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Der neuwal podwal ist ein Wahlumfragen- und Analyse-Podcast. Wir möchten über Wahlumfragen reden, diese analysieren und Hintergründe beleuchten um so mehr Transparenz bei Wahlumfragen zu generieren.

In der dritten Ausgabe vom 16.06.2017 geht es gemeinsam mit Christina Matzka (Meinungsforscherin) und Dieter Zirnig (neuwal.com) um folgende Themen:

1. Reflexion: Wahlen und Wahlumfragen in England
2. Sprunghaftigkeit der Wählerschaft
3. Liste Kurz vs. ÖVP
4. Juni-Vakuum
5. Und was ist mit den GRÜNEN und NEOS? Und einer möglichen Nachfolgepartei vom Team Stronach?

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neuwal podwal Nr. 3

DIETER ZIRNIG

Christina, es waren in der Vorwoche Wahlen in England. Und da hat es diese YouGov-Umfrage gegeben, die ganz knapp dran war am Ergebnis. Wie ist denn da Deine Sicht der Dinge?

CHRISTINA MATZKA

Also aus England können die Meinungsforscher folgendes mitnehmen. Eines vorweg: Die Meinungsforscher waren wieder einmal die Verlierer dieser Wahl bis eben auf diese eine zitierter YouGov-Umfrage, die noch am nächsten dran war und das tatsächliche Ergebnis von 42 % für die Tories und 40 % für Labour noch am ehesten prognostiziert hat – mit exakt 42 % für die Tories und Theresa May und 38 % für Labour. Alle anderen Umfragen haben diese Aufholjagd von Labour absolut unterschätzt. Und da komme ich eigentlich auch schon zum Thema: Zur Volatilität oder zur Sprunghaftigkeit der Wählerschaft in ganz Europa, eigentlich Weltweit und letztendlich auch in Österreich.

DIETER ZIRNIG

Genau, letztendlich auch in Österreich. Und da hat es jetzt seit dem Mai, seit dem politischen Wandel, die unterschiedlichsten Wahlumfragen gegeben. Das heißt, eine spannende Zeit. Je nach dem welches Zeitfenster die Umfragen getroffen haben hat es andere Umfrageergebnisse gegeben. Das ist ja diese Sprunghaftigkeit. Wie gehst Du da als Meinungsforscherin damit um?

CHRISTINA MATZKA

Also ich glaube, die Meinungsforschung und auch die Medien, die dann die Umfragen letztendlich publizieren müssen die Umfragen viel mehr noch als das sehen, was sie sind: Nämlich wirkliche Momentaufnahmen, die zum Zeitpunkt der Erhebung und dann zum Zeitpunkt der Publikation Gültigkeit haben, die aber als Prognose, wie eine Wahl ausgehen wird, immer weniger taugen – je weiter sie vom Wahltermin weg sind natürlich noch umso weniger.

Weil die Wählerinnen und Wähler entscheiden auf Basis von Aktionen und Reaktionen von anderen politischen Teilnehmern, die gerade jetzt passieren. Zuerst tritt Reinhold Mitterlehner zurück. Dann wird gesagt Wolfgang Brandstetter wird Vizekanzler. Dann zieht sich Sebastian Kurz, dann wird er ausgestattet als mächtigster ÖVP-Obmann, den Österreich je gesehen hatte. Dann tritt Eva Glawischnig zurück, etc. Unter diesen Aspekten sagt jeder, der zu seinem Wahlverhalten befragt wird, was er gerade momentan fühlt und warum er gerade momentan so entscheidet. Und das kann durch eine Information, die er am nächsten Tag bekommt wieder anders aussehen. Und das zeigt diese Sprunghaftigkeit der Wählerschaft. Jetzt befinden wir uns schon in einer Phase danach. Der Mai ist ja – Gott sein Dank möchte ich heuer fast sagen – vorbei. Es ist ein bisschen Ruhe eingekehrt in die politische Landschaft. Jetzt geht es darum, sich zu konsolidieren, damit die Wählerinnen und Wähler sich schlussendlich jetzt wirklich orientieren können und dann wissen, wer steht wofür und was kaufe ich, wenn ich mein Kreuzerl bei ÖVP, SPÖ oder FPÖ oder GRÜNE oder auch NEOS mache.

