Im Mai 2014 finden in der ganzen EU die Wahlen zum Europäischen Parlament statt. Die Wahlbeteiligung sinkt immer weiter und wir bei neuwal.com leisten einen Beitrag, um die Bevölkerung zum Wählen zu motivieren. Daher klären wir einige wichtige Fragen, die das EU-Parlament betreffen.

neuwal-euEin Spaziergang durch die EU-Institutionen

Was ist das EU-Parlament?

Das EU-Parlament – auch Europaparlament oder EP – ist eine der Institutionen der Europäischen Union. Es wird alle fünf Jahre von den BürgerInnen aller EU-Mitgliedsländer gewählt, so auch im kommenden Mai 2014. Wir ÖsterreicherInnen werden 18 MandatarInnen wählen können, die Österreich nach Brüssel bzw. Strassburg ins EP entsendet.

Wie lange gibt es das EU-Parlament schon?

Analog zu den Vorläuferorganisationen der EU gibt es das EU-Parlament ebenfalls seit über einem halben Jahrhundert, genauer gesagt seit 1952 – als parlamentarische Versammlung der EGKS (Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl). Mitglieder der EGKS waren damals die BRD, Frankreich, die BENELUX-Staaten sowie Italien. Schon damals erfolgte die Zusammenarbeit der Abgeordneten nicht nach Herkunft, sondern nach Fraktion. Es gab eine christdemokratische, eine sozialistische und eine liberale Fraktion sowie einige freie Abgeordnete. 1962 erhielt das EP seinen heutigen Namen. 1979 fanden das erste Mal Direktwahlen statt, wie wir sie heute kennen. Die verschiedenen Verträge der EU, zuletzt der Vertrag von Lissabon, haben auch immer die Kompetenzen des EP neu geregelt, wodurch es von einem bloßen Kontrollorgan zu einem gleichberechtigten Teil der europäischen Gesetzgebung wurde. 1

© Communautés européennes 1960
Eine Parlamentssitzung 1960 (© Communaut © s europ © ennes 1960)

Was ist das Besondere am EU-Parlament?

Das EP ist die einzige Institution der Europäischen Union, die direkt von den UnionsbürgerInnen gewählt wird. Außerdem ist es die einzige überstaatliche Organisation auf der Welt, die in speziellen Wahlen und in allen Ländern zeitgleich und direkt gewählt werden kann. Auffallend ist allerdings, dass das Wahlrecht in den verschiedenen Mitgliedsländern Unterschiede aufweist, vor allem, was die Prozenthürden oder das Wahlalter betrifft. Im EU-Parlament gibt es im Gegensatz zu nationalen Parlamenten keine Regierungsfraktion und Opposition, wodurch es immer verschiedene Mehrheiten gibt. Meistens verbünden sich die großen Fraktionen, um gemeinsam gegen die anderen Institutionen der EU auftreten zu können. 2

Wie viele Abgeordnete sitzen im EU-Parlament, wie viele werden es nach der nächsten Wahl sein?

Die Anzahl der Abgeordneten hat sich in den letzten Jahren öfters geändert. Einerseits müssen natürlich EU-Erweiterungen berücksichtigt werden, wie zuletzt der Beitritt Kroatiens 2013. Daher besteht das EP momentan aus 766 Abgeordneten (übrigens mit einem Frauenanteil von 35 %). Nach der Wahl im Mai 2014 wird die Anzahl der Abgeordneten reduziert: Es gibt dann nur noch 750 Mandatare und Mandatarinnen sowie eine(n) PräsidentIn. 3 4

Martin Schulz, Präsident des EP (© European Union 2012 EP/Pietro Naj-Oleari)
Martin Schulz, Präsident des EP (© European Union 2012 EP/Pietro Naj-Oleari)

Wie viele Abgeordnete kommen aus Österreich?

