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Wie jedes Jahr gibt es zur Sonnenwende Ende Juni eine Vielzahl an Feierlichkeiten. Veranstaltungen, bei denen der außergewöhnliche Sonnenstand – der längste Tag und die kürzeste Nacht – gefeiert wird. Die unterschiedlichsten Menschen, Vereine, Gruppen und politischen Organisationen beteiligen sich dabei oder veranstalten ihre eigenen – oftmals traditionellen – Sonnwendfeiern. Interessant wird es, wenn es sich um Sonnwendfeiern mit politischem Hintergrund handelt und wenn PolitikerInnen oder VertreterInnen bekannter Organisationen am Feuerredner-Pult stehen.

Eine Sonnwendfeier besteht in ihrem Ablauf aus traditionellen Liedern, Feuersprüchen – das sind kurze Statements von Anwesenden, dem Entzünden des Feuers sowie dem Höhepunkt der Feuerrede, die meistens von bekannten Persönlichkeiten vorgetragen wird.

neuwal war bei drei voneinander unabhängigen Sonnwendfeiern dabei, um zu beobachten, welche Themen von PolitikerInnen und VertreterInnen im vornehmlich rechten politischen Spektrum thematisiert werden: Bei einer Feier der FPÖ Wiener Neustadt mit NAbg. Walter Rosenkranz, bei der Sonnwendfeier von Barbara Rosenkranz mit Klubobmann Karl Schnell und bei der traditionellen Sonnwendfeier vom WKR (Wiener Korporations Ring) am Cobenzl.

Die Feuerreden waren durch ein gemeinsames großes Themen geprägt: In Bezugnahme auf den Sieg von Conchita Wurst beim Eurovisions Songcontest 2014 sprachen sich die FPÖ-Redner eindeutig gegen ein Zeichen der Toleranz aus: „In Zukunft geht es nicht mehr darum ob man Links oder Rechts ist. In Zukunft wird es eigentlich nur mehr darum gehen, ob man normal ist oder nicht.“ So sprach man von einer kranken Gesellschaft, Fehlleitungen, dem Entgegenwirken von gewissen Fehlentwicklungen in der Gesellschaft und der Normalität der Beziehungen zwischen Mann und Frau. Ebenso durfte das Lieblingsthema der FPÖ, die Migration, auch bei den Sonnwendreden nicht fehlen. Neben Reden gab es auch einen besonderen Gast: Bei der WKR-Feier am Cobenzl wurde mit Max Zastrow ein Ritterkreuzträger aus vergangenen Tagen willkommen geheißen.

Sonnwendfeier
Astronomisch gesehen ist die Sonnwende der Punkt der Sonne, an dem sie am weitesten vom Himmelsäquator entfernt ist. Die Sonnenwendfeier ist ein Brauch und ein Ritual, welches Götter gnädig stimmen und eine gute Ernte herbeiführen sollte. Das Sonnwendfeuer spielt eine wichtige Rolle, denn es soll den Flur segnen und Fruchtbarkeit bringen. Damit sich die Kraft der Flamme auf die Menschen überträgt, springt man übers Feuer und tanzt um es herum. 1

1. Sonnwendfeier der FPÖ Wiener Neustadt in Dreistetten (20.06.2014)

IMG_20140702_224536Bei der Sonnwendfeier der FPÖ Wiener Neustadt am 20. Juni 2014 trafen sich rund 50 Gäste beim Zitherwirt unter der Ruine Starhemberg in Dreistetten. Zunächst im Wirtshaus, in dem in guter Athmosphäre gegessen und getrunken wurde. Dort wurde von einem lokalen FPÖ-Politiker stolz sein „Zur Zeit„-Artikel „Der geile Wurst-Schmäh“ – kopiert auf DIN A4 – mehrfach den anwesenden Gästen zum Lesen ausgeteilt.

Die Feuerrede bei der politischen Sonnwendfeier in Dreistetten wurde von NAbg. Walter Rosenkranz (FPÖ) auf einem Feuerplatz im Freien gehalten. Die Rede drehte sich u.a. um den gesellschaftlichen Wandel, der sich lt. seiner Reflektion sehr negativ im Umbruch befindet. Der Begriff der „Dekadenz“, der sich im konservativ-rechten Lager zur EU etabliert hat, taucht öfter in seiner Rede auf. Ganz stark thematisiert wurden Themen rund um „Conachita Wurst“ so wie dem „Genderismus“. Walter Rosenkranz lässt zum Abschluss mit einer neuen politischen Richtung – fern von rechts oder links – aufhorchen. Denn, „in Zukunft wird es eigentlich nur mehr darum gehen, ob man normal ist oder nicht“ und stellt sich selbst als fremdschämenden „heterosexuellen“ Politiker vor.

» Flamme empor (meinbezirk.at, 22.06.2014)

„Es geht in Zukunft nicht mehr darum, ob man Links ist, oder Rechts ist. In Zukunft wird es eigentlich nur mehr darum gehen, ob man normal ist oder nicht.“ – Feuerrede von NAbg. Walter Rosenkranz (Dreistetten, 20. Juni 2014)

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kameraden.

Und, dass sind nicht nur die, die heute hier im Kreis auch stehen. Sondern an dieser Stelle auch mein herzliches Grüss Gott an die Kameraden der Feuerwehr, die darauf achten, dass heute uns, dann im Rahmen dieses großen Feuers nichts passiert.

Die äußeren Umstände, die zwar den Besuch weniger werden lassen, insbesondere das regnerische Wetter, ist zumindestens Grund, dass es keine besondere Hürde gibt, wo man besonders aufpassen müsste.

