Update: 5.11.2013 20:00 Uhr: Bei der Verleihung des „Prälat-Leopold-Ungar-Preis“ in der Wiener Brunnenpassage kam es zu einer turbulenten Protestaktion der #Refugeeprotest- Bewegung. Am Beginn der Veranstaltung wurden Transparente entrollt und Parolen gerufen. Der von den Organisatorinnen unternommene Versuch, die Anliegen der Flüchtlinge in geordneter Weise in die Veranstaltung zu integrieren, scheiterte.

Minutenlang protestierten Flüchtlinge und Unterstützerinnen vor und auf der Bühne gegen Abschiebungen und für einen legalen Aufenthaltsstatus. Auch die Caritas, als Veranstalter, blieb nicht von scharfer Kritik verschont. Zettel mit der Aufschrift: „We demand human rights, not charity“ wurden in Kameras gehalten. Parolen wie: „Shame on Caritas“ wurden gerufen. (Leserkommentar von Klaus Schwertner, Geschäftsführer der Caritas Wien, auf derStandard.at)

Seit beginn der Proteste wird die Rolle der Caritas nicht von allen Teilen der Protestbewegung positiv eingeschätzt. Das von der Caritas zur Verfügung gestellte ehemalige Servitenkloster musste letzte Woche verlassen werden. Auf ihrer Suche nach einem neuen gemeinsamen Quartier wurde bis heute, Dienstag, die Aula der Akademie der bildenden Künste besetzt. Nach einem Ultimatum wurde dieses in den Nachmittagsstunden freiwillig geräumt.

Vorübergehend haben die Flüchtlinge in verschiedenen Privatunterkünften Platz gefunden. Über weitere Schritte soll am morgigen Mittwoch in einem Plenum in der Akademie beraten werden. Für Treffen und Pressekonferenzen steht diese nach dem Angebot von Direktorin Eva Blimlinger weiter zur Verfügung.

Fotostrecke:

 

Update 5.11.2013 13.00 Uhr: Mit Verspätung habe Flüchtlinge und Unterstützerinnen begonnen, die Räumlichkeiten der Akademie zu verlassen. Lebensmittel wurden zusammengetragen und die Volksküche abgebaut. Die Flüchtlinge wollen in privaten Unterkünften unterkommen. (Fotos: Flüchtlinge verlassen die #AkBild)

4.11.2013 15 Uhr: Die Direktorin der seit letzter Woche von der Flüchtlingsprotestbewegung besetzten Akademie der Bildenden Künste, Eva Blimlinger, hat heute den Flüchtlingen ein Angebot unterbreitet.

Demnach haben die Flüchtlinge bis spätestens morgen, 5.11., die Akademie zu verlassen. So dies geschieht stünde den Flüchtlingen ab Mittwoch die Aula der Akademie für Treffen und Veranstaltungen zeitlich beschränkt zur Verfügung. Sollten die Flüchtlinge dieses Angebot nicht annehmen, würden seitens der Akademie weitere Überlegungen zu einer möglichen Räumung unternommen. Dies bedeute nicht automatisch einen Polizeieinsatz, so Blimlinger. (nochrichten.net)

Eine neuwal Fotostrecke:

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Spontandemonstration endet vor Akademie

Update 4.11.2013 18:00 Uhr: Kurz nach dem Treffen mit Direktorin Bliminger in der Aula der Akademie formierte sich vor dem Hauptgebäude der Universität Wien eine Spontandemonstration. Die etwa 40 Teilnehmerinnen zogen vom Universitätsring über die Schottengasse und das Innenministerium zum Heldenplatz und weiter über die Zweierlinie zur Akademie.

Update 4.11.2013 18.45 Uhr: Seit einiger Zeit findet ein Plenum in der Aula der Akademie statt. Es geht um die weitere Vorgehensweise und Optionen, den Protest weiterzuführen.

Links:
Letztes Ultimatum für Refugeeprotest in der Akademie der bildenden Künste (liv3.at)
Video: Aktuell aus der Akademie der bildenden Künste (WienTv.org)

 

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Daniel Weber, geboren 1980 im weststeirischen Voitsberg, lebt seit 2001 in Wien. Der Behindertenbetreuer studiert Bildungswissenschaften und ist bei neuwal verantwortlich für das Ressort Protest-Aktion-Demonstration.