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neuwal hat alle zehn SpitzenkandidatInnen bei der Graz Wahl besucht und sie mit 15 Thesen und Argumenten am neuwal Barometer von 1 (stimme nicht zu) bis 10 (stimme zu) konfrontiert. In der mittlerweile schon vierten Barometer-Staffel dreht sich alles um die Grazer Gemeinderatswahl, denn am 5. Februar 2017 wird neu gewählt. neuwal war im Dezember und Jänner in Graz und hat die Kandidaten mit 15 Positionen zu unterschiedlichen Themen am neuwal Barometer konfrontiert: Sicherheit, Migration, Verkehrspolitik, Alkoholverbotszonen, Murkraftwerk oder Murgondel. neuwal hat alle KandidatInnen mit den selben 15 Thesen und Argumenten konfrontiert. (Weitere Infos zum Barometer)

weiter zum Barometer zur Graz Wahl 2017

Barometer-Position 1: Die Grazerinnen und Grazer fühlen sich in ihrer Stadt sicher

Die erste Position dreht sich ums Thema „Sicherheit“. Dabei hat neuwal die zehn Kandidatinnen und Kandidaten um ihre Position zur These „Die Grazerinnen und Grazer fühlen sich in ihrer Stadt sicher“ gebeten.

Alle Barometer-Positionen im 1-Minuten-Video

Alle Positionen und Argumente im Überblick

Alle Positionen und Argumente im Detail

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Michael Ehmann SPÖ
Dem würde ich sehr zustimmen. Natürlich gibt es aber subjektiv das Gefühl, oder dort oder da oder in unterschiedlichen Gegenden in Graz, dass es da natürlich Problemzonen gibt. Also, das darf man nicht ganz ausblenden. Aber zu einem überwiegenden Teil fühlen sich die Grazerinnen und Grazer sehr sicher. Da bin ich mir sicher.

Barometer von Michael Ehmann (SPÖ)


Siegfried Nagl ÖVP
Da stimme ich nicht ganz zu, weil es bleibt das Sicherheitsgefühl auch ein subjektives Sicherheitsgefühl. Und das, was momentan auf unserem Erdball los ist und was wir in den letzten Jahren erlebt haben macht Menschen unsicher. Aber, ich tu mein Bestes, damit wir weiter hinaufkommen.

Barometer von Siegfried Nagl (ÖVP)


Mario Eustacchio FPÖ
Das stimmt so nicht – mit einer Bewertung von 3. Warum? Weil die Kriminalität stark zugenommen hat. Weil das Empfinden der Unsicherheit im Öffentlichen Raum stark zugenommen hat und daher eine Drei.

Barometer von Mario Eustacchio (FPÖ)


Tina Wirnsberger GRÜNE
Die Grazerinnen und Grazer setzen sich für ein offenes Zusammenleben in unserer Stadt ein. Selbstverständlich ist es so, dass das subjektive Sicherheitsgefühl oft unterschiedlich ist. Aber, sie nehmen auch Fakten gut an, dass die Kriminalitätsrate durchaus… Dass wir die Kriminalitätsrate durchaus im Griff haben. Wir haben in Graz auch ein Vorzeigeprojekt, nämlich eben das Community-Policing, wo Polizei und soziale Einrichtungen gut zusammenarbeiten. Und da sind wir auf einem guten Weg.

Barometer von Tina Wirnsberger (GRÜNE)


Elke Kahr KPÖ
Da würde ich eher sagen ‚Vier‘. Dass sich ein Großteil der Bevölkerung in unserer Stadt nicht sicher fühlt. Es hat aber ganz unterschiedliche Gründe. Die Leute haben aus Sorge, weil sich sehr, sehr viel verändert in den letzten Jahren. Weil eigentlich ist es die soziale Unsicherheit – die Erfahrung mit den Menschen, mit denen ich zu tun habe – ganz, ganz stark da ist. Es gibt viele Menschen, die arbeiten sehr schwer. Der Druck auf dem Arbeitsplatz ist groß. Und wenn man sich unter dem Strich anschaut, was die Menschen dann verdienen und dem gegenüber dem Leben immer teurer wird, haben sehr, sehr viele Sorge ob der Zukunft. Und dadurch entspringt auch diese Unsicherheit, wie es weitergehen wird. Also, das ist der überwiegende Teil, was ich wahrnehme. Das ist bei älteren Menschen genauso wie bei ganz vielen Jungen. Oder auch Damen und Herren, die im Berufsleben stehen. Der Anteil, die sich unsicher fühlen, weil sehr viele Fremde in unserer Stadt sind ist auch da, aber der hängt eigentlich immer auch mit dieser sozialen Unsicherheit zusammen.