Fraktion Spektrum Sitze AT DE
EVP Christdemokraten 275 6 ÖVP 42 Union
S&D Sozialdemokraten 194 5 SPÖ 23 SPD
ALDE Liberale 85 1 parteilos 12 FDP
GRÜNE/EFA Grüne 58 2 Grüne 14 Grüne
ECR Konservative 56
GUE/NGL Linke 35 8 Linke
EFD EU-Skeptiker 32
Fraktionslos 31 1 MATIN
2 FPÖ
1 REKOS
1 parteilos
Summe 766 19 99

Mandate der einzelnen EU-Fraktionen 5

Aktuell sitzen 19 Vertreter Österreichs im EU-Parlament:

Mag. Jörg LeichtfriedSPÖS&DMag. Evelyn RegnerSPÖS&DDr. Hannes SwobodaSPÖS&DDr. Josef WeidenholzerSPÖS&D

Heinz K. Becker ÖVP EVP
Mag. Martin Ehrenhauser parteilos Fraktionslos
Karin Kadenbach SPÖ S&D
Mag. Othmar Karas ÖVP EVP
Elisabeth Köstinger ÖVP EVP
Dr. Eva Lichtenberger Grüne GRÜNE/EFA
Mag. Ulrike Lunacek Grüne GRÜNE/EFA
Dr. Hans-Peter Martin MARTIN Fraktionslos
Andreas Mölzer FPÖ Fraktionslos
Mag. Franz Obermayr FPÖ Fraktionslos
Dr. Hubert Pirker ÖVP EVP
Dr. Paul Rübig ÖVP EVP
Mag. Dr. Richard Seeber ÖVP EVP
Mag. Ewald Stadler REKOS Fraktionslos
Mag. Angelika Werthmann parteilos ALDE

Österreichische MEPs 6
Somit besitzen die ÖVP aktuell 6 Mandate, die SPÖ 5 Mandate, die FPÖ sowie die Grünen 2, die REKOS 1. Zwei Politiker, ehemalige Mitglieder der Liste Martin, sind nunmehr parteilos. Für die europäischen Fraktionen bedeutet das: 6 Mitglieder sind in der Fraktion der EVP, 5 in der S&D, 2 in der Grüne/EFA, eine in der ALDE und fünf Mitglieder sind fraktionslos. Einen Überblick mit Links über alle Europaabgeordnete aus Österreich findet man auf der Website des Österreichischen Informationsbüros für das Europäische Parlament.

Nach der Wahl im Mai 2014 hat Österreich statt 19 künftig 18 Mandatare. 7

Bundeskanzler Werner Faymann vor dem EP (© European Union, 2013, EP)
Bundeskanzler Werner Faymann vor dem EP (© European Union, 2013, EP)

Wie entscheidet sich, wie viele Sitze die einzelnen Mitgliedsländer bekommen?

Nachdem die MEPs (Members of the European Parliament) offiziell nicht Länder, sondern BürgerInnen vertreten, ist die Frage, wie viele Stimmen ein Land bekommen soll, nicht so wichtig wie in anderen EU-Institutionen. Trotzdem wurde zuletzt 2009 beim Vertrag von Lissabon intensiv über dieses Thema verhandelt. Laut diesem Vertrag bewegt sich die Anzahl der Sitze pro Mitgliedsland nun zwischen 96 (Deutschland) und 6 (u.a. Malta). Grundsätzlich gilt: Je mehr Einwohner, desto mehr Abgeordnete im EP, wobei hier keine proportionalen Verhältnisse vorliegen, weil die Bevölkerungsunterschiede zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten zu groß sind. Die Anzahl der Abgeordneten pro Land orientiert sich also an der Einwohnerzahl, ist schlussendlich aber Ergebnis von Verhandlungen. 8

Fraktion Spektrum Sitze
EVP Christdemokraten 275
S&D Sozialdemokraten 194
ALDE Liberale 85
GRÜNE/EFA Grüne 58
ECR Konservative 56
GUE/NGL Linke 35
EFD EU-Skeptiker 32
Fraktionslos 31
Summe 766

Mandate der Fraktionen in den EU-Staaten von 2009-2014 9

Mandate in den einzelnen EU-Staaten

Land Mandate
2009 2011/13 2014
Belgien 22 22 21
Bulgarien 17 18 17
Dänemark 13 13 13
Deutschland 99 99 96
Estland 6 6 6
Finnland 13 13 13
Frankreich 72 74 74
Griechenland 22 22 21
Irland 12 12 11
Italien 72 73 73
Kroatien (12) 11
Lettland 8 9 8
Litauen 12 12 11
Luxemburg 6 6 6
Malta 5 6 6
Niederlande 25 26 26
Österreich 17 19 18
Polen 50 51 51
Portugal 22 22 21
Rumänien 33 33 32
Schweden 18 20 20
Slowakei 13 13 13
Slowenien 7 8 8
Spanien 50 54 54
Tschechien 22 22 21
Ungarn 22 22 21
UK 72 73 73
Zypern 6 6 6
Gesamt 736 754/766 751

Mandate in den einzelnen EU-Staaten von 2009-2014 10

Welche Fraktionen sind im Parlament vertreten?

