In Wien demonstrierten am Freitag Abend etwa 350 LGBT Aktivistinnen. Die Demonstration richtete sich gegen die homophobe Gesetzeslage im Russland Vladimir Putins. Aktueller Anlass für die Protestaktion sind die nächste Woche beginnenden olympischen Winterspiele in Sotschi.

Bei eisiger Kälte und starkem Wind sammelten sich die Demonstrierenden vor der Oper. Von dort ging es ab 17.30 über den Schwarzenbergplatz und den Rennweg zum ÖOC und nach einer kurzen Zwischenkundgebung weiter zur Russischen Botschaft. Es sprachen unter anderen der Bundesrat Marco Schleuder und MEP Ulrike Lunacek.

 

Eine neuwal Fotostrecke:

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Daniel Weber, geboren 1980 im weststeirischen Voitsberg, lebt seit 2001 in Wien. Der Behindertenbetreuer studiert Bildungswissenschaften und ist bei neuwal verantwortlich für das Ressort Protest-Aktion-Demonstration.
  • Liebe Leute die zu solchen Demos gehen.
    Euer Einsatz in Ehren, aber habt ihr überhaupt begutachtet worum es da geht?
    Falls ihr kein russisch sprecht oder lesen könnt, gibt es fix fertige Übersetzungen(ich kanns auch nicht so gut lesen sonst).
    http://de.ria.ru/politics/20140117/267660405.html

    „„Wir verbieten nichts und schnappen niemanden“, sagte Putin am Freitag bei einem Treffen mit freiwilligen Helfern der Olympischen Winterspiele in Sotschi. „Nicht-traditionelle Sexverhältnisse sind bei uns nicht verboten“… „Das ist ein ganz großer Unterschied: Ein Verbot der Verhältnisse und ein Verbot der Propaganda dieser Verhältnisse.““

    Und Verbot von Propaganda ist nichts verwerfliches.

  • byron sully

    @benjamin_heinich:
    die leute, die zu solchen demos gehen, scheinen viel mehr ahnung zu haben als sie. wenn es auf dieser von ihnen verlinkten propagandistischen prawda-ähnlichen putin-bejubelungs-seite heißt:
    „Das Gesetz (…) untersagt Informationen zur Förderung (…) einer entstellten Vorstellung von der Gleichberechtigung traditioneller und nicht-traditioneller Paare“
    dann ist so ein gesetz homophobe, diskriminierende, menschenverachtende propaganda und abgesehen davon eine einschränkung von meinungs- und informationsfreiheit (daß es bis 1996 ein ähnliches gesetz in österreich gab und ÖVP/FPÖ seinerzeit gegen dessen abschaffung stimmten, macht das ganze um nichts harmloser).
    sich hingegen öffentlich dahingehend äußern (was dieses gesetz eben verbietet), daß verschiedene arten von sexualität ihre gleichwertige daseinsberechtigung haben, ist keine propaganda, sondern aufklärung.
    das ist so ähnlich, als gäbe es ein gesetz, das „propaganda“ für die evolutionstheorie oder für das heliozentrische/kopernikanische weltbild verbieten würde.