neuwal ist auch in diesem Jahr wieder bei den ORF-Konfrontationen zur Nationalratswahl 2013 dabei. Die erste Konfrontation zwischen Josef Bucher (BZÖ) und Frank Stronach (Team Stronach) findet am 29. August 2013 statt. Dominik Leitner und Dieter Zirnig fassen in der Timeline Highlights zusammen.

neuwal danach
Markus Fauland (BZÖ Bündniskoordinator) zur heutigen TV-Konfrontation im ORF

21:12 Uhr Thurnher fragt, ob Bucher es nicht bereue, nicht beim Team Stronach angeheuert zu haben. Bucher verneint natürlich. Frank Stronach nennt Bucher schon wieder einen „netten Burschn“, aber er war wahrscheinlich ein guter Koch und Kellner, aber für einen Politiker reicht das nicht.

Bucher 2:42 zu Stronach 1:23

21:21 Uhr Frank Stronach hat offenbar wieder einen Lauf – Bucher liegt fast zwei Minuten hinter der Redezeit von Herrn Stronach.

Bucher 2:42 Stronach 4:35

21:22 Uhr Thurnher fragt auch Bucher, ob eine Fair Tax wirklich eine gute Lösung wäre? Bucher erklärt, dass das BZÖ die einzige Partei ist, die sich einen eigenen Plan zu den Steuern gemacht hat. Durch den Plan der BZÖ sollen die kleinen und mittleren Einkommen entlastet werden – dadurch solle Wirtschaftswachstum, Beschäftigung erschaffen und Wohlstand beibehalten werden.

21:25 Uhr„Er sitzt mit ruhiger Mine da und lügt.“ Stronach zu Bucher. Er habe auch „noch nie Löhne bezahlt“. Niemand verstehe etwas von Wirtschaft, auch nicht der ORF. Um 400 Betriebe zu schaffen, müsse man schlauer sein.

Bucher 4:56 Stronach 6:24

21:26 UhrGute Frage von Thurnher: Würde die Flat Tax kommen, würde er dann sein ganzes Vermögen in Österreich versteuern. Auf die Frage nach den Steuerzahlungen in Österreich sagt er, er habe in den vergangenen 18 Jahren 36 Millionen Euro in Österreich verdient und somit 18 Millionen Euro Steuern bezahlt. Und niemand habe so viel in Österreich investiert und so viele Jobs geschaffen.

Bucher 4:56 Stronach 8:42

21:30 Uhr BZÖ’s Kampf gegen Armut soll mit einem „Bürgergeld“ funktionieren. Bucher hält von Mindestsicherung nichts, aber das BZÖ habe ein soziales Herz. Wer vorübergehend in Arbeitslosigkeit sei und sich auf dem Weg in die Armut befinde, vom sozialen Netz aufgefangen werden solle. Bürgergeld soll 30% geringer als der Mindestlohn – also 750 Euro. Dafür müsse man, wenn man länger arbeitslos ist, gemeinnützige Arbeit leisten. Die Menschen sollten das Gefühl haben, gebraucht zu werden.

21:34 Uhr Thurnher gelingt es nicht, Frank Stronach unter Kontrolle zu bringen. Einzeln die Themen abzuarbeiten ging nicht. Bucher aber unterstützt Stronach beim Satz „Wenn die Wirtschaft nicht funktioniert, dann funktioniert nichts mehr.“ Würde Stronach alle seine Steuern in Österreich bezahlen, würde er dem Land am meisten dienen.

Bucher 7:10 Stronach 10:31

21:37 UhrKönne sich das BZÖ eine Schuldenbremse als Forderung leisten, nachdem das letzte BZÖ-Budget in Kärnten einen neuen Rekordschuldstand erbrachte? Bucher distanziert sich von den Kärntner politischen Verhältnissen. Bucher erklärt, dass der Rechnungshof eine tolle Institution sei, und der hätte über 500 Empfehlungen für einen Verwaltungsabbau veröffentlicht. Die Landtage und Landesregierungen sollen halbiert werden, Gemeinden sollen zusammengelegt werden, ebenso die Bezirkshauptmannschaften und Magistrate. „Wir brauchen eine Einsparung bei den Verwaltungseinheiten?“ – „Wir haben 4 Wetterdienste aber nur ein Wetter“.

21:42 UhrStronach verspielt seine Redezeit mit einer Diskussion über die Sinnhaftigkeit solcher Diskussionen im ORF. Danach erzählt Stronach seine Wahlkampfrede. Als Thurnher erklärt, dass sie bereits fast verzweifelt ist, beginnt er wieder mit der Diskussion über die Sinnhaftigkeit.

Bucher 10:27 Stronach 13:13

21:45 Uhr Bucher schlägt vor, das Studio zu verlassen und kann sich ein Lachen nicht verkneifen.

Bucher 10:44 Stronach 14:13

21:46 Uhr Das Niveau der Diskussion lässt sehr zu wünschen übrig.

21:48 Uhr Thema Europa: Nord- und Südeuro werden nicht kommen, so Thurnher. Soll – Frage an Bucher – Österreich allein eine eigene Eurozone gründen? Bucher verneint. Er erklärt, dass nach den Wahlen in Deutschland ein Umdenken einkehren werde. „Wir brauchen 2 Währungsräume, zwei Zentralbanken, die das steuern.“

21:49 Uhr „Wir haben nur Funktionäre“, ist Stronachs Resümee über Österreich. Und nun will er nichts über Europa und die Europapolitik sagen. Jetzt redet er über Bildung. Seine wirren Worte ziehen aber öfter Applaus an als Buchers Aussagen.

21:51 Uhr Bucher übernimmt die Diskussionsführung und stellt die Euro-Frage wieder an Stronach. Jetzt erklärt er endlich, dass jedes Land einen eigenen Euro bekommen soll. Und … die Sozialdemokratie habe die Arbeiter verraten.

Bucher 12:48 Stronach 17:35

21:53 Uhr Bucher ist immer noch ein „netter Bursch“, aber von der Wirtschaft verstehe er nix, so Stronach erneut. Bucher erklärt, Stronach könne Pensionistensprecher beim BZÖ werden.

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