Wie in nationalen Parlamenten gibt es auch im EP verschiedene Fraktionen. Es sind 25 Abgeordnete aus mindestens einem Viertel der Mitgliedsländer nötig, um eine Fraktion zu gründen. Wie auf nationaler Ebene gibt es auch europäische Parteien, die in den meisten Fällen einer EP-Fraktion zugeordnet werden können (zum Beispiel ist die EVP – Europäische Volkpartei sowohl eine europäische Partei, als auch eine Fraktion im EU-Parlament). Manche Fraktionen sind aber auch Zusammenschlüsse mehrerer europäischer Parteien, außerdem sind in einigen Fraktionen auch Abgeordnete, die nicht Mitglied einer nationalen Unterpartei sind). Derzeit gibt es 7 Fraktionen: 11 12

Europäische Volkspartei christdemokratisch-konservativ, 275 Abgeordnete, z.B. ÖVP, CDU/CSU (Deutschland), UMP (Frankreich), Fidesz (Ungarn).
Progressive Allianz der Sozialisten und Demokraten sozialistisch-sozialdemokratisch, 194 Abgeordnete, z.B. SPÖ, SPD (Deutschland), Sozialistische Partei Frankreichs, PD (Italien), Labour Party (Großbritannien).
Allianz der Liberalen und Demokraten liberal, 85 Abgeordnete, z.B. FDP (Deutschland), Lib Dems (Großbritannien), VVD (Niederlande). Angelika Werthmann, die 2009 über die Liste Hans-Peter Martin ein EU-Mandat bekommen hatte, hat sich dieser Fraktion angeschlossen. Die neos werden, falls sie im Mai in das EP einziehen, höchstwahrscheinlich ebenfalls Teil der ALDE-Fraktion. Mitglied der europäischen ALDE-Partei sind die neos bereits. 13
Die Grünen/Europäische Freie Allianz links-grün, 58 Abgeordnete, z.B. Grüne Österreich, Grüne Deutschland, Scottish National Party (Großbritannien), schwedische Piratenpartei. Die schwedische Piratin Amelia Andersdotter ist mit 26 Jahren die jüngste Abgeordnete des EU-Parlaments. 14
Europäische Konservative und Reformisten konservativ-europaskeptisch, 55 Abgeordnete, z.B. Conservative Party (Großbritannien), ODS (Tschechien), PiS (Polen).
Vereinte Europäische Linke/Grüne Nordische Linke sozialistisch-kommunistisch, 35 Abgeordnete, z.B. die Linke (Deutschland), Linksfront (Frankreich), Sinn Féin (Großbritannien), SYRIZA (Griechenland).
Europa der Freiheit und Demokratie europaskeptisch-rechtspopulistisch, 32 Abgeordnete, z.B. UKIP (Großbritannien), Lega Nord (Italien), Wahre Finnen.
Fraktionslos Die restlichen 31 Abgeordneten gehören keiner Fraktion an. Unter ihnen befinden sich 5 der 19 österreichischen Europaabgeordneten: Martin Ehrenhauser und Hans-Peter Martin (beide Liste Hans-Peter Martin), Andreas Mölzer und Franz Obermayr (beide FPÖ) sowie Ewald Stadler (als BZÖ-Mitglied gewählt, mittlerweile REKOS). 15
© European Union 2011 PE-EP/Pietro Naj-Oleari
© European Union 2011 PE-EP/Pietro Naj-Oleari

Was ist mit den europaskeptischen, rechtspopulistischen Parteien?

