Transkript zum Interview mit der Bundespräsidenten-Kandidatin Elfriede Awadalla (parteilos) in „Guten Abend Wien“ auf W24.

Montag, 25.01.2016, 18:25
ORF
Transkriptstatus: Montag, 25.01.2016, 19:00
Quelle: w24.at
Bildquelle: w24.at (Screenshot)

Die Idee hinter dem Transkript ist, ein gesprochenes TV-Interview auch in einem zusätzlichen Kanal – und zwar in Textform – zur Verfügung zu stellen. Oft ergeben sich beim Lesen andere und klarere Zusammenhänge. Strukturen werden erkannt und eigentliche Botschaften, Textbausteine werden noch klarer und können weiter recherchiert werden. Wir möchten Politik, politische Ideen und Veränderung und den Weg in ein neues, offenes und mitgestaltbares politisches Zeitalter unterstützen. Und dem Gesagten mit dem Transkript einen ernstzunehmenden anderen Zugang sowie eine möglichst breite Reflektion bieten. Danke an die ModeratorInnen und die TV-Anstalten, dass Interviews transkribiert werden können.

Idee, Feedback oder Fehler gefunden? Bitte an info [at] neuwal.com schicken oder via Kontakt! Danke.

Elfriede Awadalla
El (Elfriede) Awadalla (31. März 1956 in Nickelsdorf) ist eine österreichische Schriftstellerin, besonders bekannt für ihre Dialektliteratur. Bei der Landtags- und Gemeinderatswahl in Wien 2015 kandidierte sie für Wien anders. Für die Bundespräsidentenwahl in Österreich 2016 sammelt Awadalla Unterstützungserklärungen und möchte sich durch ihr Engagement im Sozialbereich von den anderen Kandidaten abheben. Sie tritt für ein bedingungsloses Grundeinkommen von 1500 Euro für alle ein.

Textquelle (gekürzt): wikipedia.org

» El Awadalla (wikipedia)
» El Awadalla (meineabgeordneten.at)

Interviews mit den BP-KandidatInnen 2016

Moderatorin (W24): Ende April ist es soweit. Dann wissen wir, wer der nächste Bundespräsident ist. Eine, die Bundespräsidentin werden möchte, ist die Autorin Elfriede Awadalla. Wir treffen sie hier im fünften Bezirk, in ihrem – wie sie selber sagt – zweiten Wohnzimmer. Frau Awadalla, Sie wollen Bundespräsidentin werden. Warum?

Elfriede Awadalla (parteilos): Ja, ich habe schon einmal die Gegenfrage gestellt: Warum nicht? Aber, ich habe einfach Themen, ich habe Leute, die hinter mir stehen, die sagen: „He super, ich will Dich unterstützen, ich will, dass Du das machst“ und eben Leute, die sagen „ich wäre jetzt gar nicht wählen gegangen, wenn Du nicht kandidieren tätest“. Und da denke ich mir, dass das schon Motivation ist. Und ich habe einfach Themen, für die ich stehe. Und das ist vor allem Soziales, gegen Rechts, International für Neutralität und eine soziale EU. Das sind meine wichtigsten Themen. Also, ich kann da jetzt stundenlang darüber reden, aber so viel Zeit haben wir wahrscheinlich nicht.

Wenn Sie sagen, Soziales ist Ihnen ein Anliegen. Welche Stichworte gibt es da? Was schwebt Ihnen da vor?

Bedingungsloses Grundeinkommen. Also Einkommen für alle. Das heißt, dass man nicht mehr in dieser Untertanen-Situation ist, dass man immer Bitten gehen muss oder dass man sich willkürlich von irgendeinem Amt behandeln lassen muss. Und für mich gilt das Bedingungslose Grundeinkommen genauso wie für die Mindestpensionistin, für den Arbeitslosen oder für den Flüchtling oder die Flüchtlingsfamilie. Und wer dann noch etwas dazu verdient – OK, dann schauen wir weiter. Aber, man würde sich durch das Bedingungslose Grundeinkommen eine ganze Menge Bürokratie ersparen. Und die betroffenen Leute täten sich eine ganze Menge Demütigungen ersparen dadurch. Und: Wir können uns das leisten.

Eine Kandidatur kostet ja auch immer sehr viel Geld. Wie stellen Sie das auf?

Durch Spenden. Spenden, Spenden, Spenden. Leute spendets. Ich habe ein Spendenkonto.

Aber Sie sind ja auch bei der Millionenshow angetreten. Ist davon noch etwas über? Fällt vielleicht etwas von dem Gewinn auch in die Kandidatur?

Da ist überhaupt nichts mehr über. Das ist elf Jahre her. Und ich habe damals mein Haus damit finanziert. Und ich habe eine Menge Geld gespendet und auch einiges mit einem Verlag – wie soll ich sagen – untergebracht. Nach dem alten Sprichwort: „Wie macht man mit einem Verlag ein kleines Vermögen?“ Man fängt mit einem großen an. Und somit gibt es das Geld einfach nicht mehr.

Sie sind schon politisch aktiv. Welche Unterstützung erwarten Sie sich da? Gibt es eine Partei, die da hinter Ihnen steht?

Naja, Partei gibt es keine derweil einmal. Vielleicht kommt da noch eine Partei, die sagt: „Juhu, wir wollen Dich jetzt unterstützen!“. Dann sage ich Danke. Aber es gibt aus – sagen wir einmal – aus dem Spektrum Links und vor allem dem Spektrum „wir sind sozial engagiert“, „Frauenbewegt“, „feministisch engagiert“ viele Leute, die mich unterstützen wollen.

The following two tabs change content below.
Der Weg zur Politischen Bildung führt bei neuwal über Onlinejournalismus und neuen Formaten. Ich liebe Digital, Medien, Politik und lebe den Digital Mindshift. Am liebsten setze ich für Medienunternehmen strategisch und operativ neue Formate und digitale Produkte um. 9 Jahre Führungspositionen im Bereich Global Digital Strategy in internationalen Konzernen, sieben Jahre selbständig in den Bereichen Digitale Transformation, Digitale Strategie, Journalismus und Medien Strategien, Digitales Marketing, Innovation, Web-Technologie. Nebenbei Bike and Yoga. Making journalism and politics a better place.