Bundeskanzler Faymann empfing am Montag den neuen Griechischen Ministerpräsidenten Tsipas in Wien. Eine neuwal Fotostrecke: 

© Daniel Weber | neuwal.com

Während am Ballhausplatz bei dichtem Schneetreiben für Solidarität mit Griechenland demonstriert wurde fanden sich die beiden Regierungschefs zu einem gut einstündigen Arbeitsgespräch im Bundeskanzleramt ein.

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Im Anschluss fand ein gemeinsames Pressegespräch statt. Einig sei man sich über das Ziel, Griechenland in der Eurozone zu halten. Bundeskanzler Faymann zeigte Verständnis für die Lage in Griechenland.

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Der Einsatz der Europäischen Union dürfe nicht bei der Rettung des Bankensystems enden, so Faymann.

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Tsipras habe das Gefühl in Faymann einen guten Freund gefunden zu haben. Er strebe eine enge Zusammenarbeit mit Österreich an. Sein Programm werde keine Last für die Bürger der Europäischen Union darstellen.

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Weitere FOTOS vom Arbeitsbesuch: 

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Daniel Weber, geboren 1980 im weststeirischen Voitsberg, lebt seit 2001 in Wien. Der Behindertenbetreuer studiert Bildungswissenschaften und ist bei neuwal verantwortlich für das Ressort Protest-Aktion-Demonstration.
  • byron sully

    faymann hat wieder mal das übliche getan: nicht klar position zu beziehen, um sich bei allen gleichzeitig beliebt zu machen. freundlicher tsipras-empfang und ein bißchen merkel-kritik, um einen wesentlichen teil der eigenen partei zu besänftigen. aber doch auch unterordnung unter die linie der troika: griechenland muß dies, griechenland muß das.

    damit hat faymann meiner meinung nach eine große chance verspielt. mit einer klaren solidarisierung mit tsipras hätte er sich europapolitisch sehr profilieren können. denn das kabinett tsipras ist die derzeit einzige regierung in der EU, die sozialdemokratische politik betreibt. während alle anderen, die sich selbst als angeblich sozialdemokratisch bezeichnen (von hollande über renzi bis eben faymann), wirtschafts-/sozialpolitisch deutlich rechts der mitte agieren, also insofern kaum eine mit den grundwerten der sozialdemokratie vereinbare politik betreiben. wobei andererseits die position faymanns vergleichsweise noch SYRIZA-näher ist als jene der SPD in deutschland, die 1:1 (zumindest jene von steinmeier und gabriel – schulz ist da noch differenzierter unterwegs) den euro-zerstörungsweg von merkel und schäuble unterstützen. ja, setzt sich morgen wirklich der religiös-esoterische wahnsinn von merkel und schäuble gegen die volkswirtschaftliche rationale vernunft von tsipras und varoufakis durch, ist meiner meinung nach möglicherweise der euro und im schlimmsten fall sogar die gesamte EU geschichte. von adenauer bis schröder hatten ALLE deutschen regierungen (ob CDU- oder SPD-geführt) das wohl europas im sinne. diesen kurs haben merkel und schäuble (mit unterstützung der SPD) als erste deutsche regierung seit 1945 verlassen, um einen perversen modernen nationalstolz aufzubauen (offenbar zuletzt auch durch die AfD ins eck gedrängt). die völlige vernichtung des EU-grundgedankens setzt sich immer mehr durch. als überzeugter EU- und euro-befürworter kann ich nur auf ein hartes auftreten griechenlands hoffen (etwas, was hollande leider nicht machen wollte oder konnte und somit zu merkels anhängsel wurde). die zerstörung des gemeinschaftlichen europäischen traumes durch den zeitgeistigen nationalkapitalismus à la merkel und schäuble, deren ziel offenbar die umwandlung des europäischen demokratiesystems in eine diktatur der finanzindustrie ist (inklusive einiger in einen beinahe-totalitarismus mündenden punkte des TTIP-abkommens), ist für mich als überzeugten europäer eine sehr, sehr schlimme vorstellung. als klarer anhänger von EU, euro, demokratie und rechtsstaat, der ich bin, hat derzeit nur eine einzige der 28 EU-regierungen mein vertrauen – und das ist die griechische. sie ist die einzige, die aus meiner sicht die grundwerte der EU hochhält. es mögen ihr hoffentlich bald einige andere (spanien?) folgen…