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Am 24. September 2015 findet zum ersten Mal der LANGE TAG DER POLITIK zur Wien Wahl 2015 an Schulen in Wien statt. Der Lange Tag der Politik ist eine Gemeinschaftsaktion mehrerer politischer Organisationen und Einrichtungen, die ihre Services und Angebote öffnen und diese SchülerInnen, ErstwählerInnen und Lehrlingen zur Verfügung stellen. Die Grüne Bildungswerkstatt (Politische Akademie der Grünen) ist als Partner im Bereich Politischer Bildung mit an Board und unterstützt die Realisierung. Dieter Zirnig hat mit Michael Schmid (Vorstandsmitglied GBW) über Politische Bildungsarbeit, Politische Bildung an Schulen, Veränderung, Ideen und Visionen gesprochen.

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Die Grüne Bildungswerkstatt ist die Weiterbildungseinrichtung der grünen Bewegung, deren organisatorisches wie methodisches Know-How von allen Teilen der grünen Bewegung und der grün-nahen Zivilgesellschaft nachgefragt wird.

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Interviews werden ab 10. September jeden Tag veröffentlicht.

neuwal und der LANGE TAG DER POLITIK sind heute zu Gast Michael Schmid von der Grünen Bildungswerkstatt Wien. Herr Schmid, wer sind Sie, was machen Sie und was ist die Grüne Bildungswerkstatt?

Michael Schmid (Grüne Bildungswerkstatt): Ich bin Michael Schmid, ich bin Teil des Vorstandes der Grünen Bildungswerkstatt Wien. Die Grüne Bildungswerkstatt Wien ist eine Teilorganisation der gesamten Grünen Bildungswerkstatt. Jedes Bundesland in Österreich hat seine eigene Bildungswerkstatt der Grünen.
Es gibt rechtliche Rahmenbedingungen und die sehen vor, dass alle im Parlament vertretenen Parteien Bildungseinrichtungen haben, für politische Bildung, für die Ausbildung von Funktionären und Funktionärinnen. Bei den Grünen ist das so geregelt, dass das nicht zentralistisch organisiert ist, sondern dass jedes Bundesland seine eigene Bildungswerkstatt hat und diese Bundesländerbildungswerkstätten erfüllen dann den Auftrag, der gesetzlich vorgegeben ist. Das heißt, politische Veranstaltungen, politische Bildung und das heißt natürlich auch Ausbildung, Schulung von Leuten aus dem Bereich der Grünen.

Was sind die Projekte und Vorhaben von euch?

Wir definieren immer wieder Schwerpunkte, meistens semesterweise. Es gibt natürlich aber auch Schwerpunkte, die sich immer durch die gesamte Arbeit ziehen. Als ein Beispiel, das wir jetzt machen werden, sei das Projekt „Neue Spuren legen.“ genannt. Das setzt sich mit Urbanität auseinander, da sind Leute eingeladen worden, Konzepte für neue Formen der Urbanität, der Entwicklung im urbanen Raum einzureichen und mit diesen Projekten setzen wir uns dann auseinander. Da geht’s zum Beispiel von Verkehrskonzepten über die Nutzung, die bessere Nutzung, die bessere Aufteilung, die solidarischere Nutzung des öffentlichen Raums über Initiativen wie wir die Erdgeschoßzonen in schwierigen Bereichen der Stadt, in schwierigen Vierteln, neu beleben, wie man da neue Impulse setzen kann.

Etwas anderes, was sich immer durch unsere Arbeit durchzieht, ist das Projekt „Stoppt die Rechten“. Das hängt natürlich logischerweise ganz stark mit Entwicklungen in der österreichischen Gesellschaft zusammen, die aus unserer Sicht überhaupt nicht wünschenswert sind und wo man klare politische Position beziehen muss und auch eine klare Gegenposition darstellen muss. Damit die Leute auch sehen, was da zum einen passiert und was da zum anderen passieren könnte. Dass man wachsam sein muss, dass nicht etwas, was wir schon einmal in leidvoller vergangener Erfahrung gehabt haben, dass sich das wiederholt.

Wer entscheidet über die Projekte?

Der Vorstand ist ein Kollektivorgan. Es gibt zwar offiziell einen Obmann – der bin ich -, aber wir sind ein Kollektivorgan, wir sind basisdemokratisch strukturiert. Das heißt, da entscheidet das Kollektiv, das ist überhaupt keine Frage. Das ist im grünen Umfeld immer so.

Was ist eure Vision?