Ja, Sonnwende. Sonnwende, Sommersonnwende, Wintersonnwende. Es sind zwei Tage im Jahr, wo wir immer an ganz besondere Ereignisse der Natur gedenken. Es war immer Tradition – dieses Wort wurde bereits erwähnt. Es war Brauch bei allen Völkern und Kulturen weltweit, bei denen, die schauen mussten, um mit der Natur gemeinsam in Einklang zu leben. Es war besonders wichtig zu erkennen: Was bringen die Jahreszeiten. Was bringt die Sonne, was bringt der Regen, was bringt die Witterung, was bringt es für die Landwirtschaft. Und dieses mit der Natur-in-Einklang-leben, genau dessen sollten wir eigentlich heute an einem solchen Tag gedenken.

Was passiert in Wirklichkeit mit der Sonnenfeier? Sonnwendplakate all überall. Überall finden Sonnwendfeiern statt. Ich denke da insbesondere an die große Sonnwendfeier in der Wachau. Wo unser verehrter Herr Landeshauptmann mit großem Hofstaat und Gedränge – ja, es sind sogar seine niederösterreichischen Künstler, die man vielleicht als die Nachfolger der Hofnarren von damals bezeichnen kann – mit an Bord, wo um zig-tausende Euro gegessen, getrunken und Feuerwerke abgeschossen werden. Wo es Sonnwendfeiern gibt zur Förderung des Tourismus und des Fremdenverkehr. Nein, das ist nicht die Sonnwendfeier, die wir, als Vertreter des dritten Lagers in Österreich, in Niederösterreich und hier im Bezirk feiern, die wir meinen.

Wir denken an die Gesellschaft. Wir denken an mehr zurück. Wir denken eben an die Kulturen, die es vor uns gegeben hat. Wir denken daran, was unsere Ahnen für uns geleistet haben. Und, wie es mit dieser Gesellschaft weitergehen soll.

Liebe Kameraden, die Gesellschaft ist in einem Wandel. Ein Wandel kann positiv sein. Oder Wandel kann negativ sein. Ich denke, in unserer Gesellschaft ist sehr viel im Umbruch. Und es ist eben nicht positiv – im Gegenteil. Es ist sogar sehr negativ. Als ich hier heraufgekommen bin – bei Ehrenstein – habe ich eine Tafel gesehen, aus Umweltschutzgründen, für die Natur: Krötenüberquerung. Ja. Da schaut unsere Zeit darauf, dass der Kröterich ordentlich zu seiner Kröte kommt, damit wir in Zukunft weitere kleine Kröten haben werden. Soweit die Natur.

Und wie schaut es derzeit aus in unserer Gesellschaft? Wo man glaubt, es gebe sogar noch Menschen, die zum Beispiel als Landwirtschaftsminister, einen Eid schwören, und dann dazufügen, „beim heiligen Herz-Jesu“. Und, was macht er in Wirklichkeit? Naja, das erste, wenn ein Mikrophon dabei steht, und er vorbei geht und hineinspricht, geht es ihm offensichtlich darum, eine Fernsehsendung ins nächste Mal zur Unterstützung ins Leben zu rufen, die dann heißt: Bauer sucht Bauer.

Momentan ist unsere Gesellschaft auf Grund Medienzeitgeist und sonstiger Einwirkung daran, sich in eine Dekadenz zu begeben, wie sie – und, dass haben Beobachter von außen, auch wenn sie aus Russland kommen mögen – schon erkannt haben, dass der Westen, dass Europa, dass die EU, in einen Bereich der Dekadenz abdriftet, die die Existenz der Gesellschaft an sich in Frage stellt.

Ja, ich möchte es ganz bewusst ansprechen. In den Zeiten, wo beim Europa-Songcontest, ja, ein Transvestit – die hat es immer schon gegeben. Die waren immer irgendwo einmal bei irgendeiner Show dabei, da hat es ein Musical gegeben, da hat es vielleicht einmal einen Film gegeben. Ja, aber das war keine besondere Beachtung. Jetzt, ist es eigentlich, so wie man es glaubt, die Krone der Schöpfung, was sich hier tut. Und der gesamte Genderismus, der auch mit dahinter steckt. Es gibt keine Idee, die absurd genug wäre. Wir haben unlängst einmal geblödelt und gewitzelt und haben gefragt: „Naja, wie schaut denn das eigentlich mit dem Wetterhäuschen aus? Es ist doch verdammt diskriminierend. Erstens ist einmal nur Männlein und Weiblein drinnen. Das ist schon einmal per se ganz schlecht. Dann ist die Frage, warum müssen denn immer nur die Männer das schlechte Wetter anzeigen? Das ist ja wirklich unerhört. Dass es da noch keinen Aufschrei gegeben hat, dass wir noch keine teuren Projekte gehabt haben, um das ganze irgendwann einmal zu durchleuchten. Ein bisschen im Internet nachgesehen. Eine norddeutsche Künstlerin hat bereits 2009 darauf hingewiesen. Ganz ernst. Auf den Genderaspekt des Wetterhäuschens. Das sind Probleme.

Dann haben wir weitergeblödelt und haben gesagt: Unser großer Star, Herr, Frau oder was auch immer Conchita Wurst. Wann die zum Beispiel im Parlament aufs Klo gehen möchte: Für welche der beiden Türen wird er/sie/es sich entscheiden? Oder ist das vielleicht etwas anderes? Warum gibt es da eigentlich kein drittes Klo? Wir haben darüber geblödelt und gewitzelt. In einem Berliner Stadtteil gibt es das bereits. Es gibt bereits das Klo mit drei Türen: Mit Männlein, mit Weiblein und einem Fragezeichen darauf. Es gibt nichts, was nicht so dumm ist, und was man sich im Scherz ausdenkt, was nicht schon wirklich bittere Realität geworden ist.

