von
   

Nachdem das endgültige Wahlergebnis aus Kärnten feststeht, werfen wir einen Blick auf die vergangenen Wahlumfragen der letzten zwei Monate vor den Wahlen. Und lassen sie mit dem Endergebnis vergleichen: Wir analysieren, wie nahe oder weit entfernt die Prognosen vom Endergebnis lagen. Eines lässt sich jetzt schon sagen: Den hohen Wahlsieg der SPÖ sowie die hohen Verlust der FPK wurden von keinem Wahlinstitut prognostiziert. Ich bin ein großer und „kritischer Anhänger“ von Wahlumfragen. Wahlumfragen geben mir ein gutes politisches Stimmungsbild zum momentanen Zeitpunkt und sind nebenbei eine nette Zahlenspielerei, die ich durchaus Ernst nehme.

In dieser Analyse stelle ich mir die Frage: Wie nahe lagen die Wahlumfragen am tatsächlichen Endergebnis?

Update: 05.03.2013, 17:00

Inhalt
0. Vorab
1. Alle Sonntagsfragen
2. Umfragespannen – In welchen Bereichen lagen die Umfragewerte?
3. Abweichungen – Wie weit entfernt sind die Parteiergebnisse von den Wahlumfragen?
4. Die Umfrageinstitute im Detail
5. Die Umfragewerte im Detail
6. Alle Wahlumfragen im Vergleich aus Sicht der Parteien
7. Fazit

Vorab

Die Motivation hinter dieser Analyse liegt darin, zu untersuchen, wie nahe oder wie weit entfernt die Wahlumfragen einzelner Umfrageinstitute vom Wahlergebnis gelegen sind. Die Analyse erfolgt rein auf Basis der absoluten Wahlumfragewerte und nicht unter Berücksichtung der Schwankungsbreite. In der Analyse fokussiere ich auf sieben Wahlumfragen der letzten zwei Monate (1.1.2013 bis 24.02.2013) vor der Wahl. Trotz fünfmaligem Check kann es gut sein, dass dort und da eine Zahl (oder der Text) vielleicht nicht ganz genau stimmt. Danke für die Info, wenn euch was auffällt.

„Wahlumfragen erheben das Meinungsbild zu einem bestimmten Zeitpunkt“

Erich Neuwirth (Wahlstatistiker)

Feedback zu dieser Analyse, die ich von Peter Hajek bekommen habe. Danke!

Umfragen erheben immer nur die Stimmung im Erhebungszeitraum. Nie, was in Zukunft passieren wird. Deshalb wären nur Umfragen zu analysieren, die in der Vorwoche der Wahl stattgefunden haben.

Peter Hajek (Medienforscher)

1. Alle Sonntagsfragen

Werfen wir doch zunächst einen Blick auf sämtliche Sonntags- und Wahlumfragen der letzten Monate. Ganz genau auf 15 Wahlumfragen seit August 2012. Gleich sieben Umfrageinstitute warfen ihre Umfragen in den Markt und in die Medien und stellten sich einer Trendanalyse: Gallup (3), Karmasin (1), Market (1) und das Humaninstitut (2) stellten Umfragewerte den Medien zur Verfügung. Fassen wir kurz zusammen, was die Hauptaussagen der Prognosen waren und wo Umfrageinstitute die Parteien trendmäßig sahen:

  • Prognostiziert wurde ein knapper Sieg der SPÖ vor der FPK.
  • Die SPÖ wurde als stimmenstärkste Partei vor der FPK gesehen.
  • Ein Kopf-an-Kopf-Rennen in der Reihenfolge ÖVP, GRÜNEN und dem Team Stronach.
  • Das BZÖ wurde konstant innerhalb der Mandatsränge bei 6 % und kleinere Parteien zwischen 0 und 2 % bewertet.
  • Kleinparteien sah man im Vorfeld bei 2 %.

Market traf die Werte von SPÖ und FPK – allerdings drei Monate vor der Wahl (11.12.2012) – mit 20 und 37 % am genauesten. Ebenso am 10. Feb. 2013 prognostizierte Market für einen hohen Wahlerfolg für die SPÖ (34 %) und starke Verluste für die FPK (23 %). Werte, die von anderen Umfrageinstituten so klar und eindeutig nicht prognostiziert wurden.