DIETER ZIRNIG

Der Mai war ja wirklich spannend. Also, es hat fast täglich eine Pressekonferenz gegeben. Aber etwas, was sich seit April schon verändert hat, das ist die Spitze bei den Sonntagsfragen. Das heißt, zu vor hat es jetzt wirklich jahrelang die FPÖ jeweils nach vorne geschafft. Und jetzt, zum ersten Mal eben – seit langer Zeit, fünf, sechs Jahren – wieder die ÖVP voran. Und zwar wirklich mit Respektabstand…

CHRISTINA MATZKA

Mehr oder weniger…

DIETER ZIRNIG

…zum zweitplatzierten FPÖ oder SPÖ. Wie lange wird dieser Vorsprung jetzt halten? Ist das jetzt ein Willkommensbonus?

CHRISTINA MATZKA

Ich denke, dass das, was die ÖVP von Sebastian Kurz sich erhofft hat in einem ersten Schritt mal aufgegangen ist. Sebastian Kurz, der ja kurzerhand auch den Namen der ÖVP geändert hat in ‚Liste Sebastian Kurz – die neue ÖVP’… Ich möchte fast sagen, da hat er sich ein bisschen was von Emmanuel Macron aus Frankreich und seiner Bewegung En Marche abgeschaut. Das ist auf den ersten Blick einmal aufgegangen.

Also, Sebastian Kurz als Zugpferd – das funktioniert. Jetzt wird es interessant. Und da komme ich auch wieder darauf zurück, dass wir uns jetzt bereits in einer Konsolidierungsphase befinden: Was kauft man im Säckchen Sebastian Kurz? Wofür steht Sebastian Kurz? Er hat sich eigentlich – wenn man das beobachtet hat – relativ lange zurückgehalten, was seine konkreten Vorhaben betrifft. Er ist zuerst einmal mit dem Thema Steuersenkung – natürlich ein sehr, sehr populäres Thema… Das war eines seiner ersten Wortmeldung nach seiner Inthronisierung als neuer designierter Parteiobmann. Sonst wird sein Thema im Wahlkampf sein: Flüchtlinge – da hat er schon eigentlich gezeigt, dass das also sozusagen sein Atout im Ärmel sein wird.

Dass er da versucht, der bessere Strache zu sein, der das mit weniger populistischen Methoden versucht vielleicht umzusetzen. Aber im ersten Schritt ist es einmal aufgegangen und die ÖVP hat sich eigentlich seit Sebastian Kurz angetreten ist stabil am ersten Platz wiedergefunden. Interessant ist aber, dass der zweite Platz meistens von der SPÖ besetzt wird. Aber nicht in allen Umfragen.

DIETER ZIRNIG

Aber nicht in allen Umfragen. Und da gibt es wirklich zwei unterschiedliche Lager. Wenn ich jetzt einen Blick auf diese Umfragenübersicht auf neuwal.com werfe, dann ist so die aktuelle Reihenfolge ÖVP-SPÖ-FPÖ. SPÖ, FPÖ annähernd gleich auf. Der Vorsprung zwischen ÖVP und SPÖ ist so bei fünf bis acht Prozentpunkten. Jetzt gibt es aber zwei Umfragen von ÖSTERREICH, wo es genau anders ist: Da liegt die ÖVP voran, dann kommt die FPÖ und dann sehr weit abgeschlagen liegt die SPÖ. In der Umfrage vom 19. Mai zum Beispiel sind da gleich 15 Prozentpunkte Unterschied zwischen ÖVP und SPÖ. Wenn man sich das anschaut: Fast unwahrscheinlich oder unglaublich. Wie kann so etwas zu Stand kommen? Wie können solche großen Unterschiede zwischen Wahlumfragen – die vielleicht am selben Tag produziert worden sind – vorkommen?

