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neuwal in Kärnten. Die Lebenswerte Partei Österreichs (LPÖ) tritt vom 10. Listenplatz aus bei der Landtagswahl in Kärnten am 3. März 2013 an. Wir haben Frau Christa Köfler (Parteileiterin) in Klagenfurt getroffen und mit ihr über politische Ideen und Veränderungsmöglichkeiten in Kärnten gesprochen. Die LPÖ wurde 2011 gegründet und tritt erstmals bei einer Wahl an.

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walmanach_logoneuwal in Kärnten. In der Wahlentscheidungshilfe „walmanach Kärnten 2013“ stellen wir alle kandidierenden Parteien vor. Wir besuchten die SpitzenkandidatInnen aller Parteien und stellten ihnen 10 Fragen in 10 Minuten rund um politische Ideen und Veränderung für Kärnten. Allen KandidatInnen wurden die gleichen Fragen gestellt um Antworten fairer vergleichen zu können. Video supported by ZIGETV

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LPÖ – Lebenswerte Partei Österreichs

 

Nach den zahlreichen Korruptionsfällen, U-Ausschüssen und Politskandalen hat sich die LPÖ überlegt, was man als „Normalverbraucher“ dagegen tun kann. Wutbürgern alleine ist zu wenig, ebenso nur schimpfen oder einfach nicht zur Wahl zu gehen. Deswegen wurde am 15. Juli 2011 von Christa Köfler die LPÖ gegründe. Sie soll sich als Gegenpol gegen das leider von Skandalen gepeinigte System bewähren.

Das Parteiprogramm der LPÖ lautet: „Keine Zukunft ohne Vision“. Wirtschaftliche Erfolge und soziale Errungenschaften schließen sich nicht aus. Im Gegenteil: wirtschaftlicher Wohlstand ist notwendig, um das soziale Netz zu finanzieren. Die Partei möchte eine politische Veränderung in Österreich herbeiführen.

Die Lebenswerte Partei Österreichs möchte für ein lebenswertes, soziales und erfolgreiches Land sorgen. Gleichzeitig setzt sie sich für die „wichtigsten Werte für eine erfolgreiche Zukunft“ ein: Menschlichkeit, Ehrlichkeit und Transparenz. Die Vision der LPÖ zeigt den Weg in die Zukunft — „Keine Zukunft ohne Vision“, die auf drei starken Säulen aufbaut: Wirtschaft (Export), Stabilität und Tourismus, die das Herz Europas zum Wirtschaftsmotor machen und so für einen gerechten Wohlstand sorgen.

Gemeinsam mit Österreich, Bayern und der Schweiz spricht die LPÖ von einer stabilen, kompetenten Region: Die USP (Union Souveräner Personengemeinschaften), die eine exportorientierte Wirtschaft, eine hohe Stabilität und einen stark ausgeprägten Tourismus aufweisen.

Parteibezeichnung kurz: LPÖ
Parteibezeichnung lang: Lebenswerte Partei Österreichs
Mutterpartei Österreichweit: Lebenswerte Partei Österreichs
Mutterpartei Europa:

Landesobmann Kärnten: Christa Köfler
Mitglied: Claus Bresztowanszky
Mitglied: Burkhard Brennacher
Mitglied: Josef Sammt

Landtagsmandate Kärnten: 0 Mandate (2009)

LPÖ
Waagplatz 7/1, 9020 Klagenfurt
Tel.: +43 676 937 48 48
Kontaktformular

» Website: lpoe-oesterreich.at
» Facebook

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LPÖ Info

LPÖ Wahlprogramm für Kärnten 2013

 

Die Menschen sollen wieder spüren, dass man sie nicht im Stich lässt. Dass man glaubhaft für sie da ist, dass sie nicht nur „billiges Stimmvieh“ sind. Sie werden auch verstehen, wenn einmal etwas nicht klappt.

