„Ich studiere internationale Betriebswirtschaft an der WU, weil ich herausfinden möchte, wie man aus wenig Geld viel macht“, so Florian Lerchbammer von der AG im neuwal.com Interview zur ÖH Wahl 2013.

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Bewegungen und KandidatInnen im Interview
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Die Wahlen der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) finden alle zwei Jahre statt, heuer vom 14. bis 16. Mai. Auf neuwal stellen wir die antretenden Parteien/Listen, ihre Spitzenkandidaten und Wahlprogramme vor.

 

AG – Aktionsgemeinschaft

aktionsgemeinschaft

 

 

Spitzenkandidat Florian Lerchbammer
Web aktionsgemeinschaft.at
Wahlprogramm Wahlprogramm
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Twitter @AG_ent

 

lerchbammerStefan Hechl (neuwal.com): Was studierst du, wo und warum?

Florian Lerchbammer (AG): Ich studiere internationale Betriebswirtschaft an der WU, weil ich herausfinden möchte, wie man aus wenig Geld viel macht 🙂

Wie wohnst du?

Fast wie ein König im 10m² großen Studentenwohnheimzimmer.

Wie finanzierst du dein Studium?

Zum einen unterstützt mich meine Mutter mit der Miete im Studentenheim sehr, zum anderen durch die Hilfe von staatlichen Beihilfen.

Bist du eher Genießer oder Streber?

Man muss das Leben genießen, aber die nächste Prüfung darf man nie aus den Augen verlieren.

Die Hauptaufgabe der ÖH ist…

es, Studenten zu vertreten und als starke Gewerkschaft dort aktiv zu werden, wo wir mit Problemen konfrontiert sind!

Zum Thema Cafè Rosa: Wenn du eine halbe Million an ÖH-Geldern mehr oder weniger sinnvoll investieren könntest – wofür?

Im Gegensatz zu FLÖ, Gras und VSStÖ, die damit das Anti-Café geschaffen haben, wollen wir als AG das Geld lieber in hilfreichen Dingen investiert sehen. Das sind beispielsweise längere Bibliotheks-Öffnungszeiten, Vorbereitungskurse von der ÖH, Vorlesungsaufzeichnungen oder der Sozialtopf, der sozialschwachen Studierenden einen Einmalzuschuss gewährt.

Was fällt dir spontan zu den Stichworten „Uni“ und „Gender“ ein?

Eine Forderung der AG ist, dass es eine Wahlmöglichkeit der Studenten für Genderkurse in den Studienplänen geben muss. Weiters wollen wir die ausdrückliche Klarstellung, dass fehlendes Gendern keinen Einfluss auf die Benotung wissenschaftlicher Arbeiten haben darf. Hier muss die Leistung im Vordergrund stehen!

Wer ist deine persönliche Heldin/dein persönlicher Held und warum?

Jeder einzelne, der über seine Grenzen hinaus etwas tut ohne einen persönlichen Vorteil daraus zu haben.

Was läuft in deiner Partei/Fraktion falsch?

Dass uns das stinkreiche Millionärskind fehlt, das mit seinem Taschengeld unseren Wahlkampf finanziert.

Was kannst du besser als die anderen?

Nichts. Es gibt immer jemanden, der etwas besser kann als ich. Meine Kollegin neben mir hat gerade gemeint, dass ich mich besonders durch meine Einsatzbereitschaft auszeichne.

Wahlprogramm der AG für die ÖH-Wahl 2013

Einmal mehr spricht sich die Aktionsgemeinschaft in ihrem Wahlprogramm für „faire & transparente Zugangsregeln“ aus. Das heißt keine subjektiven Auswahlmethoden wie Motivationsschreiben oder Assessmentcenter. Außerdem sollen die lokalen ÖHs ein Mitsprache- und Kontrollrecht beim Auswahlverfahren haben. Die Auswahl soll für eine festgelegte Zahl an ausfinanzierten Studienplätzen erfolgen. Diese Plätze sollen zwischen dem Ministerium und den Universitäten in den Leistungsvereinbarungen geregelt werden.

Einen weiteren Schwerpunkt setzt man auf „leistbares Wohnen“. Dazu wird die Rücknahme der Streichung der Sanierungsförderung für Studentenwohnheime, ein erleichterter Zugang zur Wohnbeihilfe für studentische Wohngemeinschaften und ein Erweiterung der Rechtsberatung und Wohn-Serviceangebote der ÖH gefordert.

Für mehr Mobilität zwischen den Universitäten im In- und Ausland will die Aktionsgemeinschaft mit einer Erleichterung von Anrechnungen sorgen. Dies soll durch eine Vereinfachung der Anerkennung von Prüfungen innerhalb Österreichs durch Festlegung von Mindeststandards und den Ausbau der internationalen Austauschprogramme wie Erasmus und Joint Study inkl. Stipendien erreicht werden.

ÖH-intern fordert die AG dass kein „Schindluder“ mit den ÖH-Beiträgen betrieben werden darf und erwähnt in diesem Zusammenhang explizit das Café Rosa und „Zugtickets für deutsche Balldemonstranten“. Dagegen fordert man eine gesetzliche Klarstellung, dass die ÖH über kein allgemeinpolitisches Mandat verfügt und die Einführung einer aufsichtsbehördlichen Genehmigungspflicht bei Rechtsgeschäften von über € 100.000.

Zentrale Forderungen der Aktionsgemeinschaft sind:

Faire & transparente Zugangsregeln

Verbindliche Betreuungsverhältnisse Lehrende zu Studierende für Qualität im Studium!

Mobilität – Mit Anrechenschwierigkeiten wollen wir Schluss machen!

Ausbau der Studentenheimplätze sowie Wiedereinführung der Heimplatzförderung

Service statt Möchte-gern-Politik

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Stefan Hechl

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