Dem Stadtschulrat Wien gelang es heuer, den ersten Platz beim „Austrian Amtsgeheimnis Award 2014“ zu bekommen. Der Award wurde heuer zum ersten Mal vom Forum Informationfreiheit für „besondere Bemühungen um die Verweigerung amtlicher Antworten“ verliehen. „Mauer des Schweigens“ nennt sich der Preis, der von einer Jury bewertet und von Josef Barth und Corinna Milborn im Rahmen der heutigen Veranstaltung im Presseclub Concordia verliehen wurde.

Die Jurymitglieder: Corinna Milborn (Infodirektorin Puls4), Florian Klenk (Falter), Ulla Kramar-Schmid (profil), Martin Thür (ATV), Max Schrems (Bürgerrechtsaktivist), Herbert Starmühler (Verband Plattform Bürgerinitiativen) und Mathias Huter (Forum Informationsfreiheit)

Bei der Veranstaltung wurden drei Preise verliehen – den zweiten Platz teilen sich zwei Ministerien:

Platz 1: Stadtschulrat Wien
Der erste Platz geht an den Stadtschulrat Wien für die Untersagung der Einsicht der Eltern in die Lesetests ihrer Kinder.

Die Begründung der Jury lautet: „Ein herrlich absurdes Beispiel für die Art und Weise wie sich Ämter gegen Transparenz wehren. Den Eltern jenen Lesetest zu verweigern den man den Kindern vorlegt, zeigt wie Ämter noch immer Denken.“ (Quelle: informationsfreiheit.at)

Platz 2 (gleichauf): Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft erhält die „Mauer des Schweigens“ für die Verweigerung der Nennung jener Firmen, die Eurofighter-Gegengeschäfte getätigt haben.

Die Begründung der Jury lautet: „Eine Beantwortung der Fragen zu den Eurofighter-Gegengeschäften ist, so scheints, nur zu den Flugstunden des Eurofighters möglich. Da die aus Kostengründen immer öfter am Boden bleiben müssen, gibt es, leider, leider, seit Jahren keine Antworten.“ (Quelle: informationsfreiheit.at)

Platz 2 (gleichauf): Bundesministerium für Inneres
Der zweite Platz wird mit dem Bundesministerium für Inneres geteilt. Und zwar für die intransparente Informationspolitik um das Schubhaftzentrum Vordernberg.

Die Begründung der Jury lautet: „Ein unwürdiges Schauspiel an verstecken und aufgedeckt werden. Das Innenministerium gab nur in kleinen Einzelstücken Informationen an die Öffentlichkeit. Wären nicht einige wenige daran geblieben, hätten sie es auch geschafft. Fast.“ (Quelle: informationsfreiheit.at)