Am frühen Dienstag Abend demonstrierten österreichweit etwa 9500 Menschen gegen die Pläne der neuen Bundesregierung das Wissenschaftsministerium abzuschaffen.

Zu der Großkundgebung in Wien rief die Österreichische HochschülerInnenschaft auf. Gegen 18 Uhr trafen sich mehrere Demonstrationszüge, die in einem Sternmarsch von der Technischen- und der Universität für Bodenkultur kamen, vor dem nunmehr ehemaligen Wissenschaftsministerium.

Nach der Schlusskundgebung kam es laut Meldungen auf Twitter zu einer wesentlich kleineren Spontankundgebung durch die Innenstadt. Dabei soll es zu Personenkontrollen und einer vorübergehenden Festnahme gekommen sein.

In Graz wurde nach einer Demonstration mit mehr als 1000 Teilnehmerinnen der Grazer Landtag vorübergehend besetzt. Die Besetzung löste sich nach etwa 45 Minuten auf.

Eine neuwal Fotostrecke:

Bereits am Nachmittag kam es zu einer Protestaktion während einer Rede von Bundesminister  Mitterlehner. Aktivistinnen warfen Flugzettel von der Galerie. Der Sprechchor „Bildung ist ein Menschenrecht, bei der Wirtschaft gehts ihr schlecht“ wurde lautstark in den Plenarsaal gerufen.  Hier ein VIDEO von der Aktion:

_____________________________
Weitere FOTOS von Martin Juen:

The following two tabs change content below.
Daniel Weber, geboren 1980 im weststeirischen Voitsberg, lebt seit 2001 in Wien. Der Behindertenbetreuer studiert Bildungswissenschaften und ist bei neuwal verantwortlich für das Ressort Protest-Aktion-Demonstration.
  • Christian Sterzl

    Die Uni gibt nicht etwas (vorlesungsfrei), sie nimmt den Studenten eine Leistung weg. Das muss einmal in die Köpfe von ÖH und Co. Dagegen müsste man protestieren.
    Zudem gab es bereits einmal einen Wissenschaftsminister der auch für Verkehr zuständig war. War aber halt ein Roter. Darum gabs damals wohl auch keine Proteste.

  • Christian

    Auch in der Schweiz, deren Unis bekanntlich besser dastehen als die Unseren, ist ein und derselbe Bundesrat für Wirtschaft und Wissenschaft zuständig. Dort gibt es keine Proteste dagegen.
    Die 7 Bundesräte stellen auch noch gleichzeitig den Bundespräsidenten.
    Die Argumentation der Linken ist mal wieder hanebüchen.