CHRISTINA MATZKA

Also, bei jeder Wahlumfrage muss man sich natürlich einmal die Methode anschauen, das Sampling anschauen aber natürlich auch die Fragestellung. Und das haben wir bei den ‚Umfragen, die in ÖSTERREICH publiziert worden sind im Detail gemacht. Und hier ist glaube ich eine Sache aufgetreten, die zu einer Unterbewertung der Sozialdemokratie hier geführt hat. Und zwar ist es nur bei der ÖVP, bei der Liste Sebastian Kurz der Name Sebastian Kurz explizit genannt worden. Und zwar direkt in der Fragestellung – nicht in den Antwortmöglichkeiten. Sondern direkt in der Fragestellung. Ich glaube, die Fragestellung war: ‚Angenommen, am kommenden Sonntag wären Nationalratswahlen und die ÖVP würde mit einem Spitzenkandidaten Sebastian Kurz antreten. Wen würden Sie wählen?‘ Also, dass hier das Kreuzerl eher bei Sebastian Kurz gemacht wird ist mir schon sehr, sehr verdächtig.

DIETER ZIRNIG

Also, der Wortlaut der Fragen geht schon… Der Name ÖVP, Sebastian Kurz kommt in der eigentlichen Frage vor und das gibt einen gewissen Bias.

CHRISTINA MATZKA

Das gibt einen gewissen Bias in die Richtung. Dass dieser Bias nicht zu Lasten der FPÖ geht, sondern zu Lasten der SPÖ, der Sozialdemokraten, ist meiner Ansicht nach dadurch zu erklären, dass die Wählerschaft der FPÖ sehr stabil ist und es hier kaum Austausch gibt.

DIETER ZIRNIG

Das heißt, ein großes Qualitätskriterium wäre auch auf den Wortlaut der Fragen zu schauen.

CHRISTINA MATZKA

Definitiv, definitiv. Also, diese Fragestellung, da hat man sich etwas getraut.

DIETER ZIRNIG

Kommt das öfter vor, dass man…

CHRISTINA MATZKA

Nein. Für mich ist Sonntagsfrage eine Sonntagsfrage und die ist immer gleich. Wichtig ist natürlich, dass dann in den Antwortmöglichkeiten die korrekten Parteinamen stehen. Und wenn die ÖVP sich nun nennt Liste Sebastian Kurz – die neue ÖVP, dann sollte der Name genauso dort stehen.

DIETER ZIRNIG

Wie geht man jetzt eigentlich damit um? Das ist eine Frage, die ich fast jeden stelle. Liste Kurz – die neue ÖVP versus ÖVP. Was steht in den Wahlumfragen, was steht am Stimmzettel. Wie ist die Farbe und wie geht ihr letztendlich Meinungsforscher damit um?

CHRISTINA MATZKA

Also der Name der Partei muss auf jeden Fall korrekt dargestellt werden. Wir können auch davon ausgehen und so klug sind unsere Befragten – die so klug sind – auch die Wählerinnen und Wähler in Österreich, dass sie, wenn sie eine ÖVP wählen und hier sich vielleicht nicht wiederfinden, weil da steht ‚Liste Sebastian Kurz‘, das glaube ich nicht. Also, die kreuzen da nicht anderes an, wenn dort auch steht ‚Die neue ÖVP‘. Also, das funktioniert. Mit den Farben, die lassen wir in den Erhebungen schlicht und einfach weg. Ob es von der ÖVP klug war, auf ein – auf Twitter viel Diskutiertes – Türkis oder Hellblau sich hier zu ändern, weg von dem altgewohnten schwarz, das wage ich zu bezweifeln respektive kann ich das nicht wirklich beurteilen. Das ist für uns Umfragemacher eigentlich egal.