Barometer von Elke Kahr (KPÖ)


Philip Pacanda PIRAT
Da hätte ich 8 gesagt. Und weil ich der Meinung bin, dass Graz auch eine sichere Stadt ist. Und einerseits auch sicher zu wenig Polizei vorhanden ist. Und deswegen auch eine Forderung von uns, die Ordnungswache abzuschaffen und mehr Polizeikräfte in Graz zu haben. Aber, zusammenfassend ist Graz eine sichere Stadt.

Barometer von Philip Pacanda (PIRAT)


Tatjana Petrovic
Zwischen sieben und acht schätze ich einmal. Obwohl ich mit diesen Fragen – Schwarz-Weiß – nicht viel anfangen kann. Es hängt immer davon an, mit wem Sie gerade reden. Denn eine Gruppierung fühlt sich total sicher und die anderen fühlen sich eher unsicher. Das heißt, diese schwarz-weiße Weltweise ist mir persönlich fremd.

Nachfrage: Wer fühlt sich unsicher?

Unsicher fühlen sich Menschen, die mit Griesplatz zu wenig zu tun haben. Die ihre Informationen aus der Zeitung vielleicht holen. Wo oft steht, Beispiel ‚Messerstecherei am Griesplatz‘. Das ist aufgeputscht. Und dann eben die Leute, die nicht da sind, die ziehen ihre Informationen aus dem, was die gelesen haben. Auf der anderen Seite wieder, die Menschen, die da leben, fühlen sich sicher. Weil die kennen das von einer anderen Position. Deswegen ist es sehr schwierig, so zu antworten.

Barometer von Tatjana Petrovic


Gerhard Mariacher WIR
Die Grazer fühlen sich in weiten Bereichen unsicher. Dies ist auf Grund der Flüchtlingsbewegung noch aus dem Jahr 2015 herrührend.

Barometer von Gerhard Mariacher (WIR)


Niko Swatek NEOS
Wir Grazer fühlen uns sicher. Die Polizei leistet gute Arbeit. Was wir in meinen Augen aber nicht brauchen sind die Hilfs-Sherifs von der Ordnungswache. Die tragen zur objektiven Sicherheit in Graz nichts bei. Stattdessen bräuchte es mehr Polizei auf der Straße.

Barometer von Niko Swatek (NEOS)


Rainer Maichin Einsparkraftwerk
Das größte Problem bei uns ist die Unsicherheit. Aber ich stimme auch dem zu, dass es in Graz sehr sicher ist im Vergleich zu anderen Städten.

Barometer von Rainer Maichin (EINSPARKRAFTWERK)



Idee und Umsetzung: Dieter Zirnig
Aufnahme: Dezember 2016 und Januar 2017
Eine neuwal.com Eigenproduktion (c) 2017

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Der Weg zur politischen Bildung führt bei neuwal über Onlinejournalismus und neuen Formaten. Ich liebe Digital, Medien, Politik und lebe den Digital Mindshift. Am liebsten setze ich für Medienunternehmen strategisch und operativ neue Formate und digitale Produkte um. 8 Jahre Führungspositionen im Bereich Global Digital Strategy in internationalen Konzernen - seit einigen Jahren selbständig in den Bereichen Digitale Transformation, Digitale Strategie, Media Strategy, Digitales Marketing, Innovation und Web-Technologie. Nebenbei Bike and Yoga. Making journalism and politics a better place.