Das Bündnis „Jetzt Zeichen setzen“ lud Donnerstag Vormittag zu einer Pressekonferenz. Thema war die Untersagung der Kundgebung gegen den Wiener Akademikerball am Heldenplatz.

Anders als im vergangenen Jahr wurde die Kundgebung am Heldenplatz heuer nicht genehmigt. Der Heldenplatz befindet sich innerhalb der großzügig angelegten Sperrzone. Die von der Polizei angebotenen alternativen Plätze, der Kohlmarkt und der Maria-Theresien-Platz, wurde von der Initiative, auch aufgrund von Sicherheitsbedenken, abgelehnt.

Letztere Örtlichkeit, den Platz zwischen dem Natur- und Kunsthistorischen Museum, hätte sich „Jetzt Zeichen setzten“ mit der bereits genehmigten „Pro-Akademikerball Demo“ der FPÖ teilen müssen. Es wird daher in diesem Jahr keine Kundgebung des Bündnisses geben. Die Demonstrationszüge der „Offensive gegen Rechts“ und des Bündnisses „#NOWKR“ finden wie geplant statt.

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Für Dora Schimanko, sie flüchtete als Kind vor den Nazis nach London, ist ein Ball niemals nur eine harmlose Tanzveranstaltung. Immer schon dienten Bälle dem knüpfen von Verbindungen und Netzwerken. Der Akademikerball sei eine Antisemitische Provokation, meinte der Filmemacher Fabian Eder.

Die Sperrzone für den Akademikerball sei größer als jene beim Besuch des Präsidenten der USA. Prof. Rudolf Sarközi, 1944 im KZ Lackenbach geboren, hätte sich als Roma zu Zeiten des Rohrbombenanschlags von Franz Fuchs einen ähnlichen Schutz gewünscht. Stattdessen mussten und müssen Roma in Österreich noch heute um ihre Sicherheit fürchten.

Für Viktoria Spielmann vom Vorsitzteam der ÖH Bundesvertretung ist die Untersagung der Kundgebung eine Frechheit.  Gegen den Bescheid der Behörde würde gerichtlich vorgegangen werden. Kritisiert wurde auch das für die Bezirke innerhalb des Gürtels verhängte Vermummungsverbot.

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Daniel Weber, geboren 1980 im weststeirischen Voitsberg, lebt seit 2001 in Wien. Der Behindertenbetreuer studiert Bildungswissenschaften und ist bei neuwal verantwortlich für das Ressort Protest-Aktion-Demonstration.