Gut zehntausend Menschen haben am Sonntag Nachmittag in Wien gegen Israel, dessen Militäroperation im Gazastreifen und für Palästina demonstriert.

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Die Demonstration, zu der auch auf Facebook aufgerufen wurde, sammelte sich am Westbahnhof. Von dort zogen die TeilnehmerInnen über die Kaiserstraße und die Burggasse zur Ringstraße. Am Heldenplatz fand um 18 Uhr eine Schlusskundgebung statt.

Der eigene Ordnerdienst der UETD Austria, die bereits vor wenigen Wochen den Besuch des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan organisierte, war bemüht keine zu offen antisemitischen und hetzerischen Transparente aufkommen zu lassen. Auch auf der Facebook-Event-Page der Demonstration wurde aufgerufen von derartigen Dingen Abstand zu nehmen.

Auf der Demo kam es trotzdem immer wieder zu „Intifada“ Sprechchören. „Kindermörder Israel“ wurde skandiert. Neben zahlreichen türkischen und palästinensischen Fahnen waren vereinzelt auch welche der Hamas zu sehen. Auf Transparenten wurde der Staat Israel mit dem Nationalsozialismus verglichen bzw. gleichgesetzt. Das Verbrennen einer israelischen Flagge konnte vom Ordnerdienst verhindert werden. Insgesamt verlief die Demonstration aber durchwegs friedlich und ohne Zwischenfälle.

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Daniel Weber, geboren 1980 im weststeirischen Voitsberg, lebt seit 2001 in Wien. Der Behindertenbetreuer studiert Bildungswissenschaften und ist bei neuwal verantwortlich für das Ressort Protest-Aktion-Demonstration.