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Am 8. Jänner 2015 starten die neuwal Jahresgespräche mit Kleinparteien in Österreich auf neuwal.com. neuwal möchte wissen, wie es den Kleinparteien nach der Nationalratswahl 2013 und nach der EU-Wahl 2014 geht. Deswegen treffe ich mich mit Vertreter_Innen derjenigen Parteien, die bei der Nationalratswahl 2013 und bei der EU-Wahl 2014 am Wahlzettel gestanden sind und kein Mandat erringen konnten. Wir machen einen kurzen Rückblick aufs vergangene Jahr, einen Ausblick auf das neue Jahr sowie Erwartungen für die Landtagswahlen in den kommenden Monaten. Wieder ganz nach dem Motto: „ORF hat die Großen. neuwal macht die Kleinen groß“ und ergänzen so das politische Spektrum der ausgezeichneten Jahresgespräche in der ZIB2 mit den sechs Parlamentsparteien.

Ich freue mich über ein kurzes Gespräch, das hier auf neuwal.com transkribiert und publiziert wird.

Partei Kontakt Status Termin
Der Wandel Fayad Mulla zugesagt 07.01.15, 14:00
Piratenpartei Marcus Hohenecker DONE 05.01.15, 11:00
SLP Sonja Grusch zugesagt 07.01.15, 13:00
Männerpartei Hannes Hausbichler zugesagt 06.01.15, 20:45
BZÖ Gerald Grosz Terminsuche
KPÖ Mirko Messner ausständig
REKOS Ewald Stadler Terminsuche
CPÖ Alfred Kuchar ausständig
EUAUS Robert Marschall *

Update: 05.01.2014
Piratenpartei
Heute Nachmittag hatte ich das erste Gespräch mit der Piratenpartei. Gut 15 Minuten über das vergangene Jahr, die Herausforderungen im Bereich Kommunikation, Finanzierung und Team und den Ausblick auf die Landtagswahlen 2015. Mein Gesprächspartner war Marcus Hohenecker vom Bundesvorstand.

*) Update: 04.01.2014
EU-STOP/EUAUS nimmt am Jahresgespräch nicht teil
Am 3. Januar 2015 habe ich auf die Anfrage für das Gespräch mit Hr. Marschall von der EU-Austrittspartei folgende Antwort per E-Mail erhalten: „Danke für die Einladung zu einem Interview mit neuwal bzw Ihnen. Ich möchte darauf allerdings verzichten. Die Einstufung von EUSTOP durch neuwal.com als „nationalkonservativ“ durch Sie ist mir in bleibender Erinnerung.“ Weiters wird in diesem E-Mail bereits zum zweiten Mal über fehlende Transparenz bei der Finanzierung von neuwal.com geschrieben.

Anmerkung von neuwal.com:
1. Nationalkonservativismus
Die Antwort von Hr. Marschall stimmt nachdenklich. Nach mehreren geführten produktiven Gesprächen, Interviews und einer sehr positiven Beziehung bei all den vergangenen Wahlen in den letzten Jahren kommt diese Absage vor allem mit dieser Begründung sehr überraschend.

Die Klassifizierung mit „Nationalkonservativ“ wurde aus folgenden Gründen vorgenommen: Die Partei EUAUS tritt für Grenzkontrollen, kontrollierte Staatsgrenzen, eine massive Zuwanderungsbeschränkung von ausländischen Zuwanderen nach Österreich, Schilling statt Euro, Einfuhrbeschränkungen und Zölle, Importverbote und u.a. für einen Austritt aus der EU ein. Diese Programmpunkte stimmen in ihrer Klassifizierung mit einer Begriffserklärung zu „Nationalkonservativismus“ überein: „Nationalkonservatismus ist ein politischer Begriff zur Beschreibung einer vor allem in Europa verbreiteten Variante des Konservatismus, welche nationale Empfindungen sowie die kulturelle und ethnische Identität betont.“ Ebenso wird die EFD, die angstrebte Partei auf Europaebene, als Nationalkonservativ klassifiziert. (Quelle: wikipedia.org, EU Austrittspartei, Parteiprogramm).

2. neuwal und Finanzierung
neuwal ist als Verein gemeldet, der sich durch seine Mitglieder und durch Spendenbeiträge erhält. Mitglieder unterstützen den Verein mit ihren persönlichen Fähigkeiten: Schreiben, Grafik, Programmierung, etc. neuwal wird von keiner Institution, keiner Partei, keiner Organisation unterstützt oder gefördert. Wir freuen uns, dass wir auch mit minimalstem Budget und guter Planung unsere Ideen erfolgreich umsetzen und verwirklichen können. Wir halten uns an die gegebenen Vereinsrichtlinien und behalten uns unser Maß an Transparenz vor.

Schade für diese Verstimmungen, dabei wollen wir nur eines: „Making politics a better place“. Unsere Türen sind immer offen – die Einladung steht nach wie vor.

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Der Weg zur politischen Bildung führt bei neuwal über Onlinejournalismus und neuen Formaten. Ich liebe Digital, Medien, Politik und lebe den Digital Mindshift. Am liebsten setze ich für Medienunternehmen strategisch und operativ neue Formate und digitale Produkte um. 8 Jahre Führungspositionen im Bereich Global Digital Strategy in internationalen Konzernen - seit einigen Jahren selbständig in den Bereichen Digitale Transformation, Digitale Strategie, Media Strategy, Digitales Marketing, Innovation und Web-Technologie. Nebenbei Bike and Yoga. Making journalism and politics a better place.
  • byron sully

    da ist neuwal eine zu lobende, seltene ausnahme. vielen dank! die meisten anderen medien ignorieren ja jenen teil der parteienlandschaft, der nicht im nationalrat vertreten ist (was bei privaten medien ja noch ihr gutes subjektives recht ist, im fall des ORF allerdings ein krasser verstoß gegen seinen öffentlich-rechtlichen informationsauftrag).

    zur EU-austrittspartei wäre aus meiner sicht folgendes zu sagen: wenn sich herr marschall bereits durch die relativ harmlose bezeichnung „nationalkonservativ“ beleidigt fühlt (ein sachlich-neutraler begriff, gegen den die meisten anderen parteien rechts der mitte nichts einzuwenden hätten), dann frag ich mich schon, wo er selber seine partei positioniert. ich fände für seine partei den englischen begriff „right wing“ recht angebracht. leider gibt es zu diesem keine wirklich gute deutschsprachige entsprechung. mehr rechts als rechtskonservativ, aber auch weniger rechts als rechtsradikal (rechtspopulistisch ist auch keine treffende übersetzung, allerdings kann man die EU-austrittspartei durchaus auch als rechtspopulistisch bezeichnen, wie ich finde). ich sehe inhaltlich viele gemeinsamkeiten mit der FPÖ, vielleicht ist da oder dort die EU-austrittspartei etwas gemäßigter.

    den privaten kleinkrieg des herrn marschall gegen neuwal seh ich allerdings woanders begründet. er betreibt ja selber ein politisches online-medium und betrachtet deshalb wohl neuwal als direkte konkurrenz. nur seh ich beim zielpublikum von wien-konkret und neuwal nicht wirklich viel überschneidung, folglich auch keine echte konkurrenz.

    wien-konkret wurde übrigens vor ca. 10 jahren als seriöses informationsmedium ohne klare politische stoßrichtung gegründet und beinhaltete damals durchaus informative artikel. erst nachdem es herr marschall übernommen hatte (da würde mich – a propos transparenz – doch interessieren, wie dieser eigentümerwechsel zustande kam), entwickelte es sich zu einem rechtspopulistisch-reißerischen politmedium.

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