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Transkript vom Gespräch zwischen Florian Klenk (Falter) und Corinna Milborn (PULS 4) in ‚Wie jetzt? PULS 4 fragt nach‘ vom 9. Oktober 2016.

Sonntag, 9. Oktober 2016
ORF
Transkriptstatus: Montag, 10. Oktober 2016
Quelle: PULS 4
Bildquelle: puls4.com (Screenshot)

Die Idee hinter dem Transkript ist, ein gesprochenes TV-Interview auch in einem zusätzlichen Kanal – und zwar in Textform – zur Verfügung zu stellen. Oft ergeben sich beim Lesen andere und klarere Zusammenhänge. Strukturen werden erkannt und eigentliche Botschaften, Textbausteine werden noch klarer und können weiter recherchiert werden. Wir möchten Politik, politische Ideen und Veränderung und den Weg in ein neues, offenes und mitgestaltbares politisches Zeitalter unterstützen. Und dem Gesagten mit dem Transkript einen ernstzunehmenden anderen Zugang sowie eine möglichst breite Reflexion bieten. Danke an die ModeratorInnen und die TV-Anstalten, dass Interviews transkribiert werden können.

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Corinna Milborn (PULS 4): Schönen Guten Abend auch von mir. Es gibt immer noch Riesenaufregung rund um den Verfassungsgerichtshof. Nun entschuldigt sich ein Richter bei seinen Kollegen, es gibt eine Klage der FPÖ und es ist immer noch nicht klar, ob es genau richtig war, dass der VfGH die Bundespräsidentschaftswahl aufgehoben hat. Kurz gesagt: Es kennt sich niemand mehr so richtig aus. Und dazu haben wir heute Florian Klenk, Chefredakteur des Falter, bei uns. Bei ihm in der Zeitung hat sich einiges dieser Kontroverse abgespielt. Und wir erklären jetzt mal Schritt für Schritt durch: Was passiert da rund um den Verfassungsgerichtshof. Und ist er tatsächlich unantastbar oder soll man darüber diskutieren? Beginnen wir mal mit der Wahlaufhebung. Das ist gekommen, da war ja… zuerst einmal haben ja alle gesagt: Ja ganz klar, der VfGH hat recht. Da hat es wenig Kritik gegeben an diesem Tag.

Florian Klenk: Ja, das war der 1. Juli [2016], ein heißer Sommertag. Die Richter stehen dort. Das erste Mal sieht die Öffentlichkeit ein Höchstgericht in Aktion, der Präsident, dem Hermelin, und er sagt: ‚Heute ist der Sieger der Rechtsstaat. Es gibt keinen Verlierer.‘ Und wir Journalisten sind dort gesessen und haben sehr schnell dieses Urteil mitgeschrieben, man hat es live gesehen. Und wir haben eigentlich nur eine Presseaussendung bekommen. So eine einseitige, zweiseitige Zusammenfassung der Entscheidung. Und der Tenor fast aller Kollegen dort war: Das ist eine richtige Entscheidung. Weil nämlich die Möglichkeit besteht, dass ein Wahlergebnis manipuliert wurde.

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Der Weg zur politischen Bildung führt bei neuwal über Onlinejournalismus und neuen Formaten. Ich liebe Digital, Medien, Politik und lebe den Digital Mindshift. Am liebsten setze ich für Medienunternehmen strategisch und operativ neue Formate und digitale Produkte um. 8 Jahre Führungspositionen im Bereich Global Digital Strategy in internationalen Konzernen - seit einigen Jahren selbständig in den Bereichen Digitale Transformation, Digitale Strategie, Media Strategy, Digitales Marketing, Innovation und Web-Technologie. Nebenbei Bike and Yoga. Making journalism and politics a better place.