Update: 04.11.2017, 13:20

Spätestens am 9. November 2017 wissen wir, wer definitiv in den Nationalrat einziehen wird. Ich habe mich gefragt, was sich im Vergleich zur letzten Legislaturperiode verändert hat und – ganz besonders – wie das zahlenmäßige Gleichgewicht zwischen männlichen und weiblichen Abgeordneten denn aussieht.

Insgesamt stehen 183 Mandate zur Verfügung. Diese werden auf fünf Parteien auf Basis vom Wahlergebnis auf fünf Parteien aufgeteilt: SPÖ, ÖVP, FPÖ, NEOS und PILZ. Die Grünen sowie das Team Stronach sind nicht mehr dabei. Ebenso sind (noch) keine ‚Wilden Abgeordneten‘ vertreten – im Laufe der letzten Legislaturperiode haben sich die sich letztlich 14 davon gebildet. Von den 183 neuen Mandaten fallen 62 auf die ÖVP, 52 auf SPÖ und 51 auf die FPÖ. NEOS erhalten 10 und die Liste PILZ steht bei 8 Mandaten. Basierend auf den „Best Guesses“ von Martin Thür – wer denn im neuen Nationalrat sitzen könnte – lässt sich folgendes berechnen:

  • 122 der 183 Abgeordnete sind männlich und 61 sind weiblich.
  • Das entspricht einer Aufteilung von zwei Drittel (66.6 %) zu einem Drittel (33.3 %).
  • Im Vergleich zur letzten Legislaturperiode ist der männliche Anteil an Abgeordneten um 4 gesunken und der Anteil der weiblichen Abgeordneten um 4 gestiegen.
  • Bei jeder Fraktion gibt es im Abgeordnetenverhältnis einen ganz, ganz leichten Shift zu mehr weiblichen Abgeordneten.

Eine Gesamtübersicht habe ich in diesem Google Sheet zusammengefasst:

  • Die Liste PILZ verteilt ihre acht Abgeordnete nach dem Rücktritt von Peter Pilz auf 4 männliche und 4 weibl. und liegt bei 50:50 Prozent.
  • Die SPÖ verzeichnet das stärkste Gleichgewicht zwischen männl. (29) und weibl. (23) Abgeordneten. Der Wert liegt bei 56:44 Prozent. In der letzten Legislaturperiode lag dieser Wert bei 65:35 %.
  • Bei den NEOS gibt es 6 männl. und 4 weibl. Abgeordnete. Das Gleichgewicht liegt bei 60:40 Prozent – in der letzten Legislaturperiode lag der Wert bei 75:25.
  • Die ÖVP schickt 43 männliche und 19 weibliche Abgeordnete ins Parlament. Die Verteilung liegt bei 69:31 Prozent.
  • Die FPÖ weißt derzeit das stärkste Ungleichgewicht auf: Knapp vier Fünftel (78 %) der Abgeordneten sind männlich. Neben den männlichen 40 Abgeordneten wird die FPÖ im Parlament von 11 weibl. Abgeordneten (22 %)vertreten.