Für die Zukunft unserer Gesellschaft ein verherrendes Zeichen. Nachdem wir hier auch bei einer politischen Sonnwendfeier sind: Das Wahlergebnis bei der EU-Wahl hat für mich etwas ganz positives gebracht und gezeigt. In den Gemeinden mit 2.000, 3.000, 4.000 Wahlberechtigten – man kann sagen, in den ländlichen Gemeinden -, dort ist es unserer Gesinnungsgemeinschaft gelungen, regelmäßig den zweiten Platz einzuräumen. Weil es die Gemeinden sind, in denen noch eines herrscht – und des wird mit Sicherheit Schwerpunkt der politischen Arbeit in den nächsten Jahren werden: Es geht in Zukunft nicht mehr darum, ob man Links ist, oder Rechts ist. In Zukunft wird es eigentlich nur mehr darum gehen, ob man normal ist oder nicht. Das kann nämlich nicht so sein, dass eine Begrüßung, wenn man aufsteht und sich vorstellt, dass es so heißt: Gestatten, dass ich mich vorstelle, mein Name ist Walter Rosenkranz, ich bin Heterosexuell und ich schäme mich dafür und ich schäme mich fremd. Nein, soweit soll, darf und wird es auch nicht kommen. Weil es sind in tatsächlicher Sicht wirklich nur Fehlleitungen, die hier passieren.

Es hat an sich die Phänomene von einer Sexualität, die in eine andere Richtung geht, hat es immer gegeben. Aber, meistens mit dieser Übertreibung, waren es Zeiten des Endes einer Gesellschaft. Der Untergang einer Gesellschaft in Dekadenz.

Da kann man sich fragen: Was kommt denn nach uns? Wird es dann so normal irgendwie auslaufen? Nein, es stehen schon alle in den Startlöchern, um nur darauf zu warten, uns hier zu übernehmen. Weil wir gerade hier an einem historischen Ort sind. Die Ruine ober uns, die im Zuge der Türkenzüge gegen Wien auch immer der Bevölkerung Schutz geboten hat, so wollen wir sagen: Unsere Gesinnungsgemeinschaft wird auch vor dieser Überfremdung immer Schutz bieten. Wir sind in gewisser Maßen auch eine feste Burg, die uns davon abhalten wird, dass so wie ein – unlängst ein – Privatbesucher aus dem Nahen Osten, aus Kleinasien, der zu uns gekommen ist, gemeint hat, zu denen die schon hier im Land sind: Ihr seid die Enkel des Sulayman des Prächtigen. Sulayman der Prächtige ist der gewesen, der eben Wien belagern liest. Der den goldenen Apfel erobern wollte. Und was in der Türkei noch immer schwer in der türkischen Seele nagt – diese Niederlage vor Wien.

Liebe Kameraden. Es gibt genug, die da schon darauf warten, dass wir in einer Dekadenz untergehen. Und wenn wir die letzten sind, die hier das Feuer aufrecht halten. Die hier auch den Scheinwerfer, diese Licht hinlenken. So, wie wir die Natur schätzen und bei der Natur ist eigentlich die Normalität der Beziehung, die zwischen Mann und Frau. Weil das Grundgesetz der Biologie, dass man für Kinder Mann und Frau braucht, das können nicht einmal unsere Grünen aushebeln. Da sind wir vorne dabei.

In diesem Sinne, hoffe ich, dass noch viele Sonnwendfeiern in diesem traditionellen Sinn, wie wir es verstehen, vergehen werden und kommen werden, damit wir zeigen: Österreich ist ein normales Land.

2. Sonnwendfeier von Barbara Rosenkranz (21. Juni 2014, Kleinrötz/NÖ)

Bei der Sonnwendfeier von Barbara Rosenkranz am 21. Juni 2014 in Kleinrötz/NÖ zeigte sich LABg. Karl Schnell (FPÖ Salzburg) bei seiner Feuerrede vor rund 150 Gästen ebenso kritisch gegenüber „Conchita Wurst“ und den Entwicklungen einer „schwer kranken Gesellschaft“: „Das ist eine Entwicklung, der wir also wirklich einfach in der Gesellschaft entgegenwirken müssen.“ Schnell zeigte auf, dass Toleranz ausgenützt wird und, dass „das ganz normale eigentlich verdrängt wird“. Als einstiger Redner bei der Sonnwendfeier 2008 und im März 2014 bei den deutschen Republikaner sind „Die Guten, die Gutmenschen, die Demokraten“ nicht das, was er sich wünscht und möchte – unter Zurufen der Anwesenden – gewissen Fehlentwicklungen der Gesellschaft entgegenwirken.

„Die Gesellschaft ist schwer, schwer krank.“ – Feuerrede von LAbg. Karl Schnell (Kleinrötz, 21. Juni 2014)

Liebe Kameradinnen, liebe Kameraden,
liebe Freunde.

Wir haben heute einen so wunderschönen Sonnenuntergang erlebt. Es war also fast wie bestellt. 21. Juni, die Sonne am Höchststand, der nördlichen Halbkugel unseres Planeten. Der längste Tag und für mich ein ganz besonderer Tag. Gestern hat die Barbara Geburtstag gehabt, der 21. Juni ist auch der Geburtstag meines Vaters. Und so wie es die Barbara gesagt hat: Wir begehen heute diesen Tag in Ehrfurcht vor der Natur, so wie es unserer Vorfahren auch Jahrhunderte getan haben und noch länger. Und dieser 21. Juni sollte aber auch Gelegenheit sein, ab und zu nachzudenken, über unser Leben, über den Sinn des Lebens. Wo gehen wir hin? Wo geht unsere Gesellschaft hin?

Und in einer Zeit, wo wir fast tagtäglich Neues erfahren durch die Wissenschaft, über unser Universum. Und wir sehen, welche Bedeutung unsere Sonne hat und wie klein wir eigentlich in diesem ganzen Bereich sind, das Milliarden von Galaxien und in diesen Galaxien wiederum Milliarden von Sonnen – wir auf einem Planeten leben, der gerade einen richtigen Abstand zur Sonne hat und wir in dieser habitablen Zone leben und uns entwickelt haben.