Versprechungen sollen auch nach Wahlen gelten. „Soziales“ umfasst unendlich viele Bereiche – vom leistbaren Wohnen über Bekämpfung der Armut bis hin zur Förderung behinderter Menschen und eine nachbarschaftliche Asylpolitik. Auch die Familie bzw. Partnerschaften müssen entsprechend gefördert werden.

Wirtschaftliche Erfolge und soziale Errungenschaften schließen sich nicht aus. Im Gegenteil wirtschaftlicher Wohlstand ist notwendig, um das soziale Netz zu finanzieren.

  • Für alle Familien gerechtere Einkommen
  • Die beste Ausbildung für LehrerInnen und SchülerInnen
  • Bessere Chancen für Menschen mit Behinderung
  • Innovation- und Forschungsförderung auf europäischem Spitzenniveau
  • Gesundheit für alle Menschen in Österreich leistbar machen

Österreichmanagement statt Geiselhaft des politischen Kasten:

  • Bürgerservice statt vier Regierungsebenen
  • Abschaffung Bundesrat und Bezirkshauptmannschaft
  • Eine schlankere Landesregierung wird zum Bürgerservice
  • Gemeindepolitiker mit Erfolgshonorierung und fakultativer Schulung
  • Für alle Österreicher ein gerechtes und leistbares Pensionssystem
  • Nachhaltigkeit, Ausbau alternativer Energie, Vermeidung von Ressourcenvergeudung
  • Rückführung der Steuerbelastung auf Schweizer–Niveau bis 2030

 

10 Fragen, 10 Antworten, 10 Minuten mit Christa Köfler (Lebenswerte Partei Österreichs – LPÖ)

 

neuwal in Kärnten. 10 Fragen, 10 Antworten. Ich begrüße Frau Christa Köfler von der LPÖ, der Lebenswerten Partei Österreich. Ganz kurz vorweg: Was ist die LPÖ und was zeichnet denn ihre Partei aus?

Christa Köfler (LPÖ): Ich habe die Partei am 15. Juli 2011 gegründet. Für uns steht Menschlichkeit an erster Stelle: Menschen müssen wieder menschlich behandelt werden in diesem Land.

Was heißt für sie Menschlichkeit und menschlich behandelt werden?

Menschlichkeit bedeutet für mich, dass Menschen wieder mehr in der Politik mitreden und verstehen können. Politik muss wieder einfach gemacht werden. Es dürfen nicht Aktionen in einer Wohlstandsgesellschaft, wie wir sie heute haben, vorhanden sein, dass sich Menschen anstellen, um 100 Euro Ausgleichszulage zu bekommen. Und das finde ich, ist ein Stück zu unmenschlich.

Ein wirtschaftlich soziales, erfolgreiches Kärnten
Sie führen die Partei als einzige weibliche Spitzenkandidatin in den Kärntner Wahlkampf. Was sind ihre politischen Ideen mit denen Sie Kärnten mitverändern un mitgestalten wollen?

Unsere Idee war von Anfang an, ein wirtschaftlich soziales, erfolgreiches Kärnten. Und damals stand fest: Nie war mehr Anfang als jetzt mit politischer Veränderung möglich. Wir von der LPÖ haben uns zum Ziel genommen, den Landesapparat schlanker zu machen und die Geldverschwendung zu stoppen.

Ihre drei politischen Ideen in Stichworten kurz zusammengefasst?

Dass wir wieder ein wirtschaftlich erfolgreiches, soziales Kärnten werden. Wir müssen den Wirtschaftsstandort verstärken. Wir müssen den sozialen Bereich abdecken und wir müssen natürlich den Gesundheitsbereich abdecken. Das ist ganz wichtig. Wir dürfen dabei die Bildung, die Infrastruktur nicht ausschließen. Es gibt einiges zu verändern.

Was unterscheidet sie dabei von den andere Parteien?

Wir sind völlig unabhängig. Wir sind keine Absplitterung irgendeiner Partei. Wir sind Menschen, die arbeiten gehen, die die Probleme von den Menschen draußen kennen und deshalb sind wir anders als die anderen Parteien.

Und was macht genau Sie wählbar?

