“Die Ungleichheit der unterschiedlichen Hochschulsektoren aufzeigen und für bessere und gleiche rechtliche Rahmenbedingungen sorgen. Es kann nicht sein, dass Studierende der unterschiedlichen Hochschulen mehr oder weniger wert sind.” Bernhard Lahner von  der FEST im neuwal Interview.

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Bewegungen und KandidatInnen im Interview
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Die Wahlen der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) finden alle zwei Jahre statt, heuer vom 14. bis 16. Mai. Auf neuwal stellen wir die antretenden Parteien/Listen, ihre Spitzenkandidaten und Wahlprogramme vor.

FEST – Fraktion engagierter Studierenden

fest

Team
Antritt an 1 Universität
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Was studierst du, wo und warum?

Bernhard Lahner: An der PH Wien das Lehramt für allgemeine Sonderschulen, weil ich mich nach Jahren in der Elektronikindustrie weiterentwickeln und neue Horizonte eröffnen wollte.

Wie wohnst du?

In einer kleinen Wohnung.

Wie finanzierst du dein Studium?

Div. Jobs und staatliche Beihilfen.

Bist du eher Genießer oder Streber?

Genießer, ganz klar!

Die Hauptaufgabe der ÖH ist…

…die Ungleichheit der unterschiedlichen Hochschulsektoren aufzeigen und für bessere und gleiche rechtliche Rahmenbedingungen sorgen. Es kann nicht sein, dass Studierende der unterschiedlichen Hochschulen mehr oder weniger wert sind.
Außerdem ist die Verknüpfung zu gesellschaftspolitischen Themen unumgänglich und muss ein wesentlicher Teil der ÖH Arbeit sein. Service alleine ist zu wenig!

Zum Thema Cafè Rosa: Wenn du eine halbe Million an ÖH-Geldern mehr oder weniger sinnvoll?

Ein wesentlicher Schwerpunkt ist auch jetzt schon die Vernetzung zwischen den Hochschultypen. Diese können und sollten weiter ausgebaut werden. So könnten auch die Hierarchien zwischen den unterschiedlichen Hochschultypen unter den Studierenden minimiert werden. Speziell im Bereich der Vernetzung zwischen Uni, PH’s und FH’s ist dies ein sehr wichtiger Punkt. Außerdem würde ich auch die lokalen Vertretung aus dezentraleren Regionen mehr fördern um die Zentralisierung auf Wien zu reduzieren!

Was fällt dir spontan zu den Stichworten “Uni” und “Gender” ein?

Uni’s und Hochschulen (möchte das gerne ergänzen) müssen für Gleichberechtigung zwischen Geschlechter auf allen Ebenen sorgen.

Wer ist dein persönlicher Held und warum?

Gibt keinen Held, keine Heldin. Lerne immer wieder Menschen kennen, die in den unterschiedlichsten Gebieten Held*innen sind.

Berhnard Lahner

Was läuft in deiner Partei/Fraktion falsch?

Das fehlen von zeitlichen Ressourcen! Wir würden gerne viel mehr umsetzen. Dies ist leider auch ein Nachteil der FEST als kleine parteiunabhängige Fraktion, aber das nehmen wir gern in Kauf.

Was kannst du besser als die anderen?

Ich halte auch von dieser Frage wenig. Schon langsam sollte sich mensch vom Leistungsgedanken in kleinen Disziplinen verabschieden.

Danke für das Interview!

FEST Wahlprogramm für die ÖH Wahl 2013

Dass die Fraktion Engagierter Studierenden an den Fachhochschulen entstanden ist, merkt man ihren Wahlkampfforderungen gleich zu Beginn an. Die FEST fordert dass alle Studierenden, ob von Pädagogischen Hochschulen, Fachhochschulen oder Universitäten die gleichen rechtlichen Rahmenbedingungen haben. Auch Studierende aus Drittstaaten würden gesetzlich diskriminiert und sollen gleichgestellt werden.

Studierende an FHs würden laut FEST finanziell ausgebeutet. „Neben den Studiengebühren für knapp die Hälfte aller FH-Studierenden zahlen Drittstaatsangehörige bis zum 10-Fachen und darüber hinaus“. Außerdem würden oft „unzulässigerweise pauschalisierte Sachmittelbeiträge eingehoben – bis zu 100,- Euro pro Semester“. Dies will die FEST stoppen.

Viele bewerben sich aufgrund begrenzter Aufnahmezahlen an mehreren FHs; Diese müssen tiefer in die Tasche greifen, um die Wahrscheinlichkeit auf einen Studienplatz zu erhöhen.

Die FEST weist darauf hin, dass Pädagogische Hochschulen sind keine Schulen seien. Ein Studium an einer PH sei sehr verschult und mit hohen Anwesenheitszeiten verbunden. Hier fordert man ein „individuelles und flexibles Studienangebot“ für alle zukünftigen PädagogInnen. Die Anwesenheitspflicht soll abgeschafft werden.

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Stefan Hechl

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