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WWW steht für „Wir wollen Wahlfreiheit“ und drückt damit aus, dass die Liste in Wien mehr direkte Demokratie und damit die Beteiligung des Bürgers in wichtigen Fragen des Zusammenlebens in der Stadt anstrebt. Der Bürger soll aber auch wieder zu seinem Recht kommen, weshalb wir eine gute Symbiose zwischen Demokratie und Rechtsstaat anstreben. Die Menschen sollen ihre Stadt zurückbekommen, die ihnen von Parteien, Wohnbaugenossenschaften und Interessensverbänden weggenommen wurde. Diese glauben Wien gehört ihnen und nehmen keine Rücksicht auf den Willen der Bürger und ihre Rechte. Der selbstbestimmte Bürger steht bei uns im Vordergrund und nicht die Obrigkeit oder das Parteiensystem.

Die Liste schaffte durch die Unterschrift von Team Stronach-Nationalratsabgeordneten den Einzug auf den Stimmzettel und kandidiert landesweit. Spitzenkandidat ist der Gastronom Heinz Pollischansky. Unterstützt wird er von BZÖ-Funktionären und -Politikern.

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WWW Wahlprogramm Wien 2015 (Auszug)
Wir haben die Wahlprogramme zunächste in den Kategorien Arbeit, Bildung, Jugend und Integration analysiert. In einigen Fällen sind diese Themenbereich auch in anderen Kategorien inkludiert. Daher wurden der Vollständigkeit auch weitere Kategorien aufgenommen, aus denen Inhalte entnommen werden können. Vollständige Wahlprogramme finden Sie auf den entsprechenden Partei-Webseiten.

Arbeit und Wirtschaft
Das Hauptaugenmerk muss darauf liegen, vorhandene Arbeitsplätze nicht abzubauen, sondern beizubehalten. Gerade das neue Nichtrauchergesetz wird unzählige Gastronomen in die Knie zwingen. Dabei gehen Arbeitsplätze unwiederbringlich verloren. Eine vernünftige Gesetzgebung zum Wohle der Bürger – und vor allem getragen vom Bürger – stellt hierbei nur einen Lösungsvorschlag dar. Darüber hinaus ist eine solide Bildung der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit.

Umwelt
WWW setzt sich gegen Lebendtiertransporte ein. WWW stellt auch in Frage, ob man sich in persönlichen Lebensgewohnheiten einschränken lassen soll (Rauchergesetz).

Bildung
Hier ist es wichtig, dass alle Parteien an einem Strang ziehen und erkennen, dass die Grundvoraussetzung für ein solides Fundament in der Arbeitswelt, das Beherrschen der deutschen Sprache ist. Wir wollen mit Initiativen auf nachlässige Bildungseinrichtungen aufmerksam machen und den Lehrkörper in die Pflicht nehmen. Wer die deutsche Sprache gut beherrscht, dem bieten sich auch Chancen. In der Sprache werden schließlich nicht nur Geschäfte abgewickelt, sondern auch Kultur und Werte vermittelt.

Jugend
Wien ist eine hervorragende Stadt, doch wenn es um die Möglichkeiten und Chancen für junge Menschen geht, so herrscht seit Jahren starker Nachholbedarf. Junge Menschen brauchen realisierbare Ziele und Visionen. Darüber hinaus ist es vorrangig, am Beginn der Existenzgründung, ein adäquates Einkommen und eine leistbare Wohnung in der Stadt zu finden. Daher unsere Vorschläge bezüglich gedeckelter Gemeindewohnungen oder das Startpaket für junge Wiener und Wienerinnen.

Freiwilligenarbeit ist für eine politische Partei existenziell. Vielen mangelt es jedoch an der nötigen Würdigung. Strolz könne nicht im faltenfreien weißen Hemd aus dem Fernsehgerät neoliberale Gstanzl predigen, stünde hinter ihm kein Freiwilligenheer. Gleichsam verspottet man Volontäre, indem man Kuchen anbietet und Profis fordert. Für uns ist es wichtig, dass wir keine Versprechen machen, aber dennoch klarstellen, dass sich Fleiß in einer jungen Organisation wie WWW bezahlt machen wird.

Integration (Vielfältigkeit)
Diskriminierungen aller Art sind abzulehnen, ob positiv oder negativ. Darüber hinaus vergisst man auch leicht die Altersdiskriminierung, die inzwischen zum wesentlichen Detail im Berufsalltag geworden ist. Hierbei schützen Maßnahmen, die informieren sollen, inwiefern man von der Diversität profitieren kann. Wir lehnen Benachteiligung oder Bevorzugung von
Geschlechtern, Religionen oder sonstigem ab und fordern – im Bereich Job und Karriere – qualifikationsorientierte Entscheidungskriterien.

