von
   

neuwal in Kärnten.
Wir haben das Team Stronach für Kärnten im Wahlbüro in Klagenfurt besucht. Im Gespräch mit dem Spitzenkandidaten Gerhard Köfer und Martin Rutter stellen wir die neu gegründete Partei mit ihren Themen und Ideen für Kärnten vor.

Das Team Stronach für Kärnten startet vom Listenplatz 5 in die Kärntner Wahlen.

» walmanach Kärnten 2013 – Die Wahlentscheidungshilfe
» Team Stronach Parteiinformation
» Team Stronach Wahlprogramm für Kärnten 2013
» Video und Transkript: 10 Fragen, 10 Antworten in 10 Minuten

walmanach_logoneuwal in Kärnten. In der Wahlentscheidungshilfe „walmanach Kärnten 2013“ stellen wir alle kandidierenden Parteien vor. Wir besuchten die SpitzenkandidatInnen aller Parteien und stellten ihnen 10 Fragen in 10 Minuten rund um politische Ideen und Veränderung für Kärnten. Allen KandidatInnen wurden die gleichen Fragen gestellt um Antworten fairer vergleichen zu können. Video supported by ZIGETV

» Den walmanach Kärnten 2013 als Magazin öffnen

TS – Team Stronach

 

Das Team Stronach, das im Herbst 2012 gegründet wurde, tritt auch gleich bei der Landtagswahl in Kärnten an und setzt auch hier auf die Schlagworte Wahrheit, Fairness und Transparenz. Spitzenkandidat ist Gerhard Köfer, der von der SPÖ zum TS gewechselte Bürgermeister von Spittal. Er ist zugleich Landesobmann des Team Stronach in Kärnten. Ebenfalls durch Presseberichte bekannt ist Martin Rutter, ein ehemaliger Grüner.

Auch bei der Kärntner Landtagswahl gelten das Grundsatzprogramm der Partei sowie die von Frank Stronach vorgegebenen Werte. Das detaillierte Parteiprogramm soll erst im April präsentiert werden, auch ein Kärnten-spezifisches Wahlprogramm sucht man vergeblich. Stattdessen setzt Gerhard Köfer auf die beinahe schon altbekannten Parolen „Schluss mit Schuldenmachen!“, „Arbeiter am Gewinn beteiligen!“, „Politiker müssen dem Land dienen!“, usw. Als großen Abgrenzungspunkt zu BZÖ und FPK sieht man die vollkommene Korruptionslosigkeit des Team Stronach.

Auf Stimmenfang geht das Team Stronach in Kärnten mit einer eigenen iPhone-App, einem Wahlkampfsong und medienwirksamen Blutspenden der Spitzenkandidaten. So will Gerhard Köfer auf jeden Fall den Einzug in den Landtag schaffen, rechnet mit mindestens 12% und somit einem Regierungssitz. Er sieht auch noch Luft nach oben.

Gerhard Köfer schließt laut eigenen Angaben eine Koalition mit der FPK unter Gerhard Dörfler aus, ebenso wie mit allen andere Parteien. Er trat dem neu-gegründeten Parlamentsklub des Team Stronach nicht bei, da er mit einem Mandat bei der Kärntner Landtagswahl rechnet und gegebenenfalls dorthin wechseln wird.

ts-fb

 

Parteibezeichnung kurz: TS
Parteibezeichnung lang: Team Stronach für Kärnten
Mutterpartei Österreichweit: Team Stronach für Österreich
Mutterpartei Europa:

Spitzenkandidat: Gerhard Köfer

Landtagsmandate Kärnten: 0 Mandate (2009)
Listenplatz: 7

Team Stronach Kärnten
Neuer Platz 1, 9800 Spittal/Drau
Tel./Fax: +43 4762 909 15
E-Mail: kaernten – – teamstronach.at

» Website
» Neue Werte für Kärnten
» Parteistatuten
» Facebook
» Twitter
» Wikipedia

mp_logo_neu20100319142029

Infos und Fragen stellen auf meinparlament.at
» Gerhard Köfer
» Martin Rutter
» alle anderen PolitikerInnen

