„Wichtig wäre dabei nur gewesen, dass das Geld den Studenten zu Gute kommt statt dem idealistischen Drang einzelner Personen“, so Claudia Gamon von den JuLis im neuwal.com Interview zur ÖH Wahl 2013.

oehwalÖHwal 2013
Bewegungen und KandidatInnen im Interview
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Die Wahlen der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) finden alle zwei Jahre statt, heuer vom 14. bis 16. Mai. Auf neuwal stellen wir die antretenden Parteien/Listen, ihre Spitzenkandidaten und Wahlprogramme vor.

 

JuLis – Junge Liberale

 

julis

 

 

 

Spitzenkandidatin Claudia Gamon
Antritt an 16 Universitäten
Web julis.at
Wahlprogramm julis.at/oeh-wahl/programm
Facebook JuLisOesterreich
Twitter @Julis_Austria

 

gamon_JuLisStefan Hechl (neuwal.com): Was studierst du, wo und warum?

Claudia Gamon (JuLis): Ich studiere im 4. Semester im Masterstudium „CEMS/International Management“ an der WU Wien. Ich hab bereits einen Bachelor-Abschluss in Internationaler BWL und wollte mich auf dem Gebiet noch weiterbilden.

Wie wohnst du?

Ich wohne in einer 65 Quadratmeter-Wohnung im 20. Wiener Gemeindebezirk.

Wie finanzierst du dein Studium?

Meine Eltern unterstützen mich finanziell, Familienbeihilfe kann ich seit diesem Semester leider nicht mehr beziehen, da ich schon über die Altersgrenze falle.

Bist du eher Genießer oder Streber?

Streber.

Die Hauptaufgabe der ÖH ist…

…eine starke Lobby für die Studenten zu sein, sowohl in der Hochschulpolitik als auch direkt an der Universität.

Zum Thema Cafè Rosa: Wenn du eine halbe Million an ÖH-Geldern mehr oder weniger sinnvoll investieren könntest – wofür?

Ich hätte sie für mehr direkte Service-Leistungen für Studenten der Uni Wien eingesetzt, oder zum Beispiel in den Sozialtopf fließen lassen. Möglichkeiten gibt es sicher viele, wichtig wäre dabei nur gewesen, dass das Geld den Studenten zu Gute kommt statt dem idealistischen Drang einzelner Personen. Ein Businessplan wäre sicher auch eine gute Investition gewesen.

Was fällt dir spontan zu den Stichworten „Uni“ und „Gender“ ein?

Freiheit versus Zwang. Ich halte Gendern für unnötig und bin der Meinung, dass jeder einfach schreiben und reden soll, wie er will.

Wer ist deine persönliche Heldin/dein persönlicher Held und warum?

Joss Whedon. Weil er Geek und Feminist ist. Und eine coole Sau.

Was läuft in deiner Partei/Fraktion falsch?

Ich esse dem Wähler zu viele Wahlzuckerl weg.

Was kannst du besser als die anderen?

Vorarlbergerisch.

Wahlprogramm der JuLis für die ÖH-Wahl 2013

Die Jungen Liberalen fordern, dass die Universitäten nachhaltig finanziert werden. Sie erinnern die Bundesregierung an deren Absicht, das Hochschulbudget bis 2020 auf 2 % des BIPs zu erhöhen. Gleichzeitig weisen sie aber auch darauf hin, dass diese Finanzierung durch ausgabenseitige Einsparungen der Regierung gesichert werden soll.

Zentral im Wahllkampf der Julis ist die Forderung nach Studiengebühren. Sie fordern, dass Hochschulen das Recht erhalten, „Studiengelder“ einzuheben und deren Höhe festzulegen. Daraus würden effizientere Verwaltungen, Studierende als Kunden statt Bittsteller, und Bildungsverträge, die endlich vernünftige Studienbedingungen garantieren folgen. Wer sich die Studiengebühren nicht leisten kann, soll die Möglichkeit eines Bildungsdarlehens erhalten, bei dem die Studiengelder nachgelagert werden können.

Für die JuLis bedeuten Zugangsbeschränkungen Chancengerechtigkeit. Um „hochwertige Studienbedingungen“ zu schaffen, sollen die Hochschulen das Recht bekommen, die Auswahl ihrer Studierenden selbst nach eigenem Ermessen zu treffen.

„Unsere Hochschulen brauchen keine Ideologie und keine Parteisoldaten“ – unter diesem Motto soll die ÖH in einen Verein mit freiwilliger Mitgliedschaft umgewandelt werden. An den Universitäten soll das Persönlichkeitswahlrecht ausgebaut, und bundesweit die Direktwahl der ÖH wieder eingeführt, werden.

Die Julis sprechen sich weiters für verstärkte Kooperationen der Hochschulen mit der Wirtschaft aus und wollen den den Bologna-Prozess und die Internationalisierung als „Chance für Österreich und Europa“ verstanden wissen.

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Stefan Hechl

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