Die Wiener Freiheitlichen luden am heutigen Dienstag zu einer Pressekonferenz. Das Thema: „Aktuelles zur linken Gewalt rund um den Akademikerball.“

Der freiheitliche Klubobmann Gudenus sowie die Landtagsabgeordneten Guggenbichler und Jung traten vor die zahlreich erschienen Presseleute. Eine knappe Stunde wurde über gewalttätige Ausschreitungen im Zuge von Protesten gegen den Akademikerball (vormals WKR-Ball) referiert.

Denn die Gewalt sei immer nur von „den Linken“ ausgegangen, wie Gudenus betonte. Diese seien großteils „Berufsdemonstranten“. Die Ballbesucher, alle samt „Leistungsträger der Gesellschaft“, seien „Freiwild“ und stünden „linken Gewalttätern“ gegenüber. Das sei der „Faschismus des 21. Jahrhunderts“

Kritik übte unterdessen Wolfgang Jung, selbst Burschenschafter, an der Führung der Wiener Polizei, die in der Vergangenheit ein rechtzeitiges, entschlossenes Vorgehen der Beamten vor Ort verhindert. Man wisse auch von gewaltbereiten Deutschen „Demotouristen“, die sich für den Ball angemeldet hätten.

Zudem sei vor kurzem von „linken Aktivisten“ ein Polizeiauto vor einem Wiener Schubhaftgefängnis angezündet worden. Dazu zitierte Jung einen mit „Kommando Autonomes Lagerfeuer Wien Florisdorf“ unterzeichneten Beitrag auf der Plattform „linksunten.indymedia.org„. Dieser Umstand sei bewusst von der Polizei geheim gehalten worden, um eine weitere Eskalation zu verhindern. (Aussendung)

Eine neuwal Fotostrecke:

Zwischen gewaltbereiten und friedlichen Demonstrantinnen wurde freilich kaum unterschieden. Zwar hob man die Wichtigkeit des Demonstrationsrechtes hervor, es habe sich aber auch von Seiten des zivilgesellschaftlichen Protestes  niemand jemals von „linken Gewalttaten“ distanziert.

LINKS:
FP-Gudenus: Gegen Akademikerball und Polizei – die Linke rüstet sich für Randale (ots.at)
FP-Jung: Polizeiauto angezündet (ots.at)
FOTOS von der Pressekonferenz: (© Daniel Weber)
The following two tabs change content below.
Daniel Weber, geboren 1980 im weststeirischen Voitsberg, lebt seit 2001 in Wien. Der Behindertenbetreuer studiert Bildungswissenschaften und ist bei neuwal verantwortlich für das Ressort Protest-Aktion-Demonstration.