Der Präsident der Russischen Föderation, Vladimir Wladimirowitsch Putin war am Dienstag Nachmittag zu einem Arbeitsbesuch in Wien. Am Programm standen ein Pressegespräch mit Bundespräsident Fischer, ein kurzes Treffen mit Kanzler Faymann, ein Termin in der Wirtschaftskammer sowie eine Kranzniederlegung beim Heldendenkmal am Schwarzenbergplatz.

Bei den Gesprächen ging es neben Menschenrechten (für Putin ein „virtuelles Problem“) und dem Ukraine- Konflikt und der Halbinsel Krim (für Putin vergleichbar mit dem Kosovo) um die eben unterzeichneten Verträge zur Errichtung der  „South Stream“-Gaspipeline. Das Projekt sei ein sinnvoller Schritt um die Energiesicherheit in Europa auszubauen.

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Drei Hubschrauber kreisten gleichzeitig über der Stadt. Mehrere Demonstrationen waren angemeldet, darunter ein „Regenbogenmarsch“ der auf die Diskriminierung und Verfolgung von Homosexuellen in Russland hinwies, ein Pro- Ukrainischer Demozug sowie eine Pro- Russische Demonstration. Nach der Kranzniederlegung am Schwarzenbergplatz endete der Arbeitsbesuch gegen 20 Uhr ohne Zwischenfälle.

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Daniel Weber, geboren 1980 im weststeirischen Voitsberg, lebt seit 2001 in Wien. Der Behindertenbetreuer studiert Bildungswissenschaften und ist bei neuwal verantwortlich für das Ressort Protest-Aktion-Demonstration.
  • Paul

    Bin sehr froh darüber, dass Österreich diese Hetze gegen Russland nicht mit macht.
    Denn keiner kann mir erklären, warum man ständig mit der Ukraine verhandelt, aber nicht mit Russland, und dann sogar einseitige Sanktionen verhängt.
    Wenn man einen Streit schlichten will muss man selbstverständlich mit beiden Seiten reden, und versuchen, sie zu verstehen.