Was ist die Vision? Am einfachsten kann man vielleicht sagen, es gab dazu auch einen schönen Kongress zu Jahresbeginn Anfang Februar, das gute Leben für alle. Da geht’s nicht um ein gutes Leben für ein paar, die es sich leisten können. Es ist so viel da, in dieser Welt, in dieser Gesellschaft hier, und es geht einfach darum, wie wir eine solidarische Nutzung aller Ressourcen erreichen können, wie wir ein gerechtes, faires Verteilen des Vorhandenen schaffen können. Sowohl dessen, wie man es erschafft als auch dessen, was dann erwirtschaftet wurde. Letztlich sollte das Ergebnis sein, dass alle, die in dieser Gesellschaft, die auf der Welt leben – aber wenn wir es jetzt auf Wien herunterbrechen – in Wien ein gutes Leben führen können. Das sollte das Ziel sein. Wir sind noch lange nicht so weit, aber wir arbeiten intensiv daran.

Wie unterscheidet ihr euch von den anderen politischen Akademien?

Ich denke mir, ganz, ganz wesentlich – das betrifft das gesamte Grün-Umfeld- ist, dass bei uns basisdemokratische Strukturen vorhanden sind. Das heißt, es entscheiden viele Leute. Es wird lange diskutiert, es wird gemeinsam entschieden und man versucht dann gemeinsam zu einem Konsens zu kommen. Es ist nicht zentralistisch organisiert, es gibt kaum Hierarchien, eigentlich keine Hierarchien, nur dort wo es organisatorisch im Verwaltungsbereich unbedingt notwendig ist, gibt es Hierarchien. Aber sonst ist es bei uns so, dass basisdemokratisch entschieden wird und das ist schon ein klares Unterscheidungsmerkmal zu dem, was normalerweise üblich ist.

Wie ist die Zusammenarbeit mit anderen politischen Akademien?

Ganz wichtig für uns ist die Zusammenarbeit mit NGOs, mit NPOs, das heißt mit allem, was man gemeinhin als Zivilgesellschaft bezeichnet. Also Organisationen, die im zivilgesellschaftlichen Bereich Initiativen setzen, ganz unterschiedlicher Art. Ich nenne jetzt ein Beispiel aus ganz vielen, die Frauensolidarität, mit denen wir jetzt zum Beispiel auch im Herbst ein Projekt machen werden. Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass Frauenpolitik für uns ein wesentliches Thema ist, gar keine Frage. Aber es ist schon so, dass wir schauen, dass wir in Kooperation – ATTAC ist auch so ein Beispiel -, ohne uns anbiedern zu wollen, ohne dass es dann unmittelbare Gemeinsamkeiten gibt und es gibt in manchem sicher auch Auffassungsunterschiede, aber wir suchen die Kooperation. Denn das Ziel – das habe ich vorhin schon gesagt -, das Ziel ist letztlich, und das haben auch diese Organisationen, ein gutes Leben für alle zu erreichen.

Wie arbeitet ihr mit der Partei zusammen?

Logischerweise ist es notwendig eine gute Kooperation mit der Partei zu haben, denn die Förderung oder die Finanzierung, die wir erhalten, kommt ja aus der Partei. Die ist ex lege darin begründet, wie eine Partei im Parlament vertreten ist. Logischerweise versuchen wir mit der Partei eine gute Kooperation, eine enge Kooperation. Das ist aber dann natürlich unterschiedlich, nachdem bei den Grünen auch sehr viele unterschiedliche Gruppierungen da sind. Da gibt es halt Gruppierungen mit denen du manchmal mehr oder weniger zu tun hast. Das hängt von den Schwerpunkten der jeweiligen Gruppierungen ab. Bei den Grünen gibt es die Frauenorganisation, es gibt die Organisation der Migranten/Migrantinnen, es gibt ganz unterschiedliche.
In Wien haben wir die Landesorganisation, wir haben einen Rathausklub, es gibt in den Bezirken einzelne Organisationen. Da gibt es zum Teil sehr enge Kooperationen in manchen Bezirken, in manchen weniger. Das hängt natürlich auch ganz stark davon ab, wo haben die anderen Grün-Organisationen gerade in dieser Periode, in diesem Semester, in einem Jahr, ihre Schwerpunkte und deckt sich das mit dem, wo die Grüne Bildungswerkstatt ihre Schwerpunkte definiert hat. Wenn das gut zusammenpasst, dann machen wir gemeinsam Sachen.

Wie soll politische Bildungsarbeit heutzutage aussehen?

