Auch in diesem Jahr fand, so wie in zahlreichen anderen Städten, die MayDay-Parade in Wien statt. An der „Parade der Prekären“ nahmen etwa tausend Menschen teil. Laut den Veranstaltern wurden insgesamt 5 Personen vorübergehend festgenommen.

Die Parade startete um 16 Uhr vom Wiener Yppenplatz. Begleitet von einem Polizei-Großaufgebot ging es über den Hernalser Gürtel und die Alserstraße in Richtung Innenstadt. Zu ersten Aufregungen kam es nach Gerüchten um die „Einkesselung“ einiger Personen im Bereich der Spitalgasse. Durch die folgende Zweiteilung des Demonstrationszuges kam es zu einer vorübergehenden Unterbrechung der Straßenbahnlinie 5.

Nachdem sich die Parade in der Sensengasse wieder zusammen gefunden hatte ging es weiter zum Votivpark. Hier kam es zu mehreren vorübergehenden Festnahmen, ausgelöst durch die Kontrolle einer Person aus der Flüchtlingsbewegung. Laut Polizei wurden daraufhin 4 Personen wegen versuchter Sachbeschädigung bzw. aggressivem Verhalten festgenommen.

Laut den Veranstaltern der Parade kamen alle Festgenommenen am Abend wieder frei. Die Parade führte weiter in den zweiten Bezirk. Hier löste sich die Demonstration um etwa 21 Uhr bei der U-Bahn Station Taborstraße auf. Es kam zu keinen weiteren Zwischenfällen.

 

 

Die „MayDay-Bewegung“ tritt für Menschen ein, deren Lebens- und Arbeitswelt außerhalb von konventionellen Beschäftigungsverhältnissen stattfindet. Dabei geht es den Veranstalterinnen nicht mehr nur um die Auseinandersetzung um reguläre Lohnverhältnisse sondern um die Ökonomisierung weiter Teile des Lebens.

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Daniel Weber, geboren 1980 im weststeirischen Voitsberg, lebt seit 2001 in Wien. Der Behindertenbetreuer studiert Bildungswissenschaften und ist bei neuwal verantwortlich für das Ressort Protest-Aktion-Demonstration.