Eine der größten Fragen in Hinblick auf die EU-Wahl im Mai betrifft das Stimmenpotenzial der rechtspopulistisch-europaskeptischen (diese Eigenschaften sind quasi immer gemeinsam anzutreffen) Parteien. Manche spekulieren sogar, der Block der Rechtspopulisten könnte stimmenstärkste Fraktion im neuen Parlament werden. 16 Allerdings gibt es – zumindest momentan – keine geschlossene EP-Fraktion für diese Parteien. Zwar existiert die Fraktion „Europa der Freiheit und Demokratie“, die neben der britischen UKIP und der italienischen Lega Nord aber keine nennenswerten Mitglieder hat. Die MEPs der FPÖ, der französischen Front National (unter Marine Le Pen), der niederländischen PVV (unter Geert Wilders) oder der belgischen Vlaams Belang (unter Gerolf Annemans) sind im momentanen Parlament allesamt fraktionslos. In den letzten Jahren gab es immer wieder Versuche, eine EU-weite Allianz dieser Parteien zu schaffen, hinter dieser Idee schien auch Heinz-Christian Strache zu stehen. Momentan scheint die nennenswerteste Bewegung in dieser Hinsicht die „Europäische Allianz für Freiheit“ zu sein. Im Gegensatz zu vielen anderen europaweiten Parteien besteht diese Allianz aus Einzelpersonen, nicht Parteien. Ihr Präsident ist der österreichische EU-Abgeordnete Franz Obermayr, auch Marine Le Pen ist Mitglied. Diese Allianz will für die EU-Wahl auch die Unterstützung der bereits genannten FPÖ, Front National, Vlaams Belang, PVV, Lega Nord sowie der Slowakischen Nationalpartei und der Schwedendemokraten gewinnen und eine gemeinsame Fraktion bilden. Die britische UKIP, die Alternative für Deutschland sowie die Dänische Volkspartei haben einer solchen Allianz eine Absage erteilt, während man radikalere Parteien wie die ungarische Jobbik, die griechische Goldene Morgendämmerung, die britische BNP und die deutsche NPD nicht mit an Bord haben will. 17 18 19

Selbst wenn es gelingt, eine Allianz zu bilden und die erforderliche Anzahl an Abgeordneten für die Bildung einer Fraktion zu erreichen, werden die verschiedenen europaskeptischen Parteien etliche Differenzen überwinden müssen, sowohl intern als gegenseitig.

Wo ist das EU-Parlament?

Das ist eine sehr spannende Frage: Grundsätzlich hat das EU-Parlament seinen Sitz in Straßburg. Wikipedia nennt Brüssel und Luxemburg „nur“ als weitere Arbeitsorte 20. Der bekannteste Arbeitsort ist aber eindeutig das Europäische Parlament in Brüssel.

Auf der offiziellen Website des EP steht: „Das Europäische Parlament ist an drei Orten vertreten – Brüssel (Belgien), Luxemburg und Straßburg (Frankreich). In Luxemburg befinden sich die Verwaltungsstellen des Parlaments (Generalsekretariat). Die Plenartagungen finden in Straßburg und Brüssel statt. Die Ausschüsse halten ihre Sitzungen ebenfalls in Brüssel ab.“ 21

Das haben sich auch eine Großzahl an Mitgliedern des Europäischen Parlaments gedacht: anstatt einmal im Monat den Standort zu wechseln (von Brüssel nach Straßburg) und dabei eine Unmenge an Ressourcen und Arbeitszeit zu verschwenden, sollen Sitzungen nun nur mehr in Brüssel stattfinden 22. Nachdem dies schon seit jeher ein Streitthema war, konnte diese Entscheidung erst ermöglicht werden, indem man festlegte, dass die Parlamentarier selbst über den Arbeitsort entscheiden sollen – und dieser Antrag wurde mit einer überwältigenden Mehreit von 483 Stimmen zu 141 angenommen. Die Presse schreibt: „Das eindeutige Votum kam zustande, da in der Entschließung die Reizworte „Brüssel“ und „Straßburg“ fehlten“ 23. Und auf Google Maps findet man das EU-Parlament hier:

Das Parlamentsgebäude in Strassbourg (© European Union 2013 - European Parliament)
Das Parlamentsgebäude in Strassbourg (© European Union 2013 – European Parliament)

Welche Aufgaben hat das EU-Parlament?