Dominant in den Umfragen war das Humaninstitut, das gleich 5 Wahlumfragen vorgelegte. Eines ist auffallend: Die Umfrageergebnisse unterschieden sich schon ganz klar im Vorhinein von anderen Umfrageinstituten. Doch sehen wir uns das in unserer Gesamtübersicht zunächst genauer an:

 

Alle Wahlumfragen aus Kärnten

 

Die sieben verwendeten Wahlumfragen bei der Analyse

 

 

2. Umfragespannen - In welchen Bereichen lagen die Umfragewerte?

Gehen wir mal ins Detail und sehen uns die Umfragespannen aller Wahlumfragen an. Das heißt, wir berechnen die Differenz des am weitesten und am nähsten gelegenen Umfragewertes im Vergleich zum Ergebnis, um ein Gesamtbild der Prognosen zu bekommen.
  • Das FPK lag weit außerhalb der Prognosen. Der kleinste Umfragewert lag bei 23 % (Market, 10.02.2012, n=402).
  • Ebenso weit außerhalb der Umfragespanne lag die SPÖ: Der größte vergebene Wert lag bei 34 % (Market, 10.02.2012, n=402) und somit 3.1 Prozentpunkte vom Ergebnis entfernt.
  • Knapp innerhalb der Spannbreite, jedoch in den Umfragewerten gering bewertet, liegt die ÖVP: Mit einem Wahlergebnis von 14.4% lag die ÖVP in den letzten Umfragen bei 9-13 %.
  • Geht es nach der Umfragespannbreite, dann legten die Grünen einen Volltreffer hin: Mit 12.1 % lagen sie fast haargenau in der Mitte der prognostizierten 8-15 %.
  • Bis auf die hohen Bewertungen vom Humaninstitut (16 bis 17 %) wurde das Team Stronach stets zwischen 10 und 12 % bewertet. So liegt eine Spannbreite von 10-17 % bei einem Ergebnis von 11.3 % vor.
  • Während Gallup, Karmasin oder Market das BZÖ bei 5-6 % sahen, bewertete das Humaninstitut das BZÖ zwischen 9 und 10 %. Daher liegt die Spannbreite bei 5-10 % und das BZÖ wurde stellenweise überbewertet.
  • Gut lag man im Bereich der "Sonstigen Parteien", die bei einem Ergebnis von 2 % zwischen 0 und 2 prognostiziert wurden
Partei
FPK
SPÖ
ÖVP
GRÜ
TS
BZÖ
And.
Ergebnis
16.9
37.1
14.4
12.1
11.2
6.4
2

Prognose
23-29
27-34
9-13
8-15
10-17
5-10
0-2

 

3. Umfragespannen - In welchen Bereichen lagen die Umfragewerte?

Nun gehe ich näher auf die einzelnen Abweichungen der Umfrageergebnisse im Vergleich zum Wahlergebnis ein. Vorweg: Während einige Umfrageinstitute die ÖVP, die Grünen, das Team Stronach und das BZÖ schon ziemlich nahe am Ergebnis sahen, lagen die Werte bei FPK und SPÖ weit daneben. Mit einer Abweichungsspanne von 6.1 bis 12.1 Prozentpunkten wurde das FPK bewertet. Das heißt: Die am naheliegensten Prognose lag am 10. Feb. 2013 von Market bei 23 %. Kein anderes Institut bewertete das FPK im Vergleichszeitraum niedriger. Die größte Abweichung gab es vom Humaninstitut: Mit 29 % und einer Abweichung von 12.1 Prozentpunkten sah das Humaninstitut am 15. Feb. 2013 das FPK als stimmenstärkste Partei. Market sah am 10. Feb. 2013 die SPÖ mit einer Abweichung von 3.1 Prozentpunkten bei 34 % und lag somit ziemlich nahe am vorliegenden Ergebnis. Mit einer Abweichung von 10.1 Prozentpunkten kann das Humaninstitut am 15. Feb. 2013 aufhören und bewertete die SPÖ bei 27 %: So niedrig, wie sonst kein anderes Umfrageinstitut im Vergleichszeitraum. Gut im Rennen lagen Gallup bei den GRÜNEN und dem Team Stronach. Und das mit der letzten Wahlumfrage eine Woche vor den Wahlen (24. Feb. 2013) und einem Sample von n=200: Mit einer Abweichung von 0.1 Prozentpunkten sah man die Grünen bei 12 % (Ergebnis: 12.1 %) und TS bei 11 & (11.2). Das Humaninstitut sah die Grünen bei 8 % (Abweichung: 4.1 Prozentpunkte) und das Team Stronach bei 17 % (6.8) und lag damit am weitesten entfernt. Die Vergleichsspanne der ÖVP liegt bei -1.4 bis 5.4 Prozentpunkten und damit außerhalb vom Wahlergebnis: Gallup traf mit einer Abweichung von 1.4 Prozentpunkten und einer Umfragegröße von n=200 eine Woche vor der Wahl fast richtig. Ziemlich geringe Spanne gibt es beim BZÖ: Die Abweichung vom Wahlergebnis beträgt zwischen 0.4 und 3.6 Prozentpunkten. Sehen wir uns nun im Detail die kleinste und größte Abweichung vom Wahlergebnis im Vergleich zur Wahlumfrage an:

 

