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Nun, wer hat das Wahlergebnis für die EU-Wahl in Österreich richtig prognostiziert?

Auf Basis des derzeit vorliegenden Wahlergebnis vom 25.05.2014, 23 Uhr zeigt sich folgendes Ergebnis: Unique Research liegt mit einer Gesamtabweichung von 6.35 Prozentpunkten am nähsten beim vorl. Wahlergebnis. Zusätzlich zur geringen Abweichung wurde auch die Reihenfolge der Parteien richtig prognostiziert. Die Umfrage hatte eine Befragungsgröße von 500 und wurde am 17.05.2014 in profil veröffentlicht.

Details: http://neuwal.com/wahlumfragen/compare-eu14.php?cid=44

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Digitaler und Politischer Entrepreneur - Der Weg zur Politischen Bildung führt bei neuwal über Onlinejournalismus und neuen Formaten. Ich liebe Digital, Medien, Politik und lebe den Digital Mindshift. Am liebsten setze ich für Medienunternehmen strategisch und operativ neue Formate und digitale Produkte um. 9 Jahre Führungspositionen im Bereich Global Digital Strategy in internationalen Konzernen - seit einigen Jahren selbständig in den Bereichen Digitale Transformation, Digitale Strategie, Media Strategy, Digitales Marketing, Innovation, Web-Technologie. Nebenbei Bike and Yoga. Making journalism and politics a better place.
  • Aber was machen wir jetzt mit dem Wissen, dass dieses vorläufige Endergebnis mit dem echten Endergebnis nicht genug zu tun hat, um hier Abweichungen auf Hundertstelprozent genau zu errechnen, sondern zb bei FPÖ und Grünen noch ein Prozent oder mehr abweicht? 😉

  • Und ein zweites Thema: Trägt es nicht zum Unverständnis über Wahlumfragen bei, wenn man so tut, als wären diese Zahlen dort oben trotz Schwankungsbreite tatsächlich punktgenau so gemeint gewesen?

  • Good points.
    (1) Unverständnis bei Wahlumfragen: Denke, es hilft eher, Wahlumfragen besser zu verstehen und deren Erwartungshaltungen in entsprechend richtigere Bahnen zu lenken. Hängt davon ab, wie Wahlumfragen gelesen und interpretiert werden. Was ich in den letzten Jahren gelernt habe: Wahlumfragen sind nicht mehr als ein Trend, geben eine ungefähre Richtung in einem definierten Rahmen, der sich u.a. nach der Schwankungsbreite orientiert, vor. Nicht mehr – und nicht weniger. Nach der Schwankungsbreite, da es eine der wenigen offiziellen Messgrößen ist, mit denen gerechnet und der Rahmen definiert werden kann.

    (2) Eine Wahlumfrage kann mir eine Idee geben, wo ich – auf Grund der derzeitigen Stimmung, der derzeitigen Themen und öffentlichen Diskurse – mit einer Gruppierung innerhalb einer bestimmten Zielgruppe stehe. Daher zählen eigentlich lediglich die Umfragen der letzten Woche/der letzten beiden Wochen, um eine Aussage für die Wahl zu treffen. Und daher sind es meistens die Umfragen in der letzten Woche, die am naheliegensten sind (vgl. AT oder D). Das hilft m. M. nach dazu bei, Wahlumfragen richtig zu verstehen (ad 1).

    (3) Zur Analyse: Eine Abweichung von +/-1 oder 1.5 Prozentpunkte von einer Prognose zum Wahlergebnis finde ich ganz gut, die richtige Reihenfolge bei dieser Wahl zu prognostizieren ebenso. Unique Research liegt auch nach der aktuellen Hochrechnung inkl. Wahlkarten (26.05.2014, 13:50 auf orf.at) noch gleich gut im Rennen.

    (4) Ein entscheidender und fairer Punkt in all den letzten Jahren ist die Schwankungsbreite geworden, die auch diesmal bei der Evaluierung Umfrage vs. Ergebnis miteingebaut wurde. Denn – nach Analyse von fünf Ländern – gibt es kaum Umfragen, die bei allen Prognosen innerhalb der Schwankungsbreite liegen.

    (5) Dennoch scheint es, dass Österreich einer der präziseren Wahlumfragenländer ist. Analyse läuft.

    (6) Eine Wahlumfrage ist nicht schlecht – lediglich eine schlechte Interpretation der Wahlumfrage ist schlecht.