El (Elfriede) Awadalla hat in einer Pressekonferenz am 29. Jänner ihre Kandidatur zur Bundespräsidentschaft angekündigt. Sie wird als unabhängige Kandidatin aus dem linken Spektrum versuchen, bis Ende März 6.000 Unterstützungerklärungen zu sammeln. Diese sind für eine Kandidatur bei der Wahl im April notwendig. Nach der Pressekonferenz hat Dieter Zirnig El Awadalla die neuwal Fragen gestellt, mit denen alle bis jetzt weniger bekannten KandidatInnen konfrontiert werden.

Bildquelle: Dieter Zirnig (neuwal.com)

 

Ein PopUpStore für neuwal: Unterstütze den LANGEN TAG DER POLITIK zur Bundespräsidentenwahl 2016

Der LANGE TAG DER POLITIK zur Bundespräsidentenwahl 2016 mit einem PopUpNeuwal Store in Wien vom 21. März bis 22. Mai.
Für Schulen und Organisationen: SchülerInnen, Lehrlinge, ErstwählerInnen, MitarbeiterInnen und Zivilgesellschaft.
Für Workshops unter Tags und Diskurs, Analysen, Public Viewing am Abend.

1081402_10153851274256584_1510442196_n ltdp-promo getready-promo respektnet

Und dazu bitten wir um Ihre Mithilfe!

bmf
kappernetgo-governance_logo meinparlament zentrumpolis

El(friede) Awadalla
El (Elfriede) Awadalla (1956, Nickelsdorf) ist eine österreichische Schriftstellerin, besonders bekannt für ihre Dialektliteratur.

Bei der Landtags- und Gemeinderatswahl in Wien 2015 kandidierte sie für Wien anders. Für die Bundespräsidentenwahl in Österreich 2016 sammelt Awadalla Unterstützungserklärungen und möchte sich durch ihr Engagement im Sozialbereich von den anderen Kandidaten abheben. Sie tritt für ein bedingungsloses Grundeinkommen von 1500 Euro für alle ein.

Quelle: wikipedia.org

 

Dieter Zirnig (neuwal): Frau El Awadalla, ich habe gehört, Sie möchten für das Amt des Bundespräsidenten kandidieren. Darf ich Sie bitten, sich in wirklich wenigen Worte kurz vorzustellen.

El Awadalla (unbahängige BP-Kandidatin): El Awadalla, Autorin, Lohnverrechnerin. Immer politisch aktiv, zum Beispiel mit Widerstandslesungen gegen Schwarz-Blau, verschiedene Sozialinitiativen. Feministisch.

Was ist die Motivation, dass Sie für das Amt des Bundespräsidenten kandidieren möchten?

Weil ich glaube, dass es einmal notwendig ist, dass wer aus der Basis von den normalen Leuten und nicht immer aus den hohen Ämter kandidiert. Die schon dort sitzen, wo sie schon überhaupt keinen Bezug mehr zu den normalen Leuten haben.

Waren Sie politisch tätig?

Ja, immer. Hauptsächlich wirklich so – will soll ich sagen – in freien Initiativen wie eben die von mir selber organisierten Widerstandslesungen oder in verschiedenen Sozialprojekten war ich immer aktiv.

Auch bei einer Partei?

Ja, ich war einmal bei der KPÖ. Das ist aber… Ich bin 1990 ausgetreten. Das ist schon lange her.

Wenn Sie sich auf einer Skala von 1 (rechts) bis 10 (links) ihr politisches Spektrum einreihen möchten. Wo befinden Sie sich da?

Bei 7 bis 8.

Was reizt Sie an der Bundespräsidentschaft?

Das man gehört wird. Weil wenn ich als Bundespräsidentin etwas sage, dann hören mir die Leute zu.

Wobei sollen Ihnen die Leute zuhören? Was sind Ihre Ideen?

Einsatz für Soziales, für Neutralität, für Frieden, für Menschenrechte, für Kleinkunst, für egalitäres Leben – also für emanzipatorisches Leben. Ein Leben für alle gleich und möglichst ohne Armut. Was heißt möglichst – ohne Armut.

Welche der Kompetenzen des Bundespräsidenten würde Ihnen beim Erreichen Ihrer Ziele am meisten weiterhelfen?

Was sind jetzt die Kompetenzen? Was heißt das jetzt?

Der Bundespräsident hat ja gewisse Aufgaben, Funktionen, Rollen…

Ach so ist das gemeint. Ich glaube das Kommunikatorische.

Welche Aufgaben vom Bundespräsidenten kommen Ihnen am meisten entgegen?

Gehört zu werden, mit Leuten zu reden, Kontakte knüpfen und pflegen.

Was ist Ihrer Meinung nach die größte Stärke von einem Bundespräsidenten oder einer Bundespräsidentin?

Kommunizieren.

Eine Aufgabe vom Bundespräsidenten ist es ja auch, Ehrenzeichen zu verleihen. Wem würden Sie jetzt als allererstes jetzt ein Ehrenzeichen verleihen?

Da müsste ich jetzt nachdenken. Das wäre sicher niemand aus der großen Politik und sicher niemand aus der Seitenblicke-Kultur. Aber, konkrete Person… Vielleicht der Ute Bock.

Über welche Unterstützung bei Ihrer Kandidatur würden Sie sich am meisten freuen?

Personen, oder? Ja, über alles, was – sagen wir einmal – aus dem umweltschützerischen, emanzipatorischen, feministischen, linken Kontext kommt.

Mit welcher Strategie möchten Sie die 6.000 Unterstützungshürde schaffen?

Ja mit meinen UnterstützerInnen. Es wird ein UnterstützerInnen-Komitee nächste Woche bekannt gegeben. Das ist gerade am Wachsen. Und dann gibt es UnterstützerInnen-Kreise möglichst auch in allen Bundesländer. Das ist auch gerade am Wachsen. Und ich möchte mich selber wirklich hinstellen – in jedes Bundesland mindestens einmal oder zweimal -, vor das Eintragungslokal, und sagen: Bitte liebe Leute, hier stehe ich selber.

Haben Sie einen Wahlslogan?

Habe ich noch nicht.

Welcher derzeitige aktive Politiker oder welche derzeitige aktive Politikerin schätzen Sie am meisten und wieso?

Fällt mir niemand ein.

Auf einer Skala von 1 (keine Zustimmung) und 10 (vollste Zustimmung): Wie ernst nehmen Sie Ihre Kandidatur?

Ernst. Na 10.

Dankeschön und alles Gute.

Danke.

The following two tabs change content below.
Der Weg zur politischen Bildung führt bei neuwal über Onlinejournalismus und neuen Formaten. Ich liebe Digital, Medien, Politik und lebe den Digital Mindshift. Am liebsten setze ich für Medienunternehmen strategisch und operativ neue Formate und digitale Produkte um. 8 Jahre Führungspositionen im Bereich Global Digital Strategy in internationalen Konzernen - seit drei Jahren selbständig. Digital Mindshift, Media Strategy, Neue Formate, Journalism, Systemic Coaching, Ideas, Traveling. Bike and Yoga. Making journalism and politics a better place.