Unsere Herkunft ist eine basisdemokratische. Das heißt natürlich, dass wir ganz stark die Meinung verfechten, politische Bildung muss von unten kommen. Wir leben hier in einem Land, in dem es nur zwei Mal in der Geschichte Aufklärung gegeben hat und die kam beide Male von oben. Einmal unter Joseph II., der auch gewusst hat, was gut ist, als Aufklärer für das Volk. Und das zweite Mal unter Bruno Kreisky in den 1970er Jahren. Auch das war Aufklärung von oben. Beide Male haben dann die Nachfolger, Epigonen oder was auch immer, geschaut, dass sie möglichst schnell wieder in die Restauration zurückkehren. Wir haben einen anderen Zugang.

Es ist schön, dass es diese Momente der Aufklärung in Österreich überhaupt gegeben hat und wir leiden darunter, dass es nicht mehr davon gegeben hat, aber unser Zugang ist natürlich ein basisdemokratischer von unten. Wir glauben, dass diese dringend notwendige politische Aufklärung in diesem Land von unten kommen muss, auf breiter Basis in vielen kleinen Initiativen im urbanen Bereich genauso wie im ländlichen. Wir sind halt jetzt hier in Wien. Das heißt, es geht darum, Initiativen in den Stadtteilen, in den Grätzln zu fördern und diese politische Arbeit auch von unten nach oben zu entwickeln.

Was kann mit politischer Bildung verändert werden?

Ich denke mir, dass wir in Österreich große Defizite haben, speziell im Bereich der politischen Bildung. Ganz wichtig ist, dass die Geschichtslosigkeit und die Bewusstlosigkeit überwunden werden. Ich nehme dazu ein Beispiel: Es gibt eine Website, die Michel Reimon betreibt bzw. jetzt betreiben muss – die, die das früher gemacht haben, sind bedroht worden und er als Europaabgeordneter hat einen gewissen Status das zu machen – und diese Website heißt „Eau de Strache“. Da finden sich hunderte von Postings aus unterschiedlichen Netzwerken, wo Volkes Stimme spricht. Und solange Volkes Stimme zu hunderten immer noch der Meinung ist, dass man beispielsweise Flüchtlingsprobleme, die es gibt, mit Vergasen, Erschießen, ins Meer werfen, mit dem LKW oder dem Panzer drüberfahren, lösen sollte, gibt es offenkundig ein dramatisches Defizit in diesem Land, was politisches Bewusstsein und Geschichtsbewusstsein betrifft.

Und genau dort muss man ansetzen, sonst kann so was ja gar nicht mehr entstehen. Das muss in diesen Menschen drinnen sein, die so was äußern. Das muss in ihren Köpfen drinnen sein, das muss irgendwann einmal hineingekommen sein, sonst kann es nicht rauskommen. Das heißt, unsere Aufgabe, unser aller Aufgabe, die wir irgendwo politisch tätig sind, ist es, genau dort anzusetzen, dass das nicht wieder passiert.

Gibt es Best-Practise-Beispiele im Bereich Politische Bildung?

Ich versuche ein Beispiel für Best-Practise aus Spanien darzustellen. Ich war unlängst für ein Fotoprojekt in Andalusien. Ich habe dort in Sevilla Leute kennengelernt, die eine kleine Kooperative, Initiative gegründet haben und dort Gemüse anbauen. Sie haben sich ein Stück Land gepachtet, gekauft sogar, und dort bauen sie Gemüse an. Das ist jetzt alleine noch nichts Besonderes. Das gibt’s hier auch, gemeinsam Garteln, gemeinsam etwas tun. Aber das Spezielle dort – das kommt vielleicht aus der andalusisch-anarchistischen Tradition -, das Besondere dort ist, sie machen auch gemeinsame Schulungen, sie machen gemeinsame politische Bildung, sie sitzen nicht nur beim Abendessen dann mit ihrem Gemüse beisammen – oder vielleicht gibt’s auch Fisch oder Hendl, wahrscheinlich, und einen schönen Rotwein -, sondern sie haben auch immer wieder politische Schulungsabende.

Das heißt, die sitzen beisammen und überlegen, was sie gemacht haben, was sie in letzter Zeit gemacht haben und ob das gescheit war, was sie gemacht haben. Dann holt man sich wieder jemanden von der Universität, der dann mit ihnen beim Wein sitzt und dann plaudert man darüber, wo man denn will, dass diese Gesellschaft hingeht. Das ist für mich ein wunderbares Beispiel, wie politische Bildung von ganz unten passieren kann. Von den Leuten, die es betrifft und die es dann in ihrem unmittelbaren Umfeld, in ihrer unmittelbaren Umgebung umsetzen können. Das halte ich für ganz wichtig und ein schönes Beispiel.

Welche Herausforderungen gibt es und wie kann man sie überwinden?