TS Wahlprogramm für Kärnten 2013

 

Der „Maßnahmenplan für Kärnten“, so das Team Stronach, ist das wahrscheinlich umfangreichstes Programm aller wahlwerbenden Gruppierungen. Dutzende anerkannte Fachexperten haben an diesem ‚Werk‘ mitgearbeitet. Das Programm ist aber nicht in Stein gemeißelt, es wird ständig wachsen, evaluiert und den aktuellen Erfordernissen und Entwicklungen angepasst. Ein wesentlicher Punkt der Arbeit wird auch der maßvolle und wirtschaftlich sinnvolle Umgang mit den Geldern des Zukunftsfonds sein. Dieses darf nicht für populistische und kurzfristige Maßnahmen missbraucht werden. Es handelt sich hierbei um die letzte eiserne Reserve unser Kinder und Enkelkinder“, sagt Köfer. Köfer zu den wichtigsten Themen des Programms:

  • Das Team Stronach möchte mit ihrem Maßnahmenplan Antworten auf die wichtigen Zukunftsthemen in unserem Land geben.
  • Themenschwerpunkte sind die Bekämpfung der Korruption, Soziales, Bildung, Wirtschaft und Regionalentwicklung.
  • In den letzten Jahren wurde der ländliche Raum stiefmütterlich behandelt, wir brauchen wieder Infrastruktur in den Dörfern.
  • Die Landflucht und die Abwanderung in den Tälern müssen gestoppt werden.
  • Wir wollen unser Jugend ein Vorbild sein und ihnen eine wirtschaftlich starke, sozial ausgewogene und lebenswerte Umwelt hinterlassen.“

 

10 Fragen, 10 Antworten, 10 Minuten mit Gerhard Köfer und Martin Rutter (TS)

 

Neben mir ist Herr Gerhard Köfer, der Spitzenkandidat vom Team Stronach und Herr Martin Rutter vom Wahlkreis Klagenfurt Stadt und Klagenfurt Land. Herzlich Willkommen. Danke, dass sie sich die Zeit nehmen. Ganz kurz einmal vorweg: Was ist das Team Stronach in Kärnten. Und was zeichnet es genau aus?

Köfer: Das Team Stronach ist eine politische Bewegung, die es in dieser Form noch nie gegeben hat. Wir sind eine sehr große Gruppe von Menschen aus den unterschiedlichsten politischen Lagern. Wir versuchen keine Ideologien mehr aufkommen zu lassen. Sondern, wir bemühen uns, Kärnten zu verändern. Wir haben alle das gleiche Ziel. Daran wird gearbeitet. Und diese politische Vergangenheit, die jeder von uns in der Vergangenheit gehabt hat, hat bei uns wenig Platz.

Das heißt, es gibt ein buntes Spektrum im Team Stronach. Was sind denn die politischen Ideen, mit denen Sie Kärnten verändern wollen?

Rutter: Der Stil in Kärnten ist ein falscher. Er ist nicht positiv. Die Politiker, die Macht gegeben bekommen von den Menschen, gehen damit nicht besonders positiv um. Das sieht man auch daran, wie politikverdrossen Kärnten ist.

Arbeitsplätze schaffen,
Transparenz und Wahrheit in die Schuldenpolitik,
Bildungsauftrag.
Auf den Punkt gebracht: Drei politische Ideen für Kärnten?

Köfer: Da gibt es viele. Mit drei Punkten würde sich das nicht festmachen lassen. Wir gehen ganz stark in den Bereich der Wirtschaft: Es geht darum, Arbeitsplätze zu erhalten und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Es geht darum, eine Transparenz und eine Wahrheit in diese Schuldenpolitik der letzten Jahrzehnte einzudringen. Wir haben auch einen Bildungsauftrag. Wir haben Aufträge im Bereich des sozialen Gefüges in diesem Land. Es gibt viele Dinge, die zwar stattfinden, aber in keiner gesetzlichen Form eine Regelung gefunden haben. Es gibt viel zu tun. Und wir bemühen uns, diese Schlupflöcher dann auch zu schließen.

Was unterscheidet sie von den anderen Parteien, die es in Kärnten gibt?