Kleinste und größte Abweichung vom Endergebnis

Partei
FPK
SPÖ
ÖVP
GRÜ
TS
BZÖ
And.
Ergebnis
16.9
37.1
14.4
12.1
11.2
6.4
2

Prognose
23
34
13
12
11
6
2
Institut Market
10.02.13
n=402
Market
10.02.13
n=402
Gallup
24.02.13
n=200
Gallup
24.02.13
n=200
Gallup
24.02.13
n=200
Market
10.02.13
n=402
Gallup
24.02.13
n=200
Abweichungen (min)
+6.1
-3.1
-1.4
-0.1
-0.2
-0.4
0

Prognose
29
27
9
8
17
10
0
Institut Humaninstitut
15.02.13
n=650
Humaninstitut
15.02.13
n=650
Humaninstitut
15.02.13
n=650
Humaninstitut
15.02.13
n=650
Humaninstitut
15.02.13
n=650
Humaninstitut
15.02.13
n=650
Humaninstitut
15.02.13
n=650
Abweichungen (max)
+12.1
-10.1
-5.4
-4.1
+6.8
+3.6
-2

 

Kleinster und größter Umfragewert

 

Partei
FPK
SPÖ
ÖVP
GRÜ
TS
BZÖ
And.
Ergebnis
16.9
37.1
14.4
12.1
11.2
6.4
2

größter Wert
29
34
13
15
17
10
2
Institut Humaninstitut
15.02.13
n=650
Market
10.02.13
n=402
Gallup
24.02.13
n=200
Market
10.02.13
n=402
Humaninstitut
15.02.13
n=65
Humaninstitut
15.02.13
n=65
Gallup
24.02.13
n=200
Abweichungen
+12.1
-3.1
-1.4
-2.9
+5.8
+3.6
0

kleinster Wert
23
27
9
8
10
5
0
Institut Market
10.02.13
n=402
Humaninstitut
15.02.13
n=650
Humaninstitut
15.02.13
n=650
Humaninstitut
15.02.13
n=650
Market
10.02.13
n=402
Gallup
24.02.13
n=200
Humaninstitut
15.02.13
n=650
Abweichungen
+6.1
-10.1
-5.4
-4.1
-1.2
-1.4
-2

 

4. Die Umfrageinstitute im Detail

Nehmen wir nun die Umfragewerte von 2013 in den Fokus: Gallup war mit drei Wahlumfragen für Kärnten im Jahr 2013 am aktivsten, gefolgt vom Humaninstitut mit zwei. Market und Karmasin verzeichnen jeweils eine Wahlumfrage. Nimmt man nun die Gesamtabweichung aller Umfragewerte mit dem Endergebnis her, sind Gallup, Karmasin und Market mit einer Abweichung von 16-20 Prozentpunkten gleich auf. Auffallen ist das Humaninstitut, das mit einer Abweichung von 31 bis 44 Prozentpunkten vom Ergebnis sehr weit daneben liegt.

 

Institut Abweichung in Prozentpunkten
Gallup 17 - 20.1
Karmasin 16.3
Market 18.1
Humaninstitut 31.1 - 44.1

 

5.Die Umfragewerte im Detail

Sehen wir uns die Umfragewerte für Kärnten nun genauer an. Und vergleichen, wie nahe oder weit entfernt die einzelnen Prognosen vom Wahlergebnis liegen. In dieser Tabelle werden sämtliche Wahlumfragen mit dem Endergebnis verglichen. Jede Abweichung vom Ergebnis wird mit + (darüber) oder - (darunter) gekennzeichnet. "Rot" bedeutet: klar daneben und "Grün" bedeutet, dass der Umfragewert doch relativ nahe am Ergebnis liegt. Letztlich wurden eine Summe aller Abweichungen gebildet, um eine Gesamtabweichung zu finden. In der Detailübersicht ist klar ersichtlich, dass Gallup, Karmasin, Market bei ähnlichen Abweichungswerten stehen. Das Humaninstitut zeigt in dieser Übersicht in all ihren Umfragen die größten Abweichungen. Legende

legende

 

Alle Wahlumfragen im Vergleich >
     
16.9
37.1
14.4
12.1
11.2
6.4
2
Datum Institut Befr.
FPK
SPÖ
ÖVP
GRÜ
TS
BZÖ
And.