Die große Herausforderung – und ich wiederhole mich jetzt, aber Wiederholung bringt den Lerneffekt – ist diese breit verankerte politische Bewusstlosigkeit und Geschichtslosigkeit zu überwinden. Ich glaube, dass das ganz, ganz wichtig ist so etwas wie politische Aufklärung von unten in diesem Land zu bekommen. Dazu braucht es politische Bildung auf basisdemokratischer Ebene, auf ganz breiter Ebene von vielen kleinen Initiativen. Damit sich das dann auch im Bewusstsein dieser kleinen Gruppen der Menschen, die dann da dazugehören, gut verankert, damit das was im Moment noch an Entgleisungen vorhanden ist, nicht mehr passieren kann.

Welche Forderungen habt ihr hinsichtlich der politischen Bildung an den Schulen?

Was die politische Bildung in der Schule betrifft, so haben wir im Moment zwei Grundprobleme:

  • Das eine Grundproblem ist, dass wenn politische Bildung an der Schule passiert, führt sie meistens ein Orchideendasein. Sie ist zwar institutionalisiert, aber als Freifach, als unverbindliche Übung oder was auch immer. Das ist das eine.
  • Und das andere ist, wenn sie integriert ist in einen Teil des Unterrichts, in den Geschichts- oder Geographieunterricht, dann kommt sie zwar vor aber maximal auf der Ebene: „ Wir haben ein Parlament, da gibt es so und so viele Abgeordnete und die werden so und so oft gewählt.“ Sehr viel mehr ist es nicht.

Was es bräuchte, wäre zum einen, dass wir die politische Bildung in der Schule ganz, ganz klar institutionalisieren. Die muss es einfach geben und die muss es auf breiter Ebene geben. Da kann es nicht sein, dass wir einfach nur kurz lernen. Das ist zwar auch wichtig und gut, weil ich ganz sicher bin, dass viele Leute, die wählen gehen, nicht einmal wissen was sie wählen gehen. Sondern sie denken sich: „Dann wähle ich diese eine nette Person, die mir gefällt.“ Sie wissen aber nicht, ob diese Person jetzt Bürgermeister wird oder ob sie ins Parlament gewählt wird. Sie wählen diese Person, weil sie gut riecht, weil sie fesch ausschaut oder weil sie von diesem Menschen zum Bier oder zum Cocktail eingeladen wurden.

Das heißt, es ist schon wichtig, dass man überhaupt weiß, was man wählt oder was gewählt wird. Aber was wir in der Schule brauchen, ist sehr viel mehr. Wir würden uns wünschen, dass das in Richtung politischer Bildungswerkstätten geht, dass das angewandte Beispiele sind. Dass die Leute selber, von sich aus Ideen, Perspektiven und Modelle unter Anleitung entwickeln können und ganz, ganz wichtig ist, dass das Ganze immer begleitet wird von Beispielen, die wir aus der Geschichte kennen. Denn die Geschichte wiederholt sich laut Marx wenn dann nur als Farce. Das will ich aber hier gar nicht so stehen haben. Sondern wenn wir kein Geschichtsbewusstsein haben, werden wir viele Fehler immer wieder machen. Das ist das eine Problem. Und das andere Problem ist, dann können wir nicht einmal lernen, dann können wir nichts weiterentwickeln. Wir kommen alle aus einem historischen Hintergrund und das muss uns jeden Tag klar sein.

Können Sie uns drei Punkte nennen, wie man die politische Kultur fördern kann?

Die politische Kultur in Österreich ist sehr entwicklungsbedürftig. Es ist einfach dringend notwendig, dass wir auf breiter basisdemokratischer, solidarischer Ebene schauen, dass Menschen sich mit ihrer eigenen Herkunft, mit ihrer eigenen Geschichte und den möglichen Entwicklungen in dieser Gesellschaft – Politik hat immer etwas mit Gesellschaft zu tun – auseinandersetzen können, dass sie ermächtigt werden, dass sie in die Lage versetzt werden, selbst und ohne etwas vorgeschrieben zu bekommen, das zu entwickeln, was für alle gut ist, sodass dann zum Schluss – das mag eine Utopie sein, aber das ist natürlich der Wunsch – das gute Leben für alle herausschauen kann. Das wär’s.


» LANGER TAG DER POLITIK

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Insights

Politische Aufklärung muss ‚von unten‘ kommen – Michael Schmid (GBW) #ltdp
Interviewort: Wien, IMPACT HUB Vienna
Datum/Zeit des Interviews: September 2015
Organisation: Dieter Zirnig
InterviewpartnerIn: Michael Schmid
Interviewer: Dieter Zirnig
Autor: Dieter Zirnig
Transkript: Wolfgang Marks
Format: Dieter Zirnig

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