Wir sollten aber auch nachdenken. Und das ist mir ein besonderes Anliegen. In einer Zeit, wo uns doch einiges auch in unserem Herzen bedrückt. Was ist der Sinn des Lebens. Wie soll es mit uns, mit unseren Familien, mit unserer Gesellschaft, mit unserem Volk weitergehen? Und da muss man ganz ehrlich sagen, müssen wir wachsam bleiben. Da sollten wir diesen Tag nutzen, die Kraft der Wärme dieser Sonne auch wieder in unserem Herzen zu erwecken, den Mut gewissen Zeitgeistströmungen entgegen zu stellen.

Es ist unsere Gesinnungsgemeinschaft, es sind wir, die also hier den Mut haben müssen, und auch die Kraft aufzubringen, gegen gewisse Fehlentwicklungen der Gesellschaft entgegenzuwirken.

Die Gesellschaft, meine sehr geehrten Damen und Herren, meine lieben Freunde, ist schwer, schwer krank. Ich glaube, dass ich durchaus ein toleranter Mensch bin. Ich bin der Meinung, dass jeder Mensch in seinen vier Wänden tun und lassen kann, was er will. So lange er niemanden psychisch oder physisch weh tut. Aber auf der anderen Seite kann mich niemand zwingen daran – und es ist beschämend – wenn man sieht, wie hier diese Toleranz ausgenützt wird. Und wie hier das ganz normale eigentlich verdrängt wird. Aber, ich sage es ganze ehrlich; in den letzten Wochen. Ich habe die Toleranz, dass mir die Conchita Wurst wurscht ist.

Aber, es wird mich niemand dazu zwingen können, in Freudentränen auszubrechen und diesen Gesang miteinzustimmen. Das ist eine Entwicklung, der wir also wirklich einfach in der Gesellschaft entgegenwirken müssen. Ich habe mir gedacht: Was soll das, wenn sogar die Vertreter der Kirche hier den Hof machen. Wir müssen dann die 10 Gebote umschreiben: Du sollst Vater und Mutter ehren. Wen sollen wir ehren? Du sollst nicht begehren Deines nächsten Frau? Sollst Du begehren Deines nächsten Es? Oder Er? Oder wie ist das zu verstehen?

Meine sehr geehrten Damen und Herren, die Entwicklung ist eine Katastrophe. Wir müssen auch den Mut aufbringen, hier unser Auge zu schärfen, nicht allem Glauben zu schenken, was wir in den Medien lesen, hören oder sehen. Wir müssen wachsam sein und uns kritikfähig halten gegenüber allem, was hier passiert.

Ein Freund von mir hat es einmal ganz treffend, einfach ganz nüchtern, ausgesprochen. Er hat gesagt: Lieber Karl, wenn ich die Zeitung lese, bei der Seite 7 habe ich schon fünf Mal erbrochen. Und er hat Recht. Das, was sich hier abspielt. Wer entscheidet, was gut und böse ist. Was richtig und falsch ist. Das ist einfach himmelschreiend, meine sehr geehrten Damen und Herren.

Die Guten, die Gutmenschen, die Demokraten, die hier glauben, die Welt beherrschen zu müssen. Den Weltpolizisten zu spielen, dann müssen wir uns einmal die Geschichte genau anschauen. Müssen wir mit wachsamen Auge betrachten, was hier passiert. Und für mich, wenn ich schaue, Amerika spielt den Weltpolizisten. Schauen wir an, was in der Ukraine passiert. Schauen uns an, was in Libyen, Syrien, in Ägypten passiert. Überall, wo diese sogenannten Herrschaften und Weltpolizisten ihre Finger im Spiel haben, nur Terror, Mord und Tot. Das ist nicht das, was wir uns wünschen.

Die Politik wird zu einem Dauerkabarett. Es ist einfach beschämend. Und hier haben wir entgegenzuwirken. Hier müssen wir eben das Feuer der Sonne in unseren Herzen wieder entfachen und schauen, dass wir die Kraft aufbringen, dagegen anzukämpfen.

Das, was sich hier abspielt, ist einfach nicht mehr erträglich. Wenn wir uns vorstellen, dass wir überall dort, wo es wichtig ist, einsparen. In der Gesundheit. Zwei Milliarden werden in der Gesundheit bis 2016 eingespart. Bei unserer Sicherheit. Die Polizei bekommt die Überstunden nicht mehr bezahlt. Es werden weitere Polizeiposten geschlossen, die Sicherheit liegt am Boden. Keinen Menschen berührt es, wenn er eine alte Arztwitwe von Tätern überfallen wird und auf grausamste Art und Weise sterben muss, weil man ihr den Kehlkopf eindrückt. Es berührt niemand von der Politik. Jeder schaut weg. Und das kann es nicht sein.

Und auch die Zuwanderung, meine sehr geehrten Damen und Herren. Die Migration. Ich bin auch hier ein toleranter Mensch. Und jeder der mich kennt, auch unsere ausländischen Mitbürger und Mitarbeiter nenne mich zu Hause den Charly-Doktor. Und ich habe, würde wenn ich die Zeit und das Geld hätte, würde ich mir gerne fremde Kulturen und fremde Völker anschauen. Ich achte sie. Ich ehre sie. Ich respektiere sie. Aber eines kann mir niemand verbieten. Dass ich es nicht hinnehme, dass sich die alle in unserem Haus treffen oder in unserem Garten sich sämtliche Kulturen sammeln und nicht unsere Bräuche, unsere Traditionen und unsere Gesetze einhalten.

Und wenn es falsch sein sollte, seine Heimat zu lieben. Und wenn ich da ‚eineschau‘, ich komme zwar vom Gebirge, aber es ist wunderschön hier. Wenn das falsch sein sollte, dann verstehe ich die Welt nicht mehr. Und wenn es Menschen und Politiker gibt, die das noch schüren und sagen – und wirklich das auch noch befürworten: Heimat im Herzen, Scheiße im Hirn. Dann meine sehr geehrten Damen und Herren ist es höchst an der Zeit, höchst an der Zeit, dieser Politik eine Abfuhr zu erteilen. Und sich zu wehren. Nicht einfach zuzuschauen. Die Gleichgültigkeit ist der Nährboden dieser Fehlentwicklung. Und das dürfen wir nicht zulassen. Wir müssen ständig wachsam sein, wir müssen den Mut aufbringen dagegen anzukämpfen, auch wenn es noch so schwierig ist.

