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Der amtierende Bundeskanzler musste sich am 5. September jenem stellen, der seit einem Jahr politisch aktiv ist und bereits den Anspruch an das Amt stellt.

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Nachdem Frank Stronach im ersten Duell mit Bucher nicht mehr zu reden aufhörte und sich im zweiten Duell mit Spindelegger als überraschend ruhiger Nicht-Politiker darstellte, wusste man nicht wirklich, mit wem es Werner Faymann zu tun bekommt. Im Nachhinein ist klar: Stronach hatte unzählige Kärtchen im Gepäck, vollgepackt mit „Fakten und Daten“.

Aber natürlich musste Frank Stronach einmal Rede und Antwort stehen, was es mit der Forderung nach Todesstrafe für „Berufsmörder“ auf sich hatte, das er in der ORF Wahlfahrt offenbarte. Er erklärte, dass dies eine Überlegung von ihm sei, und nicht Parteilinie. Schade ist dabei, dass Thurnher nicht nachfragt, warum er während der Wahlfahrt an seine Listenzweite meinte, dass man dies ins Grundsatzprogramm einbauen müsse.

Und während Faymann als Kämpfer für die Gerechtigkeit da saß und sich für Vermögenssteuern einsetzte, war Stronach der Kämpfer gegen die Funktionäre und für eine Funktionärssteuer.

Stronach warf Faymann die milliardenschwere Rettung der Eurozone vor, dass Österreich so viele Arbeitslose wie noch nie habe.

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Beim Thema Bildung, ein Thema, welches Stronach bereits bei den vergangenen beiden Diskussion stets ansprechen wollte, obwohl es nie ein Thema war, erklärte er, dass Direktoren sich die Lehrer selbst aussuchen sollen und nicht das Parteibuch dabei helfen soll, um einen Job zu bekommen. Faymann betonte, noch nie jemanden nach dem Parteibuch gefragt zu haben.

Werner Faymann wirkte wie bereits in allen anderen Diskussionen sehr ruhig und seriös, stolperte aber in manchen Vorwürfen (Parteibuch, Funktionäre, Gewerkschaften – siehe Lehrerdienstrecht) über seine eigenen Worte. Frank Stronach genoss so richtig die Diskussion mit seinem Konfrontationsgegner, war mitunter auch humorig und verglich die niedrigste Arbeitslosigkeit in der EU mit der Schulzeit, in der man auch stets sagte, dass die anderen eh alle schlechtere Noten bekommen haben.

Redezeit am Ende:

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freier Journalist (dominikleitner.com) • Autor (Neon|Wilderness) • Lokaljournalist (MFG-Magazin) • CD-Kritiker (subtext.at • Journalismus-Student an der FHWien

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