Mit Hochspannung wird die von 30.11. bis 11.12.2015 in Paris stattfindende UN-Klimakonferenz erwartet. Es steht viel auf dem Spiel, ein weiteres Scheitern kann man sich nicht mehr leisten.

Adam Pawloff von Neongreen Network verfolgt die COP21 in Paris vor Ort. Für den podwal Podcast „Klimagipfel in 60 Sekunden“ wird er uns das Konferenzgeschehen täglich näher bringen. Weiterführende Infos, Videos findet ihr zudem auf Facebook und auf Twitter unter #NEONGREENNET und #insideCOP21

 

 

 

Zurückhaltung beim Klimagipfel

Adam Pawloff im Wortlaut (Tag 2/1.12.2015)

1. Dez. 2015 ‐ Der zweite Tag der Klimaverhandlung ist geschlagen. Wahnsinnig viel zu berichten gibt es noch nicht. In dieser doch sehr frühen Phase der Klimakonferenz tauschen sich Länder und Länderblöcke zu ihren grundsätzlichen Positionen aus.
Viel Kritik an dem Prozess wurde jedenfalls aus der Zivilgesellschaft geübt. Die Verhandlungssitzungen und vor allem die sogenannten Spin-Off-Groups, wo konkret über Text verhandelt wird, sind für die Zivilgesellschaft, also die NGOs, nicht zugänglich.
Jedenfalls positiv zu beurteilen ist ein Vorschlag der sogenannten „Vulnerable Countries Form“, das sind 43 stark vom Klimawandel betroffene Länder, die sich für die Einhaltung des 1,5 Grad-Ziels einsetzen und die volle Dekarbonisierung unserer Wirtschaft bis zum Jahr 2050 fordert. Das heißt die Umstellung auf 100 % erneuerbare Energien bis 2050.
China, die USA und Indien agieren nach wie vor zurückhaltend. Es bleibt abzuwarten, wie es weitergeht.

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Adam Pawloff
Adam wurde in Großbritannien geboren und lebt seit 2004 in Wien. Er hat an der Universität Politikwissenschaft studiert und ist Experte für Klimapolitik. Seit 2008 ist Adam für NEONGREEN NETWORK aktiv, wo er seit 2009 gemeinsam mit Vereinsgründerin Angie Rattay für die Organisation der ERDgespräche verantwortlich ist. Seit 2010 arbeitet er in den Bereichen Lehre, Forschungskoordination und Green Campus am Zentrum für Globalen Wandel und Nachhaltigkeit der BOKU in Wien und ist seit 2015 Klima- und Energiesprecher bei Greenpeace Österreich.

Bildquelle: © M.P. Hempt