Aber das sollte unsere Aufgabe sein. Nicht nur, dass wir das Erbe unserer Eltern und Großeltern und Großeltern-Generation und unserer Vorfahren hochhalten, sondern auch die Zukunft für unsere Kinder gestalten und ermöglicht. Es ist ungeheuerlich, dass wir eine Politik betreiben, wo die Bildung, die Ausbildung unserer jungen Menschen, gerade in einer globalisierten Welt, wo der Kampf immer härter wird, einfach sträflich vernachlässigen. Das sind Dinge, die nicht hinzunehmen sind. Und deswegen gibt es nur eine Kraft. Das ist unsere Gesinnungsgemeinschaft, die hier dagegen ankämpft. Und wir müssen stark sein, wir sollten die Kraft der Sonne in unserem Herzen wieder aufnehmen und uns nicht unterkriegen lassen und hier gemeinsam dagegen ankämpfen, liebe Freunde. Lasst die Kraft der Sonne in unserem Herzen wieder uns den Mut aufbringen, noch vermehrter dagegen anzukämpfen, nicht in Gleichgültigkeit zu versinken, sondern auch hier den Mann und die Frau zu stehen und auch die Wahrheit zu sagen.

So wie es die Kameradschaft, haben wir heute gesungen, auch zwischen Barbara Rosenkranz und mir ist. Und ich vergesse nie, wie sie als einzige gegen die EU-Verfassung aufgestanden ist. Und als einzige den Mut gehabt hat, hier „Nein“ zu sagen. Und genau um das geht es: Nur gemeinsam, wenn wir alle unseren Teil dazu beitragen, dann werden wir eine bessere Zukunft, eine richtige Zukunft in unserem Heimatland für unsere zukünftigen Generationen garantieren können.

Und dazu bitte ich euch: Helfen wir zusammen, dann wehrt auch nicht in Verbittertet den Mund zu halten, sondern sich zu wehren. Dann wird das auch wieder den richtigen Lauf nehmen. Und dazu sollten wir an diesem Tag die Kraft der Sonne nutzen.

Danke vielmals fürs Zuhören.

3. Sonnwendfeier der Österreichischen Landsmannschaft und des Wiener Korporationsringes (18. Juni 2014, Am Cobenzl)

Anders als beim Akademikerball, feierte der WKR am 18. Juni 2014 gemeinsam mit der Österreichischen Landsmannschaft ihre traditionelle Sonnwendfeier ruhig am Cobenzl. Keine Demonstrationen, keine Gegenveranstaltung und keine Sicherheitsvorkehrungen, dafür mit bestem Ausblick vom Cobenzl-Garten auf das nächtliche Wien. Das liegt vermutlich daran, dass die Veranstaltung im Vorfeld nicht breitflächig angekündigt und dadurch keine mediale Berichterstattung erfolgte. Ebenso kam es zu keiner politischen Insziniertung – von welcher Seite auch immer. Besser so, um Ausschreitungen vorzubeugen und die Feierlichkeiten und Gesinnung im kleinen Rahmen unter sich zu bewahren.

Die Veranstaltung war ruhig, wenn gleich nicht unauffällig, da Reden und Musik weit über den Cobenzl hörbar und vom Parkplatz gut einsichtbar waren. Drei Euro Eintritt, dazu gab es ein Programm mit Liedtexten und wahlweise Eckert-Ausgaben zum Erwerb. Rund 100 Burschenschafter, Vertreterinnen der Mädelschaft und SympathisantInnen feierten eine der wohl wenigen Sonnwendfeiern nach klassischem Muster: Strukturierter Ablauf, Begrüßungsreden und Feuersprüche wurden mit alt bekanntem Liedgut ergänzt: Bozener Bergsteigerlied, Flamme empor, Der gute Kamerad, Die Gedanken sind frei und Die freie Republik. Die Feuerrede wurde diesmal durch Verena Inauen von der Wiener Akademischen Mädelschaft Nike abgehalten.

Wir sind keine Europäer, wir sind Deutsche

Dass sich Tischgespräche um deutschnationale Themen handelten, oft das N-Wort fiel, abfällig über Zuwanderer gesprochen wurde und man sich über Anekdoten aus dem Krieg unterhielt, überrascht und schockiert nicht mehr. Ein Sympathisant der Partei „EU-STOP“ war mit auffallendem T-Shirt mit eigens geschriebenen kritischen EU-Parolen und Buttons vor Ort, um „Interessierte“ für seine EU-kritischen Themen zu finden. Die Antwort und Botschaft einer Anwesenden auf die Suche nach Unterstützung war eindeutig: „Wir sind keine Europäer, wir sind Deutsche.“

Besonderer Gast: Ritterkreuzträger Max Zastrow

Mit dem Unteroffizier Max Zastrow wurde zu Beginn ein ganz besonderer Gast angekündigt und begrüßt: ein Kriegsveteran und der letzte noch lebende Wiener Ritterkreuzträger. Das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ist eine Stufe des Eisernen Kreuzes, das am 1. September 1939 anläßlich des Polenfeldzuges von Adolf Hitler neu gestiftet wurde 2. Verliehen wurde es Zastrow im März 1944 (Deutsche Wochenschau) „nach der Zerstörung drei russische Bunker ohne Hilfe seiner Kameraden“ 3. Seine Anekdoten gibt es im Buch „Max Zastrow – Der Gefreite mit dem Ritterkreuz“ nachzulesen.

Von Grevesmühlen bis zum Annaberg

In rechten Kreisen dürfte Max Zastrow lt. Recherchen durchaus bekannt sein. So hatte Zastrow im März 2011 einen Auftritt bei Neonazis als Redner „aus der Ostmark“ in Grevesmühlen, zeigt die rechtsextreme 4 Online-Plattform MUPINFO. Grevesmühlen sei übrigens 2011 die Festung der Extremisten und Tummelplatz der rechten Szene in Deutschland gewesen.