DIETER ZIRNIG

Aber wie fragt man jetzt: Kurz ÖVP oder KURZ Liste Sebastian Kurz, neue ÖVP.

CHRISTINA MATZKA

Man würde in einer Telefonumfrage den neuen korrekten Namen vorlesen. Ich kann mich erinnern, dass wir bei der Wahl 2013 auch öfter mit dem Team Stronach hier herumgeändert haben.

DIETER ZIRNIG

Der Mai ist jetzt vorbei und die Anzahl der Wahlumfragen wird jetzt wieder weniger. Was machen jetzt die Parteien?

CHRISTINA MATZKA

Wir befinden uns nach dem aufregenden Mai in einem Sommerloch, Juni-Vakuum, wie auch immer könnte man das so nennen. Ich denke, und das war eigentlich mein Gedanken heute früh beim Hören des Morgenjournals, dass die Regierung jetzt versuchen wird und dass auch versuchen muss, noch Arbeit zu leisten.

Das heißt: Das eine oder andere Projekt, das schon auf Schiene war – ich habe mir da ein paar rausgeschrieben: Also, die Aktion 20.000, Arbeitsplätze für die Generation 50+, Mindestlohn, etc. Aber natürlich allen voran die Bildungsreform, die – ich denke – fast ein bisschen auch zum Wahlkampf Thema werden könnte, sofern es da jetzt nicht zu einer Einigung kommt. Da wird schon jetzt mal gearbeitet werden. Das erwartet sich die Bevölkerung auch. Das heißt, jetzt in dieser Konsolidierungsphase, wo sich jeder positioniert, wird jetzt von der Regierung gearbeitet.

Ich glaube, das ist jetzt einmal die Situation. Daran werden die Wählerinnen und Wähler die Parteien dann auch messen, ob hier – von wegen wir arbeiten noch über den Sommer – das wirklich nur leere Worthülsen waren und wir jetzt voll in den Wahlkampf gehen. Spricht, dass die ÖVP auf alles Nein sagt, was SPÖ vorschlägt und umgekehrt. Da werden wir jetzt sehen, was passiert. Ich würde den Regierungsparteien raten, hier konstruktiv miteinander umzugehen und zu versuchen noch möglichst viel weiterzubringen, weil das den Wählerinnen und Wählern wirklich auf die Nerven geht, wenn das nicht passiert. Und dann in einem – wie angekündigt, hoffentlich kurzem Wahlkampf – nach dem Sommer zu sehen, wer dann die besseren Argumente hat.

DIETER ZIRNIG

Was mir auch noch aufgefallen ist: Wir reden halt immer über die drei Großpartien, Kleinparteien oder Mittelparteien. Das heißt: ÖVP, SPÖ, FPÖ. Und dieser ‚inszenierte‘ Dreikampf. Nicht vergessen auch Grüne und NEOS. Und da ist mir jetzt etwas Interessantes aufgefallen. Es hat je den Wechsel an der Grünen Spitze mit Frau Ulrike Lunacek gegeben. Es hat sich aber nicht in den Umfragen ausgewirkt. Das heißt, die Grünen sind seit dem Mai eigentlich unter zehn Prozent gefallen und auch nach dem Wechsel zu Lunacek und Felipe hat sich da nichts verändert. Wieso?

CHRISTINA MATZKA

Dafür gibt es zwei Gründe. Erstens, das braucht noch ein bisschen. Das ist noch relativ frisch. Eva Glawischnig ist zurückgetreten und sehr rasch war dann schon die Doppelspitze Ingrid Felipe aus Tirol und Ulrike Lunacek als die doch bekanntere Spitzenkandidatin fix. Ich glaube, das braucht noch ein bisschen um auch in andere Wählerschichten zu sickern. Bei der Grünen Kernwählerschicht – und das ist die, die wir in unseren Umfragen wiederfinden. Und das sind eben diese neun bis zehn Prozent, wo die Grünen derzeit liegen, wird das glaube ich sehr gut angenommen. Bei den anderen Wählern, die die Grünen hoffentlich noch erreichen können oder noch erreichen wollen um auf ihr Wahlergebnis von 2013 zumindest zu kommen muss sich diese Doppelspitze auch erst ein bisschen bewähren. Muss man erst sehen, was haben sie vor, was sagen sie? Wie können sie miteinander, etc.