24.02.13 Gallup 200
26
31
13
12
11
5
2
 
18.3
 
+9.1
-6.1
-1.4
-0.1
-0.2
-1.4
0

20.02.13 Karmasin 400
25
32
12
12
11
6
2
 
16.3
 
+8.1
-5.1
-2.4
-0.1
-0.2
-0.4
0

15.02.13 Humaninstitut 650
29
27
9
8
17
10
0
 
44.1
 
-12.1
-10.1
-5.4
-4.1
+6.8
+3.6
-2

10.02.13 Market 402
23
34
13
15
10
5
 
18.1
 
+6.1
-3.1
-1.4
+2.9
-1.2
-1.4
-2

09.02.13 Gallup 200
26
32
12
13
10
6
1
 
20.1
 
+9.1
-5.1
-2.4
+0.9
-1.2
-0.4
-1

20.01.13 Humaninstitut 650
26
30
9
10
16
9
 
33.1
 
-9.1
-7.1
-5.4
-2.1
+4.8
+2.6
-2

13.01.13 Gallup 200
25
33
13
13
11
5
1
 
17.0
 
-8.1
-4.1
-1.4
+0.9
-0.2
-1.4
-1

 

 

6. Alle Wahlumfragen im Vergleich aus Sicht der Parteien

Im letzten Teil sehen wir uns die Wahlumfragen aus der Sicht der einzelnen Parteien an. Ziel ist es, die Abweichung der Prognosen vom Ergebnis darzustellen. SPÖ Kärnten 1spo

 

FPK - Freiheitliche in Kärnten 1fpk

 

ÖVP Kärnten 1ovp

 

Die Grünen Kärntens 1gru

 

Team Stronach in Kärnten 1ts

 

BZÖ - Bündnis Zukunft Österreich 1bzo

Fazit und Resume

Nun fassen wir noch einmal zusammen:
  • SPÖ wurde viel zu gering bewertet: Das Ergebnis liegt nicht in der Umfragespannbreite.
  • FPK wurde viel zu hoch bewertet: Das Ergebnis liegt nicht in der Umfragespannbreite.
  • Die ÖVP liegt mit einem Wahlergebnis von 14.4 außerhalb der letzten Wahlumfragen (9 bis 13 %).
  • Die Grünen legten einen Umfrage-Volltreffer hin (12.1 % bei 8-15 %).
  • Das Team Stronach wurde - bis auf das Humaninsitut - richtig prognostiziert, liegt aber am unteren Ende der Umfragebreite (11.2 % bei 10-17).
  • Ebenso liegt das BZÖ innerhalb der Umfragespannbreite von 5-10 %.
Umfragegröße und Genauigkeit Auffallend ist, dass das Humaninstitut mit n=650 die höchste Befragungsgröße stellt und gleichzeitig am weitesten entfernt vom Ergebnis liegt. Gallup hingegen lag bei einer Befragungsgröße von n=200 in seinen Wahlumfragen bis auf SPÖ und FPK sehr nahe am Ergebnis. Humaninstitut Sehr auffallend sind letztlich die Umfrageergebnisse vom Humaninstitut: Einerseits durch eine sehr starke Abweichung bei allen Parteien und einer zu hohen Bewertung von FPK, Team Stronach und dem BZÖ bei gleichzeitig niedriger Bewertung von ÖVP, SPÖ und den GRÜNEN. Allgemeiner Trend Der Trend, also das, was eine Wahlumfrage macht, wurde jedoch von den meisten Umfrageinstituten - mit Ausnahme vom Humaninstitut - richtig erkannt: Die SPÖ wurde vor der FPK gesehen, Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen ÖVP, GRÜNE und TS (in dieser Reihenfolge) und das BZÖ in den Mandatsrängen. Und aus dieser Sicht gehen die Wahlumfragen absolut OK.

The following two tabs change content below.
Digitaler und Politischer Entrepreneur - Der Weg zur Politischen Bildung führt bei neuwal über Onlinejournalismus und neuen Formaten. Ich liebe Digital, Medien, Politik und lebe den Digital Mindshift. Am liebsten setze ich für Medienunternehmen strategisch und operativ neue Formate und digitale Produkte um. 9 Jahre Führungspositionen im Bereich Global Digital Strategy in internationalen Konzernen - seit einigen Jahren selbständig in den Bereichen Digitale Transformation, Digitale Strategie, Media Strategy, Digitales Marketing, Innovation, Web-Technologie. Nebenbei Bike and Yoga. Making journalism and politics a better place.
  • stefan

    schöne analyse!
    sehr interessant, weil nach den wahlen niemand mehr an die umfragen davor denkt. es ist aber nicht uninteressant, die prognosen und den tatsächlichen wahlausgang miteinander zu vergleichen. danke!
    und überhaupt ist neuwal ziemlich cool. 😉

  • thommy

    Sehr interessante Analyse. Ergebnis für die Meinungsforschungsinstitute verheerend. Wäre interessant, warum diesmal so. Auch die extremen Unterschiede zwischen den Instituten bei jeweils sehr ähnlichen Stimmungslage in der Bevölkerung. Systemfehler?Hängt wohl auch mit der besonderen Situation in Kärnten zusammen. „Kärnten ist anders“ -siehe NÖ
    Danke!

  • Pingback: neuwal Die große Analyse: Wie weit lagen Wahlumfragen in Tirol richtig? • neuwal • Politik- und Wahljournal()