2007 war Max Zastrow zu Gast bei der „Annaberg Gedenkfeier“ in Deutschland. Einem Treffen von RechtsextremistInnen, bei der TrachtenträgerInnen mit schwarz-weiß-roten Fahnen sowie neonazistische Skinheads Seite an Seite stehen. Zastrow wird dort als „prominenter Teilnehmer“ neben Burschenschaften, NPD-PolitikerInnen und Gudrun Burwitz gesehen. 5

AULA und Erlebnisgeneration „Initiative Wehrbereitschaft“

aulaIn der rechtsextremen Zeitschrift AULA finden sich im Oktober 2012 vielsagende Würdigungen zu Zastrow, der „auch sieben Jahrzehnte nach seinem tollkühnen Einsatz an der Ostfront der alte geblieben ist, nach wie vor sozial & national denkt und zeitgeistige Narreteien strikt ablehnt.“ 6 Abschließend wird Zastrow mit einem Gedicht vom „großartigen Josef Weinheber“ 7 gehuldigt. Auch hier mal ganz kurz nachrecherchiert: Weinheber war prononcierter NS-Poet und wichtiger Akteur in der Kulturpolitik des Dritten Reichs, verherrlichte den „von Gott gesandten Führer“ und rühmte dessen Machwerk „Mein Kampf“. 8

Weiters tauchte Zastrow 2000 als Mitglied der „Initiative Wehrbereitschaft“ auf 9. Die „Initiative Wehrbereitschaft“ hatte Schulen Zeitzeugen für Referate angeboten. Einige dieser Referenten galten laut „profil“ und dem grünen Abgeordneten Karl Öllinger als rechtsextrem. 10. Nach einer sofortigen Untersuchung des Projekts „Zeitzeugen der Wehrmacht“ der damaligen Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer 11 wurde am 21. März 2000 auch parlamentarisch behandelt 12. Letztlich sind Redner der „Initiative Wehrbereitschaft“ an österreichischen Schulen nicht zum Einsatz gekommen: „Extremismus, gleich welcher Art, hat an den Wiener Schulen nichts zu suchen“, so der damalige Wiener Stadtschulratspräsident Kurt Scholz. 13.

„Was geschieht, wenn die Deutschen zusammenhalten. Wenn wir gemeinsam etwas zu sagen haben? Das weiß diese intolerante und gewaltbereite Hetzgesellschaft ganz genau. “ – Feuerrede von Verena Inauen (Am Cobenzel, 18. Juni 2014)

„Es bleibt einem jeden immer noch so viel Kraft, dass auszuführen, wovon er überzeugt ist“, sagte einst schon Johann Wolfgang von Goethe.

Werte Damen und Herren, liebe Gäste und Freunde. Heute Nacht wendet sich die Sonne. Ab heute werden die Tage wieder kürzer. Doch nun erwartet uns erst der warme sonnendurchflutete Sommer. Eine hohe Zeit, mit Licht und Wärme. Und mit der später bevorstehenden Ernte. Wende ich aber meinen Blick weg von der Natur, hin zu unserem gesellschaftlichen Umfeld, sehe ich, dass wir in einer ebenso heiteren Welt leben. Entgegen allem Seufzen und Klagen, leben wir im Vergleich zu früheren Zeiten, heute, in der Zeit des Lichtes.

Das soziale Netz ist dicht. Sehr dicht gewebt. Und doch, unsere Tage werden finsterer. Die Menschen fühlen es. Die Besorgnis nimmt zu. Erst kürzlich durften die europäischen Völker das Europäische Parlament wählen. Brot und Spiele. Dem Volk immerhin noch das Gefühl geben, irgendwie wichtig zu sein. Allein, ein bitterer Beigeschmack.

Dieses Parlament hat keine gesetzbildende Funktion – die alle paar Jahre gewählten nationalen Parlamente kaum noch 14.

Wesentliche Befugnisse, die eigentlich unter die Eigenstaatlichkeit fallen sollen, wurden an nichtgewählte und nichtwählbare Institutionen abgegeben. Die Völker Europas verfügen nicht mehr über die Entscheidungshoheit über ihre Währung, ihre Finanzen und ihr Budget. Die Europäische Kommission – nicht unsere gewählte Regierung -, oder das von uns gewählte Europaparlament entscheidet, wie groß das Defizit und die Schulden eines Staates sein dürfen. Ebenso entscheidet nicht die gewählte Regierung, wie viel Geld der Steuerzahler, Wähler an Brüssel überweist. Die Europäische Union legt fest, wie viel Geld sie von uns will. Dass sich kein Widerstand gegen dieses wohldurchdachte System bilden kann, ist doppelt abgesichert.

Zum einen wird die Meinungsvielfalt immer stärker mit der sogenannten politischen Korrektheit gesteuert und mit Hilfe der bestimmenden Medien eingeschränkt. Und zum anderen ist es ein fataler Irrtum zu glauben, dass derjenige, dem man das Sprechen und Schneiden beschneidet, noch frei denken kann.

Es gibt keine Freiheit des Denkens, ohne die Möglichkeit, einer öffentlichen Mitteilung des Gedachten. Gedankenfreiheit bedeutet mittlerweile für die meisten Menschen nämlich nur noch die Möglichkeit zwischen einigen wenigen Argumenten und Ansichten auszuwählen, die von einer kleinen Minderheit öffentlich Redender und Schreibender verbreitet worden sind. 15

Roger Köppel von der Schweizer Zeitschrift „Weltwoche“ formulierte es so: „Es lässt sich eben leichter reagieren, wenn das Spektrum der erlaubten Gedanken von vornherein darauf beschränkt wird, was die Regierenden für richtig halten.“ 16

Abweichende Meinungen und Argumente werden als Folge dessen nicht gegeneinander abgewogen, verifiziert oder falsifiziert. Nein, sie werden als unmoralisch verurteilt.