Köfer: Wir sind gegenüber keine Kammer, keinem Bund, keinen Pfründen, keinen Machterhaltern irgendwie verpflichtet. Wir brauchen niemanden bedienen. Wir betreten diese politische Bühne eigentlich sehr sauber und wir wollen sie auch in dieser Form wieder verlassen. Irgendwann, wenn wir die politische Arbeit der nächsten Generation übergeben werden. Wir sind frei von Korruption. Wir sind frei von dieser Schuld, Kärnten belastet zu haben. Und das unterscheidet uns sehr wesentlich.

Was genau macht das Team Stronach wählbar?

Rutter: Ich glaube, der neue politische Stil, die Breite von allen möglichen Personen die mitmachen. Viele Menschen, die sich vorher noch nicht politisch engagiert und gesagt haben, sie haben bis jetzt noch keine Heimat gefunden, sehen hier eine echte Alternative. Von Haus aus eine gewisse Distanz gegenüber politischen Mitbewerbern mitbringen: Sich verständigen und gemeinsam an einem Ziel arbeiten.

Wenn wir uns die letzten vier Jahre in Kärnten ansieht und wieder im Jahr 2013 ankommt: Aus welchen Fehlern lernen Sie und was kann man besser machen?

Köfer: Man kann immer aus Fehlern lernen. Aber aus den Fehlern, die gemacht worden sind, sollte man eigentlich nichts lernen. Man sollte die Erkenntnis mitbringen, dass es so nicht geht. Dass man sich nicht in irgendeiner Form verbündet,“verhabert“ und ein Packerl schnürt, wie das die ÖVP gemeinsam mit der FPK gemacht hat. Heute kann sich die ÖVP nicht daran erinnern, dass sie jemals in einer Koalition mit der FPK war. Das soll man lernen: Das man von Haus aus gleich eine gewisse Distanz gegenüber auch den politischen Mitbewerbern mitbringt. Man soll sich verständigen und gemeinsam an einem Ziel arbeiten. Aber letztendlich sollte es keine Verbrüderung und auch keine Koalition in dieser Form geben.

Was würde sich aus der Sicht der Jugendlichen ändern, wenn das Team Stronach die Möglichkeit zur Mitgestaltung in Kärnten hätte?

Rutter: Der erste Punkt ist, dass die Jugendlichen mehr ernst genommen werden müssen. Jeder sagt, Jugend ist wichtig. Trotzdem wandern jeden Tag im Durchschnitt sieben junge Menschen aus Kärnten ab. Ich glaube nicht, dass die jungen Menschen sich wirklich für Ernst genommen fühlen, sonst würden Sie nicht abwandern. Zweitens haben wir eine hohe Jugendarbeitslosigkeit. Daher gehört unser Bildungsangebot in dem Bereich verbessert.

Gerhard Köfer, Martin Rutter – Team Stronach KärntenMan hat Menschen und Berufsgruppen die Würde genommen, in dem man sie zu einem politischen Spielball gemacht hat.

Korruption, verbale Entgleisungen, etc. Haben Politiker eine Vorbildfunktion? Und wie kann es Ihnen, dem Team Stronach, dieses moralische Gleichgewicht in der Politik wieder herzustellen?

Dörfer: Es ist wirklich gelungen, den herrschenden Parteien, dass man im Laufe der letzten 20 Jahre alles, was früher irgendwie an Anstand und Sitte geherrscht hat, auch zu beenden. Früher war es so, dass der Bürgermeister eine anerkannte Persönlichkeit war. Es war der Schullehrer, der Pfarrer, der Eisenbahner, der Briefträger und auch vielleicht der Gendarm, der irgendwo in seinem Umfeld eine Rolle gespielt hat.

Man hat den Menschen und Berufsgruppen die Würde genommen, in dem man sie zu einem politischen Spielball gemacht hat.

Und Anstand und Sitte sollte sich der Politiker sich jetzt nicht besonders hervorheben. Er soll einfach so sein, wie man ist. Ich glaube, dass das jetzt kein Spezifikum für einen politischen Menschen sein soll, sondern: Anstand, Würde, Werte haben eigentlich für alle zu gelten.

