer


Franz Schnabl (SPÖ)
Dem stimme ich zu, weil die Europäische Union insgesamt eine Chance für die Menschen in Europa ist. In einer Welt, die immer größer wird und immer näher trotzdem zusammenwächst. In einer Welt, in der die Gewichte anders verteilt werden, weil das Zentrum und die Zukunft einer dynamischen Entwicklung, jetzt im Westen Amerikas und insgesamt im Fernen Osten, in China sich abspielt. Setzt voraus, dass auch die Europäischen Staaten und die Menschen in Europa Gewicht haben durch einen großen einheitlichen Markt aber vor allem auch durch einheitliche Perspektiven, Möglichkeiten und Chancen. Ich glaube, dass die Europäische Union dann stark sein wird, wenn sie ganz massiv auf das Subsidiaritätsprinzip setzt. Das heißt, Dinge, die europaweit von Bedeutung sind auf europäischer Ebene regelt. Dinge, die aber in den Regionen besser zu regeln sind auch tatsächlich in den Regionen regelt.

Franz Schnabl im neuwal Barometer


Udo Landbauer (FPÖ)
Das muss ich recht weit unten ansiedeln, weil der Begriff ‚Vereinigte Staaten von Europa‘ drinnen steckt. Wir haben immer ganz klar gesagt, da sind wir ganz entschieden gegen eine Zentralisierung. Der Superstaat-EU nach dem Beispiel der USA ist natürlich nicht das, was wir wollen, weil wir ein starkes Europa der Nationen haben wollen, wo auch die Staaten selbst ihre wesentlichen Aufgaben selbst regeln können. Da hat man auch gesehen, dass die EU bei den Bereichen, die ihnen übertragen werden in den letzten Jahren kläglich versagt hat. Da ist nur das Beispiel der gemeinsamen Schengen-Außengrenze und diese zu sichern. Da hat man gesehen – speziell im Jahr 2015 -, dass dieses Konzept, das der EU zentral übergeben wäre schlicht nicht funktioniert hat. Da hat man die Grenzsicherung nicht konkret umgesetzt und hat dann andere Staaten, die die Grenzsicherung durchgeführt haben – wie Ungarn zum Beispiel – auch noch geknüppelt. Und da sieht man, dass das nicht funktionieren kann.

Udo Landbauer im neuwal Barometer

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Helga Krismer (GRÜNE)
Deshalb eine 10, weil wir angesichts der Fragen, Notwendigkeiten und Herausforderungen eine starke Europäische Union brauchen und nicht das Kleinkarierte der Nationalstaaten, wo alle rechten Parteien wieder Europa gerne zurückgedrängt wissen wollten. Daher: Starkes Europa, weniger Rechte auch für diesen Rat, sondern ein starkes Parlament, das von den Menschen gewählt wird.

Helga Krismer im neuwal Barometer


Indra Collini (NEOS)
Da stimme ich voll und ganz zu. Weil Österreich hat vom EU-Beitritt einfach massiv profitiert. Einerseits wirtschaftlich und aber auch gesellschaftlich. Und gerade für ein kleines Land, wie es Österreich ist, ist es ganz, ganz wichtig, dass wir ein Sprachrohr haben. Und das ist die EU für uns. Aber natürlich gibt es auf EU-Ebene noch viel zu tun. Wir NEOS sin der Meinung: Wer die EU liebt, der kritisiert sie auch. Und da müssen wir schon noch einiges kurbeln. Und für uns ist auch ganz klar, dass natürlich die Entscheidungen dort getroffen werden sollen, wo sie am besten getroffen werden können. Sprich, das Subsidiaritätsprinzip ist für uns schon ein ganz, ganz wichtiges.

Indra Collini im neuwal Barometer


Mit der neuwal Elefantenrunde – einem politischen Kartenspiel mit verdeckten Rollen – bringt neuwal Parteien, Politik und Positionen spielerisch näher. Im PopUpPolitik Workshop machen wir dich fit für die bevorstehende Wahl. Zur Sache geht es in den Politiker-Diskussionsrunden, wo du Politiker direkt mit deinen Fragen und Themen konfrontieren kannst.
Unser Angebot: Du kannst dich jetzt für PopUpPolitik und die Elefantenrunde in Niederösterreich kostenlos anmelden.

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Mit dem neuwal Barometer hast du nun fünf Möglichkeiten dein politisches Wissen zu stärken und dich fit für die Wahl zu machen:

  1. Informiere dich!
    Schau Dir Kandidaten, Positionen und Barometer-Bewertungen an.
  2. Mach deinen eigenen Faktencheck
    Finde heraus, wie viel du über die Partei und den Kandidaten weißt.
  3. Finde deinen Kandidaten
    Deine Wahlentscheidungshilfe: finde heraus, wer deine (wählbare) Partei ist.
  4. Politik spielerisch lernen!
    Diesmal gibt es zwei Spielmöglichkeiten zum Downloaden und für Workshops:
    Die neuwal Elefantenrunde – das Barometer-Kartenspiel! (ab 10.01.2018)
    Wert hat’s gesagt? (ab 14.01.2018)
  5. Komm zu einem Workshop!
    Bist Du Lehrer oder Schüler?
    Melde Dich zu einem kostenlosen neuwal PopUpPolitik-Workshop in Niederösterreich an!

 

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Ziel
Ziel ist es, die unterschiedlichen Positionen zu aktuellen politischen Themen der Parteien systemisch mit Hilfe einer Skala sichtbar zu machen, damit Sichtweisen und Unterschiede besser verstanden und verglichen werden können. Das Motto dabei lautet: Making politics a better place.

Kollaborativ
Bei der Fragenausarbeitung arbeitet neuwal eng mit JournalistInnen sowie WählerInnen und Wählern zusammen, damit einen Barometer-Fragen- und Thesenkatalog publiziert wird, der möglichst nahe an den relevanten Themen liegt.

Transparenz
Das neuwal Barometer zeigt alle Positionen und Werte der Parteien im direkten Vergleich an um sich selbst ein möglichst breites Bild über eine eigene Positionsentscheidung machen zu können.

Voting Indicator Tool
UserInnen können sich über das neuwal Barometer-Tool in die Rolle „ihrer“ jeweiligen PolitikerInnen und Parteien versetzen. Sie erfahren in einem zweistufigen Verfahren nicht nur ob Sie „ihren“ Kandidaten richtig einschätzen können sondern auch, welche(r) KandidatIn Ihnen am nächsten steht.

 

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Der Weg zur Politischen Bildung führt bei neuwal über Onlinejournalismus und neuen Formaten. Ich liebe Digital, Medien, Politik und lebe den Digital Mindshift. Am liebsten setze ich für Medienunternehmen strategisch und operativ neue Formate und digitale Produkte um. 9 Jahre Führungspositionen im Bereich Global Digital Strategy in internationalen Konzernen, sieben Jahre selbständig in den Bereichen Digitale Transformation, Digitale Strategie, Journalismus und Medien Strategien, Digitales Marketing, Innovation, Web-Technologie. Nebenbei Bike and Yoga. Making journalism and politics a better place. Seit April 2018 bei der Rechercheplattform addendum.org.