Weiter gehts: die „Christliche Partei Österreichs“ stellt sich gemeinsam mit der „Mitte-Partei Österreichs“ der Wahl. Als CPÖMP scheinen sie in vier Bezirken auf den Wahlzetteln auf.

Niederösterreich wählt
Am 3. März 2013 wird in Niederösterreich der Landtag neu gewählt. Der Wahl stellen sich 9 Parteien. neuwal bringt alle Informationen rund um die kandidierenden Parteien: Wahlprogramme, Wahlumfragen, Links, etc.

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» Alle Parteien im Überblick

Informationen und Links

cpomp-iconParteibezeichnung kurz: CPÖMP
Parteibezeichnung lang: Christliche Partei Österreichs – Mitte Partei
Mutterpartei Österreichweit: Christliche Partei Österreichs
Mutterpartei Europa: 

Spitzenkandidat Niederösterreich: Rudolf Gehring
Landtagsmandate Niederösterreich: 0 Mandate (2008)

Antritt in: Amstetten, Baden, Melk und Mödling

» Website CPÖ: christlicheparteioesterreichs.at
» Website MPÖ: mitte-partei.at
» Wahlprogramm auf christlicheparteioesterreichs.at/programm/
» Wahlprogramm auf mitte-partei.at/NOeWahl2013.php
» Facebook CPÖ: https://www.facebook.com/pages/CP%C3%96-Christliche-Partei-%C3%96sterreichs/103767379676439
» Facebook MPÖ: https://www.facebook.com/pages/MP%C3%96-Mitte-Partei-%C3%96sterreichs/416230738424587
» Twitter: –

Sie ist beständig: Die CPÖ hat es geschafft, in den vergangenen Jahren bei vielen Wahlen anzutreten, den größten Erfolg schaffte ihr Parteiobmann (und zugleich Spitzenkandidat in NÖ) Rudolf Gehring bei der Bundespräsidentenwahl 2010, wo er auf 5,43 Prozent kam. Bei der Landtagswahl in Niederösterreich hat man sich mit der relativ neuen „Mitte Partei“ zusammengetan und es geschafft, in vier Bezirken die notwendigen Unterstützungserklärungen zu sammeln.

Wahlprogramm

Die Inhalte:

  • Leben schützen
  • Familien fördern
  • Arbeitsplätze sichern und schaffen
  • Wohnungspreise und Mieten senken
  • Armut bekämpfen und Sorge um die sozial Schwachen tragen
  • Korruptionsbekämpfung und öffentliche Spekulationen
  • Bürgerbeteiligung – Faires Wahlrecht – Demokratiereform
  • Christliche Kultur erhalten
  • Bildung und Erziehung verbessern
  • Wirtschaft fördern – Umwelt schützen

Der folgende Überblick kann das Wahlprogramm nicht 1:1 wiedergeben, er soll nur einen raschen, einfachen Einblick ins Programm ermöglichen. Wer nähere Informationen erhalten möchte, sollte sich die beiden Partei- und Wahlprogramme (Links? – siehe oben) ansehen.

Soziales

Die CPÖMP fordert ein Abtreibungs- und Euthanasieverbot, eine Reform der Familienbeihilfe („sodass die Gelder den im Inland lebenden Kindern zugutekommen und nicht ins Ausland abfließen!“, Wiedereinführung des Schulstartgeldes, vermehrt familieninterne Kinderbetreuung, sowie eine verbesserte Erziehung der Kinder (nicht durch Lehrer, sondern durch Eltern). Außerdem soll es eine Förderung der Altenpflege zu Hause geben.

Im Sozialbereich liefert die MPÖ ein umfangreiches Paket (auf der Seite der CPÖ konnte ich nichts dergleichen finden): So tritt man u.a. für die 30h-Woche ein, einen „Mindestbezug“ von 1.250 Euro netto, leistungsorientierte Managergehälter, eine Herabsenkung des Pensionsantrittsalters sowie eine sofortige Gleichstellung von Mann und Frau. Außerdem soll der Mietzins gesenkt, die Umsatzsteuer für Wohnungen abgeschafft und der Wohnbau für Familien gestärkt werden.

Und obwohl die CPÖ behauptet, für eine Trennung von Staat und Kirche zu sein, so findet man auf der Seite der MPÖ den Satz: „Keine Förderung antichristlicher Kultur aus Steuergeldern“.

Bildung

Mehr Geld für das Bildungssystem, mehr Lehrer, kleinere Klassen, Steigerung des Bildungsniveaus, Förderung individueller Fähigkeiten, staatliche Förderung von Schulleistungen – so kann man den Bildungsplan der CPÖMP zusammenfassen.

Umwelt

Die CPÖMP setzt sich für Tierschutz, und hier speziell für die Wiedereinführung der fahrbaren Schlachthöfe. Außerdem dürfen Wasser und Müllverbrennungsanlagen nicht privatisiert werden.

Sicherheit

Hier sieht die CPÖMP „moderne Ausrüstung für den Kampf gegen Kriminalität, keine weiteren Asylzentren in Österreich und die „Anerkennung österreichischer Werte als Grundvoraussetzung der Integration.

Transparenz

Für die CPÖMP bedeutet Transparenz: die Offenlegung aller Gemeindevorstands- und Gemeinderats-, Landesregierungs- und Landtagsbeschlüssen mit allen Beilagen, dieOffenlegung aller Zahlungsflüsse als wirksames Mittel gegen Korruption, sowie transparente Politikergehälter.

Politik

Demokratiepolitische Überlegungen der CPÖMP sind unter anderem: eine Demokratiereform durch Staatsumbildung, ein „faires Wahlrecht“ (hierbei verlinkt die Mitte-Partei übrigens auf eine Website des Parteiobmannes der EU-Austrittspartei) sowie eine Demokratiereform durch Änderung der niederösterreichischen Gemeindeordnung (Neuregelung der Zuständigkeiten des Gemeinderats und des Gemeindevorstands, Aufwertung des Prüfungsausschusses (erkennt Korruption, Misswirtschaft und beugt derartigen Verhaltensweisen vor).

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freier Journalist (dominikleitner.com) • Autor (Neon|Wilderness) • Lokaljournalist (MFG-Magazin) • CD-Kritiker (subtext.at • Journalismus-Student an der FHWien

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  • Matthias

    „…keine weiteren Asylzentren in Österreich“.

    Mit der christlichen Nächstenliebe ist es also nicht so weit her 😉