Viel wurde berichtet und von diversen Medien wurde eine Eskalation herbeigeschrieben. Nach der Demonstration gegen den Aufmarsch der „Identitären“ vor rund drei Wochen fand Mittwoch Abend in Wien eine vollkommen friedliche Demonstration gegen das „Fest der Freiheit“ statt.

Jenes „Fest der Freiheit“, ein geplanter Aufmarsch von deutschnationalen, rechtsextremen Burschenschaftern, fand zwar nicht, bzw. in kaum merkbarem Ausmaß statt, bis zu 2000 Gegendemonstrantinnen (laut Polizeiangaben „über 1000) wurden dennoch von einem Großaufgebot der Polizei durch Wien begleitet. Die Demonstration führte vom Universitätsring über das Parlament, den Schwarzenbergplatz und über den Stephansplatz sowie die Rotenturmstraße zurück zur Universität Wien.

Eine neuwal Fotostrecke:

Nach dem offiziellen Ende der Demonstration kam es in der U2 Station Schottentor zu einem Zwischenfall, als mehrere Beamte in die Station stürmten und eine Person überwältigten. Es kam zu einem kurzen Tumult. Zumindest eine Person wurde verletzt. Nach wenigen Minuten zog sich die Polizei zurück und die Situation beruhigte sich. Ob und wie diese Aktion in Zusammenhang mit der Demonstration stand war zunächst unklar.

Gegen 21.30 Uhr war ein Teil der Innenstadt durch die Einsatzkräfte abgeriegelt. Ein Zugang zur Herrengasse war von der Schottengasse aus nicht mehr möglich. Innerhalb weniger Minuten fand dann, im abgesperrten Bereich, doch der angekündigte Marsch von bis zu 120 (Polizeiangabe) Burschenschaftern statt. Dieser löste sich allerdings rasch wieder auf und zerstreute sich in den angrenzenden Bierlokalen.

 

LINK zum Fotoalbum auf Flickr.com
 
Weitere FOTOS:
© Martin Juen
© Andreas Edler
The following two tabs change content below.
Daniel Weber, geboren 1980 im weststeirischen Voitsberg, lebt seit 2001 in Wien. Der Behindertenbetreuer studiert Bildungswissenschaften und ist bei neuwal verantwortlich für das Ressort Protest-Aktion-Demonstration.