Oft sind es gerade polarisierende Themen, politische Akteure oder ein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn, der Menschen dazu bringt, sich politisch zu engagieren. Leider resignieren dabei viele junge Menschen, da sie befürchten, ohnehin nichts bewirken zu können. Dieses Bild vermittelt wahrscheinlich die derzeitige Politik unseres Landes. Hier setzen wir an, da wir mit der Forderung nach mehr direkter Demokratie – nach Schweizer Vorbild -, die Entscheidung in die Hände der Bürger legen werden.

Das Thema Asyl darf nicht ohne das Miteinbeziehen der österreichischen Bevölkerung entschieden werden. Gerade das Durchgriffsrecht zeigt uns das sehr deutlich. WWW – Wir wollen Wahlfreiheit fordert daher, dass über Lösungsvorschläge, die das gesellschaftliche Zusammenleben dermaßen stark manipulieren, Abstimmungen abgehalten werden sollen. Darüber hinaus kann unser Vorschlag nur der sein, dass die Verursacher und Profiteure des Unfriedens in den Herkunftsländern in der Lösung der Asylfrage zuerst zum Zug kommen. Abgesehen davon, wenn sich die Vereinigten Staaten – als Land mit 320 Millionen Einwohner – im Jahr 2016 dazu bereit erklären, lediglich 8.000 Flüchtlinge aufzunehmen, hätten wir unser moralisches Soll ohnehin längst erfüllt.

Direkte Demokratie
Hauptthema ist: Dass BürgerInnen alleine die Themen definieren- und selbst entscheiden können!

Jeder Einzelne von uns ist gefragt, sich einzubringen. Die BürgerInnen müssen mehr direkte Mitbestimmung bekommen.

neuwal.com: Herr Pollischansky, es freut uns sehr, dass Sie sich für das walmanach Interview Zeit genommen haben. Zunächst möchte ich Sie bitte, sich kurz vorzustellen und dann die Partei in wenigen Worten zu beschreiben.

Heinz Pollischansky (WWW): Mich auch. Mein Name ist Heinz Pollischansky. Ich bin, wie sie wissen, Gastronom. Habe in kürzester Zeit – damals das Raucher – die Raucher unterstützt, dass in der Gastronomie alles so bleibt wie es ist. Also, dass Raucher und Nichtraucher die gleichen Rechte haben. So wurde ich bekannt. Mit 350.000 Unterschriften haben wir doch eine Menge gesammelt. Und aus dem hat sich dann unsere Partei entwickelt, weil wir da nicht gehört wurden. Jetzt sind wir die Partei WWW und wollen hier nicht nur das eine Thema, sondern viele andere Themen behandeln und für das Volk aushandeln.

“Wir wollen Wahlfreiheit”. “Wir wählen weiß” können Sie auch sagen, weil das ist unsere Parteifarbe. Ich habe mit vielen Freunden darüber diskutiert und so haben wir WWW entwickelt.

Was läuft gut in Wien?

Gut läuft, dass alle Parteien, ich würde sagen ausnahmslos alle, einen guten Kern und immer wieder gute Themen haben. Ja, ich, ich, ich finde, dass… unsere Architektur sehr gut und dass es gepflegt wird. Dass wir wirklich darauf schauen, dass diese Weltstadt Wien und wir sind ja mehrere Male als schönste Stadt der Welt gekürt worden, und ich muss schon sagen, da wird wirklich darauf geachtet und das gefällt mir auch gut. Auch immer wieder Organisationen oder Veranstaltungen wie vor dem Rathaus, das sind schon ganz tolle Sachen.

Heinz Pollischansky (WWW) im neuwal Barometer
neuwal hat Heinz Pollischansky mit 10 Argumenten und einer Skala von 1-10 konfrontiert. Schlüpfe in die Rolle von Heinz Pollischansky und lerne mehr über seine Positionen und Vorstellungen.

» neuwal.com/barometer
2015-08-31 09.43.30

Was läuft nicht so gut in Wien?

Schlecht läuft, dass wenn eine Partei eine gute Idee hat, die anderen Parteien automatisch – auch wenn es gute Themen, sind – dagegen sind. Weil es von einer anderen Partei war. Und das sehe ich überhaupt nicht gerne. Weniger gut läuft, dass wir sehr viele Arbeitslose haben. Es wird hier wirklich Politik gemacht, sodas die jetztigen Leute, die jetzt Arbeit haben, auch noch arbeitslos werden. Also man liest bei den anderen Parteien, sie wollen mehr Arbeitskräfte, sie wollen Arbeitsplätze schaffen. Wir sagen – und ich sage – auch hier speziell: schaffen ist toll, aber die, die jetzt sind, sollen wir nicht vernichten.

Was sind Eure politischen Ideen?

Wir haben also eine ganz klare Aussage und wir haben ein einziges Wahlversprechen. Nicht wie alle anderen Parteien. Wir haben ein einziges und das heißt: Wir wollen, dass der Bürger innerhalb dieser fünf Jahre immer wieder die Möglichkeit hat, die Politik auszubessern. Das heißt, wenn sich ein Bürger mit einem Thema wirklich befasst und 25.000 weitere Mitkämpfer findet, dann sind das so viele Leute. Die gehören gehört. Und unser einziges Versprechen ist – sollten wir irgendwie mitreden dürfen -, das wir die Partei, die mit uns das macht, dazu überreden müssen, dass wirklich die Wahlfreiheit, siehe Schweizer Modell, ganz wichtig ist und das durchgesetzt wird.