Die Aufgaben und Kompetenzen des EP liegen in mehreren Bereichen: 24

  • Legislativbefugnis: Einerseits ist das Parlament an der inhaltlichen Gestaltung sowie Verabschiedung von EU-Gesetzen (formell „Rechtsvorschriften“) beteiligt, allerdings nur in manchen Bereichen, wie zum Beispiel Verbraucherschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Energie, Einwanderung oder Finanzen. Bei anderen Entscheidungen, wie zum Beispiel dem EU-Beitritt neuer Mitglieder, muss das Parlament ebenfalls zustimmen.
  • Kontrollbefugnis: Das EU-Parlament hat auch eine Kontrollfunktion: Es muss einen neuen Kommissionspräsident wählen und die Kommission bestätigen. Während einer Amtsperiode kann die Kommission nach einem erfolgreichen Misstrauensantrag im Parlament zum Rücktritt aufgefordert werden. Das Parlament kann außerdem Anfragen an die 28 Kommissare stellen sowie deren Berichte prüfen.
  • Haushaltsbefugnis: Eine der wichtigsten Kompetenzen des EU-Parlaments ist die Erarbeitung und Verabschiedung des EU-Budgets, gemeinsam mit dem Rat der Europäischen Union. Im Nachhinein überprüft ein entsprechender Ausschuss des Parlaments dann, ob die Budgetmittel von der Kommission entsprechend eingesetzt wurden.

Was ist der Unterschied zum Europäischen Rat, dem Rat der Europäischen Union und der Europäischen Kommission? 

Die EU hat wohl nicht sehr gründlich überlegt, als sie sich Namen für ihre Institutionen überlegt hat. Diese Infografik stellt mal grundsätzliche Informationen vor: Infografik Institutionen Kurz zusammengefasst: das EU-Parlament ist die einzige direkt gewählte Institution. Bei der in diesem Jahr anstehenden Wahl werden die neuen Mitglieder dieses Parlaments gewählt. Die Europäische Kommission hingegen können wir nicht wählen: Kommissare werden von den Ländern ernannt.

Der Rat der Europäischen Union und der Europäische Rat sind überraschenderweise nicht dasselbe: bei Ersterem kommen Minister und Ministerinnen der Mitgliedsstaaten zusammen, beim Anderen die Staats- und Regierungschefs. Wird beispielsweise zu einem Verkehrsthema beraten, besteht der Rat der Europäischen Union aus den 28 Verkehrsministern und Verkehrsministerinnen der Mitgliedsstaaten.

Die drei Säulen der Gewaltenteilung werden somit wie folgt von den Institutionen befüllt: das EU-Parlament sowie der Rat der Europäischen Union sind Legislativorgane, die Europäische Kommission hingegen ein Exekutivorgan. Der Europäische Rat bietet eher eine Grundlage für die Legislativorgane, kann aber nicht wirklich in dieses System verfrachtet werden.

Der Rat der Europäischen Union sowie die Europäische Kommission nehmen auch an Sitzungen des EU-Parlaments teil: „Das Europäische Parlament kann die Vertreter der beiden Organe auch ersuchen, Erklärungen abzugeben oder über ihre Tätigkeit Bericht zu erstatten und dazu Fragen der Mitglieder zu beantworten.“ 25

Man kann sagen, dass die Mitglieder des EU-Parlaments die beständigsten Politiker in diesen vier Institutionen sind, gefolgt von der Kommission. Denn ist man erst einmal ins Parlament gewählt worden, wird selten gewechselt. Bei MinisterInnen und Regierungschefs schon häufiger.

Wie wird die EU-Wahl im Mai ausgehen?

Wir sammeln auf neuwal alle Wahlumfragen zur EU-Wahl.

Noch Fragen?

Am Besten einfach hier als Kommentar posten. Wir versuchen dann, die Fragen zu beantworten und werden den Artikel gegebenenfalls erweitern und updaten.

Hinweis

Die hier gesammelten Informationen sollen einen umfangreichen, aber vor allem auch leicht verständlichen Überblick über das Thema EU-Parlament bieten. Die Angaben sind jedoch ohne Gewähr. Wir haben unzählige Quellen studiert um die aufgetauchten Fragen zu beantworten. Sollten sich jedoch Unstimmigkeiten oder Fehler eingeschlichen haben, freuen wir uns über einen Kommentar – der Artikel wird dann natürlich auf Basis des neuen Wissens erweitert und abgeändert. Dieser Beitrag entstand unter Koordination von Stefan Hechl, drei der zwölf Fragen wurden zudem von Dominik Leitner beantwortet, die restlichen neun von Stefan Hechl selbst. Datenvisualisierung: Dieter Zirnig.