Weil ich menschlich bin. Weil für mich Menschlichkeit und Lebenswert an erster Stelle stehen. Und für das kämpfe ich.

Wenn wir uns die letzen Jahre ansehen und zurückblicken: Was gibt es Gutes, dass fortgesetzt werden kann?

Wenn ich die letzten vier Jahre Revue passieren lasse, dann sind die Korruptionen und Skandale sicherlich die größte Katastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg. Wenn wir uns das Bildungssystem ansehen, dann glaube ich, ist hier viel zu machen und zu ändern. Und das ist auch Aufgabe einer neuen Partei. Es kann keine der bestehenden Parteien, die jetzt sind, einen Landesapparat schlanker machen. Dafür würde sie einfach viele Leute verlieren, die jetzt in der Landesregierung sitzen. Wir hätten dadurch mehr Geld, um in gewisse Dinge zu investieren. Die Geldverschwendung muss ein Ende haben. Und das Geld muss natürlich gerechter aufgeteilt werden.

Wirtschaftsstandort Kärnten attraktiver machen.
Neue Akzente für junge Menschen setzen.
Angenommen sie hätten wieder die Möglichkeit, in Kärnten mitzugestalten und
mitzuverändern. Woran würden es Jugendliche merken, dass sich etwas verändert hat?

Wenn wir uns die arbeitslosen Jugendlichen betrachten und sehen, welchen Prozentsatz das einnimmt, muss es uns zu denken geben. Wir müssen eine Zukunft für die Jugend und eine berufliche Perspektive schaffen. Wir müssen den Wirtschaftsstandort Kärnten wieder attraktiver machen. Wir müssen neue Akzente für junge Menschen setzen. Und schauen, dass Menschen, die im Land zur Schule gehen, eine Ausbildung haben, auch im Land bleiben. Wir können das aber nur schaffen, wenn wir den Wirtschaftsstandort Kärnten verstärken und innovativer machen.

Die aktuellen AMS-Daten zeigen eine sehr, sehr hohe Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen und unter anderen Schichten. Und gleichzeitig kommt es auch zu einem Rückgang bei den offenen Stellen. Welche Ideen hat die LPÖ jetzt für
die nächsten Jahre, diesem Trend entgegenzuwirken?

Wir haben irrsinnig viel Geld in die Korruption verloren. Dieses Land ist ohne Ende wie ein Selbstbedienungsladen bedient worden. Jeder hat in seine eigene Tasche gewirtschaftet. Und keiner der jetzigen politischen Parteien hat einmal an das Land, sondern nur an sich selbst gedacht. Und ich denke, als Politiker ist es wichtig, nicht an sich, sondern an das Land zu denken. Wenn wir die Politik offener machen, und, wenn Menschen die Politik wieder verstehen und in der Politik wieder mitsprechen könnnen, kann es gar nicht so weit kommen, dass wir solche Korruptionsfälle haben, wie wir sie in den letzten zwei, drei Jahren gehabt haben.

Für die LPÖ ist Direkte Demokratie ganz wichtig.

Wir waren jetzt als LPÖ in Deutschland, in Südtirol, wir waren in der Schweiz und haben mit dem Schweizer Parlament über Direkte Demokratie gesprochen. Wir haben mit den Menschen gesprochen, was für sie Direkte Demokratie bedeutet.

Ich kann heute nicht über ein Stadion entscheiden, das 100 Millionen kostet und sich nicht von selbst finanziert. Ich kann keine Seebühne aufbauen, die 100 Millionen oder noch mehr kostet, die sich nicht selbst finanziert. Und das meine ich jetzt ausdrücklich mit „Geldverschwendung muss ein Ende haben“. Deshalb ist es wichtig, Direkte Demokratie zu führen.

Unmenschlichkeiten, Korruption, verbale Entgleisungen usw. — Haben Politiker Vorbildwirkung und wie kann das moralische Gleichgewicht in der Politik in Kärnten wiederhergestellt werden?