Man kritisiert abweichende Meinungen nicht mehr. Man hasst sie einfach. Wer widerspricht, wird nicht widerlegt, sondern zum Schweigen gebracht. 17

Wer heute nicht-linke Meinungen öffentlich bekundet, muss mit Gegenaufmärschen, Einschüchterungen und – ja -, Menschenjagden rechnen. 18

Und nicht jeder. Nicht nur Journalisten und Meinungsmacher. Die meisten im Lande finden das normal. Wir überlegen uns, in einer solchen Lage zwangsläufig gut, ob wir uns unsere freie Meinung diesen Preis auferlegen. Sozial isoliert, angeprangert, verleumdet und diffamiert zu werden. 19

Diese Verschiebung des politischen Spektrums und Wertesystems zu Gunsten der Linken ist Programm. 20

Programm von ganz oben.

Sehr geehrte Damen und Herren. An diesem Punkt stehen wir. Gewalt gegen Personen, die nicht linke Meinungen offen bekunden, wird zusehends legitimiert bzw. verniedlicht mit dem Euphemismus, berechtigter Protest besorgter Bürgerinnen und Bürger. Und dann folgt, die zum Glück für diese Fälle erfundene „Zivilgesellschaft“. Für die selbsternannten Guten ist es nämlich schon Provokation genug, eine andere Meinung zu haben und zu ihr auch noch zu stehen.

Legitimation genug, die verbrieften, juristisch abgesicherten Bürgerrechte zu beschneiden. Und trotzdem muss es erlaubt sein. Trotzdem sagen wir frei: Und keine Einschüchterung der Welt macht die Probleme in diesem Land ungeschehen und ungesehen. Denn wir sehen hin. Wie sehen die Probleme. Unser Rechtssystem wird von sehr vielen neu Hinzukommenden nicht akzeptiert. 21

Es wird nicht akzeptiert und unterwandert. Dafür müssen wir jedoch Verständnis zeigen. Immer mehr Menschen aus völlig anderen Kulturkreisen, mit einem anderen Rechtsverständnis und anderen Ansichten zu religiöser Toleranz kommen zu uns. Und wir haben das als Bereicherung zu empfinden. Wenn der Ultra-Muslime Premier Erdogan morgen an einem christlichen Feiertag seine Wahlkampfrede in Wien hält, sieht unsere Regierung ohnmächtig zu.
Die heimische Systempresse spielt der linken Gesellschaft in die Hände, um ihre eigenen fragwürdigen Vorstellungen von Politik zu proklamieren. Die originellsten Minderheiten genießen einen überdimensionalen Einfluss bei Film- und Medienschaffenden. Und wir werden als unmodern und ewiggestrig diskreditiert.

Nur, weil wir bei diesem würdelosen Schauspiel einfach nicht mitmachen und stattdessen unseren Werten und Einstellungen treu bleiben möchten. Doch wir müssen den ungehinderten Zustrom von Fremden gut heißen. Die Familie ist mittlerweile nur noch gleichwertig neben anderen Formen des Zusammenlebens, obwohl sie unsere Existenz sichert. Wir müssen muslimische Parallelgesellschaften in unserem Staat akzeptieren. Unsere eigene Kultur hintenanstellen. 22

Wir müssen genauso das Entstehen von rechtsfreien Räumen dulden, welche die mittlerweile radikale und salonfähige Linke propagiert. Und letztendlich sollten wir vor diesem System einen Kniefall machen und für unsere eigene Heimat, unsere Werte und Traditionen keinerlei Respekt mehr fordern können. Und doch lassen wir all diese systematischen Vorgaben nicht auf uns sitzen. Wir alle stehen heute hier, weil wir nicht aufgegeben haben. Und nicht aufgeben werden. Wir haben Sehnsucht. Sehnsucht nach einem Wandel. Nach einer politischen Stimme, die aktiv, nein tatsächlich effektiv für unser Land handelt. Die auch Nein-Sagen kann. Und sich nicht einzig allein in der Konsens-Rhetorik wohlfühlt.

Eine Stimme, die für ein Land, in das am liebsten die halbe Welt einwandern würde, auch einmal Verständnis und Respekt einfordert. Und, die den Menschen, die arbeiten und die ihre Steuern zahlen, für sich und für manch andere in Europa gleich dazu, ein Fünkchen Selbstachtung entgegen bringt. 23

Wir brauchen dringend wieder eine Betonung kollektiver Rechter als Gemeinschaft. Als Volk und als Nation. Aktives Handeln und Verteidigung unserer Werte sind angebracht. Es gibt nicht nur individuelle Rechte und Menschenrechte, die das Leben lebenswert machen. Es gibt auch etwas dazwischen, das unser Leben stärker als alles andere prägt. Und dies sind unsere Werte. Unsere Familie und unsere Nation, für die es sich einzustehen lohnt.

Und damit ist die Bewahrung unserer deutschen Identität, unserer Sprache und Kultur für uns alle, wie schon für so viele vor uns, das Gewissensthema unserer Epoche geworden. 24

Wir haben es seit der letzten Sonnwendfeier mehrmals öffentlichkeitswirksam erlebt, wenn die sogenannte Linke-Toleranz auf andere Meinungen stößt. Viele wurden an ihrem vermeintlichen Recht auf freie Meinungsäußerung allein schon bei dem Besuch von völlig legitimen Veranstaltungen gehindert. Nämlich mit Gewalt gehindert. Auch ich wurde, wie so viele andere, durch meine Kleidung als Ballbesucherin identifiziert. Angegriffen und beschimpft. Doch nicht grundlos. Eine freie Meinung zu haben ist für das linke Narrativ Grund genug. Es ist ausreichend, um mit Gewalt gegen diese unliebsame Erscheinung vorzugehen. Nicht nur darum, aber erst recht deshalb stehe ich hier. Stehe ich hier vor Ihnen. Und getreue mich, für viele zu sprechen.