Status

Version 1.0 – Donnerstag, 13. Februar 10.00 Uhr

Unterstütze den neuwal!
Dir ist unabhängige politische Information etwas wert? Dir gefallen aufwändige und intensive Recherchen wie diese? Wir freuen uns über Deine Unterstützung! Vielen Dank!

Weitere Unterstützungsmöglickeiten (Bank, Flattr, etc.)

[/divider] Titelbild: CC BY-SA 2.0 Grzegorz Jereczek (flickr)

Quellen und Fußnoten:

  1. vgl. o.V. (o.J.): Blick zurück, europarl.europea.eu, Abrufdatum: 10.2.2014
  2. vgl. o.V. (2014): Europäisches Parlament, de.wikipedia.org, Abrufdatum: 10.2.2014
  3. vgl. o.V. (2014): Das ABC der EU-Institutionen, europarl.europa.eu, Abrufdatum: 10.2.2014
  4. vgl. Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (o.J.): Frauenanteil im EU-Parlament, europawahl-bw.de. Abrufdatum: 10.2.2014
  5. vgl. o.V. (2014): EU Wahl 2014, , Abrufdatum: 10.2.2014
  6. vgl. o.V. (2014): Österreichische MEPs, , Abrufdatum: 10.2.2014
  7. vgl. o.V. (2013): Fix: Österreich verliert 2014 Sitz im EU-Parlament, orf.at, Abrufdatum: 12.2.2014
  8. vgl. Bundeszentrale für politische Bildung (2009): Sitzverteilung nach Ländern, bpb.de, Abrufdatum: 10.2.2014
  9. vgl. o.V. (2014): EU Wahl 2014, , Abrufdatum: 10.2.2014
  10. vgl. o.V. (2014): EU Wahl 2014, , Abrufdatum: 10.2.2014
  11. vgl. o.V. (o.J.): Fraktionen, europarl.europa.eu, Abrufdatum: 10.2.2014
  12. vgl. o.V. (2014): Fraktion im Europäischen Parlament, de.wikipedia.org, Abrufdatum: 10.2.2014
  13. vgl. Anfrage über Twitter 1, 2 & 3
  14. vgl. Wolff, Reinhard (2009): Im Parlament dank Lissabon, taz.de, Abrufdatum: 10.2.2014
  15. vgl. Datenbank des EP (2014): Österreichische MEPs, europarl.europa.eu, Abrufdatum: 10.2.2014
  16. vgl. Clauß, Ulrich (2014): EU-Skeptiker könnten ein Viertel der Sitze erobern, Welt.de, Abrufdatum: 10.2.2014
  17. vgl. Lahodysky, Otmar (2013): EU-Wahlen: Die nationalistische Internationale unter Führung der FPÖ, profil.at, Abrufdatum: 10.2.2014
  18. vgl. Waterfield, Bruno (2013): France’s FN to team up with other far Right parties for European elections, telegraph.co.uk, Abrufdatum: 10.2.2014
  19. vgl. o.v. (2014): European Alliance for Freedom, en.wikipedia.org, Abrufdatum: 10.2.2014
  20. vgl. o.V. (2014): Europäisches Parlament, de.wikipedia.org, Abrufdatum: 11.2.2014
  21. o.V. (2014): Europäisches Parlament, europa.eu, Abrufdatum: 12.2.2014
  22. vgl. Hecking, Klaus (2013): Zweitsitz Straßburg: EU-Parlamentarier meutern gegen millionenteure Pendelei, spiegel.de, Abrufdatum: 11.2.2014
  23. Gabriel, Anna (2013): EU-Parlament – Ein Deal gegen den Straßburg-Sitz?, diePresse.com, Abrufdatum: 11.2.2014
  24. vgl. Offizielle Website der EU. Europäisches Parlament. Abrufdatum: 12.2.2014
  25. o.V. (2014): Wer nimmt an Plenarsitzungen teil?, europarl.europa.eu, Abrufdatum: 11.2.2014
The following two tabs change content below.

Stefan Hechl

Neueste Artikel von Stefan Hechl (alle ansehen)