Wie kann heute der Mensch draußen Respekt vor einem Politiker haben, wenn es nur wenige Politiker gibt, die nicht angeklagt sind. Wie soll dann ein normaler Bürger wirklich Respekt haben? Ich als Politiker muss Respektsperson sein und kann mich nicht beim Land bedienen, als „wie es gibt nur mich und niemanden“. Und die Menschen in unserem Land werden immer ärmer und ärmer. Teilweise gehen Eltern zwei, drei Jobs nach und das soziale Netzwerk in der Famile geht kaputt, weil man sich einfach nichts mehr leisten kann. Ich spreche da nicht von einem Urlaub irgendwo, sondern von normalen Dingen. Ob das jetzt Schuhe für die Kinder sind, ob das eine Jacke für Kinder ist, ob es in ein Schwimmbad baden geht. Die Leute verschulden sich ja täglich mehr und mehr. Wenn man denkt, die Mieten steigen — vom Benzin rede ich gar nicht. Oder von den steigenden Lebensmittelpreisen. Und die Gehälter bleiben immer die gleichen. Auch die Energiekosten steigen.

Was sind ihre Ideen zur Energiepolitik in Kärnten?

Man sollte mehr auf erneuerbare Energie setzen. Das ist einmal ganz wichtig. Es gibt keine Ressourcen, die wir unbegrenzt nützen können. Die einzige Ressource, die wir nützen können, ist die Sonnenenergie. Und die sollten wir mehr aktivieren.

Die Asylpolitik ist immer wieder ein Thema, das in den Zeitungen österreichweit aufpoppt. Wie sieht da die Idee aus, eine qualitativ hochwertige Asylpolitik in Kärnten zu machen? Oder ist das kein Thema?

Schnelle und menschliche Entscheidungen beim Asylrecht.

Ich sage so: Das Thema Asylant ist ein ganz eigenes Thema. Ich denke, auch in Bezug Asylant, müsste es von der Seite der Politik so sein, dass es schnelle Entscheidungen geben sollte. Auch wenn man heute Asylant ist, hat dieser Mensch ein Recht auf Menschlichkeit. Es kann nicht sein, dass Menschen sechs, sieben, acht Jahre in einem Land leben und man dann abschiebt. Es haben auch diese Menschen soziale Netzwerke hier gebildet. Die Kinder im Kindergarten, die Familien mit Nachbarn. Es gehören einfach schnelle Entscheidungen getätigt: Jeder hat ein Recht auf rasche und schnelle Entscheidung.

Kärnten hat auch sehr viele schöne Seiten. Was sind denn so drei — kurz auf den Punkt gebracht?

Wir haben ein wunderschönes Land. Wir sind eigentlich das Herz Europas. Und ich denke, dieses Herz Europas und dieses Land müssen wir wieder lebenswert und vorallem wieder menschlicher machen.

Vielen Dank und alles Gute für die Vorbereitungen und für die Wahlen, die im März kommen.

walmanach Kärnten 2013
Konzept, Idee, Organisation:

Dieter Zirnig
walmanach Redaktion: Stefan Hechl, Dominik Leitner, Thomas Knapp, Martin Zinkner, Dieter Zirnig
neuwal Wal-Logo: Sebastian Tauber
Magazin-Layout: Dieter Zirnig
Kamerafrau: Stefanie Brader
Videoschnitt: Dieter Zirnig
Video Consultancy: Georg Schütz

Video in Kooperation mit ZIGETVZIGE_logo

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Der Weg zur politischen Bildung führt bei neuwal über Onlinejournalismus und neuen Formaten. Ich liebe Digital, Medien, Politik und lebe den Digital Mindshift. Am liebsten setze ich für Medienunternehmen strategisch und operativ neue Formate und digitale Produkte um. 8 Jahre Führungspositionen im Bereich Global Digital Strategy in internationalen Konzernen - seit einigen Jahren selbständig in den Bereichen Digitale Transformation, Digitale Strategie, Media Strategy, Digitales Marketing, Innovation und Web-Technologie. Nebenbei Bike and Yoga. Making journalism and politics a better place.