Nach den umstrittenen Abschiebungen von einigen Flüchtlingen aus dem Servitenkloster fand Dienstag Abend, wie angekündigt, eine Demonstration statt. Etwa 400 Menschen versammelten sich bei tropischer Hitze vor dem Polizeigefängnis an der Roßauer Lände und marschierten lautstark über die Votivkirche zum Wiener Landesgericht. Von dort ging es nach einer Zwischenkundgebung zurück zur Servitenkirche. Hier luden die Refugees, nach einem kurzen Auftritt des Wiener Rappers Kid Pex, zum gemeinsamen Fastenbrechen.

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Ein am Mittwoch erscheinender Falter-Artikel schlägt indes bereits am Vorabend hohe Wellen. Laut einem der Zeitung vorliegenden Akt der Staatsanwaltschaft waren die von BM Johanna Mikl- Leitner behaupteten Vorwürfe gegenüber den Flüchtlingen weit überzogen bzw. nicht im Zusammenhang mit den Votivkirchen-Flüchtlingen zu sehen.

So blieben von den ministeriellen, und von der Boulevardpresse (Kronenzeitung) bereitwillig übernommenen, Behauptungen, wenig bis gar nichts übrig. Flüchtlinge, die Leidensgenossinen über die Grenze begleitet hatten, hätten demnach Beträge in zweistelliger Höhe (50 €) erhalten, und nicht Millionen. Genauso wenig seinen für die Staatsanwaltschaften Wiener Neustadt und Wien kolportierte Misshandlungen und das Aussetzen von schwangeren Flüchtlingen “ Gegenstand der Ermittlungen“