Wie wollt Ihr Eure Ideen umsetzen?

Wir sind eine kleine Partei, aber wir glauben, dass wir sehr, sehr viel Bürger davon überzeugen können, wenn wir drankommen. Darum freuen wir uns über dieses Interview sehr. Und wenn die Leute… es gibt ja niemanden, der sagt, er will nicht wählen. Es gibt viele, die nicht wählen, weil sie sagen, es ändert sich ja eh nichts. Wir sagen, wenn wir drankommen, ändert es sich. Denn du kannst das persönlich ändern und ich glaube, das ist ganz wichtig, dass der Bürger bei vielen Themen… wir durften ja nur einmal wählen, als Zwentendorf ein Thema war… Da hat man ja richtig gesehen, dass es geklappt hat. Es gibt viele, viele Themen, wo das Volk gar nicht so dumm ist, wie die anderen Politiker alle sagen.

Vision: Wie soll Wien in 20 Jahren aussehen?

Wenn wir dabei sind oder wenn wir nicht dabei sind? Also wenn wir dabei sind, sehen wir Wien und natürlich weiter Österreich demokratischer. Das heißt, wir können wirklich mitentscheiden und dadurch ist es uns eigentlich egal, das wäre sehr spannend, es muss uns dann egal sein, welche Regierung dann an der Macht ist, weil das Volk jede Regierung, es ist egal welche Partei, ausbessern kann, wie ich es schon gesagt habe.

Darum sehe ich das sehr, sehr positiv. Wenn das nicht passiert, haben wir die große Angst, dass immer mehr Arbeitslose kommen. Das sagt uns die Geschichte. Und das würde ich jetzt betonen: „Arbeitslos“ führt irgendwann zu einen Krieg. Und das wäre für uns das Schlimmste. Ob das ein Wirtschaftskrieg ist oder wirklich einer mit Waffengewalt, beides brauchen wir in Österreich und Wien nicht. Und darum, bitte bitte liebe andere Politiker, schaut, lasst das Volk mitreden. Die sind schon gescheiter als ihr denkt.

Die Vision von neuwal ist ja „Making Politics a better place“. Was könnt ihr zu einem besseren politischen Klima bzw. zu einer konstruktiven politischen Kultur beitragen?

Also wir wollen hier ja, das ist sehr schwierig. Ich weiß schon, dass viele Politiker viele Themen haben, die sie nach der Wahl ja eh nicht einhalten. Wir haben nur ein Thema, mit dem Thema alle anderen Themen und egal wo sie, wo es hinwollen. Wir haben zum Beispiel dieses Thema auch nicht nur das Rauchen in der Gastronomie, um die weiteren Arbeitsplätze zu schützen. Nein, wir haben auch das absolut wichtige Thema für uns. Und das ist der Tierschutz.

Wir sehen überhaupt nicht ein, warum Schlachtvieh durch Österreich, durch Europa geführt werden muss um dann auf einem billigen Schlachthof abgeschlachtet zu werden. Stress pur. Wir sagen, Schlachtvieh zum ersten Schlachthof und dann tiefgekühlt durch die ganze Welt, ist uns egal. Und das ist zum Beispiel ein Thema, aber eines von vielen. Und eines muss ich noch sagen, auch wenn es jeder Politiker abstreitet… Für uns ist es wichtig, dass das Bargeld bleiben muss. Und wenn wir wählen dürfen und wenn es wirklich die Politiker einmal abdrehen wollen… Wenn das so gewesen wäre, wäre Griechenland wahrscheinlich verhungert. Das hat sich durch das, als es das Bargeld noch gegeben hat… Gott sei dank sind sie über die Runden gekommen. Wenn nur mehr die Banken unser Geld haben, dann kann ich jetzt schon sagen, dann haben wir ein Riesenproblem. Und vorsorglich ist natürlich unser Wunsch, mitreden zu dürfen.

walmanach Wien 2015
Interviews: Wolfgang Marks und Dieter Zirnig
Video, E-Book und Postproduction: Dieter Zirnig
Ausarbeitung Wahlprogramm und Intro: Dieter Zirnig

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Der Weg zur politischen Bildung führt bei neuwal über Onlinejournalismus und neuen Formaten. Ich liebe Digital, Medien, Politik und lebe den Digital Mindshift. Am liebsten setze ich für Medienunternehmen strategisch und operativ neue Formate und digitale Produkte um. 8 Jahre Führungspositionen im Bereich Global Digital Strategy in internationalen Konzernen - seit einigen Jahren selbständig in den Bereichen Digitale Transformation, Digitale Strategie, Media Strategy, Digitales Marketing, Innovation und Web-Technologie. Nebenbei Bike and Yoga. Making journalism and politics a better place.