Denn ich habe diesen Menschenschlag etwas zu sagen. Klar und deutlich. Wir lassen uns nicht einschüchtern. Wir denken. Wir denken und wir sprechen frei. Wir stehen hier. Und, egal wo wir stehen, wir stehen wieder auf. Denn wir haben etwas zu sagen. Wir haben eine Stimme. Und wie laut diese Stimme werden kann.

Was geschieht, wenn die Deutschen zusammenhalten. Wenn wir gemeinsam etwas zu sagen haben? Das weiß diese intolerante und gewaltbereite Hetzgesellschaft ganz genau.

Werte Damen und Herren. Heute wendet sich die Sonne. Sie wendet sich aber nicht von uns ab. Sie beschreitet nur neue Bahnen. Arbeiten wir daran, dass sich in unserem Land, in ganz Europa, die Zeiten und die Politik wendet. Arbeiten wir gemeinsam, nicht einsam und gegeneinander. Stehen wir zusammen. Nützen wir die Stärken und vereinen wir unsere Stimme. Bewahren wir gemeinsam die Flamme, die in uns allen brennt.

Heil Sonnwend!

Quellen und Fußnoten:

  1. http://suite101.de/article/sonnenwende-bedeutung-feiern-und-brauchtuemer-a50833, abgerufen am 28.06.2014
  2. http://de.metapedia.org/wiki/Ritterkreuz_des_Eisernen_Kreuzes
  3. http://forum.axishistory.com/viewtopic.php?f=5&t=55810, Übersetzung vom Englischen ins Deutsche. Original: „after destroying three russian bunkers without help of his company“ (abgerufen am 24.06.2014)
  4. Tel. Gespräch mit Redakteuren von http://www.bnr.de/ „Blick nach Rechts“ am 1. Juli 2014
  5. https://www.yumpu.com/de/document/view/4606017/was-tun-was-tun-gew-landesverband-bayern/15DDS – Zeitschrift der Gewerkschaft Erzeihung und Wissenschaft, Landesverband Bayern, Seite 15, Mai 2007
  6. AULA, Oktober 2014, Seite 22.
  7. AULA, Oktober 2014, Seite 22.
  8. http://derstandard.at/1371171025685/Einzementiertes-Bekenntnis-zu-Josef-Weinheber, Einzementiertes Bekenntnis zu Josef Weinheber, 30. Juni 2013 (angerufen am 01.07.2014
  9. Zeitzeugenliste, Arbeitskreis Wehrmachtsausstellung vom 13.12.1999
  10. Wiener Zeitung: Gehrer untesagt rechtsextreme Redner an Österreichs Schulen, 07.03.2000 (abgerufen am 01.07.2014)
  11. http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20000305_OTS0009/profil-rechtsextreme-als-zeitzeugen-in-schulen, Profil: „profil“: Rechtsextreme als Zeitzeugen in Schulen (05.03.2000), abgerufen am 01.07.2014
  12. http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXI/J/J_00536/fnameorig_000000.html
  13. Wiener Zeitung: Gehrer untesagt rechtsextreme Redner an Österreichs Schulen, 07.03.2000 (abgerufen am 01.07.2014)
  14. http://www.fpoe.at/news-detail/news/hernals-keine-farce-aus-der-d/ (abgerufen am 19.06.2014)
  15. http://www.focus.de/wissen/mensch/philosophie/tid-20094/debatte-die-neuen-jakobiner_aid_550734.html (abgerufen am 19.06.2014)
  16. http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/maulkorb_fuer_deutschland/ (abgerufen am 19.06.2014)
  17. http://www.focus.de/wissen/mensch/philosophie/tid-20094/debatte-gut-artikulierte-minderheiten_aid_560031.html (abgerufen am 19.06.2014)
  18. http://www.sezession.de/45087/identitaere-demonstration-in-wien-linke-gewalt-und-polizeigewalt.html/3 (abgerufen am 19.06.2014)
  19. http://islamnixgut2.blogspot.co.at/2014/05/identitare-demonstration-in-wien-linke.html (abgerufen am 19.06.2014)
  20. Leserbrief auf FAZ-Artikel von Hermann Hartmann (Hillerse) in http://www.pi-news.net/2014/05/europa-hasser-faz-duemmer-als-ihre-leser/ (abgerufen am 19.06.2014)
  21. Leserbrief auf FAZ-Artikel von Hermann Hartmann (Hillerse) in http://www.pi-news.net/2014/05/europa-hasser-faz-duemmer-als-ihre-leser/ (abgerufen am 19.06.2014)
  22. Leserbrief auf FAZ-Artikel von Hermann Hartmann (Hillerse) in http://www.pi-news.net/2014/05/europa-hasser-faz-duemmer-als-ihre-leser/ (abgerufen am 19.06.2014)
  23. Leserbrief auf FAZ-Artikel von Hermann Hartmann (Hillerse) in http://www.pi-news.net/2014/05/europa-hasser-faz-duemmer-als-ihre-leser/ (abgerufen am 19.06.2014)
  24. http://www.parlament.gv.at/pd/stvorwww/XXIV/NRSITZ/NRSITZ_00100/A_-_18_38_52_Abgeordnete_Mag__Heidemarie_Unterreiner__FPO_.pdf (abgerufen am 19.06.2014)
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Der Weg zur politischen Bildung führt bei neuwal über Onlinejournalismus und neuen Formaten. Ich liebe Digital, Medien, Politik und lebe den Digital Mindshift. Am liebsten setze ich für Medienunternehmen strategisch und operativ neue Formate und digitale Produkte um. 8 Jahre Führungspositionen im Bereich Global Digital Strategy in internationalen Konzernen - seit einigen Jahren selbständig in den Bereichen Digitale Transformation, Digitale Strategie, Media Strategy, Digitales Marketing, Innovation und Web-Technologie. Nebenbei Bike and Yoga. Making journalism and politics a better place.