Bei den NEOS sehe ich die Situation – bis auf den Wechsel natürlich – ähnlich auch da. Mathias Strolz ist sehr rührig, er nimmt viel Stellung, er ist sehr aktiv. Wahlkampf natürlich noch gar nicht, das liegt natürlich auch an geringeren Budgets, weil FPÖ-Plakate hängen ja schon, wie wir alle wissen, wenn man durch Wien fährt, sieht man die schon. Die NEOS werden aller Voraussicht es schaffen, wieder in den Nationalrat einzuziehen. Das traue ich mich mal zu sagen und liegen eigentlich stabil bei fünf bis sechs Prozent in den Umfragen.

DIETER ZIRNIG

Ein großes Fragezeichen gibt es jetzt bei den NEOS: Frau Griss, ob sie jetzt zu den NEOS kommt oder nicht. Ist natürlich auch noch ein Fakt, der da Einfluss nehmen kann.

CHRISTINA MATZKA

Ja, könnte natürlich Einfluss nehmen, weil Frau Griss natürlich durch ihre Kandidatur bei den Bundespräsidentschaftswahlen und nicht zuletzt auch durch ihre TV-Auftritte diesbezüglich Bekanntheit hat. Aber ich habe wieder gehört, dass es eher unwahrscheinlich sein wird, dass Irmgard Griss antritt.

DIETER ZIRNIG

Ja, ist eine nette Spannungssteierung – einmal so oder so. Und dann noch ein Punkt: Das Team Stronach tritt ja nicht mehr an in dieser Form. Und da habe ich jetzt in der Vorwoche gelesen, das Tassilo Wallentin für ein mögliches ‚Team für Österreich‘ antreten könnte – eine Nachfolgepartei vom Team Stronach. Jetzt einmal – ohne Details zu wissen, ohne Wahlprogramm, etc.? Wie schaut es mit den Chancen aus, wo findet sich diese Partei jetzt in diesem Spektrum jetzt ein?

CHRISTINA MATZKA

Also, ich glaube, dass es eine weitere Partei, die eher rechts der Mitte steht in Österreich im Moment nicht wirklich braucht. Dass es für so eine Partei sehr, sehr schwierig sein würde, den Einzug in den Nationalrat zu schaffen. Das war mit dem Team Stronach und dem Frank Stronach als Zugpferd und seinem ganzen Geld, dass er in diesen Wahlkampf gebuttert hat natürlich wesentlich einfacher. DAs steht jetzt keiner neuen antretenden Bewegung zur Verfügung. Darum halte ich das für sehr, sehr schwer.

DIETER ZIRNIG

Das war es für heute, kurzer Einblick in Wahlumfragen, wir hören uns bald wieder. Danke.

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Digitaler und Politischer Entrepreneur - Der Weg zur Politischen Bildung führt bei neuwal über Onlinejournalismus und neuen Formaten. Ich liebe Digital, Medien, Politik und lebe den Digital Mindshift. Am liebsten setze ich für Medienunternehmen strategisch und operativ neue Formate und digitale Produkte um. 9 Jahre Führungspositionen im Bereich Global Digital Strategy in internationalen Konzernen - seit einigen Jahren selbständig in den Bereichen Digitale Transformation, Digitale Strategie, Media Strategy, Digitales Marketing, Innovation, Web-Technologie. Nebenbei Bike and Yoga. Making journalism and politics a better place.