„Gender ist eine Ideologie – und die Universität soll ideologiefrei bleiben“, so Alexander Schierhuber vom RFS im neuwal.com Interview zur ÖH Wahl 2013.

oehwalÖHwal 2013
Bewegungen und KandidatInnen im Interview
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Die Wahlen der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) finden alle zwei Jahre statt, heuer vom 14. bis 16. Mai. Auf neuwal stellen wir die antretenden Parteien/Listen, ihre Spitzenkandidaten und Wahlprogramme vor.

 

RFS – Ring Freiheitlicher Studenten

rfs

Spitzenkandidat Alexander Schierhuber
Web rfs.at
Programm Grundsätze
Facebook RFS2011

 


schierhuberStefan Hechl (neuwal.com): Was studierst du, wo und warum?

Alexander Schierhuber (RFS): BWL an der WU, Europäische Wirtschafts- und Unternehmensführung an der FH des bfi. Ich war immer schon an Wirtschaft interessiert und so hat es mich auch zu einem wirtschaftlichen Studium verschlagen.

Wie wohnst du?

Gemeinsam mit meiner Lebensgefährtin.

Wie finanzierst du dein Studium?

Ich habe zwei Jobs.

Bist du eher Genießer oder Streber?

Eher Genießer.

Die Hauptaufgabe der ÖH ist…

…die Studenten gegenüber staatlichen Institutionen zu vertreten.

Zum Thema Cafè Rosa: Wenn du eine halbe Million an ÖH-Geldern mehr oder weniger sinnvoll investieren könntest – wofür?

Ich würde die meist-gekauften Lehrbücher subventionieren.

Was fällt dir spontan zu den Stichworten „Uni“ und „Gender“ ein?

Gender ist eine Ideologie – und die Universität soll ideologiefrei bleiben.

Wer ist deine persönliche Heldin/dein persönlicher Held und warum?

Ich habe keinen persönlichen Held.

Was läuft in deiner Partei/Fraktion falsch?

Einiges, das bei anderen sicher auch nicht rund läuft. Aber wir haben bis jetzt noch jedes Problem gelöst.

Was kannst du besser als die anderen?

Wir haben in den letzten beiden Jahren gemerkt, dass wir die Mächtigen in der ÖH kontrollieren können. Zum einen mit unseren Anzeigen bzgl. des Café Rosa und unseren Anzeigen nach dem Akademikerball. Wir werden auch in den nächsten Jahren der Garant dafür sein, dass Korruption innerhalb der ÖH aufgezeigt wird.

Wahlprogramm des RFS für die ÖH-Wahl 2013
An erster Stelle der Grundsätze des Rings Freiheitlicher Studenten steht die Abgrenzung zum Kommunismus. Als eine „wertekonservative politische Gruppierung“ kann man sich „keine Kooperation mit extremistisch motivierten Personen“ vorstellen.

Die ÖH Führungen der letzten Jahre seien mit den „Zwangsbeiträgen der Studierenden unprofessionell und verschwenderisch umgegangen“. Dagegen helfe ein starker RFS, „um eine verlässliche und konsequente Kontrolle in der ÖH zu gewährleisten“. Ebenfalls gewährleisten will der RFS dass „jegliche Unterstützung der ÖH für gewaltbereite Gruppierungen“ angeprangert und strafrechtlich verfolgt wird. Als Erfolg weist man hier die Anzeige die man gegen den Salzburger ÖH-Vorsitzenden und Neo-Landtagsabgeordneten Simon Hofbauer (Grüne) eingebracht hat, vor.

„Erkenntnisse der Neurobiologie widerlegen Gender-Theorien“, so sei etwa wissenschaftlich anerkannt, dass „geschlechtstypisches Spielverhalten bei Kindern angeboren ist“. „Gender“ sei daher Ideologie und keine Wissenschaft. Daher, und damit Frauen die gleichen Chancen bekommen wie Männer, müsse man von „abstrusen und schon lange überholten Gender-Theorien“ Abstand nehmen.

Der RFS fordert Studiengebühren, allerdings nur für „Nicht-Österreicher“ da es mit „insgesamt 75.411 ausländischen Studierenden im Wintersemester 2011 laut Freiheitlichen Studenten „einen regelrechten Ansturm auf Österreichs Universitäten“ gäbe.

Dass die Studienbeihilfe seit 1999 nur einmal, nämlich 2007, leicht erhöht wurde, was aber weit unter dem tatsächlichen Wertverlust durch die Inflation liegt, kritisiert der RFS. Die Studienbeihilfe soll an die Inflation angepasst werden, allerdings nicht nach dem Verbraucherpreisindex, sondern es solle nur die Kosten für Wohnen und Lebensmittel berücksichtigt werden.

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Stefan Hechl

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