In Wien fand heute ein neuerlicher Protestmarsch der Aktivistinnen des am vergangenen Freitag geräumten #refugeecamps statt. Die Demonstration verlief vom Sigmund-Freud-Park über die Landesgerichtsstraße zum Rathaus, von dort über die Ringstraße zum Parlament und durch den Heldenplatz zum Bundeskanzleramt.

Am Nachmittag empfing Innenministerin Mikl-Leitner eine Abordnung, der sich noch immer in der Votivkirche im Hungerstreik befindlichen Flüchtlinge, zu einer Gesprächsrunde. Grundsätzlich zeigte man sich erfreut über die (späte) Gesprächsbereitschaft. Mikl-Leitner gedenkt aber nicht auf die Forderungen der Protestierenden einzugehen. Österreich habe, so Mikl-Leitner, eines der besten Asylsysteme. Darüber hinaus beträfen die für die Innenministerin unrealistischen Forderungen EU-Recht, über welches sich die Bundesregierung nicht hinwegsetzen wolle. Weitere Gespräche zu den Forderungen soll es nicht mehr geben.

Die Flüchtlinge ihrerseits wollen weiterhin in der Kirche bleiben und ihren Hungerstreik fortsetzen bis ihre Forderungen erfüllt werden.

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Daniel Weber, geboren 1980 im weststeirischen Voitsberg, lebt seit 2001 in Wien. Der Behindertenbetreuer studiert Bildungswissenschaften und ist bei neuwal verantwortlich für das Ressort Protest-Aktion-Demonstration.