Das Team Stronach präsentierte heute sein lange erwartetes Parteiprogramm. Der Parteigründer lud dazu in die prachtvollen Räumlichkeiten des Palais Ferstel. Neben den vorwiegenden Themen Wirtschaft und Werte ließ Frank Stronach mit Aussagen über das Asylsystem (das Boot ist fast voll) und dem Versprechen, nach der Wahl als Nationalrat tätig sein zu wollen, aufhorchen.

DSC_2090Nachdem sich die übrigen 18 Mitglieder, darunter immerhin 7 Frauen, in einer ersten Runde vorstellten ergriff Frank Stronach das Wort. In seiner etwa 30 minütigen Rede ging es vorrangig um Werte, Wirtschaft und die Notwendigkeit einer völligen Änderung des politischen Systems. Immer wieder ertönte zustimmender Applaus.

 

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Im Anschluss durften die anwesenden Journalistinnen Fragen stellen. Zur Einwanderungspolitik etwa sei das Team Stronach klar für die Aufnahme hoch qualifizierter, für die Wirtschaft benötigter Ausländerinnen . Und zwar nur für solche. Österreich könne nämlich nicht allen, die sich ihr Leben verbessern wollen, helfen. Das Bot sei „fast voll“. Politisch Verfolgte gebe es in der heutigen Zeit in den Nachbarländern ohnehin so gut wie nicht mehr.

Er selbst werde als Spitzenkandidat in den Nationalratswahlkampf gehen.  Auf die Frage, welche Funktion Stronach nach der Wahl einnehmen werde gab dieser seine Absicht bekannt, als Nationalrat ins Parlament einziehen zu wollen.

Das Parteiprogramm selbst wurde in gedruckter Form an die anwesenden Journalistinnen verteilt. Darin enthalten sind etwa die Forderung nach nationalen Währungen für die Euro- Mitgliedsländer, also jedem Land „seinen eigenen EURO“. Weiters enthalten sind Steuersenkungen, eine Reform im Gesundheitsbereich und die Einführung einer Art Ordnungspolizei. Weiters wird eine schärfere Bestrafung von Medien im Falle von Falschinformationen gefordert.

Eine neuwal Fotostrecke:

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Daniel Weber, geboren 1980 im weststeirischen Voitsberg, lebt seit 2001 in Wien. Der Behindertenbetreuer studiert Bildungswissenschaften und ist bei neuwal verantwortlich für das Ressort Protest-Aktion-Demonstration.
  • shlomolisa

    Was versteht man unter „Ordnungspolizei“?

  • Dominik Leitner

    Zitat aus dem Grundsatzprogramm, Seite 52

    Für uns ist eine starke Präsenz der Exekutive auch in den
    Nachtstunden eine wichtige Voraussetzung für mehr
    Sicherheit. Mehr als zwei Drittel aller Polizeieinsätze
    entfallen auf die Ahndung von Verwaltungsübertretungen,
    Geschwindigkeitsüberschreitungen, Lärmbelästigungen
    und Falschparken. Das bindet sehr viel Kapazität
    und könnte zu geringeren Kosten von einem Ordnungsdienst
    übernommen werden.

    Aus diesem Grund streben wir einen unbewaffneten
    Ordnungsdienst an, der mit einer kurzen, aber ausreichenden
    Ausbildung Verwaltungsübertretungen verfolgt.
    Für die Polizei werden dadurch freie Kapazitäten geschaffen,
    die in die Verbesserung der Sicherheitslage in
    Österreich investiert werden können.