Die Arbeitslosigkeit erreichte im Jänner 2013 einen neuen Höchstand in Kärnten. Gleichzeitig gibt es einen Rückgang an offenen Stellen. Kann das Team Stronach in dieser Situation weiterhelfen?

Rutter: Ich denke schon. Weil, wenn wir nicht mit dem Anspruch hier „etwas besser zu machen“ antreten, glaube ich, wird es keinen Sinn machen, dass wir antreten. Der Ansatz ist folgender: Wir haben überall einen Geldtopf, der für alle möglichen Bereiche verwendet wird. Und aus diesem Geldtopf sind in den letzten Jahren und Jahrzehnten viele Events und viele Ideen geboren worden, die nicht so viel Sinn gemacht haben. Daraus müssen wir lernen. Und diese Energie, diese Ideen besser fürs Land nutzen zu können?

Photovoltaik und neue Arbeitsplätze für Kärnten
Herr Rutter, Sie haben sich sehr für die „grüne Politik“ engagiert. Energiepolitik?

Rutter: Ich glaube, das Wichtigste ist, dass wir eine echte Planung machen. Bis vor kurzem hat es nicht einmal einen Plan gegeben, wo Windkraftwerke sinnvoll in Kärnten gebaut werden können. Das gehört einmal alles definiert: ein Teil des Geldes kann man in Kärnten auch für Photovoltaik oder ähnliches verwenden. Natürlich braucht das Konzepte, die sinnvoll sind. Deutschland hat in den letzten zehn Jahren 100.000 Arbeitsplätze über erneuerbare Energien geschaffen haben. Auf Gerhard Köfer, Martin Rutter – Team Stronach KärntenKärnten heruntergebrochen: Österreich ist ein Zehntel von Deutschland, Kärnten ein Zehntel von Österreich. Das wären zumindestens 1.000 Arbeitsplätze. Ich glaube, da wäre sehr viel möglich.

Lassen wir mal die Hypo-Bank, das Stadion und Klagenfurter Fussballmannschaften hinter uns. Ganz kurz in drei Stichworten: Was gibt es denn positives aus Kärnten zu berichten?

Dörfer: Das Positivste von Kärnten ist sicherlich die Tatsache, dass wir am 3. März wählen können. Dass sich diese Blockade, Neid- und Streitpolitik endlich aufgelöst hat. Das Wetter, glaube ich, war auch in den letzten Tagen sehr gut. Wir haben genug Schnee. Der Sommer ist heiß genug, dass unsere Gäste uns wieder besuchen. Kärnten hat vieles Positives zu berichten. Wir müssen uns nur darauf besinnen, wo wir leben. In Wahrheit leben wir im Paradies. Wir haben tausende Singvögel, tausende Pflanzen. Wir können das Wasser aus den Seen trinken. Also, Kärnten hat mehr als diese Streit- und Neidpolitik.

walmanach Kärnten 2013
Konzept, Idee, Organisation:

Dieter Zirnig
walmanach Redaktion: Stefan Hechl, Dominik Leitner, Thomas Knapp, Martin Zinkner, Dieter Zirnig
neuwal Wal-Logo: Sebastian Tauber
Magazin-Layout: Dieter Zirnig
Kamerafrau: Stefanie Brader
Videoschnitt: Dieter Zirnig
Video Consultancy: Georg Schütz

Video in Kooperation mit ZIGETVZIGE_logo

The following two tabs change content below.
Digitaler und Politischer Entrepreneur - Der Weg zur Politischen Bildung führt bei neuwal über Onlinejournalismus und neuen Formaten. Ich liebe Digital, Medien, Politik und lebe den Digital Mindshift. Am liebsten setze ich für Medienunternehmen strategisch und operativ neue Formate und digitale Produkte um. 9 Jahre Führungspositionen im Bereich Global Digital Strategy in internationalen Konzernen - seit einigen Jahren selbständig in den Bereichen Digitale Transformation, Digitale Strategie, Media Strategy, Digitales Marketing, Innovation, Web-Technologie. Nebenbei Bike and Yoga. Making journalism and politics a better place.